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Folkloristischer und sachlicher Gehalt mongolischer Märchenstoffe

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Nutzungslizenz

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Bibliographische Daten

fullscreen: Folkloristischer und sachlicher Gehalt mongolischer Märchenstoffe

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-717516
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-717516
Persistenter Identifier:
BV049311118
Titel:
Folkloristischer und sachlicher Gehalt mongolischer Märchenstoffe
Autor:
Taube, Erika
Erscheinungsort:
Leipzig
Erscheinungsjahr:
1964
Signatur:
66 HB 2711
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
DDR Hochschulschriften > Ethnographie und Völkerkunde
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Kunst und Wissen

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
3. Realien
Sammlung:
DDR Hochschulschriften > Ethnographie und Völkerkunde

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
3.6. Abschließende Bemerkungen
Sammlung:
DDR Hochschulschriften > Ethnographie und Völkerkunde

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Folkloristischer und sachlicher Gehalt mongolischer Märchenstoffe
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Sonstiges: Angenommen von der Philosophischen Fakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig [...]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Einleitung: Einleitung
  • Abkürzungsverzeichnis: Abkürzungen
  • Kapitel: 1. Typen und Motive
  • Kapitel: 1.1. Inhalte der Märchen
  • Kapitel: 1.2. Verzeichnis der Motive
  • Kapitel: 2. Art der Darstellung
  • Kapitel: 2.1. Stil und Struktur
  • Kapitel: 2.2. Formeln
  • Kapitel: 2.3. Farben und Zahlen
  • Kapitel: 3. Realien
  • Kapitel: 3.1. Personennamen und Ortsangaben
  • Kapitel: 3.2. Soziale Verhältnisse
  • Kapitel: 3.3. Sitten und Bräuche
  • Kapitel: 3.4. Religiöse Vorstellungen
  • Kapitel: 3.5. Materielle Verhältnisse
  • Kapitel: 3.6. Abschließende Bemerkungen
  • Anhang: Anmerkungen
  • Literaturverzeichnis: Verzeichnis der verwendeten Literatur
  • Lebenslauf: Lebenslauf
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

190 = 
Ferner wird erwähnt Gras (öwösön, 115, 125, 4127), Pfriemgras 
(deresen)?9! als minderwertiges Material für Bögen (123, 177, 
249) una Pfeile (123, 105, 107, 177, 219, 259), Schilfrohr 
(xulasan) für Bögen (105, 107, 259), aber auch für Krüge (109). 
Als Speise kommt geröstete Gerste vor (arwai, 193). - Lotos- 
Lilien (Sag£Sai badam, 227) wachsen in giner ungewöhnlich schö- 
nen, auf magische Weise entstandenen Gegend, 
8 
3,6. Abschließende Bemerkungen 
Bei dem 3, Teil der Arbeit (Realien) muß im Auge behalten wer- 
den, daß die einzelnen Märchen natürlich kein zusammenhängendeßB 
Bild der sozialen Struktur, der religiösen Vorstellungen und 
jer materiellen Verhältnisse geben, sondern daß die in den be- 
treffenden Abschnitten mitgeteilten Angaben ganz verstreut vor- 
kommen. Man kann auch nicht aus den Hinweisen zu nur einem Ge- 
biet Schlußfolgerungen über das Alter der Märchen ziehen, 50n- 
äern muß die Gesamtheit der sachlichen Angaben berlicksichtigen. 
So kann man z.B. nicht aus der Tatsache, daß die in den Märchen 
angedeutete gesellschaftliche Struktur sich im wesentlichen mit 
dem sog. Steppenfeudalismus deckt, wie wir ihn aus mongolischen 
Chroniken, aus anderer historischer Literatur, aus Reisebe- 
schreibungen usw. kennen, darauf schließen, daß die Märchen 
arst während dieser historischen Epoche entstanden wären. 
Daß die Braut bei einen anderen Stamm geholt wird, das Verlöb- 
nis lange vor dem eigentlichen Heiratsalter, vielleicht auch 
aie Adoption eines Kindes ist in der Gentilordnung üblich ge- 
wesen. Ebenso äürfte manche andere Erscheinung des Steppenfeu- 
Aalismus aus der Gentiloränung übernommen worden sein. - 
Wenn die in den Märchen geschilderten Realien mit den bekannten 
historischen Tatsachen häufig übereinstimmen, darf man wohl 
aueh bei wenig gesicherten Angaben (Heiratsalter, Bräuche bei 
jen Mannbarkeitsriten) reale Ursachen dafür annehmen, 
Aus den Angaben Zu den religiösen Vorstellungen ist zu ent- 
nehmen, daß die Märchen altes Gedankengut enthalten, das von 
äen späteren lamaistischen Ideen kaum beeinflußt ist. In die- 
ser Hinsicht gehören die Märchen enger in die Vorstellungswelt
	        

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