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Das bekränzte Jahr

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Das bekränzte Jahr

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-716926
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-716926
Persistenter Identifier:
BV048610285
Titel:
Das bekränzte Jahr
Untertitel:
der Kreislauf des Jahres im Spiegel der Kulturgeschichte
Autor:
Kleinpaul, Rudolf
Herausgeber:
Wagner, Albert
Erscheinungsort:
Berlin und Leipzig
Verlag:
Vereinigung wissenschaftlicher Verleger Walter de Gruyter & Co
Erscheinungsjahr:
1920
Signatur:
Pp 24140:F8
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Rituale und Bräuche
Religion
Geschichte

Vorblatt

Strukturtyp:
Vorblatt
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Das bekränzte Jahr
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Das bekränzte Jahr
  • Kapitel: Jahresbilanz
  • Kapitel: Der große Horn
  • Kapitel: Hornung
  • Kapitel: Die Fastenzeit
  • Kapitel: März
  • Kapitel: Der Frühling
  • Kapitel: April
  • Kapitel: Mai
  • Kapitel: Der Sommer
  • Kapitel: Juni
  • Kapitel: Juli
  • Kapitel: August
  • Kapitel: Der Herbst
  • Kapitel: September
  • Kapitel: Ernte, Erntefest und Kirmes
  • Kapitel: Oktober
  • Kapitel: November
  • Kapitel: Der Winter
  • Kapitel: Dezember
  • Kapitel: An der Jahreswende
  • Sonstiges: [Hinterer Originaleinband mit Verlagswerbung]
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

232 
standteil dieser „javanischen Religion“ und Kul- 
tur (vgl. auch GEERTZ 1960:5). Das überlieferte 
Medizinsystem der Javaner ist fest mit deren 
Kosmologie verbunden und besitzt eigene 
Krankheitskategorien, Anstatt jedoch von einem 
medizinischen System, sollte eher von einer Re- 
ligion oder Kosmologie gesprochen werden, die 
in der Verwundbarkeit des Menschen im Ver- 
hältnis von Diesseits und Jenseits (ISKANDAR 
/RIENKS 1981) einen ihrer Hauptaspekte sieht. 
Das Universum wird von den Javanern als ein 
wadhah, ein großer Container mit festen Umris- 
sen, betrachtet. Am Anfang war das wadhah leer, 
und dann schuf Gott den Inhalt des Universums, 
der aus ebenfalls wadhah genannten Elementen, 
mit verschiedenen Kraftpotentialen besteht. Sie 
stehen zueinander in Beziehung, sind jedoch un- 
abhängig voneinander tätig. Innerhalb dieses 
Makrokosmos wird durch die Anordnung der 
verschiedenen wadhah eine kosmische Hierar- 
chie hergestellt. Im Zentrum des wadhah liegtdie 
größte und stärkste Kraftquelle. Im Idealfall ist 
das kosmische Gleichgewicht gewahrt, d.h. die 
Peripherie enthält ebensoviel Energie wie das 
Zentrum (MULDER 1978:40ff; SWART 
1983:10; YITNO 1985:92f): Die Ursache einer 
Krankheit basiert nun nach der Weltanschauun g 
der Javaner auf einer kosmischen Disharmonie, 
die erzeugt wird durch Energie, die nicht an ein 
wadhah gebunden ist, sondern zwischen den 
Grenzen fließt (YITNO 1985:105). Dieser Be- 
reich wird alam antara (Zwischenbereich) ge- 
nannt und wegen der sich hier angesiedelten 
krankmachenden Kräfte als eine Bedrohung 
empfunden. Jene können allerdings, sobald sie 
wieder an ein wadhah gebunden sind, auch im 
positiven Sinne wirken. Gemäß der javanischen 
Kosmologie, wird der Mensch vier Welten 
durchlaufen oder gelangt, wenn er kein korrektes 
Leben geführt hat, in eine fünfte Welt (ISKAN- 
DAR /RIENKS 1981; ISKANDAR 1981: YIT- 
NO:1985). 
alam kadungan die Welt der Gebärmutter 
alam nyata 
die reale Welt, wo der Mensch 
zanz allein für seine guten oder 
schlechten Taten verantwortlich ist 
alam kubur 
lie Welt des Grabes; in dieser 
Phase wird über den Menschen ge- 
ichtet, ob er in den alam kelang- 
zengan, das letzte Stadium seines 
Daseins eintreten wird oder nicht 
_  _DREEZENS-FUHRKE 
alam 
kelanggengan 
Ursprung, Destination und 
Residenz der guten Geister 
die Zwischenwelt oder die „Welt 
dazwischen‘; 
die Residenz der bösen Geister 
und der verlorenen Seelen. 
alam antara 
IL. Kesawanan 
Wie bei vielen Völkern wird auch bei den Java- 
nern die Säuglings- und Kleinkindzeit als eine 
besonders gefährliche Lebensphase angesehen. 
Aus der Beobachtung heraus, daß in der Alters- 
klasse von 0-5 Jahren die Empfänglichkeit für 
Krankheiten und die Sterblichkeitsrate extrem 
hoch ist, haben die Javanerdie kinderspezifische 
Krankheitskategorie kesawanan entwickelt. Ke- 
sawanan1 wird vonden Dorfbewohnern zugleich 
als Krankheitsbegriff benutzt. Unter kesawanan 
zählen sie alle Krankheiten, die gemäß dem tra- 
dierten ätiologischen Konzept von Geistern der 
unsichtbaren Art aus dem alam antara (Zwi- 
schenwelt, Welt der bösen Geister und Seelen) 
nämlich sawan-Geister, hervorgerufen werden. 
Im Gegensatz zu den Erkrankun gen, deren Ursa- 
chen physischer Natur sind bzw. auf der Störung 
zwischen Mensch und seiner biologischen Um- 
welt basieren, wird kesawanan als eine über-na- 
türliche Krankheitserscheinung begriffen, die 
auf eine Störung zwischen Mensch und seiner 
kosmischen Umwelt beruht. 
Die betroffene Personengruppe: Gemäß mei- 
nen Feldbeobachtungenistspezifischdie Gruppe 
von Kindern durch sawan-Krankheiten gefähr- 
det, die dereng kemirab sawan (aus dem Javani- 
schen: von sawan noch nicht befreit) ist. Dieser 
Personenkreis bezieht sich in erster Linie auf 
Babys. Was das Ende der Sawan-anfälligen Zeit 
betrifft, gehen die Meinungen jedoch auseinan- 
der. Einige Dorfbewohner geben eine Zeitspanne 
von bis zu 100 Tagen nach der Geburt an. Andere 
sind der Meinung, die sawan-Gefahr sei erst 
weitgehend vorbei, wenn das Kind die zweiten 
Zähne bekäme. Folglich können wir die ersten 
5—6 Lebensjahre als sawan-gefährdete Periode 
bezeichnen (vgl. hierzu ISKANDAR 198 1; 
[SKANDAR/RIENKS 1981). Das heißt, Erkran- 
kungen älterer Kinder über fünf Jahren gelten 
nicht mehr als von sawan verursacht. Hingegen 
können sawan ausgesetzte Kinder durchaus auch 
von allen anderen Krankheiten befallen werden. 
Nach Angaben einiger Informanten werden
	        

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