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Baessler-Archiv, 35/36=60/61.1987/88

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Objekt: Baessler-Archiv, 35/36=60/61.1987/88

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714782
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714782
Persistenter Identifier:
BV041216885
Titel:
Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft
Weitere Titel:
Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Dümmler
Erscheinungsjahr:
1860
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-707995
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-707995
Persistenter Identifier:
DE-11-001661100
Titel:
Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft, 11.1880
Verlag:
Dümmler
Erscheinungsjahr:
1878
Signatur:
LA 7999-11
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Farbkeil

Strukturtyp:
Farbkeil
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Baessler-Archiv
  • Baessler-Archiv, 35/36=60/61.1987/88
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Zeitschriftenheft: N. F. Bd. 35, 1987, Heft 1
  • Andritzky, Walter: Balsaflösse der peruanischen Nordküste einst und heute
  • Pfeiffer, Roderich: Die Steinaltäre Costa Ricas
  • Hecker, Wolfgang: Pacanga, eine Keramik der nordeuropäischen Küstenregion aus der Zeit des mittleren Horizontes
  • Leerseite
  • Bliss, Frank: Architektur und Wohnen im "Neuen Tal" Ägyptens
  • Karte: Fig. 1. Die Oasendepressionen der Westlichen Wüste Ägyptens (nach Abu al-Izz, M. S.: Landforms of Egypt. Cairo 1971)
  • Karte: Fig. 2. Die Position der ägyptischen Oasengruppen auf den Karawanenrouten der östlichen Sahara
  • Karte: Fig. 3. Hindaw (Dakhla) 1980
  • Abbildung: Fig. 4. Schema der Überbauung in Qasr-Dakhla
  • Karte: Fig. 5. Balat (Dakhla) — Wohnquartier der khataiba
  • Abbildung: Fig. 6. Großes Gehöft in der izba ain barqas, südliches Kharga
  • Abbildung: Fig. 7. Neueres Wohnhaus aus Baris, untere Etage (nach el-Wakil 1980: Bild 61)
  • Abbildung: Fig. 8. Flächendeckend überbautes Wohnhaus aus al-Kharga
  • Abbildung: Fig. 9. Zweistöckiges Wohngebäude, al-Kharga (links: erster, rechts; zweiter Stock). Fig. 10. Zweistöckiges Wohnhaus aus al-Kharga (nach el-Wakil 1980: Bild 57)
  • Abbildung: Fig. 11. Häuserfront im suq von al-Kharga (nach Jedek u. a. 1982)
  • Karte: Fig. 12. Straßenzug des neuen suq al-Kharga (nach Jedek u. a. 1982)
  • Abbildung: Fig. 13. Wohnhaus in Qasr (zweistöckig) (nach el-Wakil 1980: Bild 49)
  • Abbildung: Fig. 14. Wohngebäude (zweistöckig) aus Tineda
  • Abbildung: Fig. 15. Wirtschaftsdach aus Balat
  • Abbildung: Fig. 16 a. Großfamiliengehöft aus Qasr-Dakhla
  • Abbildung: Fig. 16 b. Großfamiliengehöft Qasr-Dakhla. Zweite Etage
  • Abbildung: Fig. 17. Toilette in den Oasendörfern (nach el-Wakil 1980: Bild 82)
  • Abbildung: Fig. 18. Verschalung bei dem Rammerdeverfahren (nach el-Wakil 1980: Bild 89). Fig. 19. Fundament einer tob-Wand (nach el-Wakil 1980: Bild 88)
  • Abbildung: Fig. 20. Zimmerdecke aus Qasr mit grid-Ornamenten (Detail zwischen zwei Trägerbalken)
  • Abbildung: Fig. 21. Aufriß einer Zwischendecke resp. eines festen Daches (nach Eigner 1984: Abb. 35)
  • Abbildung: Fig. 22. Konstruktionsprinzip der sog. "armierten Wand" (nach el-Wakil 1980: Bild 90)
  • Abbildung: Fig. 23. Gartenmauer mit Palmwedeln bekrönt und Palmrippentor
  • Abbildung: Fig. 24. Tor aus Palmrippen (Kharga und Dakhla)
  • Abbildung: Fig. 25. tob-Vermauerung (nach el-Wakil 1980: Bild 87). a. im Niltal b. in den Oasen c. altägyptischer Mauerverband
  • Abbildung: Fig. 26. Ornament aus Lehmziegeln, Vermauerung mit Aussparungen
  • Abbildung: Fig. 27. Formen der Fenstervergitterung in Qasr-Dakhla (nach el-Wakil 1980: Bild 100). Fig. 28. Fenstergestaltung mit Spitzbögen und Raute (Qasr-Dakhla)
  • Abbildung: Fig. 29. "Qasr-Ornament", Blendnische, von Mauerwerk umgeben, an der Hauptmoschee der Ortschaft
  • Abbildung: Fig. 30. Fassadengestaltung durch Mauervorsprünge
  • Abbildung: Fig. 31. kanun aus der Kharga-Gruppe (nach Winkler 1936 a: Tafel 22)
  • Abbildung: Fig. 32. Handmühle (tahuna) in Lehmwanne (nach Winkler 1936 a: Tafel 16)
  • Abbildung: Fig. 33 serir grid/sef (A), dikke (B) und kanaba (C) (nach Eigner 1984: Abb. 27 A-C)
  • Abbildung: Fig. 34 a, b. tabliya für die Bewirtung von Gästen (1) und kleine rechteckige Bank (2) (nach Eigner 1984: Abb. 27 E, F)
  • Abbildung: Abb. 1. Tunnelgasse in al-Kharga am sog. "darb as sidadiye", dem Quartier der ältesten Sippe eines Ortes. Abb. 2. ain barqas: aufgegebene izba mit ländlichen Gehöften, zumeist ohne feste Bedachung
  • Abbildung: Abb. 3. Qasr-Dakhla: Ruinen der alten "städtischen" dar-Gebäudetypen aus dem 16.-18. Jahrhundert. Abb. 4. Verfallenes dar aus Qasr mit fünf überdachten Stockwerken und Wirtschaftsdach
  • Abbildung: Abb. 5. Asmant (Dakhla). Einzige erhaltene echte Ringmauer in den Oasengruppen. Die Mauer ist 80-120 cm dick und rund sechs Meter hoch. Abb. 6. Haus (manzil) einer erweiterten Kernfamilie (usra) aus Tineda (Dakhla)
  • Abbildung: Abb. 7. Großer Vorratsbehälter unweit der ain tafnis (Baris) von mehreren Hektolitern Fassungsvermögen. Abb. 8. Sog. "armierte" Wand resp. Brüstung auf einem Wohnhaus im ältesten Stadtkern von Mut (Dakhla)
  • Abbildung: Abb. 9. Qasr-Dakhla; dar in der seltenen "Fachwerk"bau weise und mit vermauerten Hausteinen an der Frontseite. Abb. 10. "Wandschränke" im zweiten Stock eines verfallenen dar aus Qasr. Deutlich erkennbar auch die Zwischendecke aus Balken, Palmrippen und Lehmauflage sowie der geringe Durchmesser der tob-Wände.
  • Abbildung: Abb. 11. Qasr-dar: Blick auf den dritten und vierten Stock. Das Dach ist nicht für Wirtschaftszwecke ausgebaut; dafür wurde ein Zwischenstockwerk eingezogen. Abb. 12. Holzvergitterung eines dar aus Qasr. Imitiert werden in der oberen Hälfte sog. mashrabiya-Gitter aus gedrechselten und später ineinandergesteckten Holzelementen und unten ein eisernes Gitter, wie sie in Cairo an öffentlichen Gebäuden aus osmanischer Zeit häufig sind
  • Abbildung: Abb. 13. Brotbackofen (tabuna) aus Dakhla, hier nur spärlich mit Punkt-Bändern verziert. In der Backkammer eine qedra, in der im Backofen auch ful (Pferdebohnen) gekocht werden. Abb. 14. Frau aus der izba dush (südliches Kharga) mit hon (Mörser). Im Hintergrund dulab mit zahlreichen Bestandteilen des Kücheninventars
  • Abbildung: Abb. 15. Fest vermauerter dulab aus Baris (Kharga). An den Wänden kleine Flechtkörbe mit Vorräten (Salz, Zucker usw.). Links kanun, der dem bei Winkler gezeigten Typ (1936 a: Tafel 22) ähnelt. Abb. 16. Detail: kanun. Rechts emaillierter Teller mit Aluminiumdeckel. Im Hintergrund kleines Tongefäß für Butteröl, das stets an den Herdsteinen aufbewahrt wird
  • Abbildung: Abb. 17. Frühchristliche Nekropole von Bagawat, nördlich der Stadt al-Kharga (nach einem Stich von Cailliaud). Abb. 18. Grab-kubbas islamischer "Heiliger" in der Ortschaft al-Awena, Dakhla-Oase. Sehr selten in der Architektur der Gegend die Verwendung von Bruchsteinen anstelle von Lehmziegeln (tob)
  • Abbildung: Abb. 19. Spitzbogenornament im Haus eines Sippen-shekhs, wohl um 1700 u. Z++++++++., Qasr-Dakhla. Abb. 20. Hauptmoschee von Qasr, angeblich auf die ayyubidische Phase zurückzuführen, in der heutigen Form jedoch kaum vor dem 17. Jahrh. Typisch für die Qasr-Architektur der versenkte Spitzbogen (Blendbogen)
  • Abbildung: Abb. 21. Portal eines Qasr-dar, Ende des 17. Jahrh. Abb. 22. Gehöft in der Ortschaft Tineda (Dakhla) mit verschiedenen Verzierungsbeispielen: verputzte Fensterzone, Lehmziegelornamentik über den Zugängen und als Dachabschluß sowie armiertes Mauerwerk (rechts oben), dazu hagg-Malereien
  • Abbildung: Abb. 23. Stadthaus (dar) in Qasr-Dakhla mit verschiedenen Formen der Fenstergestaltung. Abb. 24. Haus im ältesten Stadtteil von Mut (Hauptstadt der Dakhla-Gruppe) mit Lehmziegelornamentik. Bereits verfallen die Bekrönung der Dachbrüstung mit Palmrippen
  • Abbildung: Abb. 25. Ländliches Gehöft in al-Gadida, Dakhla, mit einfachen Malereien anläßlich der Pilgerfahrt des Hausherrn, stilisierte Fahnen und Dattelpalmen mit Figur, Olivenbaum und Weizenfeld. Abb. 26. Eine der frühesten bildlichen Malereien in al-Kharga mit Dattel- und Dum-Palme, Eisenbahn und Flugzeug. Die Moschee gibt den Stil der kurz nach 1960 in der Oasengruppe gebauten staatlichen Gebäude wieder
  • Abbildung: Abb. 27. Neueres Gemälde in al-Kharga mit Darstellung der Kaaba in Mekka umgeben von Betenden. Abb. 28. Naturalistische Darstellung eines Schiffes, siebziger Jahre (al-Kharga)
  • Abbildung: Abb. 29. Sehr frühe Malereien in einem Heiligengrab bei al-Kharga, vielleicht zwanziger Jahre. Abb. 30. "Standarten"-Darstellung in einem Heiligengrab (Kharga), daneben geometrische Ornamente und Symbole aus der islamischen Magie
  • Abbildung: Abb. 31. Moderne Malerei an einem Wohnhaus in Mut (Dakhla), die die Grabmoschee des Propheten in Madina in recht natürlicher Weise darstellt. Abb. 32. Schriftornamentband an einem Gehöft in Tineda (Dakhla), mit dem anläßlich einer Pilgerfahrt aus dem Jahre 1981 (H 1401) diese alte Ornamentierungsform fortgesetzt wird
  • Förster, Till: Der Poro-Bund der Senufo heute. Institutionen segmentärer Gesellschaften und entwicklungspolitische Massnahmen
  • Nevadomsky, Joseph: Brass cocks and wooden hens in Benin art
  • Leerseite
  • Newton, Douglas: Shields of the Manambu (East Sepik Province, Papua New Guinea)
  • Leerseite
  • Arrendondo, Ana Maria: Proposiciones para el estudio e interpretacion de Leyendas de Isla de Pascua
  • Werbung
  • Zeitschriftenheft: N. F. Bd. 35, 1987, Heft 2
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Werbung
  • Zeitschriftenheft: N. F. Bd. 36, 1988, Heft 1
  • Werbung
  • Zeitschriftenheft: N. F. Bd. 36, 1988, Heft 2
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

164 
Bliss, Architektur im „Neuen Tal“ Ägyptens 
Zu dem „festen“ Hausinventar gehört ferner jene große Gruppe von 
Speichergefäßen oder -behältern, die unter dem Namen söm c a bekannt ist. 
Obwohl die Nahrungsmittelerzeugung in den Oasen ganzjährig erfolgt, gilt es 
bestimmte Produkte längere Zeit zu konservieren, um später ein breites Nah 
rungsmittelangebot zu ermöglichen. Der einfachste Weg der Konservierung 
ist bis auf den heutigen Tag in Dakhla die Lagerung in Sand„mieten“, auf die 
ich an anderer Stelle ausführlicher eingegangen bin (Bliss 1986). Mit vielen 
Regionen des Niltales gemein haben beide Oasengruppen den söm c a, jenen bei 
Eigner angeführten makhwal aus Schlamm und Häcksel, einen hohen dünn 
wandigen und krugartigen Speicher für alle in dem trockenen Klima lange 
lagerfähigen Produkte wie Reis, Getreidekörner, fül, Linsen, Zwiebeln, 
getrocknete milükhiya etc. Der söm c a wird von Frauen schichtweise wie ein 
Tongefäß geformt und kann ein Fassungsvermögen von einem oder zwei 
ardab (ä 1,98 hl) erreichen. Das obere offene Ende wird mit einer runden 
Platte aus dem gleichen Material verschlossen, eine über dem Boden befind 
liche Entnahmeöffnung mit Lehm nach jeder Entnahme neu zugestrichen. 
Die Behälter werden in den Neusiedlerdörfern von Kharga in den Wirtschafts 
höfen abgestellt. Früher verwendete man auch große rechteckige oder kasten 
förmige Speicher von beachtlicher Größe (bei Baris), die nach Winkler eben 
falls im Niltal bekannt sind (vergl. 1936 a: 137), sowie in Kharga den Vorrats 
trog, der dadurch entstand, daß man vor einer Ecke eines Raumes viertelkreis- 
fömig eine Lehmmauer errichtete (ebd. 138, hier als makhwal, pl. makhäwil 
bezeichnet). In keinem der von ihm besuchten Orte im Niltal sah Winkler 
jedoch einen söm c a-Typ wie jenen in Balät und anderen Ortschaften der 
Dakhla-Gruppe verbreiteten und fest eingemauerten. Die Vorratsbehälter 
Fig. 31. kanun aus der Kharga-Gruppe 
(nach Winkler 1936 a: Tafel 22)
	        

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