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Spiele der Völker

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

Volltext: Spiele der Völker

Mehrbändiges Werk

Strukturtyp:
Mehrbändiges Werk
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-749198
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-749198
Persistenter Identifier:
BV048598405
Titel:
Die Altertümer von Benin
Autor:
Luschan, Felix von
Beteiligte Körperschaft:
Staatliche Museen zu Berlin
Erscheinungsort:
Berlin und Leipzig
Verlag:
Vereinigung Wissenschaftlicher Verleger Walter De Gruyter & Co
Zusätzliche Information:
Bandzählung teilweise fingiert. - Band 2 und 3 bei Georg Reimer, Berlin erschienen
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Kunst und Wissen
Geschichte

Band

Strukturtyp:
Band
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-749209
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-749209
Persistenter Identifier:
BV048636332
Titel:
Tafel 1-50, [2]
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsjahr:
1919
Titel der Serie:
Veröffentlichungen aus dem Museum für Völkerkunde ; 9. Band
Größe der Vorlage:
50 Blätter
Signatur:
Pm 30890:9-10:F2
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Vorderer Buchspiegel

Strukturtyp:
Vorderer Buchspiegel
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Spiele der Völker
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Vorwort: Vorwort
  • Kapitel: Afrika
  • Vorblatt
  • Kapitel: Negertänze in Deutsch-Ostafrika
  • Kapitel: Arabisches Variété
  • Leerseite
  • Kapitel: Indien
  • Vorblatt
  • Kapitel: Teufelstänze der Singhalesen
  • Kapitel: Eine Volksbühne auf Ceylon
  • Kapitel: Indischer Tempeltanz
  • Kapitel: Hindu-Theater
  • Kapitel: Palast-Tänzerinnen des Maharadscha
  • Kapitel: Schiri, Gwaliors letzte Sängerin
  • Kapitel: Der Gentleman-Juggler von Benares
  • Kapitel: Vergnügungsnächte in Birma
  • Kapitel: Birmesische Marionetten
  • Kapitel: Malayisch-europäische Oper
  • Kapitel: Javanische Schattenspiele
  • Kapitel: Tanzschule in Djokjakarta
  • Kapitel: Japan
  • Vorblatt
  • Kapitel: Das No
  • Kapitel: Die klassische Schaubühne der Japaner
  • Kapitel: Japanische Tanzstücke
  • Kapitel: Die Puppen von Osaka
  • Kapitel: Europäisch-japanisches Dilettanten-Theater
  • Kapitel: Sängerinnen und Tänzerinnen
  • Kapitel: Straßen ohne Nacht
  • Kapitel: Brettl des kleinen Mannes
  • Kapitel: Häusliche Spiele, Feste und Zeremonien
  • Kapitel: Kämpfer und Ringer
  • Kapitel: Tanz der alten Hauptstadt
  • Kapitel: Masken-Pantomimen
  • Kapitel: Koreanisches Variété
  • Kapitel: China
  • Vorblatt
  • Kapitel: Theater-Dämmerung
  • Kapitel: Chinesische Lichtspiele
  • Kapitel: Gaukler in Peking
  • Kapitel: Singsong-Girls
  • Kapitel: Abgesang an China
  • Leerseite
  • Sachregister: Namenverzeichnis
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

sprochenen Worten und ihrer Begleitmusik ästhetisch durchäus ZuU- 
sammen gehen — als eben nicht nur die Gesten, Bewegungen, 
Schritte und Stellungen, sondern auch die kostümlichen Attribute 
und die verschiedenen Requisiten ihre ein für allemal feststehende 
Bedeutung haben. 
Der Zuschauer muß also beim No tüchtig mitarbeiten, muß jede 
Veränderung im Darstellungsapparat bemerken und die verschiede- 
nen Symbole sofort richtig ausdeuten, wenn er wirklich mit Genuß 
folgen. will, so daß bei diesen japanischen Stücken ein viel innigerer 
Kontakt zwischen Darstellern und Genießern besteht, als bei uns 
in Europa, wo das große Publikum immer nur etwas ganz Fertiges 
und ganz Klares annimmt und jede irgendwie belangvolle Mitarbeit 
ohne weiteres ablehnt. Es bedarf hier einer Beweglichkeit der Fan- 
tasie, einer Unergründlichkeit des Spielinteresses und einer Nerven- 
Kraft, die wir bei uns vergebens suchen. 
Allerdings ist so ein No-Sonntag auch für den Japaner ein an- 
strengendes und verhältnismäßig schwer erkauftes, aber gerade des- 
halb ein um so größeres Vergnügen, wie. ja überhaupt alle die Sen- 
sationen mehr befriedigen, an deren Verlauf man sich mitschaffend 
beteiligen kann. Denn das No ist ein anspruchsvolles Spiel. Das 
geistigste vielleicht unter all den mannigfachen anderen, mit denen 
sich die Kulturvölker unterhalten. Sicher das erhabenste, intensivste 
und umfassendste. Empfindung und Intellekt werden hier in gleicher 
Weise beansprucht. Nur der voraussetzungslos Willige und Gefühls- 
starke, nur der Wissende und Gescheite kann einer No-Handlung 
wirklich folgen. Nur er jedenfalls mit dem Nutzen, den der Ja- 
paner vom Hören eines No-Spiels erwartet. Weil der Mensch sein 
Letztes hergeben und sich von allen Realitäten des Daseins befreien 
muß, um- diese weltferne Künstlichkeitskunst, die alle Sinne und 
Begabungen gleichmäßig beansprucht, aufzunehmen und rein mensch- 
lich für sich zu verwerten, bringt sie ihn vom Alltag fort und macht 
ihn wieder einmal rein, was ja letzten Sinnes der Zweck jeder ernst- 
haften Kunstübung sein soll. 
Das No-Spiel gilt dem Japaner durchaus als religiöser Akt, der 
bedingungslos den ganzen Menschen fordert und damit Ansprüche 
37
	        

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