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Globus, 65.1894

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Nutzungslizenz

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Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 65.1894

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714784
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714784
Persistenter Identifier:
BV041217508
Titel:
Globus
Untertitel:
illustrierte Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde
Weitere Titel:
Globus
Erscheinungsort:
Braunschweig
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1862
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-709040
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709040
Persistenter Identifier:
DE-11-001785772
Titel:
Globus, 65.1894
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1894
Signatur:
LA 3252-65
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Nr. 10. März 1894
Sonstige Person:
Andree, Richard
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Prinz Heinrich der Seefahrer (geb. 4. März 1394, gest. 13. November 1460)
Sonstige Person:
Ruge, S.
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 65.1894
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis des LXV. Bandes
  • Korrekturen: Druckfehler im LXV. Bande
  • Leerseite
  • Zeitschriftenheft: Nr. 1. Januar 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 2. Januar 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 3. Januar 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 4. Januar 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 5. Januar 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 6. Februar 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 7. Februar 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 8. Februar 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 9. Februar 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 10. März 1894
  • Ruge, S.: Prinz Heinrich der Seefahrer (geb. 4. März 1394, gest. 13. November 1460)
  • Klittke, M.: Dr. Hagens Reisen auf den Salomonsinseln
  • Post, Albert Hermann: Das Recht der Osseten
  • Sch., G.: Forschungen der "Pola" im östlichen Mittelmeere 1893
  • Gy.: Die Tasmanier als Vertreter des paläolithischen Menschen
  • Zeitschriftenrezension: Silas Tertins Rand, Legends of the Micmacs
  • Zeitschriftenrezension: F. Kaindl, Die Huzulen. Ihr Leben, ihre Sitten und ihre Volksüberlieferung. Mit 30 Abbildungen und einer Drucktafel
  • Zeitschriftenrezension: Theodore Bent, The sacred city of the Ethiopians
  • Zeitschriftenrezension: A. W. Schleicher, Geschichte der Galla. Zenahu lagalla. Bericht eines abessinischen Mönches über die Invasion der Galla im sechzehnten Jahrhundert. Text und Übersetzung
  • Aus allen Erdteilen
  • Zeitschriftenheft: Nr. 11. März 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 12. März 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 13. März 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 14. März 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 15. März 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 16. April 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 17. April 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 18. April 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 19. Mai 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 20. Mai 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 21. Mai 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 22. Juni 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 23. Juni 1894
  • Zeitschriftenheft: Nr. 24. Juni 1894
  • Werbung
  • Sonstiges: [Inhalt, Eingegangene Neuigkeiten, Werbung]
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

154 
Prof. Dr. S. Rüge: Prinz Heinrich der Seefahrer. 
Peschei (Geschichte des Zeitalters der Entdeckung.) und 
von H. Major (The discoveries of Prince Henry the 
navigator, London 1877) verbreitet ist, so ziehe ich es 
vor, bei dieser Gelegenheit den neuesten portugiesischen 
Historiker Oliveiro Martins vorzuführen und aus dessen 
lesenswertem Werke über die Söhne des Königs Johann I. 
(Os filhos de I). Joüo L, Lisboa 1891) die ersten wich 
tigen Absätze hier wiederzugeben. Es ist der Zeitpunkt am 
Beginn seiner grofsen Unternehmung, also 1418, gewählt. 
„Prinz Heinrich war 24 Jahre alt, in der Fülle der 
Kraft, wie sie sich bei selbstthätigen Naturen rascher 
entwickelt. Er war grofs und stark, mit kräftigen 
Gliedmafsen und einer von Sonne und Wind gebräunten 
Hautfarbe. Das dichte, schwarze, abstehende Haar und 
der schwarze Schnurrbart machten den Infanten durch 
aus nicht hübsch. Es fehlte dem Gesichtsausdrucke der 
Zauber der Güte, ohne den kein Gesicht schön ist. Sein 
strenger Blick war antipathisch. 
„Er glich ganz seinem Vater, in dem man das voll 
kommene Beispiel eines energischen, zähen Charakters 
kennen gelernt hatte, der, ohne Poesie, Gewaltthätigkeit 
mit List zu verbinden wufste, wenn es galt, einen ge 
fassten Plan durchzuführen; ein rein portugiesischer oder 
beiranischer Charakter mit Zügen stiermäfsiger Energie. 
In solchen Menschen, die sich wenig der Beschaulichkeit 
hingeben, herrscht ausschliefslich der Wille. Ist ein 
Plan gefafst, ein Lebensziel vorgezeichnet, dann sind 
alle seelischen Kräfte gebunden und der Mensch ist nur 
noch das Werkzeug der eigenen Bestimmung. 
„Wahrscheinlich weil er in ihm sein Ebenbild sah, 
zeigte König Johann für diesen Sohn immer eine be 
sondere Vorliebe. Es fehlte ihm, wie seinem Bruder 
Alfons, dem Bastard von Barcelles, durchaus jene Ader 
germanischer Empfindsamkeit, die die Königin Philippa 
auf ihre andern Kinder vererbt hatte, jene unbestimmte 
Gefühlsschwärmerei, die nur allein im Deutschen ganz 
und gar durch das Wort „Gemüt“ bezeichnet werden 
kann, eine Mischung von Sentimentalität, melancholischer 
Bewegung, Heiterkeit der beschaulichen Seele und über 
sprudelndem Humor in unendlich verschiedenen Ver 
bindungen, und die für sich die erhabensten und auch 
die in der dichterischen Imagination überschwenglichsten 
Typen schafft, wie Shakespeare, Goethe und Heine. 
„Prinz Heinrich aber war seiner Natur nach ein 
echter Spanier von der Halbinsel, entschieden und zäh, 
in allem praktisch, in der energischen That, in der 
glühenden Schwärmerei, in der schlauen Gewandtheit. 
Um seine Pläne zu fördern, griff er zuerst zur Hinterlist 
und konnte dann fast grausam werden. Um seinem 
Gelübde nicht untreu zu werden, blieb er, indem er die 
Glaubenssätze buchstäblich auffäfste, zeitlebens ledig. 
Vielleicht rührte daher auch der strenge, unfreundliche 
Zug (deshumanidade), der uns in seinem Bildnisse be 
gegnet x ). 
„Die Gröfse der Menschen liegt, so wie der Prinz 
Heinrich geartet war, nicht eigentlich im Charakter und 
in der Individualität, sondern in dem Unternehmen, dem 
sie sich widmen. Und da der Plan des Infanten richtig 
und fruchtbar war, da sich sein Gedanke von einem 
neuen Portugal, das sich von Spanien vollständig trennte 
und nach aufsen, gegen Marokko und weiter in Afrika 
bis zu unbestimmten Grenzen in unbekannten Welt 
gegenden ausdehnte, schliefslich doch als eine Realität 
erwies, so verdanken wir Portugiesen ihm ein zweites 1 
1 ) Es mag hier bemerkt werden, dafs aufser dem von 
Major veröffentlichten, glaubwürdigen Porträt, ein ganz 
anderes Bildnis in Barros, da Asia (Lisboa 1778) tom I. ge 
geben ist, das aber durchaus nicht zu der von Azurara ge 
gebenen Charakteristik pafst. 
Vaterland, und verdankt die europäische Civilisation 
ihm eine ihrer drei oder vier wichtigsten Errungen 
schaften. Das ist es, was ihn, in der edelsten Be 
deutung des Wortes, zum Heroen macht.“ 
Der wichtigste Wendepunkt im Leben des Prinzen 
scheint frühzeitig, schon 1415 bei der Einnahme von 
Ceuta, an der er in seinem 21. Jahre teilnahm, einge 
treten zu sein; denn kurz darauf sehen wir ihn schon 
die ersten Vorbereitungen zu seiner Lebensaufgabe, die 
ihn weltberühmt machen sollte, mit einer Sicherheit 
treffen und weiter verfolgen, als ob es sich um einen 
längst gefafsten und reiflich überlegten Plan handelte. 
Die Wahl des südwestlichsten Vorgebirges von Europa 
zum Sitze und Mittelpunkte seiner Unternehmung ist 
höchst bezeichnend und merkwürdig. Seit dem grauen 
Altertume galt, wie wir aus Strabo (Casaul, 138) wissen, 
diese Felsenspitze als heilig, als Wohnung der Götter, 
daher sie auch zur Römerzeit als promontorium sacrum 
bezeichnet wurde. Zum zweitenmale kam im Mittelalter 
ein heiliger Schein über den Eelsenvorsprung, als, der 
Sage nach, 711 n. Chr. der Leichnam des heiligen 
Vincentius hierher gebracht wurde. Danach erhielt die 
Spitze nun ihren christlichen Namen Cabo de Säo Vicente. 
Hier legte schon ein Jahr nach der Eroberung Ceutas 
der Infant den Grund zu seiner Villa und dem See 
arsenal (Tercena naval). Als der Prinz dann seinen 
ständigen Wohnsitz hier aufschlug, hiefs die Gründung 
zuerst Villa do Infante und später, wie noch heute, 
Sagres, d. h. sacrum. Und so beginnt denn auch die 
Inschrift des in diesem Jahrhundei’t errichteten Denkmals 
für Prinz Heinrich mit den Worten „Aeternum sacrum“, 
denn diese Stätte ist „geweiht für alle Zeiten“. 
Die Gründe, die den Infanten zu seiner Unternehmung 
bewogen, hat bereits Azurara mitgeteilt. Es lag ihm 
daran, die Grenzen der Macht seiner Glaubensfeinde in 
Nordafrika, der Mauren, kennen zu lernen, und er hoffte 
durch seine Schiffe Länder jenseits des Kaps Bojador zu 
entdecken, wohin er allein einen gewinnbringenden 
Handel treiben konnte, um dadurch wieder die Mittel 
zum Kampfe gegen die Mohammedaner zu beschaffen. 
Es waren praktische, politische Gründe, die den portu 
giesischen Prinzen bewogen, mit der ganzen Zähigkeit 
seines Charakters seine Pläne zu verfolgen. Dafs sie 
sich später erweiterten, und dafs er seinen Blick bereits 
auf das grofse Indien jener Zeit, das sich von Habesch 
bis China erstreckte, richten konnte, war die natürliche 
Folge der Entdeckung Guineas, d. h. des tropischen, 
fruchtbaren Afrikas, jenseits des Wüstengürtels. 
Aber um solche Pläne erfolgreich ins Werk zu setzen, 
bedurfte der Infant vor allem seetüchtige Mitarbeiter. 
Und diese fand er natürlich in den Italienern, deren 
Leitung für das Seewesen sich die Portugiesen schon 
seit gerade hundert Jahren anvertraut hatten, seitdem 
unter König Diniz III. schon 1317 der Gemiese Pessagno 
zum Admiral gemacht worden war. 
Unter diesen Italienern des 15. Jahrhunderts haben 
sich unter andern Perestrello, der Schwiegervater des 
Kolumbus, Antoniotto Usodimare, Alvise da Mosto und 
Antonio de Noli einen Namen gemacht. Neben den 
Italienern erschienen bald auch Deutsche, die uns in 
allen Lebensverhältnissen als Ritter, Gelehrte, Lands 
knechte, Buchdrucker, Kaufleute in Portugal zahlreich 
begegnen. Der berühmteste unter ihnen ist Martin 
Behaim, aber auch die Namen Hieronymus Münzer und 
Valentin Ferdinand dürfen nicht vergessen werden, denn 
ihnen verdanken wir wichtige Nachrichten über die 
afrikanischen Entdeckungen der Portugiesen. 
Es kann nicht im Plane dieser Betrachtungen liegen, 
den Verlauf der Expeditionen des Prinzen im einzelnen
	        

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