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Curare, 35.2012

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Curare, 35.2012

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-748132
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-748132
Persistenter Identifier:
BV045430351
Titel:
Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien
Weitere Titel:
Mittheilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien
ISSN:
0373-5656
Erscheinungsort:
Wien
Verlag:
Verlag der Anthropologischen Gesellschaft in Wien
Erscheinungsjahr:
1871
Signatur:
NA 1104 und Pm 158:F8 u. Pm 158:F4
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-748411
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-748411
Persistenter Identifier:
1692090754205
Titel:
Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, 3.F. 6=36.1906
Weitere Titel:
Mittheilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien
Herausgeber:
Bouchal, Leo
Herausgebendes Organ:
Anthropologische Gesellschaft
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Alfred Hölder
Erscheinungsjahr:
1906
Signatur:
NA 1104 und Pm 158:F8 u. Pm 158:F4
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 36, 1906, Heft 2/3
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Die Guarany-Indianer des Aldeamento do Rio Itariri im Staate von Sao Paulo in Brasilien
Sonstige Person:
Krone, Richard
Toldt, C.
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Curare
  • Curare, 35.2012
  • Zeitschriftenheft: Vol. 35 (2012) 1+2: Kultur, Medizin und Psychologie im "Trialog" III. AGEM 1970-2010 und Transkulturelle Psychiatrie: Rückblicke und Ausblicke V
  • Zeitschriftenheft: Vol. 35 (2012) 3: Wa(h)re Medizin. Zur Authentizität und Kommodifizierung von Gesundheit und Heilung
  • Zeitschriftenheft: Vol. 35 (2012) 4: Objekte sammeln, sehen und deuten. Die Sprache der Objekte
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt / Contents Vol. 35 (2012) 4
  • Korrekturen: Errata
  • Autorenindex: Die Autoren dieses Heftes
  • Vorwort: Objekte sammeln, sehen und deuten im "interdisziplinären Arbeitsfeld Ethnologie & Medizin". Editorial
  • Nachruf: Nachruf auf Werner H. Stöcklin (1932-2012), Basler Kinderarzt und Ethnomediziner der ersten Stunde
  • Guter und böser Blick bei Immigranten in der Schweiz. Resultate einer nicht repräsentativen Studie in einer Augenarztpraxis
  • Abbildung: Abb. 1: "Die Hand der Miriam" oder "Hamesch-Hand" mit hebräischem Haussegen von Israel als Amulett gegen den bösen Blick. In der arabischen Welt dient die schützende "Khamsa- oder Hamsa-Hand" (auch "Hand der Fatima" genannt) gegen den Nazar. (Abgebildetes Objekt erworben von Freunden auf dem Markt in Jerusalem) Abb. 2: Südlich der Linie Rom-Pescara finden sich diese süditalienischen Amulette gegen das Malocchio. Die rote Farbe ist Unheil abwendend, Teils hornartig, teils in Form eines alten buckligen Mannes im Frack. (Alle Gegenstände erworben vom Autor auf dem Markt in Neapel)
  • Abbildung: Abb. 3: Steinamulette aus der Türkei gegen den bösen Blick: Nazar Boncugu. Heute bei uns in Mitteleuropa von vielen jungen Leuten als modisches Accessoire getragen, ohne dass sie den Hintergrund des bösen Blicks kennen. (Abgebildete Objekte wurden vom Autor in Zürich-Seefeld in einem Bauchtanz-Utensilien-Laden erworben).
  • Abbildung: Abb. 4: Aus dem südwestlichen Gebiet der Türkei: kurdisches Amulett gegen den bösen Blick. Wird über Kinderwiegen aufgehängt. Stoff mit schönen Stickereien, Muscheln und Perlen. Stoffsäcklein mit Salz gefüllt. (Vom Autor in Zürich-Seefeld erworben). Abb. 5: Ein aus Indien und Sri Lanka stammendes Amulett gegen den bösen Blick (Drishti-dosham). An einem Draht oder Faden sind aus gelbem und grünem Glas unten eine Limette und darüber drei, sieben oder elf grüne Chilischoten aufgereiht, Verbreitet bei tamilischen Immigranten in der Schweiz. (Von Freunden erworben von Straßenhändlern in Mumbai, Indien)
  • Abbildung: Abb. 6 Abb. 7 Abb. 8
  • Schaffler, Yvonne: Die "Sammlung Ethnomedizin" der Abteilung für Ethnomedizin und International Health der Medizinischen Universität Wien
  • Jilek, Wolfgang G.: Zur Entwicklungsgeschichte der Transkulturellen und Ethno-Psychiatrie vom frühen 19. bis zum späten 20. Jahrhundert
  • Protokoll: Facts beyond Figures: Communi-care for Migrants and Ethnic Minorities. Eine Nachlese zur Konferenz vom 21.-23. Juni 2012 in Mailand
  • Protokoll: Frauen STÄRKEn: GfG-Jahrestagung in Bremen, 21.-23.09.2012
  • Protokoll: Bericht über die Internationale Sommer-Akademie "Perspectives on Global Health in the 21st Century - Medical Tourism," 16.-29.07.2012, Universität Ulm
  • Zeitschriftenrezension: Buchbesprechungen / Book Reviews Daniel L. Everett 2008. Don't sleep, there are Snakes. Life and Language in the Amazonian Jungle
  • Zeitschriftenrezension: Birringer Johannes & Fenger Josephine (Hg) 2011. Tanz und Wahnsinn. Dance and Choreomania. (Jahrbuch Tanzforschung 21, hrsg. i.A. der Gesellschaft für Tanzforschung, GTF )
  • Zeitschriftenrezension: Wolfgang Schneider (Hg) 2011. Theater und Migration - Herausforderungen für Kulturpolitik und Theaterpraxis
  • Zeitschriftenrezension: Ralf Vogt (Hg) 2010). Ekel als Folge traumatischer Erfahrungen. Psychodynamische Grundlagen und Studien, psychotherapeutische Settings, Fallbeispiele
  • Mitteilungsblatt der Arbeitsgemeinschaft Ethnomedizin Nummer 1 September 1975 (Reprint)
  • Protokoll: Nimbine - Heilender Hauch aus magischer Macht (Reprint 1977)
  • Sonstiges: Quo vadis? AGEM-Mitgliederrundbrief vom 11.11.1992 (Reprint)
  • Sonstiges: Beiträge zur Transkulturellen Psychiatrie und verwandte Themen in Curare. Zeitschrift für Medizinethnologie, Vol. 31(2008)-35(2012)
  • Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Ethnomedizin MAGEM 33/2012
  • Sonstiges: Zum 80. Geburtstag von Louise Jilek-Aall (*21. April 1931)
  • Résumés des articles de Curare 35(2012)3
  • Résumés des articles de Curare 35(2012)4
  • Sonstiges: Hinweise für Autoren / Instructions to Authors
  • Sonstiges: [Hinterer Umschlag / Back Cover]
  • Farbkeil

Volltext

Forum 
247 
Guter und böser Blick bei Immigranten in der Schweiz. 
Resultate einer nicht repräsentativen Studie in einer Augenarztpraxis 
MARKUS O. SCHREIER 
Einleitung 
Der Glaube an den bösen Blick (englisch: Evil Eye, 
talienisch: Malocchio, türkisch: Nazar, griechisch: 
Vaskania, lateinisch: oculus malus) war vom Alter- 
‚um bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts bei uns in 
Mitteleuropa weit verbreitet. Eifersucht oder Neid 
werden meistens als Ursache des bösen Blicks an- 
zesehen. 
Den guten Blick findet man in der altägyptischen 
Mythologie beim Falkengott Horus, der mit seinem 
inken Auge gute Blicke aussandte, um Unheil zu 
vertreiben. Bei den alten Griechen waren es die 
Musen, welche eine apotropäische, Unheil abwen- 
dende Kraft besaßen. Bei Bauern im deutschspra- 
chigen Raum wurden bis vor wenigen Jahrzehnten 
nach Unglück beim Vieh Kleinkinder mit blonden 
Locken und blauen Augen durch den Stall geführt, 
um dem Unheil ein Ende zu setzen. Dank dem 
guten Blick aus den unschuldigen und noch nicht 
verdorbenen Augen dieser Kinder wurden die bö- 
sen Geister aus dem Stall vertrieben. In Südindien 
und Sri Lanka suchen noch heute Menschen heilige 
Männer und Frauen auf wegen ihres positiven guten 
Blicks (Darshan), um durch diesen eine Segnung 
zu erhalten. 
Abb. 2: Südlich der Linie Rom-Pescara finden 
sich diese süditalienischen Amulette gegen das 
Malocchio. Die rote Farbe ist Unheil abwendend, 
Teils hornartig, teils in Form eines alten buckligen 
Mannes im Frack, (Alle Gegenstände erworben 
vom Autor auf dem Markt in Neapel) 
Abb. 1: „Die Hand der Miriam“ oder „Hamesch- 
Hand“ mit hebräischem Haussegen von Israel als 
Amulett gegen den bösen Blick. In der arabischen 
Welt dient die schützende „Khamsa- oder Hamsa- 
Hand“ (auch „Hand der Fatima“ genannt) gegen 
den Nazar. (Abgebildetes Objekt erworben von 
Freunden auf dem Markt in Jerusalem) 
Ziel der Studie 
In meiner 28-jährigen Tätigkeit als Augenarzt bin 
ich vereinzelt auf die Bemerkung „böser Blick“ ge- 
stoßen. Deshalb wollte ich bei meinem Patientengut 
herausfinden, wie häufig Immigrantinnen und Im- 
migranten an den bösen Blick glauben und welche 
Praktiken wie Orakel, Heilrituale und Schutzmaß- 
nahmen sie ausüben. 
Studienanlage 
In meiner Augenarztpraxis in einer Kleinstadt 30 
km nordöstlich von Bern wurden im Sommer 2008 
Zurare 35(2012)4: 247-250
	        

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