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Globus, 30.1876

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Nutzungslizenz

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Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 30.1876

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714784
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714784
Persistenter Identifier:
BV041217508
Titel:
Globus
Untertitel:
illustrierte Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde
Weitere Titel:
Globus
Erscheinungsort:
Braunschweig
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1862
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-708401
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-708401
Persistenter Identifier:
DE-11-001723790
Titel:
Globus, 30.1876
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1876
Signatur:
LA 3252-30
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Nachsatzblatt

Strukturtyp:
Nachsatzblatt
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 70.1896
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis des LXX. Bandes
  • Korrekturen: Druckfehler im LXX. Bande
  • Leerseite
  • Zeitschriftenheft: Nr. 1. Juni 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 2. Juli 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 3. Juli 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 4. Juli 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 5. Juli 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 6. Juli 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 7. August. 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 8. August 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 9. August 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 10. August 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 11. September 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 12. September 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 13. September 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 14. September 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 15. Oktober 1896
  • Tetzner, F.: Die Kaschuben am Lebasee. I. (Hierzu eine Karte als Sonderbeilage)
  • Karte: Gebiet d. Kaschubischen in Hinterpommern 1793
  • Kapitel: I. Geschichtliches
  • Kapitel: 1. Name
  • Kapitel: 2. Grenzen (Vergl. die Karten)
  • Kapitel: 3. Sprache
  • Kapitel: II. Boden und Besiedelung
  • Kapitel: III. Die kaschubischen Bewohner
  • Grothe, Hugo: Ein Besuch in Bengasi (Cyrenaika)
  • Goldziher, Ignaz: Über Kanibalismus aus orientalischen Quellen
  • Werth, Emil: Höhlenbildung im Korallenkalk der Insel Sansibar
  • Aus allen Erdtheilen
  • Zeitschriftenheft: Nr. 16. Oktober 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 17. Oktober 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 18. Oktober 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 19. November 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 20. November 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 21. November 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 22. November 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 23. Dezember 1896
  • Zeitschriftenheft: Nr. 24. Dezember 1896
  • Sonstiges: [Inhalt, Eingegangene Neuigkeiten, Werbung]
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

230 
Dr . F . Tetzner : Die Kaschuben am Lebasee . 
nicht am Mehr sondern landwertsein gewohnt haben , welche wider gewohnheit der anderen Wende , weite gefaltzete Kleider trugen , denn Cafsubitz heilst gefaltzete Kleider , und seint die gewest da itzt das bifsthumb zu Cammin , der Heitort in Pommern , und die Newe Marek ist . Ire Sprache aber , die etwa unterscheid mit dem andern wendischen hat , ist nur allein im Heit Orte blieben . — Das folk ( in Pommern ) ist itzt gar teutsch und sechfsisch , ausgenohmen das in Hinterpommern auff dem lande noch etliche Wende und Cafsuben wohnen . “ Noch Büsching und Wutstrack ( I , 181 ) 4 ) verlegten die liche Kaschubei in diese Gegend , näher der Oder als der Leba , und nach dem Erlöschen des Kaschubischen daselbst erkennen im letzten Viertel des vorigen Jahrhunderts Wobeser5 ) , Bernoulli6 ) , Brüggemann7 ) , Backe8 ) , Haken9 ) , Wutstrack10 * ) die drei Kreise Bütow , Stolp und burg als die Kaschubei an . Diese Auffassung ist die richtige , sie kommt auch heute meist zum Ausdruck , so in Neumanns Ortslexikon und in Knoops „ Volkssagen , Erzählungen , Aberglauben , Gebräuche und Märchen aus dem östlichen Hinterpommern . Posen 1885“ . Dem - gemäfs wird die Zahl der Kaschuben von Neumann auf 300 angegeben . 
Aber mit dem allmählichen Aussterben der pommer - schen Kaschuben übertrug man den Namen auf die 150 000 Slawen in Pommerellen , die einst zum lande gekommen waren und durch ihren räumlichen sammenhang immer mehr und mehr polnisch wurden ; die eigentlichen Kaschuben am Lebasee betrachtet man dabei nur als Anhängsel11 ) und giebt ihnen die bezeichnung Slowinzen , Kabatken . Diesen Namen habe ich nicht unter ihnen gefunden , vielmehr betrachten sich die evangelischen Lebakaschuben als die echten Kaschuben und nennen ihre nächsten katholischen wandten in Pommerellen und dem etwa eine Meile breiten pommerschen Grenzgebiet : Polacken oder Katholische . 
Diese sind durch einen meilenbreiten Gürtel deutscher Bevölkerung von den Lebakaschuben geschieden . Die letzteren habe ich in meiner Arbeit vor Augen und antworte die oben aufgeworfene Frage dahin : mit 
Kaschuben bezeichnet man gegenwärtig meist die alt - pommersche slawische und katholische Bevölkerung Pommerellens , die noch eine Meile weit über die pom - mersche Grenze herüber ihre Gebiete hat . Die lichen Kaschuben aber sind die letzten wischen Reste der Pommern am Lebasee ; sie sind evangelisch und von jenen durch eine Meilen breite Schicht Deutscher getrennt . Sie heifsen auch pommersche oder Lebakaschuben zum Unterschied von den westpreufsischen . 
4 ) J . Bernoullis Reisen durch Brandenburg u . s . w . 1777 und 1778 . Leipzig 1779 . 2 Bände . I , 140 . 
5 ) Büsching , Wöchentl . Nachr . VII . Jahrg . 1779 . Berlin 1780 . Seite 181 bis 183 : Kaschubisch ( schlecht polnisch ) predigt man noch in Glowitz , Zezenow und Stojentin ; ähnlich auch in Schmolsin , Garde , Rowe , Dämmen , Schurow , Mickrow , Buddow , Nossin , bis vor kurzem in Trest ( Freist ? ) , Lupow , Diibsow , Colziglow . — Vergl . S . 148 , 182 , 189 , 197 . Darin auch Hakens Bericht ähnlich wie bei Brüggemann . Vergl . Dähnert , Pommer . - Bibliothek III , 299 . 
6 ) Bernoullis Reisen durch Brandenburg u . s . w . 1777 
und 1778 . Leipzig 1779 . 2 Bände . I , 135 bis 144 . 
7 ) L . W . Brüggemann , Ausführliche Beschreibung des 
gegenwärtigen Zustandes des kgl . preufs . Herzogtums Vor - und Hinterpommern . Stettin 1779 . 2 Teile . I , S . 63 . 
8 ) Ebenda . Vergl . S . 65 bis 69 . 
9 ) Ebenda . Vergl . S . 63 bis 65 und 70 bis 72 . 
10 ) Chr . W . Wutstrack , Kurze historisch - geographisch - 
statistische Beschreibung etc . von Pommern . Stettin 1793 . 2 Bände . I , 188 . Vergl . auch S . 233 und II , 251 , 258 . 
u ) Z . B . R . Böckli , Der Deutschen Volkszahl und gebiet . Berlin 1869 . S . 75 . Leon Biskupski , Beiträge zur slawischen Dialektologie . Breslau , Dissert . , S . 1 . 
2 . Grenzen . ( Vergl . die Karten . ) 
Welches waren und sind die Grenzen dieser pommerschen Kaschuben ? Wutstrack ( II , 251 ) berichtet , dafs zu Anfang des 17 . Jahrhunderts an der Altstädtschen Kirche zu Stolp der kaschubischen Sprache wegen ein zweiter Prediger ( 1644 war es der rühmte Michel Pontanus ) angestellt war , der auch behalten wurde , nachdem bald darauf die Sprache in jener Gegend erloschen sei . Über die sprachlichen hältnisse meint er ( I , 188 ) : Die Kassuben , welche für Nachkommen der Wenden von unvermischtem Geblüt angesehen werden , und sich in ihrer Tracht , in arten und Gebräuchen , wie auch in ihrer Sprache und Gemütsart von dem ursprünglich deutschen Landvolk unterscheiden , kann man in drei Klassen teilen : 1 . jenigen , welche gegen Mittag , an der Seite von West - preufsen wohnen ( diese sind an Sitten und Sprache die mildesten ) ; 2 . diejenigen am Strande der Ostsee ( diese sind schon rauher und haben einen von jenen sehr schiedenen Dialekt , indem sie sich sonderlich der Partikel istka bedienen , und deswegen scherzweise die Istker heifsen ) ; und 3 . diejenigen , welche zwischen beiden , gegen die Leba zu , bis ins Lauenburgische hinein , wohnen , besonders in der Stolpschen Synode , und zwar in den Kirchspielen Garde , Rowe , Schmolsin , Glowitz , Zezenow , Stojentin , Schurow , Dämmen , Lupow , Mickrow , Nossin und Budow 12 ) , in welchen die meisten Einwohner kaschubisch sprechen , weswegen die Pi - ediger in diesen Kirchspielen ihre Predigten und übrigen träge sowohl in deutscher als kaschubischer Sprache halten müssen , so dafs , wenn der Gottesdienst in der einen Sprache beendigt ist , der in der andern sogleich seinen Anfang nimmt ; in einigen Kirchen wird aber fast nur noch alle Vierteljahre bei Gelegenheit der Kommunion , den alten Kassuben zu Gefallen , einmal in ihrer Sprache gepredigt , weil die jüngeren Kassuben nach und nach in den Schulen und im Umgänge mit den Deutschen die deutsche Sprache erlernen , und man wünscht die kassubische Sprache endlich ganz auszurotten . Und Haken schreibt 1779 bei Brüggemann , S . 63 : Gleichwie zwischen der Dievenow und Lupow noch Überbleibsel der alten Wendischdeutschen angetroffen werden : so ist die echte wendische Nachkommenschaft noch unter den Bauern und Landleuten zwischen der Lupow und Leba zu finden . Wie gering die Zahl war , beweist Kantzow ( f 1542 ) , der nach Kosegartens Ausgabe ( II , 404 ) sagt : „ Das folk ist itzt gar teutzsch und sechfsisch , nohmen das in Hinterpommern auf dem Lande noch etliche Wende und Cafsuben wohnen . “ 300 Jahre zuvor war es umgekehrt ( Wutstrack II , 14 ) , unter Barnim I . ( 1222 bis 1278 ) wurde Pommern erst deutsch , bis 1181 war es slawisch . 
Die Westgrenze der Kaschuben begann also 1793 am Südufer des Gardeschen Sees , ging über Freist in ziemlich gerader Richtung südlich nach Budow ins Bütowsche und dann östlich an die westpreufsische Grenze . Wutstrack sagt 1795 im 2 . Band , S . 258 , dafs in der Budowschen Gegend nur selten und blofs den ältesten Einwohnern zu Gefallen noch kaschubisch predigt werde , mit dem Absterben des Pastors Homann aber die Sprache ganz erlösche . Noch geringfügiger waren 
12 ) Im pommei - schen Prov . - Bl . II ( 1821 ) berichtet Prediger Lorek - Zezenow über die Kaschuben ( 334 bis 363 , 455 bis477 ) . In einer Anmerkung nennt J . C . L . Haken aufserdem noch Freist und Dübsow , wo „ vor 40 bis 50 Jahren“ ein des schubischen kundiger Prediger erforderlich war ; 1820 seien nur noch je 50 bis 100 Kaschuben in Glowitz , Zezenow , Schmolsin , Garde , Rowe und Stojentin gewesen . Charbrow und Leba vergifst er .
	        

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