EVIFA - virtuelle Fachbibliothek Logo
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
  • enterFullscreen
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Zeitschrift für Ethnologie, 14.1882

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Zeitschrift für Ethnologie, 14.1882

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714784
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714784
Persistenter Identifier:
BV041217508
Titel:
Globus
Untertitel:
illustrierte Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde
Weitere Titel:
Globus
Erscheinungsort:
Braunschweig
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1862
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-709040
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709040
Persistenter Identifier:
DE-11-001785772
Titel:
Globus, 65.1894
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1894
Signatur:
LA 3252-65
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Nr. 8. Februar 1894
Sonstige Person:
Andree, Richard
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Barrois Untersuchung des Tiberias-Sees
Sonstige Person:
Goebeler
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 35.1879
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichniß
  • Zeitschriftenheft: No. 1. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 2. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 3. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 4. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 5. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 6. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 7. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 8. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 9. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 10. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 11. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 12. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 13. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 14. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 15. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 16. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 17. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 18. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 19. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 20. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 21. 1879
  • Edouard Andre's Reisen im nordwestlichen Südamerika 1875 bis 1876. IV.
  • Gerland, Georg: Die Zukunft der Indianer. IV. (Erste Hälfte). Der heutige Zustand der Indianer
  • Von Dr. Max Buchner's Reise in Angola
  • Aus allen Erdtheilen
  • Zeitschriftenheft: No. 22. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 23. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 24. 1879
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Aus allen 
boden verschwunden , sondern ihre Häuser stehen auf ihren alten Plätzen und ihre Bewohner obliegen nach wie vor ihren Geschäften . Aber Memphis hat aufgehört eine Stadt zu sein . Sie hat keinen Mayor , keine städtischen Behörden , keine Vertretung mehr , sie hat keine Grenzen und ist einfach ein Stück des Staates Tennessee , wie jedes Rübenfeld oder jeder Sumpf . Der Memphis „ Avalanche " führte die Stadt Memphis am Tage nach dem Eintreffen der Aufhebung des Freibriefes in seiner Todtenliste auf und die anderen Blätter dedizirten der Hingegangenen Grabschriften von nicht befon - ders schmeichelhafter Natur . Memphis existirt heute noch weniger als seine Pharaonische Namensschwester , und los steht heute der Steinhaufen , der einst das stolze „ Mem - phis " war . 
Natürlich erweckte der schnelle Hingang der Stadt im ganzen Lande nicht geringen Spott . Täglich laufen Briefe ein mit der Adresse : „ X . £ . in jener Stadt , die einst phis war " , oder i . I . in dem „ Taxing Distrikt " , Südwest - spitze von Tennessee , — oderX . , „ Dampferstation am Wolfs - fluß " . Drastischer jedoch als alle vorhergehenden war die folgende Bezeichnung : „ X . X . , Yellow Jack City , late phis , Tennessee " ( £ . X . in Gelbsieberstadt , früher Memphis , Tennessee ) . 
Man täuscht sich jedoch , wenn man vermuthet , die Stadt hätte mit der Aufhebung ihres Gemeindewesens auch ihre Verpflichtungen abschütteln wollen . Die Schulden werden dennoch bezahlt werden müssen , und es wurde wie bei an - deren Bankerotten öffentlicher Unternehmungen ein „ Receiver " bestellt , welchem die Aushebung und Eintreibung von Taxen hierfür obliegen wird . Der Hauptzweck der Stadt war eben , Zwangsmittel für diese ausstehenden Taxen und außerdem eine möglichst kostenlose , ämter - und schwindelfreie Stadt - Verwaltung zu erzielen , die sie nunmehr in den acht Kom - missären erhalten hat . Ihre Ausgaben werden dadurch ver - ringert , die Schuld kousolidirt und die Überschüsse können zur Verbesserung der Straßen und Reinigung der Kloaken verwendet werden , eine Aufgabe , von welcher Sein und Nichtsein , Leben und Tod der Bewohner von Memphis abhängt . 
Endlich , nach jahrelanger und jährlich wiederkehrender Warnung , nach ganz unglaublicher Fahrlässigkeit , nach den furchtbaren wiederholten Strafen , welche die Stadt in Gestalt des Gelbfiebers heimgesucht haben — endlich scheint Memphis zur Eiusicht gekommen zu sein , daß auf der strengen Beob - achtnng sanitärer Maßregeln die ganze Zukunft seiner Ein - wohner beruht . Endlich sehen auch die Zeitungen ein , daß es besser ist , lieber vor der zehnfachen hierzu ausgeschriebenen Taxe nicht znrückzuscheueu als abermals im kommenden Jahre die Seuche in den Straßen wüthen zu haben und 5000 Fieberleichen zu begraben . 
Der Zustand der Stadt in Bezug auf die Straßen und Plätze , auf den Hafen und die sanitären Institutionen spottet aller Beschreibung . Kommt man den Mississippi hinab , so nimmt sich Memphis wie eine wahre Feenstadt , wie ein Märchen aus ! Wenn man nach der dreitägigen Fahrt von St . Louis aus durch die Wasser - und Sandwüste und die trostlosen Gegenden am Mississippi endlich vor der letzten Biegung augekommen ist , und die stolze , majestätische Häuser - fronte der auf steilen , ziemlich hohen Ufern gelegenen Stadt sich nach und nach dem Auge entrollt , dann könnte man kaum glauben , daß dieses prächtige Memphis der Herd jener demien gewesen ! — Aber ebenso wie bei ihrer Zwillingsstadt Kairo ( jenes in Aegypten und nicht in Illinois ) , so darf man sich auch hier nicht von der glänzenden Außenseite täuschen lassen . Schon die elenden vom Mississippi zur Stadt empor - führenden Straßen lassen uns den gräulichen Schmutz ahnen , der im Winter und Frühjahr , und den grundlosen Staub , der iu der trockenen Jahreszeit in Memphis herrscht . — Die Hauptstraßen ziehen auf den hohen , steil aus dem Mississippi emporsteigenden „ Bluffs " parallel zum Flusse hin und wer - 
Erdtheilen . 335 
den von schönen breiten , ins Land laufenden Straßen senk - recht durchschnitten . Die freundlichen , in der Main - , Monroe - und Front - Straße sogar majestätischen Häuser , die Breite der Straßen , die hohe Lage , die einzelnen Parks in - und außerhalb der Stadt , die Magnolien und Cypressen , mit denen die Häuser der vornehmen Vance Street und andere Straßen geschmückt sind , alles das vereinigt sich zu einem andern Bilde , als man erwartet . Aber nun kommen auch die Schatten - seiten von Memphis . Die Stadt wird im Rücken von einem Bayou — einem engen versumpften Arm des Mississippi — eingeschlossen , der in den nördlich gelegenen Wolf - River det und wie dieser nur im Frühjahr bei hohem Wasserstand des Mississippi Wasser enthält , sonst jedoch ganz versumpft ist . In diesen Bayou münden die wenigen Kloaken von Memphis . Er empfängt allen Unrath der Stadt , alle Aeser und Abfälle . Sie bleiben den Sommer über liegen und verfaulen , ehe das nächste Herbstwasser sie hinaus in den Fluß schwemmt . Es wäre ein Leichtes , mit geringen Mitteln den Bayou sowie den Wolffluß zu kaualisireu und Wasser hineinzulenken — allein die musterhafte Stadtbehörde schlug alle darauf hinzielenden Anträge ab . Die Straßen der Stadt , von der ersten und vornehmsten bis zur letzten , sind in einem Zustande , der jeder Beschreibung spottet . Man kann sich kaum einen Begriff machen von den Gebirgen , den Schlünden und Löchern , zu welchen das Nickelson'sche Holzpflaster die Straßen gemacht . Die armen Pferde und Manlthiere versinken knietief in den Morästen und Löchern . Die Baumwollkarren bleiben jeden Augenblick darin stecken und zerbrechen Räder und Deichseln ; die Tramwaygeleise haben die Unebenheiten des Terrains angenommen , und die Stöße , denen die Passagiere ausgesetzt sind , lassen sie , wenn nur irgend möglich , stets jede Wagenfahrt vermeiden . Wohl kann sich Nenyork iu seinen Hafenstraßen auch keines guten Pflasters rühmen , aber sie sind Marmorplatten im Vergleich zu den grundlosen Schmutzlöchern von Memphis . Dazu der Schmutz in den Seitenstraßen , die Pfützen auf den zahlreichen Baustellen , der Kehricht von Jahren in den Höfen und „ Alleys " — und man hat ein Kulturbild aus dem Bulgarien Amerikas . Und in diesen Straßen leben Weiße ! Sie waten täglich hindurch , sie kennen die schrecklichen Folgen dieses Unraths , die Miasmen und Malaria , die sich daraus eut - wickeln , und dennoch verweigern sie , die dringendsten Steuern zu zahlen , um daraus die Mittel zur Straßenreinigung und Pflasterung zu bestreiten ! Das Fieber vom letzten Jahr war ihnen eine schreckliche Lektion . Noch ein Monat , und das Frühjahr und damit auch die heiße Jahreszeit hat begonnen ; in den Duft der blühenden Obstbäume wird sich wieder die Malaria mengen , die der Herd des Fiebers ist — und doch ist noch kein Cent vorhanden , um die Straßen zu reinigen . Das ist ein Stückchen Kulturbild aus einer der größten Städte des Südens und ein kleines Beispiel von nördlichem Schwindel , gepaart mit südlicher Faulheit ! " 
Als Satirspiel zu der oben geschilderten Tragödie diene folgende Notiz des „ Anzeigers des Westens " : 
„ Und jetzt herrscht Heulen und Zähneklappern in Mem - phis ! Durch die Abschaffung des städtischen Freibriefes glaubten die Herren Memphiser bloß ihren Gläubigern einen Streich gespielt zu haben ; jetzt entdecken sie , daß sie sich sel - ber noch einen ärgern Streich gespielt haben . In Tennessee gilt ein Gesetz , daß außer in inkorporirten Städten kein Whisky verkauft werden darf innerhalb vier Meilen von einer Lehranstalt . Da Memphis jetzt aufgehört hat Stadt zu sein , so fällt es unter dieses Gesetz und die Temperenzler wollen nun alle Wirtschaften der Stadt schließen lassen . Wie die Memphiser , denen der „ Cocktail " wichtiger ist als das Brod , diesen Schlag verwinden werden , ist schwer zu sagen . "
	        

Download

Downloads

Ganzer Datensatz

ALTO TEI Volltext PDF
TOC
Mirador

Diese Seite

ALTO TEI Volltext

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Formate und Verlinkungen

Formate und Verlinkungen

Die Metadaten stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Außerdem gibt es Links zu externen Systemen.

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Zitieren

Zitieren

Folgende Zitierlinks stehen für das gesamte Werk oder die angezeigte Seite zur Verfügung:

Ganzer Datensatz

RIS

Diese Seite

Zitierempfehlung

Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie viele Buchstaben hat "Goobi"?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.