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Kraftbayrisch

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

Volltext: Kraftbayrisch

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-715909
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-715909
Persistenter Identifier:
BV048601558
Titel:
Ueber deutsche Volksetymologie
Weitere Titel:
Deutsche Volksetymologie
Autor:
Andresen, Karl Gustav
Sonstige Person:
Andresen, Hugo
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Verlag von O.R. Reisland
Erscheinungsjahr:
1919
Signatur:
CC 4800 A 561(7)
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Kunst und Wissen
Philosophie
Literatur und Sprachen > Deutsche Sprache und Literatur

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Tierreich
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Kraftbayrisch
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Kapitel: Der Städter gegen den Bauern
  • Kapitel: Lieder über den Bauernstand
  • Kapitel: Der Saubayer und anderes
  • Kapitel: Einiges von Mann und Weib, Kindern und Ehhalten
  • Kapitel: Wider den Mann
  • Kapitel: Wider das Weib
  • Kapitel: Dorfrügen. - Schmähbriefe
  • Kapitel: Das Mensch
  • Kapitel: Der Busen
  • Kapitel: Die Menses
  • Kapitel: Genitalia
  • Kapitel: Fut (die weibliche Scham)
  • Kapitel: Schwangerschaft und Geburt
  • Kapitel: Penis
  • Kapitel: Verblümtes und Unverblümtes
  • Kapitel: Pissen
  • Kapitel: Sexuelle usw. Krankheiten
  • Kapitel: Podex - Anus
  • Kapitel: Cacare
  • Kapitel: Crepitus
  • Kapitel: Unappetitlichkeiten
  • Kapitel: Speanzln
  • Kapitel: Kammerfenster
  • Kapitel: Coire
  • Kapitel: Begleiterscheinungen
  • Kapitel: Vom Kirta und vom guten Leben
  • Kapitel: Der Bauer trinkt
  • Kapitel: Raufen
  • Kapitel: König Ludwig-Lieder
  • Kapitel: Volkstrachtenvereine, Rauchklubs und Schuhplattler
  • Kapitel: Der billige Jakob unterhält die Bauern auf dem Jahrmarkt
  • Kapitel: Der Lehrer
  • Kapitel: Pfarrergstanzln
  • Kapitel: Breissn!
  • Kapitel: Soldatenlieder
  • Kapitel: Bayrische Kriegspoesie von 1870/71
  • Kapitel: Bauernhochzeit
  • Kapitel: Rotthaler Hochzeit
  • Kapitel: Hochzeitslied
  • Kapitel: Der Münchner vor dem Standesamt
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Der Lehrer 
ist gleich dem Pfarrer Respeltsperson. Aber gleich diesem hat er sein Teil an 
Bauernspott zu tragen, der sich — wohl in Erinnerung an die Zeit der armseligen 
weiland „Schulmeister“ — hauptsächlich auf den „notigen“ Lehrer*) bezieht. 
Und leider bringt ja da und dort den Lehrer heute noch entweder die armselige 
Bezahlung oder der Bezahlungsmodus in Verhältnisse, die den wichtigen Stand 
schwer schädigen. 
*) Übrigens mag sich der Lehrer trösten: die Angestellten der Post und der Eisenbahn werden 
vom Vauernspott schwerer getroffen: 
Wer nix taugt und wer nix koh, 
geht zur Post und Eisnboh. 
Auch die Gendarmen müssen sich das Zutrauen des Bauern erst erobern. Die unsan fte 
Habererverfolgung und verschiedene Wildereraffären ließen sie dem Vauern naturgemäß als 
Feinde erscheinen. War ihr Bemühen fruchtlos, so wurden sie verspottet: 
der Schandarm hat's Haus ausgsuacht. 
der hat sih traut, 
hat da Muadern sein Stallkittl 
jür a Gambshaut ohgschaut. 
Hatten sie Erfolg, so sanden sie Haß. Sie galten als die „Greana“, die Grünuniformierten; 
ein Mädchen, das mit ihnen zu tun hatte, war verrufen: 
Weiß⸗blau is boarisch 
und grea scheissn d' Gäns, 
und a Deandl, wo an Schandarm liabt, 
dees is a schlechts Mensch! 
Das bekannte Schnaderhüpferl hatte im Fasching 1909 ein Vergmann in Oberried zum Spotti⸗ 
gedicht verarbeitet mit der Milderung: 
A Deandl, das an Gendarm liebt, 
dös is — ja nix für Enk! 
Da er aber, um in seinen Absichten ja nicht mißverstanden zu werden, unter den Tert noch 
die Worte „Weißblau is boarisch“ hingeschrieben hatte, verurteilte ihn das Schöffengericht in 
Biechtach zu einem vollen Monat Gefängnis. 
Es ist gauz mertwürdig, daß der Jude bei der katholischen Zandbevölkerung keineswegs in 
Ungunsten steht. Ab und zu vielleicht ein Güterzertrümmerer; aber der „Viehjud“ z. B. gilt zu⸗ 
meist sehr viel. Diese besonnenen, nüchternen und wirklich keine schwere Arbeit scheuenden Men⸗ 
schen treiben trotz tendenziöfer Gegenbehauptungen einen reellen Handel. Und nicht allein „der 
in den Händen der Juden befindliche,“ auch der schuldenfreie Bauer handelt gern mit den 
schwäbischen „Viehjuden“.
	        

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