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Anthropos, 83.1988,1/6

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Inhalt / Download : Baessler-Archiv, 6/9.1922/25

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714789
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714789
Persistenter Identifier:
BV041701500
Titel:
Anthropos
Untertitel:
internationale Zeitschrift für Völker- u. Sprachenkunde
Weitere Titel:
Anthropos
Erscheinungsort:
Fribourg
Verlag:
Ed. St. Paul, Anthropos-Institut
Erscheinungsjahr:
1906
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-709454
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709454
Persistenter Identifier:
DE-11-001852171
Titel:
Anthropos, 9.1914
Erscheinungsjahr:
1914
Signatur:
LA 1118-9
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
IX. Jahrgang 1914, 4. Heft
Sonstige Person:
Schmidt, W.
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Kultur- und Karakterskizzen aus der Gazellehalbinsel, Neu-Pommern, Südsee
Sonstige Person:
Winthuis, J.
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Baessler-Archiv
  • Baessler-Archiv, 6/9.1922/25
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Zeitschriftenheft: Bd. 6, 1922, Heft 1,2
  • Titelseite
  • Impressum
  • Haberlin, H.: Das Flächenornament in der Keramik der Alten Pueblo-Kultur
  • Kissenberth, Wilhelm: Beitrag zur Kenntnis der Tapirapé-Indianer
  • Seler, Eduard: Präparierte Feindesköpfe bei den Jivaro-Stämmen des oberen Maranon und bei den alten Bewohnern des Departements Ica an der Küste von Peru
  • Bernhardi, Anna: Chinesische Stempel
  • Coq, A. v. le: Bemerkunden zur Türkischen Falknerei (Nachtrag)
  • Coq, A. v. le: Eine Liste Osttürkischer Pflanzennamen
  • Literaturverzeichnis: Indices zu Grünwedel, die Geschichten der Vierundachtzig Zauberer (Band V, Heft 4/5). Von Hans Jörgensen
  • Jörgensen, Hans: Ein Bild zur Sumagadhalegende
  • Spiess, Carl: Der Legba-Kult in seinen verschiedenen Formen an der westafrikanischen Küste. Mit eigenen photographischen Aufnahmen
  • Abbildung: 1. Du-Legba in Kliko (Goldküste)
  • Abbildung: 2. Männlicher Du-Legba, auf dem Wege von Keta nach Wute (Goldküste). 3. Weiblicher Du-Legba, auf dem Wege von Keta nach Wute (Goldküste)
  • Abbildung: 4. Dzo-Legba auf (der Goldküste)
  • Abbildung: 5. Boko-Kponu-Dzo-Legba (Togo)
  • Abbildung: 6. Se-Legbawo im Besitze eines Boko. Anyako (Goldküste)
  • Abbildung: 7. Yewe-Legba in Nogokpo (Goldküste). 8. Yewe-Holiza in Tegbui (Goldküste)
  • Abbildung: 9. Aweliwo in Anyako (Golküste)
  • Abbildung: 10. Du-Legba in Woe (Goldküste). 11. Dzo-Kponu-Legbawo (Goldküste)
  • Abbildung: 12. Vidzidzi-Legbawo, in der Mauer einer Hütte in Anyako (Goldküste). 13. Drei besonders gepflegte Legbaviwo (an der Togo-Grenze)
  • Abbildung: 14. Legbavi eines Priesters (im Volta-Dreieck der Goldküste). 15. Aweliwo in einem Priestergehöfte im Anto-Gebiete (Goldküste). 16. Ahoneza-Legba und sein Diener (Goldküste)
  • Speiss, Carl: Fünf Abhandlungen zum Kultus der Eweer in Togo
  • Paulsen, Franz: Rechtsanschauungen der Wagogo
  • Eichhorn, Aug.: Hawaiische Baststoffe (Kapa) und Werkzeuge zu Ihrer Herstellung
  • Ankermann, B.: Gemusterte Raphiagewebe vom unteren Niger
  • Werbung
  • Titelseite
  • Zeitschriftenheft: Bd. 7, 1923
  • Impressum
  • Titelseite
  • Zeitschriftenheft: Bd. 8, 1924
  • Impressum
  • Titelseite
  • Zeitschriftenheft: Bd. 9, 1925
  • Impressum
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

150 
CARL SPIESS 
Wer einen Akpase-Legba besitzt, kann sehen, wie 
dieser Hexen, die in der Nacht auf Essen ausgehen, er 
greift. Dabei ist der Eingeborene der Gewißheit: wer 
den Hexen verspricht, daß er sie nicht töten werde, 
dem werden sie zahlen, was verlangt wird. So erklärt 
sich der Besitzer des Akpase-Legba das gute Verhält 
nis zwischen ihm und den Hexen. 
YEWE- (AYEWE-) LEGBA. 
Bevor jemand in ein Yewe-Gehöft tritt, findet er 
gewöhnlich zwei Legbawo vor dem Eingang: den männ 
lichen Hebieso- und den weiblichen Agbui-Legba, die 
der Eingeborene kurz als Yewe-Legbawo bezeichnet. 
Sie gehören zu den Dzo-Legbawo. Es war früher bei 
Errichtung eines Yewe-Legba durchaus nötig, daß er 
auf einem Menschenschädel aufgeführt wurde. Es durften aber nur Schädel der vom Blitz Er 
schlagenen sein. War ein solcher zur gewünschten Zeit nicht vorhanden, dann genügten 
auch Menschenknochen. 
Ist jemand vom Blitz erschlagen worden, so glaubt der Ewe-Neger, daß es von der 
Yewe-Gottheit Hebieso, auch So genannt, geschehen sei. Diese Toten dürfen nur von den 
Yewe-Priestern beerdigt werden, wobei der Kopf vom Rumpf getrennt wird. Die Schädel 
werden dann an besonderem Orte in Nogokpo aufgehoben. Früher standen sie dort vor dem 
Yewe-Gehöfte, wo sie Schreiber dieses bei seinem ersten Besuche noch vorfand. Auch unter 
den Yewe-Legbawo gibt es verschiedene Formen. Einen einzig in seiner Art mir entgegen ge 
tretenen Yewe fand ich in Nogokpo im Some-Distrikt der Goldküste. 
Dieser Legba war gerade neu errichtet worden, als ich mich an jenem Orte, der von nur 
wenig Europäern bis heute besucht worden ist, befand. Aus der Form stellte ich fest, daß es 
sich um einen Agbui-Legba handelte. Agbui ist eine der Yewe-Gottheiten, weiblicher Art. Die 
weißen Punkte auf dem Legba sollen neben dem Zeichen der Gerechtigkeit namentlich die 
7. Yewe-Legba in Nogokpo (Godküsle). 
Furcht vor demselben erhöhen. 
Der Yewe-Kult, der sich in seinen mancherlei Formen wesentlich von den übrigen Reli 
gionen auf der Goldküste unterscheidet, hat vielerorts seine 
eigenen Legba-Darstellungen, obgleich der Beobachter an 
den vor dem Yewe-Gehöfte aufgestellten Legbawo mei 
stens wenig Unterschied von anderen bemerken wird, nur 
daß stets • irgendein Abzeichen einer Jewe-Gottheit, ge 
wöhnlich die Yewe-Axt beim Legba vorhanden ist. Be 
sonderen Legbawo dagegen begegnen wir innerhalb 
des sogenannten Yewe-Kpome. Das zeigt das Bild der 
Yewe-Holiza-Legbawo in Tegbui. Der auf dem Kopfe 
angebrachte Stein ist der So-Stein, der von So (He 
bieso) auf die Erde geschleudert werde. Gewöhnlich 
werden über die Yewe-Legbawo Dächer errichtet, auf 
denen die angebrachten Fähnchen die betreffenden Leg 
bawo bezeichnen: die aus weißem Baumwollstoff weisen 
auf männliche, die aus blauem Stoff auf weibliche Yewe- 
Legbawo. 
8. Yewe-Holiza-Legba in Tegbui (Goldküste).
	        

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