EVIFA - virtuelle Fachbibliothek Logo
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Globus, 8.1865

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 8.1865

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714784
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714784
Persistenter Identifier:
BV041217508
Titel:
Globus
Untertitel:
illustrierte Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde
Weitere Titel:
Globus
Erscheinungsort:
Braunschweig
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1862
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-708371
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-708371
Persistenter Identifier:
DE-11-001723732
Titel:
Globus, 8.1865
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1865
Signatur:
LA 3252-8
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Zur Charakteristik des niederdeutschen Volkes. I.
Sonstige Person:
Boll, Ernst
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 48.1885
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichniß
  • Zeitschriftenheft: No. 1. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 2. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 3. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 4. 1885
  • Auf der Suche nach den Resten der Crevaux'schen Expedition. (Nach dem Französischen von A. Thouar.) IV. (Die Abbildungen nach Skizzen des Reisenden.)
  • Abbildung: Pin-pin-Fest
  • Abbildung: Junge Toba-Indianerin. (Nach einer Photographie Thouar's.)
  • Abbildung: Kampf zweier Toba-Weiber
  • Abbildung: Pater Patino-Stromschnellen
  • Abbildung: Verengungen und Verbreiterungen des Pilcomayo-Laufes
  • Kobelt, W.: Skizzen aus Algerien. 6. Nach der Oase Biskra. (Zweite Hälfte.)
  • Stanley's neues Buch über den Congo
  • Metzger, Emil: Aus dem südöstlichen Theile von Neu-Guinea. I.
  • Aus allen Erdtheilen
  • Zeitschriftenheft: No. 5. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 6. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 7. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 8. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 9. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 10. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 11. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 12. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 13. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 14. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 15. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 16. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 17. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 18. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 19. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 20. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 21. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 22. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 23. 1885
  • Zeitschriftenheft: No. 24. 1885
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Siegmund Israel: Land und Leute im Damara- und Namaqua-Gebiete. 
187 
Kaffee, Zucker und einigen Waffen bestanden, wurden als 
bald die Verhandlungen angeknüpft, die jedoch vollständig 
resultatlos verliefen, da Kamaherero zwar den Deutschen 
gegenüber die größte Freundlichkeit und Zuvorkommenheit 
zeigte, sich zu bindenden Zusagen jedoch nicht herbeilassen 
wollte. Auch als bald darauf die Expedition des Herrn 
Dr. Pechuel-Lösche, von Süden kommend, in Okahandhya 
anlangte, und die Führer beider Gesellschaften den alten 
schlauen Häuptling zn überreden suchten, ihnen wenigstens 
die Koncession zur Ausbeutung der Minen zu überlassen, 
war das Resultat dasselbe, obgleich Kamaherero den Reisen 
den gegenüber die Freundlichkeit selbst war und Herrn 
Dr. Pechuel-Lösche sogar einen der königlichen Ochsen, der 
sich durch seine prachtvollen Hörner auszeichnete und das 
Wohlgefallen des Gelehrten erweckt hatte, zum Geschenk 
machte, was früher noch nie vorgekommen sein soll. Aller 
dings schien der Ochse seinen Herrn auf irgend eine Weise 
beleidigt zu haben, sonst hätte dieser sich von dem Thiere 
wohl nicht so leicht getrennt. Die Missionare verhielten 
sich bei den Verhandlungen vollständig neutral, und so 
mußten diese schließlich abgebrochen werden, worauf die 
Expeditionen nach der Küste zurückkehrten. 
Wie schon erwähnt, haben die Herren die Zeit ihres 
Aufenthaltes dazu benutzt, Land und Leute kennen zu lernen, 
und sie wissen daher viel Interessantes über sie mitzutheilen. 
Die Bevölkerung des Hinterlandes von Sandwich Harbour 
und Walfisch Bay zählt etwa 150 000 bis 160 000 Seelen, 
von denen 12 000 bis 18 000 den Stämmen der Namaquas 
und Bastarde angehören, 85 000 bis 95 000 Herero oder 
Damara und 45 000 bis 50 000 Berg-Damara sind. 
Letztere sind gewissermaßen als die Sklaven der Herero zu 
betrachten, leben in den Bergen und beschäftigen sich na- 
mentlich mit Viehraub. Die Namaqua, Topnaar oder 
Hottentotten, bevölkern einen etwa 80 englische Meilen 
breiten Küstenstrich; östlich von diesem leben die Damara 
und südlich von diesen die Bastards, deren Hauptorte 
Windhoek und Rchoboth sind. Die Topnaar sind ganz 
außerordentlich trüge und schmutzig; sie arbeiten nur, um 
das Allernothwcudigste zu verdienen, damit sie nicht ver 
hungern, insbesondere zur Sommerzeit, der sogenannten 
Narrow-Saison, in welcher die Narrow (gesprochen Narra), 
eine melonenartige Frucht, reift und ihnen ein billiges, 
wohlschmeckendes Nahrungsmittel liefert. Die Narrow- 
pflanze ist ein am Boden kriechendes Gewächs, welches 
außer durch seine Früchte von großer Wichtigkeit für das 
Land noch dadurch ist, daß die Sauddünen und Berge, dort, 
wo die Pflanze sich befindet, festliegen und nicht verweht 
werden. Die Frucht reift in der Zeit von Ende December 
bis Ende Februar und enthält ein saftiges, angenehm 
säuerlich schmeckendes Fleisch, sowie eine größere. Anzahl 
Kerne, die getrocknet und ebenfalls gegessen werden. Sie 
führen den Nanren „Narrow bits" und dienen theils den 
Namaqua zur Nahrung, theils werden sie, soweit diese 
ihrer nicht für den eigenen Lebensunterhalt bedürfen, in 
Walfisch Bay an die Kaufleute und in Sandwich Harbour 
an die Fischer verkauft, die sie mit 3 bis 4 Pence per Pfund 
bezahlen und nach Kapstadt senden, wo sie früher zu '6 Pence 
per Pfund wieder verkauft wurden, in den letzten paar 
Jahren aber nur schwer Abnehmer gefunden haben. Die 
Narrow bits haben einen der Mandel ähnlichen Geschmack, 
nur sind sie weniger ölig als diese. 
In den Monaten Mürz bis December leben die Topnaar 
zum größten Theile von Fischen und dem Erlöse der Narrow 
frucht. Sie sind, wie sich aus den vielen Jagdtrophäen 
schließen läßt, ganz vorzügliche Jäger, doch haben sie jetzt 
nur sehr selten Gelegenheit, ihre Geschicklichkeit zu beweisen, 
da es in dem von ihnen bewohnten Gebiete wenig oder gar 
kein Wild mehr giebt; nur in vereinzelten Fällen verirrt 
sich ein Schakal oder eine Hyäne, noch seltener ein Strauß 
aus die ungeheueren Saudslächen hinter Walfisch Bay, auf 
denen vor einigen Jahren sich oft auch Springböcke gezeigt 
haben sollen. Die Hottentotten sind im Allgemeinen arm, 
ja in Folge ihrer Faulheit so arm, daß viele von ihnen 
während der schlechten Jahreszeit, von März bis December, 
verhungern. Die Zahl dieser Unglücklichen würde übrigens 
noch erheblich größer sein, wenn die Missionsstationen nicht 
ihr Möglichstes thäten, um das Elend zu lindern. Dasselbe 
ganz zu beseitigen, steht leider nicht in ihrer Macht, da 
ihnen dazu die erforderlichen Mittel fehlen. Insbesondere 
zeichnet sich der der Rheinischen Missionsgesellschaft an 
gehörende Missionar Dr. Böhme in Walfisch Bay durch 
seine hervorragende Mildthätigkeit aus. 
Die Namaqua besitzen so gut wie gar keine Industrie 
und fertigen sich daher auch ihre Kleidungsstücke nicht selbst 
an, sondern tragen, soweit sie überhaupt im Stande sind, 
solche zu bezahlen, europäische Kleider, Flanellhemden, Bein 
kleider, Röcke und große graue Filzhüte. Ihre Wohnungen 
sind dreierlei Art; die Häuser der reichen Leute sind aus 
Steinen, welche aus im Flußbette des Kuisip gegrabenem 
Lehm geformt und in der Sonne gebrannt sind, gebaut, 
aber weder mit Cement, Kalk, noch einer sonstigen Tünche 
überzogen, die nicht erforderlich ist, weil es hier nur sehr 
selten regnet; die Dächer sind aus Rohr und Reisig her 
gestellt. Die Mittelklasse, oder besser gesagt, die mehr 
arbeitsamen Leute, bauen ihre Hütten, die wie die Stein 
häuser rund sind und einen Durchmesser und eine Höhe 
von je zehn Fuß haben, aus Rohr, das runde Dach aus 
Reisig, während die Faulen sich einfach ein Schutzdach oder 
eine Schutzwand ans den Ranken der Narrowpflanze an 
fertigen, hinter welcher sie schlafen und sich gegen die Un 
bilden der Witterung schützen. Das Feuer brennt bei den 
Namaqua Tag und Nacht, da dieselben sich zum Schlafen 
gern in der Nähe des Feuerherdes niederlegen, oft in 
gefährlichster Nähe desselben und mit den Füßen fast die 
Kohlen berührend. Unter diesen Umständen kann es nicht 
überraschen, daß während der Anwesenheit der Expedition 
in Sandfontein, drei englische Meilen von Walfisch Bay, 
Kinder im Beisein ihrer Eltern Nachts in das Feuer gerollt 
und elendiglich verbrannt sind. 
Eine der größten Untugenden der Namaqua ist ihre 
unbeschreibliche Unreiulichkeit. Die Leute wimmeln geradezu 
von Ungeziefer, da sie es nur höchst selten für nothwendig 
halten sich zn waschen, und dann in Folge ihrer Armuth 
nicht einmal Seife zu diesem Processe gebrauchen. Aller 
dings geben sich die Missionen viele Mühe, um hierin 
Wandel zu schaffen, ohne aber mit ihren Bemühungen 
großen Erfolg zu erzielen. Die Namaqua besitzen so gut 
wie gar kein Vieh; nur in Nooibank und Haykamkop findet 
mau einige Rinder, die jedoch den dort lebenden Bastards 
oder den Kaufleuten in Walfisch Bay gehören, sowie ein 
paar kleine Herden in Nuuudas am Zwakop und in 
Frederiksdam zwischen Sandwich Harbour und Walfisch 
Bay. Das an letzterem Orte gehaltene Vieh ist jedoch 
höchst mager und schwächlich, da dort nur das sogenannte 
Quickgras wächst, das salzig ist, und von den Rindern 
daher zwar ganz gern gefressen wird, aber wenig Nahrungs- 
stosf enthält. 
Eine Industrie besitzen die Topnaar fast gar nicht; in 
dieser Beziehung ist nur zu erwähnen, daß sie ans Steinen 
in höchst kunstvoller Weise Pfeifen meißeln oder eigentlich 
kratzen, sowie daß sie sehr dauerhafte Lederarbeiten, wie 
Feldschuhe, Stränge u. s. w. anfertigen. Auch sind sie 
24*
	        

Download

Downloads

Ganzer Datensatz

METS METS (Gesamtwerk)
TOC
Mirador

Diese Seite

Mirador

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Formate und Verlinkungen

Formate und Verlinkungen

Die Metadaten stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Außerdem gibt es Links zu externen Systemen.

Formate

METS METS (Gesamtwerk) MARC XML Dublin Core

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Zitieren

Zitieren

Folgende Zitierlinks stehen für das gesamte Werk oder die angezeigte Seite zur Verfügung:

Ganzer Datensatz

RIS

Diese Seite

Zitierempfehlung

Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Welches Wort passt nicht in die Reihe: Auto grün Bus Bahn:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.