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Baessler-Archiv, 39/40=64/65.1991/92

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Bibliographische Daten: Baessler-Archiv, 39/40=64/65.1991/92

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714784
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714784
Persistenter Identifier:
BV041217508
Titel:
Globus
Untertitel:
illustrierte Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde
Weitere Titel:
Globus
Erscheinungsort:
Braunschweig
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1862
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-708377
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-708377
Persistenter Identifier:
DE-11-001723743
Titel:
Globus, 14.1868
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1868
Signatur:
LA 3252-14
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Strukturtyp:
Inhaltsverzeichnis
Titel:
Inhaltsverzeichniß
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Baessler-Archiv
  • Baessler-Archiv, 39/40=64/65.1991/92
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Zeitschriftenheft: N. F. Bd. 39, 1991, Heft 1
  • Leerseite
  • Werbung
  • Zeitschriftenheft: N. F. Bd. 39, 1992, Heft 2
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt [sortiert nach Autoren]
  • Lautz, Gisela: 42 Beiträge zur Kulturgeschichte Aussereuropäischer Textilien im Baessler-Archiv 1911-1991. Ein Kommentierter Index
  • Leerseite
  • Spranz, Bodo: Spanische Ortsgründungen im Südosten der Halbinsel Yucatan. Zur Geschichte von Bacalar und Chetumal
  • Leerseite
  • Riese, Berthold: Structure 11 at the Classic Maya City of Copán, Honduras
  • Leerseite
  • Pfeiffer, Roderich: Präkolumbianische Goldanhänger aus Costa Rica
  • Leerseite
  • Frembgen, Jürgen: Gewinnung und Gebrauch von Rohrzucker in der North-West Frontier Province
  • Leerseite
  • Wickler, Wolfgang: Structural and Semantic Constituents of Mchunu Bead Language. Msinga District, Natal, South Africa
  • Kreuzer, Anna: Die Flechtarbeiten aus dem Zwischenseengebiet. Eine Studie an Hand des Materials des Museums für Völkerkunde Berlin
  • Leerseite
  • Leerseite
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt [sortiert nach Autoren]
  • Werbung
  • Zeitschriftenheft: N. F. Bd. 40, 1992, Heft 1
  • Werbung
  • Zeitschriftenheft: N. F. Bd. 40, 1992, Heft 2
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt [sortiert nach Autoren]
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

390 
Kreuzer, Flechtarbeiten aus dem Zwischenseengebiet 
2 Die Voraussetzungen zur Herstellung der Flechtarbeiten der Tutsi-Frauen 
Die Voraussetzung für die Entstehung einer sehr feinen und hochentwickelten 
Flecht- und Dekorationskunst war in den feudalen Verhältnissen des Zwi 
schenseengebietes gegeben (Lohse 1974; 45, 68). Königs- und Adelshöfe waren 
regelrechte ‘Zentren der Flechtkunst’. Zeugnis dafür sind u.a. die Sammleran 
gaben von Weiss und Stümer, denen in Kiziba vom Landesfürsten »... eine 
Anzahl wunderhübscher Flechtarbeiten von den Frauen des Hofes gefertigt 
...« geschenkt wurden. 29 
Cuypers berichtet von einer Informantin aus Ruanda, die als Flechterin am 
Hof der Königinmutter lebte. 30 
Den Sammler- und Reiseberichten zufolge waren die Flechtarbeiten eine der 
Hauptbeschäftigungen der Tutsi-Frauen; sie werden als Mittel »zur Vertrei 
bung der Langeweile« bezeichnet (Roehl 1914: 328) und von Czekanowski 
»unseren Handarbeiten« gleichgesetzt (Czekanowski 1917: 152). Die zur 
Anfertigung der feinen Flechtarbeiten (deren Herstellung sehr zeitintensiv 
war) notwendige Voraussetzung war die weitgehende Freistellung der vorneh 
men Tutsi-Frauen von der Hausarbeit und der Subsistenzwirtschaft. Haus 
und Feldarbeit wurde von den Hutu als Steuerleistung oder Klientelarbeit 
getan. 31 
So waren die Flechtarbeiten auch insofern Prestigeobjekt, als sie den - die 
Freistellung der Frauen von der Hausarbeit ermöglichenden - Reichtum des 
männlichen Tutsi-Adels repräsentierten. 
3 Der »künstlerische Wert« der Flechtarbeiten der Tutsi-Frauen 
Die Tatsache, daß im Zwischenseengebiet kaum Holz-, Metall- oder Tonplasti 
ken hergestellt werden, hat häufig zu der Behauptung geführt, es handele sich 
hier um ein ‘kunstarmes Gebiet’. 32 Die ‘Kunstarmut’ versuchen Trowell und 
Wachsmann religiös zu begründen; 
29 M. Weiss, a.a.O. 1910: 180; Stümer, Inventarbuchangaben zu IIIE 10627; IIIE 10628; IIIE 
11178. 
30 J.-B. Cuypers, Un Atelier de Vannerie Traditionelle au Rwanda. Africa-Tervuren 12, 
1966: 197; vgl. R. Sieber, African Furniture and Household Objects 1980: 89. 
31 R. Kandt, a.a.O. 1904: 333; H. Meyer, Auf neuen Wegen durch Ruanda und Urundi. Zeit 
schrift der Gesellschaft für Erdkunde 47, 1912: 112; K. Roehl, Die sozialen und wirtschaftli 
chen Verhältnisse Ruandas. Koloniale Rundschau 1914: 276; J. Czekanowski, a.a.O. 1917; 218. 
32 Vgl. die Problematisierung bei H.-J. Koloss, Das figürliche Werk Ostafrikas, in: Ostafrika. 
Figur und Ornament. Hrsg, von A.F. von Gagern/H.-J. Koloss/W. Lohse 1974: 38ff.
	        

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