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Globus, 82.1902

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 82.1902

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-716596
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-716596
Persistenter Identifier:
BV048820206
Titel:
Beiträge deutscher Gelehrter zur Erforschung der altmexikanischen Kulturen un der zeitgenössischen Indianerproblematik
Untertitel:
Untersuchung zur Entwicklung des bürgerlichen deutschen Mexiko-Bildes von der Entdeckung bis zum Ende des 19. Jahrhunderts
Autor:
Thiemer-Sachse, Ursula
Erscheinungsort:
Rostock
Erscheinungsjahr:
1968
Zusätzliche Information:
Maschinenschrift vervielfältigt. - Termin der Verteidigung: 3.7.1968
Signatur:
69 HB 5542
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
DDR Hochschulschriften > Ethnographie und Völkerkunde
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Soziale Organisation und Praxis
Sozial- und Kulturanthropologie > Forschungsgeschichte

Sonstiges

Strukturtyp:
Sonstiges
Titel:
Ich versichere hiermit an Eides statt [...]
Sammlung:
DDR Hochschulschriften > Ethnographie und Völkerkunde

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 82.1902
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis des LXXXII. Bandes
  • Korrekturen: Druckfehler im LXXXII. Bande
  • Zeitschriftenheft: Nr. 1. 3. Juli 1902
  • Katzer, Friedrich: Der landschaftliche Charakter von Ceará (Brasilien)
  • Hoernes, Moriz: Basil Modestows "Einleitung in die römische Geschichte"
  • Richter, P. E.: Der Verlust an Menschenleben durch Blitzschläge in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Knosp, Gaston: Das annamitische Theater. Chargé de Mission musicale en Indo-Chine. (Hierzu eine Tafel in Buntdruck als Sonderbeilage.)
  • Abbildung
  • Tafel: Personen des annamitischen Heldenstückes "Trinhs Sieg über den Eroberer Mac". Nach Aquarellen eines annamitischen Künstlers in Hanoi
  • Knosp, Gaston: Trinhs Sieg über den Eroberer Mac. Annamitisches Heldenstück. Ins Deutsche übertragen
  • Weiske, Emil: Zwei Sagen der Eingeborenen des Koiare-Distriktes im Astrolabegebirge (Neu-Guinea)
  • Zeitschriftenrezension: Zemmrich: Sprachgrenze und Deutschtum in Böhmen
  • Zeitschriftenrezension: C. Mense: Tropische Gesundheitslehre und Heilkunde
  • Zeitschriftenrezension: Matthäus Much: Die Heimat der Indogermanen im Lichte der urgeschichtlichen Forschung
  • Zeitschriftenrezension: C. A. Weber: Über die Vegetation und Entstehung des Hochmoores von Augstumal im Memeldelta mit vergleichenden Ausblicken auf andere Hochmoore der Erde
  • Zeitschriftenrezension: E. Dagobert Sclioenfeld: Der isländische Bauernhof und sein Betrieb zur Sagazeit nach den Quellen dargestellt (= Quellen und Forschungen zur Sprach- und Kulturgeschichte der germanischen Völker. Herausgegehen von A. Brandl, E. Martin, E. Schmidt. 91. Heft)
  • Zeitschriftenrezension: P. Golowatschew: "Sibirien", Land, Leute und Leben
  • Kleine Nachrichten
  • Zeitschriftenheft: Nr. 2. 10. Juli 1902
  • Zeitschriftenheft: Nr. 3. 17. Juli 1902
  • Zeitschriftenheft: Nr. 4. 24. Juli 1902
  • Zeitschriftenheft: Nr. 5. 31. Juli 1902
  • Zeitschriftenheft: Nr. 6. 7. August 1902
  • Zeitschriftenheft: Nr. 7. 21. August 1902
  • Zeitschriftenheft: Nr. 8. 28. August 1902
  • Zeitschriftenheft: Nr. 9. 4. September 1902
  • Zeitschriftenheft: Nr. 10. 11. September 1902
  • Zeitschriftenheft: Nr. 11. 18. September 1902
  • Zeitschriftenheft: Nr. 12. 25. September 1902
  • Zeitschriftenheft: Nr. 13. u. 14. 2. Oktober 1902
  • Zeitschriftenheft: Nr. 15. 16. Oktober 1902
  • Zeitschriftenheft: Nr. 16. 23. Okotber 1902
  • Zeitschriftenheft: Nr. 17. 30. Oktober 1902
  • Zeitschriftenheft: Nr. 18. 6. November 1902
  • Zeitschriftenheft: Nr. 19. 20. November 1902
  • Zeitschriftenheft: Nr. 20. 27. November 1902
  • Zeitschriftenheft: Nr. 21. 4. Dezember 1902
  • Zeitschriftenheft: Nr. 22. 11. Dezember 1902
  • Zeitschriftenheft: Nr. 23. 18. Dezember 1902
  • Zeitschriftenheft: Nr. 24. 25. Dezember 1902
  • Sonstiges: [Inhalt, Eingesendete Neuigkeiten, Werbung]
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

12 
Gaston Knosp: Das annamitische Theater 
j^trcjj ydfliJxejjGU 6JD68 a'mja'jjjjfjatjJGU j/xjub^jgi.b io jjsrnor 
¡j(»L 80IJGU qe8 !nm!nJJ}|JX(,|l(,JJ ][6jqen8fI!G']fti& “X L i n F 8 gJG& lipeL (JGIJ JgLOpGLGL 
Annam etwa das bedeuten, was für Deutschland die 
Meininger sind. Natürlich kann von einem Vergleich 
keine Rede sein, sogar dann, wenn wir vom Rassen 
unterschied Abstand nehmen würden. Wir müssen je 
doch gestehen, dafs mancher annamitische Schauspieler 
Talent besitzt. Es giebt welche darunter, die sogar 
unserem Geschmacke Zusagen $nj£den; das sind jedoch 
Ausnahmen. 3* 2" 
Was die finanziellen Verhältnisse dieser Künstler be 
trifft, so erhalten die allerersten Rollen eine monatliche 
Bezahlung von 20 bis 30 Piaster, etwa 50 bis 75 Frcs. 
Das ist schon eine sehr hohe Bezahlung für Asien und 
für Annam besonders. Die Choristen und dergleichen 
verdienen monatlich 2 bis 5 Piaster, d. h. 5 bis 12,50 Frcs., 
haben aber auch beinahe nichts weiter zu thun, als auf 
der Bühne miteinander zu schwatzen und zu rauchen. 
Von Zeit zu Zeit müssen sie sich zu einer Prozession 
gruppieren oder Soldaten darstellen. Da ergreift dann 
jeder eine bunte Fahne, tritt durch die Hintergrundthür 
links auf die Bühne, überschreitet dieselbe ein- oder zwei 
mal und geht durch die IIinfergr 1 a 1 dthür rechts ab. 
In’ganz anderen VerhältiiissenMeben die Volksschau 
spieler, die viel Beifall ernten, aber wenig Geld ein 
nehmen. Man nennt sie Phuong-Cheo (sprich Fuong 
scheö). Diese Künstler sind nicht patentiert, spielen sie 
nicht Theater, dann treiben sie sich als Kuppler oder 
Diebe umher und üben andere derartige Beschäftigungen 
aus. Die Stücke, die sie aufführen, sind ihnen wie auf 
den Leib geschrieben. Das Zuschauerpublikum besteht 
aus den Vertretern der niedersten Volksklassen, einge 
borenen Soldaten, Kulis, Bedienten, eine sehr auserlesene 
Wett! Während bei den Phuong-nha-tro der Eintritts 
preis sich auf 30 Cents = 0,75 Frcs. beläuft, kann man 
die Phuong-Cheo schon um 2 bis 3 Cents in voller Aus 
übung ihrer Kunst bewundern, falls man mit dem Volks 
charakter bekannt ist und etwas jpn der Landessprache 
versteht. Der Annamit ist dtörclUveg ein Satiriker und 
immer zu beifsenden Kritikei^ aufgelegt. Die Volks 
künstler tragen natürlich dieseÜC Vorliebe Rechnung. 
Die Witze und Erwiderungen darauf, die man bei den 
Phuong-Cheo hört, sind auf eine eigene Art gewürzt, 
und es ist für Europäer, die der Neugierde halber dort 
hin gehen, ein Glück, dafs so wenige die annamitische 
Sprache verstehen. Wir haben da Reden gehört, die 
wir schwerlich in einem Kreise gebildeter Männer wieder 
holen möchten. Über den bei diesen Schauspielern vor 
herrschenden erotischen Ton mag man schon nach dem 
alten annamitischen Sprichwort urteilen, welches lautet: 
„Soll ein Mädchen mit acht Jahren noch keusch sein, 
dann darf es weder Vater noch Bruder haben.“ Das 
ist ein Mafsstab für die Sittlich}«»! des Volkes. 
a _ 
.* Die Schauspieler beider Ar£fi«'ben ihr Angesicht auf 
eine abscheuliche Art. Auf Ätasan Grunde tragen sie 
3 cm breite schwarze Streifen, welche dem annamitischen 
Gesicht ein teuflisches Aussehen verleihen. Falls Frauen 
mitspielen, was auch vorkommt, befolgen sie das Bei 
spiel der Männer, nur auf eine feinere Art. Sie bedienen 
sich zur Schminke des Reismehles und mischen ein 
wenig Safran hinein, wodurch sie ihrem Angesicht einen 
bajaderenhaften Anstrich geben, welcher nicht ohne Reiz 
ist. Doch werden selten Frauenrollen durch Vertrete 
rinnen des schönen Geschlechts gegeben, da meistens 
junge Schauspieler die Frauenrollen spielen. So ist es 
auch auf dem chinesischen Theater; wenigstens ist das 
gang und gäbe auf den chinesfccgen Bühnen, welche in 
Indo-China bestehen. h ® 
Wir wollen nun auf die Beschaffenheit der Bühne 
eingehen. Eine eigentliche Bühne nach unseren Begriffen, 
und wie wir sie bei chinesischen Theatern finden, kennen 
die Annamiten nicht. Der Raum, welcher den ausüben 
den Künstlern überlassen ist, ist nichts anderes als ein 
vom Zuschauerraum abgeschiedener Teil von einigen 
Quadratmetern, welcher mit einer Matte belegt wird. 
Die Theatermöbel zeigen eine bedauernswerte Ärm 
lichkeit. Sie bestehen aus einem Tisch, welcher jeweilig 
einen Thron, eine Bude odtp- ein Schiff darstellt, dann 
aus einigen Stühlen; das isL alles. Der Hintergrund 
wird einfach durch die Malfiergdargestellt, auf welcher, 
wenn der Luxus weit getrie»ei£twird, eine Stickerei an 
gebracht ist. Auf beiden i^itSn des Hintergrundes be 
findet sich eine Thür;"die Jd*■ für den Eintritt, die 
rechte für den Abgang dt® Künstler. Diese Thüren 
führen ins Ankleidezimmer, welches dem Publikum durch 
rotbaumwollene Vorhänge verschlossen ist. 
Das ist so ziemlich das getreue Bild der Bühne, auf 
welcher wir Trinhs Sieg über den Eroberer Mac 
aufführen sahen, ein klassisches Stück, welches wir am 
Schlüsse in eigener Übersetzung mitteilen werden und 
dessen Hauptpersonen, nach Originalbildern einheimischer 
Künstler, auf der Beilage wied^'gegeben sind. 
Viel ärmlicher sieht essjatg" den Phuong-Cheo aus. 
Ein einfaches Überbrettl stglittedie Bühne vor. Es ge- 
H 2. 
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Ankleidezimmer 
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Zuschauer raum 
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nügt auch zu der Darstellung der satirischen Einakter, 
an welchen die Litteratur der annamitischen Theater so 
reich ist. 
Die besseren Schauspieler werden oft von den grofsen, 
reichen Annam iten zum Spielen iu deren Hause auf ge 
fordert. Den Preis für die gelegentliche Überlassung 
seines Personals stellt der Direktor der Truppe selber 
fest; es besteht dafür kein fester Preis. 
Nie wird ein sich achtender Annamit ins Theater 
gehen, nicht einmal zu de* Phuong-nha-tro, obgleich 
das Publikum dieser Künsner ein weniger gemischtes 
als bei den Phuong-Cheo i$f^. Die Kunden der ersteren 
sind Dolmetscher, KompnSlors, annamitische Beamte, 
welche einesteils bei:.den französischen Handelsleuten 
arbeiten, anderseits bei den Behörden angestellt sind. 
Will der feine Annamit ein Stück sehen, so ladet ei 
serne Freunde ein; je mehr Freunde er bewirten kann, 
desto gröfser die Achtung, die man ihm und seinem Ver 
mögen zollt. Man beginnt mit einem Essen (sehr oft 
ganz französische Speisenfolge mit Pomard, Château La 
fitte und Rüderer) und später begiebt man sich in einen 
Saal, welcher für die Vorstellung hergerichtet worden 
ist. Die Künstler beginnen das Stück, essen und rauchen
	        

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