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Globus, 40.1881

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Nutzungslizenz

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Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 40.1881

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714789
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714789
Persistenter Identifier:
BV041701500
Titel:
Anthropos
Untertitel:
internationale Zeitschrift für Völker- u. Sprachenkunde
Weitere Titel:
Anthropos
Erscheinungsort:
Fribourg
Verlag:
Ed. St. Paul, Anthropos-Institut
Erscheinungsjahr:
1906
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-709454
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709454
Persistenter Identifier:
DE-11-001852171
Titel:
Anthropos, 9.1914
Erscheinungsjahr:
1914
Signatur:
LA 1118-9
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
IX. Jahrgang 1914, 4. Heft
Sonstige Person:
Schmidt, W.
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Analecta et Additamenta
Sonstige Person:
Schmidt, W.
Koppers, W.
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 40.1881
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichniß
  • Zeitschriftenheft: No. 1
  • Zeitschriftenheft: No. 2
  • Zeitschriftenheft: No. 3
  • Zeitschriftenheft: No. 4
  • Zeitschriftenheft: No. 5
  • Zeitschriftenheft: No. 6
  • Zeitschriftenheft: No. 7
  • Von Cayenne nach den Anden. (Jules Crevaux' zweite Reise im nördlichen Südamerika 1878 bis 1879.) VII.
  • Abbildung: Fang eines Ai. (Theilweise nach einer Photographie)
  • Abbildung: Der Teufelsfelsen in der Mocori-Schnelle
  • Abbildung: Pono-Tanz
  • Abbildung: Kaiman-Falle
  • Abbildung: Urari (Strychnos Crevauxi)
  • Ratzel, F.: Die chinesische Auswanderung seit 1875. IX.
  • Jhering, H. v.: Der gegenwärtige Zustand und die Zukunft von Rio grande
  • Kirchhoff, Theodor: Die Expedition des V.-St.-Dampfers "Rodgers" zum Aufsuchen des Nordpolfahrers "Jeannette"
  • Lamp, Karl: Die geplanten Eisenbahnen und die deutschen Interessen in Mexico
  • Aus allen Erdtheilen
  • Zeitschriftenheft: No. 8
  • Zeitschriftenheft: No. 9
  • Zeitschriftenheft: No. 10
  • Zeitschriftenheft: No. 11
  • Zeitschriftenheft: No. 12
  • Zeitschriftenheft: No. 13
  • Zeitschriftenheft: No. 14
  • Zeitschriftenheft: No. 15
  • Zeitschriftenheft: No. 16
  • Zeitschriftenheft: No. 17
  • Zeitschriftenheft: No. 18
  • Zeitschriftenheft: No. 19
  • Zeitschriftenheft: No. 20
  • Zeitschriftenheft: No. 21
  • Zeitschriftenheft: No. 22
  • Zeitschriftenheft: No. 23
  • Zeitschriftenheft: No. 24
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Von Cayerme nach den Anden . 
99 
in gerader Linie mögen beide Flüsse aber nur etwa 30 km von einander entfernt sein . Die trennende Wasserscheide liegt dem 9 ) cn : i ) näher , als dem Paron ; denn man hatte nur 3^ / 2 Stunden gebraucht , um von ersterem aus dieQuel - len des ersten Parou - Zuflusses zu erreichen . Andererseits liegt das Becken des Parou höher , als dasjenige des Aary , wie der um 10 mm gesunkene Barometerstand auswies . Im Ganzen war man seit St . Georges nun 64 Tage unterwegs , davon 55 Tage , an welchen man theils zu Boote , theils zu Fuße vorwärts gekommen war . 
Der von der Ankunft des Reisenden benachrichtigte Häuptling Canea hatte zwei Pirogen gesandt , welche die Gesellschaft in halbstündiger Fahrt nach dem Dorfe des - selben , Caneapo genannt , brachten . Dasselbe liegt auf einem Hügel von 20 m Höhe , an dessen Fuße mächtige runde Granitblöcke den Fluß fast vollständig versperren — ein malerischer Ort , wo die Indianer mit ihren Pfeilen den Coumarou - Fischen mit Erfolg auflauern . Es war 
gerade Festtag , denn ein Monat war seit dem Tode eines Tamuschi verstrichen ( den Todten zu Ehren werden zwei Feste gefeiert , die einen Pono genannt , die anderen Toule ) . Alle Männer waren vom Halse ab mit Umhüllungen aus langen schwarzen Riemen bekleidet und trugen Mützen , die denen der französischen Advokaten ähnelten . Nur ein ein - ziger stand aufrecht , in der Hand eine Peitsche mit 8 in langer Schnur . Er drehte sich um sich selbst , stampfte mit dem rechten Fuße aus die Erde , hob die Peitsche empor , bog den Leib nach hinten über und führte mit plötzlicher Bewegung einen Hieb aus , der wie ein Pistolenschuß knallte . Der Reihe nach mußte jeder dieses Manöver , das sie „ Pono - Tanz " nennen , ausführen . Die Uebrigen kauern indessen aus der Erde , klatschen in die Hände und schreien „ Iis ! . . he . . . ! " 
Diese Indianer vom Parou bereiteten dem Reisenden einen freundlichen Empfang , da sie seine erste Reise auf dem Mry in allen Einzelheiten kannten ; sie wußten , daß 
Der Teufelsfelsen in der Mocori - Schnelle . 
Crevaux seinen Verpflichtungen gegen seine Begleiter stets nachgekommen und mit Messern , Aexten , Säbeln und Angel - haken reich versehen war , und waren deshalb bereit , ihn überall hin zu begleiten . Da Crevaux den Paron ganz kennen zu lernen beabsichtigte , so engagirte er Uacouman , um sich bis zu den Trios - Indianern , die im Quellgebiete wohnen , führen zu lassen . Die Hälfte des Gepäckes blieb , um eiu rascheres Vorwärtskommen zu ermöglichen , beim Häuptlinge Canea zurück . Am Morgen des 30 . Oktober wurde die Fahrt stormaufwärts angetreten . Der Fluß ist in diesem Theile von zahlreichen Granitfelsen durchsetzt , den Ueberbleibseln kleiner Hügelzüge , welche die Ufer bilden ; die Vegetation entbehrt der Palmen und der zierlich gewun - denen Schlingpflanzen , ist aber mit ihren kräftigen Bän - men nicht ohne Reiz . Nach 3^ / 2 stündiger Fahrt bemerkte man am rechten Ufer einen Landeplatz und einen Pfad , der direkt zur Ansiedelung Eonpara führt , indem er eine weite Krümmung des Flusses abschneidet . Seiner Karte halber aber wählte Crevaux dcu letztern Weg . Eonpara liegt auf einem kleinen Hügel gegenüber der Stromschnelle Kourokiri au einer günstigen Stelle : schon von weitem 
kann man die stromaufwärts fahrenden Boote erblicken ; dazu kommt das Murmeln des Wassers , die Gelegenheit zu köstlichen Bädern und die Menge von Conmarous im Flusse . Gegen Ringe , Knöpfe und Nadeln tauschte der Reisende hier mancherlei Erzeugnisse der Eingeborenen ein ; Geschenke aber kennen dieselben nicht . Wenn er ihnen ein solches anbot , so fragten sie stets „ etihe ? " ( Was willst Du ? ) . Tauschhandel aber , bei welchem der Käufer stets im Voraus bezahlen muß , ist ihnen geläufig ; die Bonis z . B . , welche des Handels halber in das Land der Roucou - yenues kommen , müssen sofort für die Hängematten bezah - len , welche sie erst im nächsten Sommer geliefert erhalten . 
31 . Oktober . Nach zwei Stunden erreichte man die Mündung des CoucitennS , den man fchon auf dem Marsche vom Vary zum Parou überschritten hatte . Etwas weiter oberhalb zeigte sich in den Zweigen eines großen Bau - mes , der am Rande einer Lichtung stand , ein großes Nest ; beim Näherkommen aber entpuppte sich dasselbe als eine Art Hütte mit Fußboden und Dach , in welcher eiu Indianer mit Bogen und Pfeilen zufammeugekauert saß und den Vö - gellt aufpaßte , welche von den reifen 'Früchten des Bau - 
13 *
	        

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