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Globus, 35.1879

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 35.1879

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714784
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714784
Persistenter Identifier:
BV041217508
Titel:
Globus
Untertitel:
illustrierte Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde
Weitere Titel:
Globus
Erscheinungsort:
Braunschweig
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1862
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-708841
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-708841
Persistenter Identifier:
DE-11-001738935
Titel:
Globus, 35.1879
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1879
Signatur:
LA 3252-35
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
No. 14. 1879
Sonstige Person:
Kiepert, Richard
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Die Oelpalme
Sonstige Person:
Ascherson, P.
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 35.1879
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichniß
  • Zeitschriftenheft: No. 1. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 2. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 3. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 4. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 5. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 6. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 7. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 8. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 9. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 10. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 11. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 12. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 13. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 14. 1879
  • Ascherson, P.: Die Oelpalme
  • Die französische Ogowe-Expedition Savorgnan de Brazza's. (Nach einem vor der Pariser Geographischen Gesellschaft am 24. Januar 1879 in der Sorbonne gehaltenen Vortrage des Reisenden)
  • Die heidnischen Altethümer Ostfrieslands
  • Notizen zur Handels- und Verkehrs-Geographie. V. (Schluß)
  • Aus allen Erdtheilen
  • Zeitschriftenheft: No. 15. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 16. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 17. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 18. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 19. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 20. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 21. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 22. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 23. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 24. 1879
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Die französische Ogowe - Expi 
feineren Flechtwerk benutzt . Die den unteren Theil der Blattstiele bekleidende Wolle wird , mit Schießpulver ver - mischt , als Zunder benutzt , der an der Goldküste asoso heißt . 
Im ganzen Verbreitungsgebiete der Oelpalme wird auch , wie aus der Mehrzahl der in Afrika vorkommenden Palmen , aus dem dem Stamme abgezapften Safte , welcher rasch in Gähruug übergeht , Wein bereitet , der an der Loango - Küste massambe heißt . Selbstverständlich ist diese Operation , bei welcher man gewöhnlich die männlichen Blüthenstände abschnei - det , dem Fruchtansatz sehr nachtheilig und Soyanx bemerkt , daß die Palme bei Chinchoxo mehr Wein als Oel liefert . Nicht selten entschließt man sich , der Weinbereitung einen jungen Baum ganz zu opfern . Thonning beschreibt dies Versah - ren folgendermaßen : Von einer sechs - bis zehnjährigen Palme werden die Blattstiele abgehauen und der Baum aus - gegraben und zu Boden gestreckt . Nach vier Wochen fchnei - det man auf der oben liegenden Seite in der Mitte des Stammes ein viereckiges Loch aus , welches in seiner Mitte etwas tiefer geht . Um den an beiden Enden hervorquellen - den Wein aufzufangen , wird der Stamm durchbohrt und in die Oeffnung ein Rohr gesteckt , durch welches der Saft in einen untergestellten Topf fließt . Die große Oeffnung muß durch darübergelegte Palmblätter gegen Sonne und Staub geschützt , außerdem täglich ausgebrannt und frisch angeschnitten werden . Der zuerst erhaltene Wein ist am süßesten ; man bereitet auch Essig aus demselben . Der spätere Wein erlangt einen stärkern Alkoholgehalt ; der zuletzt ausfließende ( eine Palme kann auf diese Art sechs Wochen hindurch benutzt werden ) ist säuerlich und schlecht . In der Oeffnung finden sich nicht selten große , dicke , weiße Jnsectenlarven ein , welche von den Negern begierig verzehrt werden . Der Palmmost beginnt sofort beim Ausfließen zu gähren und wird sehr bald alkoholhaltig und demnächst säuerlich ; er moussirt wie Champagner . Da der Wein während des fünf Meilen weiten Transportes von Aqnapim nach den Küstenorten ge - wohnlich sauer wird , so wenden die Verkäuferinnen ein sehr eigenthümliches Corrigens an . Sie bringen mit ihrem Ge - tränke die stachelbeergroßen Früchte einer strauchartigen von den Eingeborenen tahmi genannten Sapotacee , Sideroxylon dulcificum A . De Cand . , zu Markte . Der Genuß einiger dieser wenig saftigen , an sich fast geschmacklosen Beeren hat die sonderbare Wirkung , daß nach ihnen alles Saure süß schmeckt . Die Kauflustigen betäuben fo ihre Gefchmacks - nerven und berauschen sich mit dem sauren Weine . 
Anhangsweise geben wir an dieser Stelle noch die Ab - bildung einer zweiten durch ihr fächerförmiges Blatt sofort zu unterscheidenden Palme Westasrikas , der Ntesa , wie sie an der Loango - Küste genannt wird ( Hyphaene guineensis Thonn . et Schum . ) . Die Gattung Hyphaene ist in Afrika in 
ition Savorgnan de Brazza's . 215 
einer Anzahl von Formen verbreitet , deren Artenrecht unter den Botanikern noch vielfach streitig ist . Die bekannteste Art ist die in Nord - Centralafrika und im Nilgebiete bis nach Ober - ägypten sowie auch auf der Sinai - Halbinsel am Golf von Aqabah vorkommende Dum - Palme ( EL thebaica Mart . ) , welche durch ihren wiederholt gabelästigen Stamm von den meisten Palmen verschieden ist . Eine derartige Verzweigung kommt bei der Ntesa nur sehr fetten vor ( unser Bild zeigt auch ein solches Exemplar ) . Sie bildet an der Loango - Küste und in Ober - Guinea stellenweise ausgedehnte Bestände , die aber stets nur schmale Gürtel in unmittelbarer Nähe des Strandes darstellen . Die Mateva - Palme Angolas dürfte ungeachtet des gleichen Namens eine andere Art darstellen , da deren Stamm nach Welwitfch stets wie bei der Dum - Palme verzweigt ist . 
Die Ntefa - Palme , welche nach Thonning an der Gold - küste songu - tjo heißt , erhält durch die abwärts gerichteten , lange stehenbleibenden trockenen Blätter , welche unterhalb der Krone wie eine Krinoline herabhängen , ein sehr auffallendes Auseheu . Die Blätter der Hyphaene - Ai'tert liefern ein zügliches Flechtmaterial , namentlich lassen sich nach Wel - witsch und Pechnel - Loesche vortreffliche Hüte aus deu - selben herstellen . Die Blätter der Angola - Art werden des - halb sogar nach Brasilien exportirt . 
Die kugelrunden , apfelgroßen , goldbraunen Früchte der Ntesa werden an der Loango - Küste nicht von Menschen ge - geffen . Ihre faserige Außenhülle enthält eine trockene , süß - lich schmeckende Masse , welche zur Roth eßbar ist ; uach dem drastischen Vergleiche eines Reisenden bieten die ähnlich be - schaffenen Düm - Früchte etwa den Genuß einer Zahnbürste , in die etwas Pfefferkuchenteig eingeknetet worden ist . Trotz - dem werden diese Früchte von den genügsamen Fellachen Ober - ägyptens gern abgekaut und in dem hungrigen Wüstenlande Tibesti bilden sie nach Nachtigal sogar ein wichtiges Nahrungsmittel , das allerdings erst mühsam durch Klopsen mit Steinen genießbar gemacht werden muß . 
Erwähnenswert ! ) ist , daß bei den Hyphaene - Arten ver - hältnißmäßig nicht ganz selten sich zwei oder selbst alle drei Samen der bei den meisten Palmen ursprünglich drei Samen - knospen enthaltenden Fruchtanlage ausbilden , wodurch die Frucht dann wie verdoppelt oder verdreifacht erscheint , da die Fächer nur an einem kleinen Theile ihrer Oberfläche zusammen - hängen . Normal findet sich die Ausbildung mehrerer Samen bei der Palmyra - Palme ( von den arabisch redenden Afrika - nern Deleb , an der Goldküste vjye - tjo , in den Haussa - Län - dern dschidschinia , in Bornu Icanielutu genannt , Borassus flabelliformis L . oder Aethiopum Mart . ) . Bei der großen Mehrzahl der Palmen , wie z . B . der Dattel - und Kokos - palme , gelangt stets nur ein Same zur Entwickelung . 
Die französische Ogowe - Expedition Savorgnan de Brazza^s . 
( Nach einem vor der Pariser Geographischen Gesellschaft am 24 . Januar 1879 in der Sorbonne gehaltenen Vortrage 
des Reisenden . ) 
Der von Frankreich in Besitz genommene 25 bis 30 deutsche Meilen lange Küstenstrich , der sich südwärts von Gabon ( dieser Name kommt nach Dr . Hübbe , Ethiopien S . 43 , vom portugiesischen gabfio , d . i . prahlerische Anpreisung , und bedeutet etwa „ ein Land , das viel verspricht " , „ einWunder - lanb " ) über Kap Lopez bis zur Loangoküste hinzieht , enthält 
das Mündungsgebiet des Ogowe , jenes sumpfige , seenreiche , dichtbewaldete Deltaland , welches du Chaillu zuerst in den Jahren 1856 und 1865 erforschte und als Heimath des Gorilla berühmt machte . Mußte es den Engländern , Fran - zosen und Portugiesen , die auf der Westküste Afrikas ihre Besitzungen hatten , schon seit lange von Wichtigkeit sein ,
	        

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