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Globus, 21.1872

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 21.1872

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714784
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714784
Persistenter Identifier:
BV041217508
Titel:
Globus
Untertitel:
illustrierte Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde
Weitere Titel:
Globus
Erscheinungsort:
Braunschweig
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1862
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-708384
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-708384
Persistenter Identifier:
DE-11-001723757
Titel:
Globus, 21.1872
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1872
Signatur:
LA 3252-21
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
No. 17. April 1872
Sonstige Person:
Andree, Karl
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Ein Mordprophet bei den argentinischen Gauchos
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 21.1872
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichniß
  • Zeitschriftenheft: No. 1. Januar 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 2. Januar 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 3. Januar 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 4. Januar 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 5. Februar 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 6. Februar 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 7. Februar 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 8. Februar 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 9. März 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 10. März 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 11. März 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 12. März 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 13. März 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 14. April 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 15. April 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 16. April 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 17. April 1872
  • Unter den Laosvölkern am Mekong
  • Kindere, Leo Van der: Betrachtungen über die Ethnologie Frankreichs
  • Maltzan, Heinrich Freiherr von: Joseph Halévy's Reise in Arabien. II.
  • Ein Mordprophet bei den argentinischen Gauchos
  • Der Welthafen Schanghai in China
  • Aus allen Erdtheilen
  • Zeitschriftenheft: No. 18. Mai 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 19. Mai 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 20. Mai 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 21. Mai 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 22. Juni 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 23. Juni 1872
  • Zeitschriftenheft: No. 24. Juni 1872
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Ein Mordprophet bei d 
Unter solchen Leuten ist der Mordprophet Solares aufgetreten . 
In der Provinz Buenos Ayres liegt südlich vom Salado die kleine Stadt Tandil . Sie wurde erst im Jahre 1828 gegründet neben einem Fort , welches man in demselben Jahre zum Schutze gegen die Indianer erbauete . Nach und nach ist sie angewachsen , erhielt eine Anzahl Bewohner , welche bürgerliche Gewerbe treiben , namentlich Basken und Englän - der , auch hat sie große Viehschlächtereien , Saladeros , in wel - chen vorzugsweise baskische Einwanderer beschäftigt sind . 
Wir sagten weiter oben , daß der Gaucho sehr abergläu - bisch sei . Die Geistlichkeit hat nie etwas gethan , um seinem Denken eine höhere und bessere Richtung zu geben , und von Erziehung ist bei ihm keine Rede . Seit Jahren tritt unter den besseren Creolen überall in Süd - und Centralamerika das Bestreben hervor , den Volksunterricht zu verallgemeinern , sie finden aber in dem Clerns der päpstlichen Kirche erbit - terte Gegner . In allen Berichten wird über den Hochmnth , die Unwissenheit und den Fanatismus desselben geklagt ; er hetzt das Volk , insbesondere die Mädchen und Frauen , gegen alle Ausländer ohne Ausnahme aus ; diese gelten ihm insgesammt für Ketzer und Freimaurer , auch die gut katho - tischen Italiener und Basken werden als Feinde des Glau - bens und der heiligen Kirche verschrien . Keine Woche ver - geht , ohne daß da oder dort widerwärtige Austritte sich er - eignen , welche man den Geistlichen zur Last legt ; der Clerus iusgesammt wird deshalb von der südamerikanischen Presse aus das Schärfste beurtheilt . Auch die Mordauftritte in Tandil werden indirect auf seine Rechnung geschrieben , weil der Anstifter durch Geistliche sanatisirt worden sei . 
Nachdem unsere Leser den Charakter der Gauchos ken - nen , wird ihnen das , was wir jetzt zu berichten haben , ver - ständlich sein . 
Ein kupferfarbiger Mischling aus Bolivia oder Chile , Namens Solares , war vor etlichen Jahren nach Argen - tinien gekommen und hatte sich einige Zeit in der Provinz Entre Rios aufgehalten . Dort spielte er den Propheten , welchen Gott der Herr gesandt habe , um die Zukunft zu ver - künden . Er sagte voraus , wann der oder jener Mann sterben würde , trieb sich unter der Landbevölkerung umher und rief allerlei Verwirrung hervor . Die Behörden ließen ihn an einen Pfahl binden , auspeitschen und verwiesen ihn des Lan - des . Er ging dann zuerst nach Rosario und weiter nach Azul ; in diesem letztern Orte , welcher zur Provinz Buenos Ayres gehört , trat er als Wuuderdoctor auf . Er spielte eine Art von Jesus und behauptete , Blinden durch bloße Handberührung das Augenlicht wiedergeben zu können . Der Friedensrichter ließ ihn einsperren , weil er einen Auflauf veranlaßt habe , gab ihn aber wieder frei . Die Gauchos sahen in dem Wundermanne einen unschuldigen Märtyrer , und sein Ruf verbreitete sich weit und breit in der Cam - pana . Ein reicher Estanciero , Ramon Gomez , dessen Land - gut etwa drei deutsche Meilen von Tandil entfernt liegt , berief den heiligen Mann , damit durch dessen Segen seine kinderlose Frau Leibessprößlinge erhalte . 
Gomez bekleidete ein Ehrenamt in der Campana und war mit dem Friedensrichter von Tandil verschwägert . Als nun die Gauchos sahen , daß Solares bei einem so ange - sehenen Manne gastlich aufgenommen wurde , stieg fein An - sehen , und er selber trat immer dreister aus . „ Ich bin Erlöser der Menschheit und Gottes Abgesandter ! " 
nearly all cavalry ; and I should think such a villanous , banditti 1 ike arrny was never before collected together . The greater number of men were of a mixed breed , between Ne - gro , Indian and Spaniard . I know not the reason , but men of such origin seldom have a good expression of countenance , 
t argentinischen Gauchos . 267 
So verkündete er dem Volke , das in Schaaren herbeiströmte . Die Gauchos kamen als Wallfahrer aus weiter Entfernung und traten ehrfurchtsvoll vor den Wundermann hin . An manchen Tagen sind mehr als 500 Reiter auf der Estancia des Gomez erschienen , und unzählige mit Ochsen bespannte Karren , deren Insassen , Frauen und Kinder , sich gleich ihren Männern Prophezeiungen und Segen holen wollten . 
Die Hütte des heiligen Mannes bestand aus zwei Zim - mern . In dem einen wohnte er , das andere hatte er in eine Art von Capelle umgewandelt , an deren Wänden viele Heiligenbilder zu sehen waren . Hier empfing er die gläu - bigeu Pilger , von denen er sich kein Geld in die Hand geben ließ ; er sprach : „ Spendet Eure Opfergabeu den Heiligen und der Gottesmutter Maria / 
Bald hieß er allgemein nur Tata Dios , Mann Got - tes . Das Volk kniete vor ihm , küßte ihm die Hände , betete vor ihm , wie vor einem Jesus - oder Heiligenbilde , und horchte seinen Predigten . In diesen eiferte er gegen die Ausländer , welche er als Feinde der heiligen katholischen Kirche , Gegner Gottes und Freimaurer schilderte . Am Abend vor Neujahr 1872 berief er feine „ Jünger " und sprach : 
„ Jetzt ist die Stunde gekommen ; wir müssen die Frei - manrer todtschlageu , mit den Beamten ein Ende machen und die Gefängnisse öffnen , damit wir die Freunde befreien , welche uns Helsen werden . Und wenn Ihr Eure Sendung erfüllt habt , dann wird der Schaukelstein in Tandil von selber zu - sammenstürzen , und unter demselben werdet Ihr eine große Stadt finden . Wenn Ihr thnt , was ich Euch heiße , sehet , dann wird Gott Euern frommen Eifer reichlich belohnen , so Ihr es aber nicht thnt , wird ein entsetzliches Strafgericht hereinbrechen über Euch und Euere Kinder . " 
Die Versammlung rief ihm Beifall zu . Am Neujahrs - morgen , noch vor Sonnenaufgang , fchaarten sich etwa 50 Gauchos um das weiße Banner des Propheten und zogen auf Mord aus gen Tandil . Hier wurden die Bewohner durch Trommelschlag allarmirt ; sie glaubten , daß Banditen einen Ueberfall gewagt hätten . Bald sahen sie zu ihrem Schrecken , daß Solares mit seinen Spießgesellen , die sämmt - lich beritten waren , sich auf der Plaza aufstellte ; die Thüren des Gefängnisfes waren schon erbrochen worden . 
Die Gauchos hieben einen Italiener , der über den Markt - platz ging , sofort nieder . Einige sprengten in die Vorstadt , trafen dort aus elf Basken , von denen sie acht tödteten ; die drei anderen blieben schwer verwundet für tobt liegen . dere stürmten in den Laden eines Herrn Vanuz ; sie ermor - deten ihn und seinen Gehülsen . Das Gleiche geschah dem englischen Kaufmanne Thompson und dessen Lehrling ; sie zerrten auch des Mannes Frau aus ihrem Versteck und hieben sie in Stücke , Alles unter dem Geheul : „ Tod den Freimaurern ! " Von Thompson stürmten sie zu dem Hause des Franzosen Chappard , den sie nebst Frau und vier Kin - dern förmlich abschlachteten ; ähnlich verfuhren sie auch mit den im Hanse beschäftigten Arbeitern , so daß dort im Gan - zen 18 Menschen ums Leben gebracht wurden ; ein zweijäh - riges Kind wurde mit Messerstichen vom Kopse bis zu den Füßen völlig durchbohrt . 
Inzwischen hatten sich die überraschten und überrumpel - ten Männer von Tandil besonnen ; sie nahmen ihre Waffen , stiegen zu Pferde , bildeten eine Schaar und verfolgten die nun flüchtig gewordenen Jünger des Gottesmannes . Nach hartem Ritt holten sie die Bande um vier Uhr Nachmittags ein ; sie hatte sich bei Chapar gelagert , um Mate zu trinken und die Pferde zu wechseln . Der Gottesmann schickte einen Parlamentär , aber der Commandant von Tandil erklärte : „ Ergebt Euch unbedingt' , oder wir schießen Euch Alle nie - 
34 *
	        

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