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Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft, 19.1889

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Bibliographische Daten

fullscreen: Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft, 19.1889

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714782
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714782
Persistenter Identifier:
BV041216885
Titel:
Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft
Weitere Titel:
Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Dümmler
Erscheinungsjahr:
1860
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-707972
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-707972
Persistenter Identifier:
DE-11-001661174
Titel:
Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft, 19.1889
Verlag:
Dümmler
Erscheinungsjahr:
1889
Signatur:
LA 7999-19
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Farbkeil

Strukturtyp:
Farbkeil
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Zeitschrift für Ethnologie
  • Zeitschrift für Ethnologie, 85/86.1960/61
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Zeitschriftenheft: Bd. 85, 1960, Heft 1
  • Zeitschriftenheft: Bd. 85, 1960, Heft 2
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Zeitschriftenheft: Bd. 86, 1961, Heft 1
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Suter, Karl: I. Abhandlungen und Vorträge Ghadames Beitrag zur Anthropogeographie einer Oase der tripolitanischen Sahara
  • Hütteroth, Wolf-Dieter: Beobachtungen zur Sozialstruktur kurdischer Stamme im östlichen Taurus
  • Jaritz, Kurt: Tierschädelopfer in Südwest-Angola
  • Spranz, Bodo: Zauberei und Krankenheilung im Brauchtum der Gegenwart bei Otomi-Indianern in Mexiko
  • Campá Soler, Raúl: Ein Beitrag zur Dekoration der Keramik an der Nordküste Ekuadors
  • Gagern, Axel von: Über einige sogenannte "Falschkopftücher" von Paracas
  • Nagy, Gyula: Die Arbeitsphasen des Erntens und Austretens in der mittleren Gegend der Ungarischen Tiefebene (Beobachtet auf dem Kérdö-Hof in Kardoskut, Kom. Békés)
  • Weyersberg, Maria: Das Motiv der "Himmelsstütze" in der altägyptischen Kosmologie
  • Paulson, Ivar: Wildgeister im Volksglauben der Lappen
  • Zeitschriftenrezension: Il. Buchbesprechungen und Bibliographien Beiträge zur Volkskunde. Der Universität Basel zur Feier ihres fünfhundertjährigen Bestehens dargebracht von der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde
  • Zeitschriftenrezension: Coe, William R.: Piedras Negras Archaeology: Artifacts, Caches, and Burials; Museum Monographs, The University Museum, University of Pennsylvania
  • Zeitschriftenrezension: Lehmann, Henri: Les Céramiques Pré-Colombiennes (die vorkolumbischen Keramiken). Collection "L'Oeil du Connaisseur"
  • Zeitschriftenrezension: Hartmann, Günther: Alkoholische Getränke bei den Naturvölkern Südamerika
  • Zeitschriftenrezension: Schlosser, Katesa: Eingeborenenkirchen in Süd- und Südwestafrika. Ihre Geschichte und Sozialstruktur. Ergebnisse einer völkerkundlichen Studienreise 1953
  • Zeitschriftenheft: Bd. 86, 1961, Heft 2
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Leerseite
  • Impressum
  • Werbung
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

  
118 Maria Weyersberg: 
Die Gleichung ,, Tempelhalle” Himmel” ist im MR und NR bezeugt: Das 
Wort hj Himmel" begegnet in Edfu in einem Gottertitel. Das hj ist hier oft 
ideographisch durch ein in den Formen wechselndes Zeichen.eines Sáulen- 
oder Pfeilertempels ausgedrückt. Vgl. auch Thesaurus 463 (Dendera), wo eine 
E 
Zeichengruppe erscheint, mit der Pfeilerhalle als Wortzeichen und dem Z : 
wn 
  
y 
als Determinativ. Aus der Spátzeit kommen Redewendungen vor wie die, daf 
der Sonnengott ,,den Himmel als eine Halle für seine Seele emporgehoben" 
habe, Edfu VII, 300, oder daB der Tempel ,,der Himmel mit der Seele des Son- 
nengottes'" sei, Edfu III, 85 (Wilke, G. [1] S. 93f., 98). 
Aus allem diesem geht deutlich hervor, daB die Entsprechung Tempel — 
Himmel oder umgekehrt ein lebendiges Element der ägyptischen Religion 
war, das auch in bestimmten Schriftzeichengruppen ägyptischer Texte seinen 
Ausdruck fand. : 
In den Gedankenkreis Tempel = Himmel mag einbezogen werden, daB im 
Kult des Osiris der Sarg, das Haus der Toten, dem Himmel-Erde-Paar gleich- 
gesetzt wird. Der Deckel des Sarges symbolisiert Nut und der Boden des Sarges 
Geb. Oftmals befindet sich das Bild der Himmelsgóttin, von Sternen umgeben, 
im Innern der Sargdeckel (MR und auch Spátzeit) (Rusch, A. [1] S. 32 vgl. auch 
Schott [1] S. 120 und Schott [3] S. 215, vgl. Abb. 1). Nut als Totengóttin begegnet 
uns auch in Pyr. 1605, wo, der tote Kónig in seine als Himmelsgóttin Nut er- 
klàrte Pyramide einzieht. Hier ist in der Idee Nut = Pyramide eine Parallele 
zu Nut = Sarg gegeben. Eine weitere Beziehung zwischen Nut und dem Ver- 
storbenen geht aus bestimmten Texten hervor, die in den Pyramiden an den 
Durchgängen zur Sargkammer angebracht sind. In einem der Sprüche wird das 
„Hohe Tor, das niemand erreichen kann‘ angerufen und als , Tor der Nut" er- 
klärt. Der verstorbene Kónig bittet den Urwassergott Nun, in dem das Tor 
ruht, um EinlaB, und er stellt sich vor als Luftgott Schu, der den Himmel trágt 
(Schott [3] S. 199 und 155). 
Zu unserer Gleichung Tempel — Himmel werden im folgenden noch ein 
paar Belege aus anderen Gebieten aufgezeigt werden. 
In Babylonien wird der Bau irdischer Tempel von kultischen Handlungen 
begleitet, aus denen die Entsprechung von irdischem und himmlischem Hause 
hervorgeht. Jeder Palast ist ,, Hohe Pforte", ist irdischer Eingang zum himm- 
lischen Palast (Jeremias, A. [2]). 
Die Welt der Menschen in Einklang mit dem All zu bringen, ist das An- 
liegen der groBen Kulturen im Osten. So ist z. B. Angkor, die Hauptstadt der 
Khmer, nach dem Vorbild des Alls erbaut. Die quadratisch angelegte Stadt ist 
von einem Graben umgeben, dessen Wasser den Weltozean symbolisiert, eine 
Mauer, die Gebirgskette vorstellend, die Welt umspannend. Im Mittelpunkt 
erhebt sich ein Pyramidentempel als Entsprechung des Weltberges, der nach 
dem Glauben der Khmer den Mittelpunkt der Welt bezeichnete (Coedès, G. 
[1] S. 154 11). 
In diesem Zusammenhang scheint uns die Beschreibung des Tempels von 
Cuzco, Peru, der sich auf dem sog. ,,Goldenen Platz" erhebt, erwähnenswert 
(Cuzco heißt soviel wie Nabel und bezieht sich auf den Pfahl als Nabel des 
Himmels). Die Lage des Tempels korrespondiert mit der Himmlischen Zone: 
Der Kreis von 12 Stationen rings um die Stadt entspricht der Stellung des 
Zodiakus am Himmel (Stansbury, H. [1] S. 317 ff.). 
Eine eigenartige Entsprechung zum himmlischen Haus findet sich in eine! 
Schópfungsgeschichte der Wintu, Kalifornien, in der Vorstellung einer himm- 
lischen Schwitzhütte. Sie selbst reprásentiert gleichsam den Himmel und hat 
Bäume verschiedenster Art zu Stützen und einen Schmuck nie welkender 
  
 
	        

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