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Globus, 90.1906

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Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Volltext: Globus, 90.1906

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714783
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714783
Persistenter Identifier:
BV039673911
Titel:
Zeitschrift des Vereins für Volkskunde
Untertitel:
neue Folge d. Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft
Weitere Titel:
Verein für Volkskunde <Berlin>: Zeitschrift des Vereins für Volkskunde
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Behrend [[1906-1924]], Verein für Volkskunde, Berlin
Erscheinungsjahr:
1891
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-708065
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-708065
Persistenter Identifier:
DE-11-001674460
Titel:
Zeitschrift des Vereins für Volkskunde, 19.1909
Erscheinungsjahr:
1909
Signatur:
LA 8000-19
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Hinterer Einband

Strukturtyp:
Hinterer Einband
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 90.1906
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis des XC. Bandes
  • Korrekturen: Berichtigungen zum XC. Bande
  • Leerseite
  • Zeitschriftenheft: Nr. 1. 5. Juli 1906
  • Zeitschriftenheft: Nr. 2. 12. Juli 1906
  • Zeitschriftenheft: Nr. 3. 19. Juli 1906
  • Zeitschriftenheft: Nr. 4. 26. Juli 1906
  • Zeitschriftenheft: Nr. 5. 2. August 1906
  • Zeitschriftenheft: Nr. 6. 9. August 1906
  • Zeitschriftenheft: Nr. 7. 23. August 1906
  • Zeitschriftenheft: Nr. 8. 30. August 1906
  • Zeitschriftenheft: Nr. 9. 6. September 1906
  • Werbung
  • Zeitschriftenheft: Nr. 10. 13. September 1906
  • Müller-Brauel, Hans: Die Besiedelung der Gegend zwischen Elbe und Weser in vorgeschichtlicher Zeit
  • Zürn, R.: Heimstätten in Deutsch-Südwestafrika
  • Prowe, H.: Das Wissen der Quiche-Indianer in mythischer Form
  • Die chinesische Teeindustrie
  • Zeitschriftenrezension: Ludwig Stein, Die Anfänge der menschlichen Kultur. Einführung in die Soziologie. ("Aus Natur und Geisteswelt", 93. Bändchen.)
  • Zeitschriftenrezension: Franz Doflein, Ostasienfahrt. Erlebnisse und Beobachtungen eines Naturforschers in China, Japan und Ceylon. Mit zahlreichen Abbildungen und 4 Karten
  • Zeitschriftenrezension: Oscar Montelius, Kulturgeschichte Schwedens von den ältesten Zeiten bis zum elften Jahrhundert n. Chr. Mit 540 Abbildungen
  • Zeitschriftenrezension: de Tollenare, Notas Dominicaes, 1816, 1817, 1818. Traduzidas do manuscripto francez inedito por Alfredo de Carvalho
  • Zeitschriftenrezension: Severin Noti, Das Fürstentum Sardhana. Geschichte eines deutschen Abenteurers und einer indischen Herrscherin. Mit 42 Abb. u. 1 Karte
  • Kleine Nachrichten
  • Zeitschriftenheft: Nr. 11. 20. September 1906
  • Zeitschriftenheft: Nr. 12. 27. September 1906
  • Zeitschriftenheft: Nr. 13. 4. Oktober 1906
  • Zeitschriftenheft: Nr. 14. 11. Oktober 1906
  • Zeitschriftenheft: Nr. 15. 18. Oktober 1906
  • Zeitschriftenheft: Nr. 16. 25. Oktober 1906
  • Zeitschriftenheft: Nr. 17. 1. November 1906
  • Zeitschriftenheft: Nr. 18. 8. November 1906
  • Zeitschriftenheft: Nr. 19. 22. November 1906
  • Zeitschriftenheft: Nr. 20. 29. November 1906
  • Zeitschriftenheft: Nr. 21. 6. Dezember 1906
  • Zeitschriftenheft: Nr. 22. 13. Dezember 1906
  • Zeitschriftenheft: Nr. 23. 20. Dezember 1906
  • Zeitschriftenheft: Nr. 24. 27. Dezember 1906
  • Sonstiges: [Sonstiges, Eingesendete Neuigkeiten, Werbung]
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

152 
Hans Müller-Brauel: Die Besiedelung der Gegend zwischen Elbe und Weser usw. 
den Rückschluß gestattet, daß die früh besiedelte Stätte 
durch Jahrhunderte hindurch Wohnstätte blieb! 
Zur Ebbezeit bildet der Uferrand des Weser 
flusses ein ergiebiges Fundgebiet. Ich fand dort, 
bei Rechtenfleth, bearbeitete Hirschhorn Sachen, vor- und 
frühgeschichtliche Scherben, ja sogar Scherben mit dem 
unverkennbaren und charakteristischen Tiefstichorna 
ment der Steingräberzeit. Eine entscheidende Beweis 
kraft ist aber diesen Funden wohl kaum beizumessen, 
da die Sachen unter Umständen vom Wasser weit her 
geführt sein können. 
Der Nachweis aber, daß die Marschen an wenig 
stens einzelnen Stellen etwa um 400 v. Chr. be 
siedelt waren, der läßt sich erbringen — oder 
alle chronologische Bestimmungen der bisherigen Scherben 
funde in deutschen Museen sind falsch. 
Hiermit mögen die Anführungen von Fundorten 
und die Aufzählungen der uns verbliebenen vorgeschicht 
lichen Denkmäler beendet sein. Aus den angeführten 
Tatsachen ergeben sich nun aber weiter eine Reihe von 
Resultaten, die sehr wichtig sind; andererseits haben 
wir noch eine ganze Reihe von Fragen zu stellen. 
Rückwärts schreitend, können wir nahezu die Be 
hauptung aufstellen: jeder Ort, wo wir einen Urnen 
friedhof finden, hat auch seine Hügelgräber, 
wahrscheinlich auch seine Steingräber, oder hat 
sie wenigstens doch gehabt. Da kämen wir zu dem 
Endresultate, daß wir eine seit der Steinzeit erb 
eingesessene Bevölkerung bilden! 
Betrachten wir einmal die Sache genauer. Wir sehen 
in vielen Fällen, daß sich in nächster Nähe eines heutigen 
Dorfes ein Steindenkmal findet. In dessen unmittelbarer 
Nachbarschaft, gewissermaßen im Schutze desselben, liegt 
eine Anzahl von Hügelgräbern. In nächster Nähe dieser 
Hügel findet sich ein Urnenfriedhof. Es ist dies keines 
wegs ein Phantasiegebilde, es kommt im Gregenteil in 
der Praxis oft genug vor; ich selber habe mehr denn 
einmal diese Dinge vereinigt gefunden. Wenn nun weiter 
Gräberform und Gräberinhalt oft eng verwandt 
sind, zum Teil ineinander übergehen oder ausein 
ander herauswachsen, was tatsächlich oftmals der Fall 
ist — wenn aber endlich die letzte Bestattungsperiode 
als sächsisch erwiesen ist, so kann man wohl dann 
mit einiger Sicherheit den Schluß ziehen: die ersten 
Ansiedler hier waren auch Sachsen, die Vor 
fahren der heutigen Bewohner. 
Eine gegenteilige Ansicht aufstellen hieße an 
nehmen: ein späteres Volk als die ersten Siedler hätte 
die Vorgefundene Totenbestattungsweise fort 
gesetzt oder aber genau die gleiche mitgebracht: sie 
hätte weiter ihre Toten an der Begräbnisstelle des voran 
gegangenen, vielleicht des von ihnen besiegten Volkes 
weiter beerdigt. Beides sind aber Annahmen, die nicht 
die mindeste innere Wahrscheinlichkeit haben. 
Somit ergeben sich auf Grund dieser Ausführungen 
drei Schlüsse: 1) Muß dasselbe Volk in allen drei 
Zeitperioden hier gewohnt haben, 2) muß, wenig 
stens in der letzten Zeit, die Bevölkerungsdichtig 
keit in vorgeschichtlicher Zeit der unserer Zeit, 
d. h. der Landbevölkerung, fast oder ganz gleich 
gewesen sein, und 3) müssen die Dorfanlagen 
älter sein, als bisher angenommen wurde. 
Den ersten Punkt habe ich weiter oben bereits be 
gründet, zum zweiten möchte hier nur ein Beispiel 
bringen. In dem genannten Kirchspiel Heeslingen 
kommen jetzt etwa alljährlich 30 Todesfälle vor; die 
oben erwähnten sieben Friedhöfe sind annähernd gleich 
zeitig. Bei normaler Berechnung ihrer Zeitdauer und 
der Gesamtanzahl ihrer Urnen erhalten wir wohl min- 
destens die gleiche Summe von Todesfällen pro Jahr; 
die Bevölkerung ist also in bezug auf Anzahl dieselbe 
geblieben. Hiermit stimmen andere Beobachtungen. 
Ein Einzelhof z. B., der zur Zeit Karls des Franken urkund 
lich erwähnt wird, ist heute noch derselbe Einzelhof, die 
Verhältnisse sind also auch in diesem letzten Jahrtausend 
die gleichen geblieben. Zu dieser letzten Nachweisung 
stimmen wieder gelegentliche Kirchenbuchnotizen von 
1500 bis 1600, die Seelenzahlen der Gemeinden bringen. 
Erst in unserer Zeit ist hier eine wesentliche Verschiebung 
des Menschenbestandes eingetreten. 
Zu Punkt 3 vermag ich nach einem ganz neuerdings 
gemachten Funde einen geradezu glänzenden Beweis zu 
erbringen. 
Im März d. J. wurden bei dem oben schon erwähnten 
Dorfe Steinfeld im Kreise Zeven etwa zehn Morgen 
Heideland urbar gemacht. Das Terrain heißt auf den Ka 
tasterkarten der „Milcheiberg“, plattdeutsch „Melker 
barg“ — Ort, wo Kühe gemolken wurden. Es ist ein hohes 
Heideplateau, nach Norden ist ihm Moor, nach Westen 
und Südwesten weite Wiesen und Weiden, nach Süden 
das heutige Dorf (1 km entfernt) und Ackerland vor 
gelagert. Die unmittelbare Umgebung ist noch heute 
sehr wasserreich, dagegen hatte es nie den Anschein, als 
ob der Dorfname „Steinfeld“ seinen Ursprung in dem 
Steinreichtum der Gegend hätte. Oben auf dem Plateau 
liegen einige größere und kleinere Hügelgräber; das 
erwähnte Steingrab gehört zu dieser Gräbergruppe, es 
ist erst durch die Chaussee sozusagen davon abgetrennt. 
Hier, auf dieser Fläche sollten nun Opferstellen gefunden 
sein. Als die Nachricht mich erreichte und ich hinfuhr 
zur Untersuchung, stellte sich heraus, daß hier von 
keinen Opferstellen die Rede sein könne, sondern von 
Herdstellen. Die Sache lag so: Der aufgewühlte Erd 
boden hatte eine solch enorme Menge von Steinen er 
geben, daß sie buchstäblich den Boden bedeckten, darunter 
Felsen von 2 zu 3 m Länge und Dicke. Bei den Arbeitern 
hörte ich die Redensart: „Nun hätte Steinfeld seinen 
Namen denn doch mit Recht.“ Bei diesem Auf wühlen 
von Steinen hatten die Arbeiter nun bald bemerkt, daß 
viele Steine in einer ganz bestimmten Ordnung lagen. 
„Steinringe“ nannten die Arbeiter diese Steinsetzungen. 
In ihrem Innern bargen alle Ringe eine Aschenstelle, 
gefunden waren im ganzen etwa 18 solcher Steinringe. 
Einen davon habe ich noch in fast unberührtem Zustande 
sehen können; und auf Grund dieser Inaugenscheinnahme 
und nach den (zuverlässigen) Berichten der Arbeiter 
kann über die Ilerdstellen bei Steinfeld folgendes mit 
geteilt werden: 
Ein „Steinring“ (Abb. 1) hatte stets etwa folgende 
Maß Verhältnisse: Länge etwa 10 bis 12 m, Breite 4 bis 
6 m. Form: länglich rund — man könnte von einem 
Rechteck mit abgerundeten Ecken reden. Weiter be 
stand ein Ring, also das Fundament einer Wohnstätte, 
aus durchschnittlich 15 bis 18 Steinen, alles Felsenblöcke 
von 60 bis 80 cm Durchmesser. Innerhalb eines Stein 
ringes fand sich immer eine Herdstelle, sie bestand aus 
einem aus Feldsteinen gemauerten niedrigen, halbrunden 
Herd, aus dem Aschenloch davor und aus einem eben 
falls aus Feldsteinen gemauerten Kanal, der etwa 30 cm 
lichte Weite hatte, wohl der Zugvorrichtung für das Herd 
feuer. Bekanntlich hat der heutige Herd des Bauern 
hauses noch die gleiche Einrichtung. Der Herd lag 
etwa stets auf der Grenze des ersten Drittels der ganzen 
Länge eines Steinringes, also an derselben Stelle, wo 
heute noch im niedersächsischen Bauernhause der Herd 
liegt. 
Hinter der Herdstelle waren von den Arbeitern 
sog. „Röhren“ gefunden worden. Diese stellten sich
	        

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