EVIFA - virtuelle Fachbibliothek Logo
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Geteilte Nachbarschaft

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

CC BY-NC-ND: Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

Bibliographische Daten: Geteilte Nachbarschaft

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-716596
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-716596
Persistenter Identifier:
BV048820206
Titel:
Beiträge deutscher Gelehrter zur Erforschung der altmexikanischen Kulturen un der zeitgenössischen Indianerproblematik
Untertitel:
Untersuchung zur Entwicklung des bürgerlichen deutschen Mexiko-Bildes von der Entdeckung bis zum Ende des 19. Jahrhunderts
Autor:
Thiemer-Sachse, Ursula
Erscheinungsort:
Rostock
Erscheinungsjahr:
1968
Zusätzliche Information:
Maschinenschrift vervielfältigt. - Termin der Verteidigung: 3.7.1968
Signatur:
69 HB 5542
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
DDR Hochschulschriften > Ethnographie und Völkerkunde
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Soziale Organisation und Praxis
Sozial- und Kulturanthropologie > Forschungsgeschichte

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
F) Zusammenfassung
Sammlung:
DDR Hochschulschriften > Ethnographie und Völkerkunde

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Geteilte Nachbarschaft
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Karte
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Leerseite
  • Kapitel: Berliner Blätter, Heft 20, 1999; Ethnographische und Ethnologische Studien 2
  • Kapitel: Einleitung
  • Leerseite
  • Vorblatt
  • Kapitel: Ein Spaziergang durch den Nordwesten Treptows. Aus hundert Jahren Stadtgeschichte
  • Kapitel: "Das ist ja wie früher beim Barbier". Kiez in Berlin
  • Vorblatt
  • Abbildung: Meinungsspiegel zur Nachbarschaft I
  • Kapitel: Nachbarn für 24 Stunden. Anmerkungen zu einem Feld(forschungs)versuch
  • Kapitel: Ost und West. Eine Kategorie unserer Tage
  • Leerseite
  • Vorblatt
  • Abbildung: Meinungsspiegel zur Nachbarschaft II
  • Kapitel: Nichts blieb, wie es war. Vierundsiebzig Tage im Jahr 1961
  • Kapitel: Kinder als Opfer der Mauer
  • Kapitel: Auge in Auge mit dem Klassenfeind. Grundwehrdienst als Grenzsoldat
  • Kapitel: Alltägliches im Grenzgebiet. Ein Brief an das Forschungsprojekt
  • Vorblatt
  • Abbildung: Meinungsspiegel zur Nachbarschaft III
  • Kapitel: Operativer Vorgang "Doppelkreuz". Kirche im Grenzgebiet
  • Kapitel: Bevollmächtigter in seinem Abschnitt. Zur Biographie eines ABV im ehemaligen Berliner Grenzgebiet
  • Kapitel: "Ach, eigentlich hab'sch ja ä ganz beweechtes Leben geführt ..."
  • Vorblatt
  • Abbildung: Meinungsspiegel zur Nachbarschaft IV
  • Kapitel: "Die schöne Zeit, die wir mal hatten ..."
  • Kapitel: Der goldene Engel vom Schmollerplatz. Über die Einheit von Solidarität und Nachbarschaft
  • Kapitel: Zwischen Tür und Angel. Ethnografische Reportage über eine Hausgemeinschaft
  • Kapitel: "Signal". Nachbarschaft im Spiegel einer Betriebszeitung
  • Kapitel: Zähneausbeißen am "Sympathie-Grill"
  • Kapitel: Ein fotografischer Spaziergang
  • Kapitel: Was bedeutet der Begriff Nachbarschaft für Sie/ für Dich? Ein Meinungsspiegel
  • Leerseite
  • Vorblatt
  • Chronologisches Register: Zeittafel
  • Abbildung: Museum der verbotenen Kunst, Grenzwachturm am Schlesischen Busch, Juli 1999. Elsenstraße Ecke Heidelberger Straße mit Kennzeichnung des Mauerverlaufs, Juli 1999
  • Abkürzungsverzeichnis: Glossar
  • Abbildungsverzeichnis: Fotonachweis
  • Autorenindex: Autorinnen und Autoren
  • Abbildung: Projektgruppe in Buckow, April 1998
  • Leerseite
  • Hinterer Buchspiegel
  • Karte
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

»Signal« 
Zum Leben im Grenzgebiet gehörten auch die übli- 
chen Schikanen. Leute, die ohne gültigen Grenzaus- 
weıs ım Sperrgebiet angetroffen wurden, mußten mit 
auf die Polizeiwache und wurden dort stundenlang 
festgehalten, manchmal sogar bis spät in die Nacht, 
so daß sie nach Hause laufen mußten, weil keine Stra- 
ßenbahn mehr fuhr. Trotzdem schmuggelten sich at 
und zu Bekannte an den Grenzern vorbei. Manchmal! 
mußten sie dann über Nacht bleiben, weil der Posten 
vorm Haus sich einfach nicht mehr von der Stelle be- 
wegte. »Wenn mal ’ne Freundin zu mir kam - ich konn- 
te Ja nun nicht allen Freundeskreis aufgeben, ne -, da 
hatten wir den Trick, daß die Freundin da, die war 
alleinstehend, die ist hiergeblieben über Nacht, und 
dann ist die morgens mit dem Kinderwagen hier an 
der Sperre vorbei, ja, da war das ’ne eilige Mutter mit 
Kinderwagen. Ich kam dann hinterher und wurde 
kontrolliert. Na, ich hatte ja die Papiere, ne? Solche 
Tricks hat man eben dann auch gemacht. «? 
Als Anwohner des Grenzgebietes mußte man 
mit ständigen Ausweiskontrollen rechnen. Oftmals 
fühlten sich die Menschen geradezu schikaniert: »Der 
Ausweis wurde also in einer halben Stunde fünfmal 
kontrolliert, wenn sie vorbeikamen und der Laune 
hatte. Also, ich bin hier mit der Tochter mal 
runtergegangen, Milch holen, wie das früher also so 
war, mit der Kanne. Und hier runter und hier lang 
und, na ja, das erstemal wurde ich kontrolliert. Na ja, 
laß ich mir ja noch gefallen, nicht. Kamen wir zurück, 
und ich hatte die Milchkanne gehabt, und die Kleene 
war bei, und wir tapperten genauso schnell hin, wie 
wir zurückgegangen waren - wurde ich also wieder 
eontrolliert, nicht. Na ja, und denn hab’ ich mir eben 
den Spaß gemacht, und wir sind noch ein paarmal vor- 
hbeigegangen. Jedesmal wurden wir kontrolliert.«? 
Es soll auch vorgekommen sein, daß den Mie- 
tern, die dort wohnten, vom Westen aus Steine in die 
Fenster flogen, was alle empörte, da man sich für die 
Grenzziehung nicht verantwortlich fühlte. Manchmal 
konnte man abends Morsezeichen beobachten, die die 
meisten aber nicht entziffern konnten. Zu Weihnach- 
183 
ten hat man dann eine Kerze oder den Weihnachts- 
baum ans Fenster gestellt als Zeichen der Verbunden- 
heit. »Es hat auch manchmal geknallt und geschossen. 
Und dann ist man auch rausgegangen, hat geguckt, 
aber man konnte ja nicht feststellen, wo es nun ge- 
knallt oder ob da was passiert war oder was da pas- 
siert war. Und dann merkte man auch, das war sehr 
unangenehm, denn haben die mit ihren Scheinwer- 
fern rumgeschwenkt. Wir wohnen im 3. Stock, ganz 
»ben, alles frei, und dann hat man natürlich auch mal 
.. diese Scheinwerfer, wenn die so rüberhuschten, das 
war sehr unangenehm.«? 
Die Restriktionen im Grenzgebiet belasteten die 
Anwohner und Arbeiter sehr, obwohl man sich mit 
der Zeit an die Bedingungen anpaßte. »Man mußte 
eben damit klarkommen«, lautet der Grundtenor der 
Befragten. In einigen Fällen wurde auch die besonde- 
re Form des Zusammenhalts unter Nachbarn im Haus 
betont, die durchaus lebenslange Freundschaften zei- 
tigen konnte. 
»Fabrik im Kiez«: Die Situation heute 
Als sich die Betriebszeitung »Signal« im August 1990 
von ihren Lesern verabschiedete, fehlten nur noch 
zwei Monate an 40 Jahren ununterbrochenem Erschei- 
nen. Die durch Recherche und Druck verursachten 
Kosten von 120.000 DM pro Jahr sollten zukünftig 
aber eingespart werden. Dazu die stets optimistische 
Redaktion der Zeitung, die die wirklich brisanten 
Themen des Betriebsalltags zumeist ignoriert hatte: 
»Wenn wir mit den eingesparten Druckkosten helfen 
können, Dringenderes zu finanzieren, bleibt ein posi- 
tiver Schlußpunkt.«2 
Die Mauer war längst gefallen, das Grenzgebiet 
Geschichte. Und das Werk? Vielen DDR-Betrieben 
drohte wegen mangelnder Wettbewerbsfähigkeit das 
Aus. Der VEB WSSB jedoch war nach der Wende ei- 
ner der wenigen Betriebe, die komplett gekauft und 
ibernommen wurden - und zwar von einem ehemali- 
zen Konkurrenten auf dem Weltmarkt, nämlich
	        

Download

Downloads

Ganzer Datensatz

METS
TOC
Mirador

Diese Seite

Mirador

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Formate und Verlinkungen

Formate und Verlinkungen

Die Metadaten stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Außerdem gibt es Links zu externen Systemen.

Formate

METS MARC XML Dublin Core

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Zitieren

Zitieren

Folgende Zitierlinks stehen für das gesamte Werk oder die angezeigte Seite zur Verfügung:

Ganzer Datensatz

RIS

Diese Seite

Zitierempfehlung

Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie lautet der fünfte Monat des Jahres?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.