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Anthropos, 26.1931

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Anthropos, 26.1931

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714789
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714789
Persistenter Identifier:
BV041701500
Titel:
Anthropos
Untertitel:
internationale Zeitschrift für Völker- u. Sprachenkunde
Weitere Titel:
Anthropos
Erscheinungsort:
Fribourg
Verlag:
Ed. St. Paul, Anthropos-Institut
Erscheinungsjahr:
1906
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-709519
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709519
Persistenter Identifier:
DE-11-001853217
Titel:
Anthropos, 26.1931
Erscheinungsjahr:
1931
Signatur:
LA 1118-26
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 26, 1931, Heft 5, 6
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Die Einheit aller afrikanischen Pygmäen und Buschmänner aus ihren Stammesnamen erwiesen
Sonstige Person:
Schebesta, Paul
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Anthropos
  • Anthropos, 26.1931
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Index
  • Zeitschriftenheft: Bd. 26, 1931, Heft 1, 2
  • Zeitschriftenheft: Bd. 26, 1931, Heft 3, 4
  • Zeitschriftenheft: Bd. 26, 1931, Heft 5, 6
  • Darlington, H.S.: The “Fire-Snakes” of the Aztec Calendar Stone
  • Daigre, Père: Les Bandas de l’Oubangui-Chari (Afrique Equatoriale Française)
  • Arndt, P.: Die Religion der Nad'a (West-Flores, Kleine Sunda-Inseln.) (Schluß.)
  • Ramaswami Aiyar, L. V.: Dravidic Word-Bases
  • Beninger, Eduard: Die Leichenzerstückelung als vor- und frühgeschichtliche Bestattungssitte
  • Verbrugge, R.: La vie Chinoise en Mongolie
  • Loukotka, Cestmir: Die Sprache der Zamuco und die Verwandtschaftsverhältnisse der Chaco-Stämme
  • Tattevin, E.: Mythes et Légendes du Sud de l' île Pentecôte. (Nouvelles Hébrides.) (Fin.)
  • Kanski: Die indonesisch-melanesischen Übergangssprachen auf den Kleinen Molukken
  • Schebesta, Paul: Die Einheit aller afrikanischen Pygmäen und Buschmänner aus ihren Stammesnamen erwiesen
  • Schulz, Walter: Der Namensglaube bei den Babyloniern. Nach Quellen mit Berücksichtigung religionsgeschichtlicher Parallelen dargestellt
  • Schuller, Rudolf: Der Verfasser des Popol Vuh
  • Busch-Zantner, Richard: Analecta et Additamenta
  • Miscellanea
  • Literaturverzeichnis: Bibliographie
  • Literaturverzeichnis: Avis
  • Literaturverzeichnis: Zeitschriftenschau. - Revue des Revues
  • Werbung
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Die Einheit aller afrikanischen Pygmäen usw. 
891 
Die Einheit aller afrikanischen Pygmäen und 
Buschmänner aus ihren Stammesnamen 
erwiesen. 
Von Paul Schebesta. 
Die unermeßlichen zentralafrikanischen Urwälder von 4" n. Br. bis zu 
8° s. Br., angefangen vom indischen Ozean bis zu den großen Seen, beher 
bergen Pygmäen, die in einzelnen Teilen dichter aneinandergedrängt wohnen 
wie am oberen Ituri und am Lac Leopold II., in andeien sind sie wiedei zer 
splittert und von Negerstämmen auseinandergerissen, daß man tagelang 
reisen muß, um von einem Pygmäenstamm zum anderen zu gelangen. In 
vielen Gebieten ist der Zusammenhang der Pygmäen ganz verwischt. Die 
lange Symbiose mit großwüchsigen Negern hatte zui Folge, daß viele, jetzt 
mehr seßhafte Pygmäenstämme (Pygmoiden) sogar in ihier Physis vom ur 
sprünglichen Pygmäentypus abweichen, so daß man an ihrer ethnischen und 
rassenhaften Zusammengehörigkeit sehr wohl Zweifel hegen könnte. Das gilt 
noch mehr von den Buschmännern, deren Zugehörigkeit zu den Pygmäen 
wiederholt behauptet wurde. Eine Zusammenfassung aller Pygmäen und 
Pygmoiden zu einer Gruppe vom sprachlichen Gesichtspunkte aus erweist sich 
dadurch als unmöglich, daß fast alle Pygmäen ihre Sprache zugunsten von 
Negersprachen aufgegeben haben. Um so schätzenswerter ist es, wenn es 
dennoch gelingen sollte, die so sehr auseinandergerissenen Zwergvölker 
Afrikas unter einen Hut zu bringen und ihre Einheit und Zusammengehörig 
keit, somit auch ihren gemeinsamen Ursprung nachzuweisen. Dieses wird er 
reicht durch Vergleich der Namen, die sich die Pygmäen beilegen und die über 
all Mensch, und zwar in dem Sinne: „Pygmäe“ bedeuten. Von der Kalahari 
bis nach Kamerun, von Gabun bis zum Albert-See hat der Name stets die 
nämliche Etymologie, wenn auch die äußere Form der Wörter so verschieden 
artig ist, daß man auf den ersten Blick eine Wurzelverwandtschaft gar nicht 
vermuten würde. Nach Vergleich aller von den Pygmäen jener Gebiete ver 
wandten Worte für Mensch mit Berücksichtigung der lautlichen Entsprechun 
gen tritt aber die verblüffende Tatsache zutage, daß es überall dasselbe Wort 
mit der nämlichen Bedeutung ist, mag es efe, akoa, batwa oder gar aikwe 
heißen Etymologisch wie wurzelhaft ist es überall dasselbe. Diese Erkennt 
nis leuchtete mir nicht durch eine langwierige Untersuchung auf, sondern 
durch eine gelegentliche Zusammenstellung aller mir zugänglichen Be 
nennungen für Pygmäe, die ich für andere Zwecke benötigte, wobei durch einen 
glücklichen Zufall das Ergebnis vor mein Auge trat. 
Zunächst möge die Reihe der bekanntesten Namen für „Pygmäe“, mit 
denen sich die Zwerge in Afrika selbst rufen oder von den Negern gerufen 
werden, folgen. Ausscheiden müssen einzelne, die nicht hierher gehören, wie 
z. B. das am Ituri von den Wangwana kolportierte bambuti (s. mombuti); das 
tikitiki der Azande und voraussichtlich auch das akä, weil es möglicherweise
	        

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