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Anthropos, 21.1926

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Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Anthropos, 21.1926

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714789
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714789
Persistenter Identifier:
BV041701500
Titel:
Anthropos
Untertitel:
internationale Zeitschrift für Völker- u. Sprachenkunde
Weitere Titel:
Anthropos
Erscheinungsort:
Fribourg
Verlag:
Ed. St. Paul, Anthropos-Institut
Erscheinungsjahr:
1906
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-709514
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709514
Persistenter Identifier:
DE-11-001853198
Titel:
Anthropos, 21.1926
Erscheinungsjahr:
1919
Signatur:
LA 1118-21
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
21. Jahrgang 1926, Heft 1
Sonstige Person:
Schmidt, W.
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Die Bagielli, ein Pygmäenstamm des Kameruner Urwaldes
Sonstige Person:
Seiwert, Johannes
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Anthropos
  • Anthropos, 21.1926
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: INDEX
  • Zeitschriftenheft: 21. Jahrgang 1926, Heft 1
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: INDEX
  • Literaturverzeichnis: Bibliographie
  • Wiedemann, Alfred: Der Geisterglauben im alten Ägypten
  • Schmidt, Joseph: Die Ethnographie der Nor-Papua (Murik-Kaup-Karau) bei Dallmannhafen, Neu-Guinea. (Schluß.)
  • Dubois, H. M.: Les Origines des Malgaches
  • Seiwert, Johannes: Die Bagielli, ein Pygmäenstamm des Kameruner Urwaldes
  • Unkrig, W. A.: Ein moderner buddhistischer Katechismus für burjatische Kinder
  • Staal, J.: Dusun drinking- and love-songs
  • Preuss, K. Th.: Forschungsreise zu den Kágaba-Indianern der Sierra Nevada de Santa Marta in Kolumbien. Beobachtungen, Textaufnahmen und linguistische Studien. Unternommen im Auftrage der Staatlichen Museen zu Berlin mit Mitteln der Herzog von Loubat-Professur-Stiftung. (Fortsetzung.)
  • Borchardt, Paul: Naturbedingte Kulturwege
  • Malcolm, L. W. G.: The Social-Political Organisation of the E-gap Tribe, Central Cameroon
  • Zyhlarz, Ernst: Das Verbum im Kondjara
  • Muntz, E. E.: The Influence of Civilization upon Native Character
  • Schmidt, Wilh.: Analecta
  • Miscellanea
  • Literaturverzeichnis: Bibliographie
  • Literaturverzeichnis: Avis
  • Literaturverzeichnis: Zeitschriftenschau - Revue des Revues
  • Zeitschriftenheft: 21. Jahrgang 1926, Heft 2
  • Zeitschriftenheft: 21. Jahrgang 1926, Heft 3
  • Leerseite
  • Werbung
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Die Bagielli, ein Pygmäenstamm des Kameruner Urwaldes. 
127 
Die Bagielli, ein Pygmäenstamm des Kameruner 
Urwaldes. 
Von P. Johannes Seiwert, P. S. M. 
I. Wie ich mit den Bagielli-Pygmäen bekannt wurde. 
Kurz vor meiner Abreise in die Kamerun-Mission wurde ich von Wilh. 
Schmidt, S. V. D., darauf aufmerksam gemacht, daß sich wahrscheinlich auch 
im südlichen Teile unseres damaligen Missionsgebietes der eine oder andere 
Pygmäenstamm vorfinde, und daß ich der Wissenschaft einen unschätzbaren 
Dienst erweisen würde, wenn es mir gelänge, einen solchen zu entdecken und 
so eingehend als möglich zu erforschen. Kein Wunder, daß diese Anregung 
bei der jugendlichen Begeisterung und dem romantischen Forschungsdrang 
meiner 26 Jahre und bei der Aussicht, ein noch wenig erforschtes Gebiet der 
Wissenschaft miterschließen zu können, bewirkte, daß ich das denkbar größte 
Interesse für diese sagenhaften Urwaldbewohner mitbrachte, als ich Ende 1909 
mit wenigen Mitbrüdern zur Gründung einer neuen Missionsstation im 
Ngumba-Lande in den unermeßlichen Urwald Südkameruns hinaufzog. Und 
doch schien es anfänglich, als ob ich mich vergeblich auf ein Zusammentreffen 
mit diesen Zigeunern der afrikanischen Wälder gefreut hätte. All mein Fragen 
und Nachforschen nach solchen Menschen bei den die Mission umwohnenden 
Ngumba-Leuten ließ nicht die geringste Aussicht bestehen, daß irgendein 
Pygmäenstamm in erreichbarer Nähe sein Jagdgebiet hätte. Erst nach acht 
Monaten, als ich mich schon mit meinem Mißerfolg abgefunden hatte, kam 
ich zufällig dahinter, daß dies doch der Fall war und daß man mir nur 
sein Vorhandensein geleugnet hatte, wohl aus Besorgnis, daß ich durch meine 
Nachforschungen nach diesem seltsamen Völkchen dasselbe beunruhige und 
in seiner Scheu dazu bringe, die Ngumba-Berge zu verlassen und sich weiter 
in den unbewohnten Urwald zurückzuziehen. 
Die Sache kam so: Als ich anfing, die Schwarzen etwas zu verstehen, 
wenn sie auf Ngumba miteinander redeten, hörte ich eines Tages, wie sich 
zwei meiner Schüler angeregt über das dem Neger geläufigste Thema, über 
die Magenfrage und ihre Befriedigung unterhielten. Besonders interessant ist 
es da meist nicht, zuzuhören, und schon wollte ich mich einer anderen Gruppe 
zu wenden, als ich hörte, wie der eine dem anderen ganz geheimnisvoll 
zuraunte: 
„Die B a k o 1 a“ — so nennen sich, wie ich später erfuhr, die Bagielli 
selbst — „haben ein großes Wildschwein im Busch gefangen, da bekommen 
wir alle im Dorf viel Fleisch, und Wildschweinfleisch ist viel gut, weil es 
viel fett ist.“ 
„Von welchen Leuten sprecht Ihr da? Sagt, wer hat das große Schwein 
gefangen?“ fragte ich schnell. 
„Wir Ngumba-Leute,“ war die ausweichende Antwort. 
Einmal argwöhnisch gemacht, gab ich mich doch mit dieser Ausrede 
nicht zufrieden und sagte: „Die Ngumba heißen doch nicht auch Bakola, 
sonst hätte ich diesen Namen auch schon gehört; jetzt endlich heraus mit der 
Sprache: Wer sind diese Bakola?“
	        

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