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Band: Das Noth- und Hülfs-Büchlein oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfes Mildheim, Erster Theil

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Band: Das Noth- und Hülfs-Büchlein oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfes Mildheim, Erster Theil

Mehrbändiges Werk

Strukturtyp:
Mehrbändiges Werk
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-716818
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-716818
Persistenter Identifier:
BV048548079
Titel:
Das Noth- und Hülfs-Büchlein oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfes Mildheim
Weitere Titel:
Lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfes Mildheim
Autor:
Becker, Rudolf Zacharias
Erscheinungsort:
Gotha
Verlag:
in der Beckerschen Buchhandlung
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Gesamtdarstellungen und Sammelwerke
Sozial- und Kulturanthropologie > Materielle Kultur

Band

Strukturtyp:
Band
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-716819
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-716819
Persistenter Identifier:
BV048548131
Titel:
Das Noth- und Hülfs-Büchlein oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfes Mildheim, Erster Theil
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsjahr:
1838
Zusätzliche Information:
Fingerprint nach dem Exemplar der UB der HU zu Berlin
Signatur:
2015 A 1240:1-2
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfes Mildheim
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Fünftes Capitel. Der Herr Pfarrer liest im Noth- und Hülfs-Büchlein weiter, Nr. 42: was man mit den Menschen vornehmen soll, von denen man nicht gewiß weiß, ob sie todt sind, oder nur scheintodt
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Mehrbändiges Werk: Das Noth- und Hülfs-Büchlein oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfes Mildheim
  • Band: Das Noth- und Hülfs-Büchlein oder lehrreiche Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfes Mildheim, Erster Theil
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt des ersten Theils
  • Kapitel: Freuden- und Trauer-Geschichte des Dorfes Mildheim
  • Kapitel: Erstes Capitel. Was der Hauptmann von Mildheim und der Pfarrer Wohlgemuth vom menschlichen Leben halten
  • Kapitel: Zweytes Capitel. Wie der Hauptmann von Mildheim gestorben und begraben worden, und was sich dabey für ein großes Unglück veroffenbaret
  • Kapitel: Drittes Capitel. Durch Schaden wird man klug. Der junge Hr. von Mildheim besinnt sich auf das Noth- und Hülfs-Büchlein
  • Kapitel: Viertes Capitel. Die Vorschrift aus dem Noth- und Hülfs-Büchlein: Nr. 41., was man thun soll, daß bey Sterbefällen die Leute nicht eher begraben werden, als bis sie wirklich todt sind
  • Kapitel: Fünftes Capitel. Der Herr Pfarrer liest im Noth- und Hülfs-Büchlein weiter, Nr. 42: was man mit den Menschen vornehmen soll, von denen man nicht gewiß weiß, ob sie todt sind, oder nur scheintodt
  • Kapitel: Sechstes Capitel. Nr. 43. des Noth- und Hülfs-Büchleins: wie man Erfrorne wieder lebendig machen kann
  • Kapitel: Siebentes Capitel. Wie das Noth- und Hülfs-Büchlein den Mildheimern wohlgefallen
  • Kapitel: Achtes Capitel. Testament des Hauptmanns von Mildheim, welches sein Sohn gewissenhaft vollstrecket
  • Kapitel: Neuntes Capitel. Des Herrn Pfarrers Wohlgemuth Predigt am zweyten heiligen Ostertage, als am Geburtstage des seligen Hauptmanns von Mildheim
  • Kapitel: Zehntes Capitel. Wie die zwölf ältesten Hausväter zu Mildheim mit ihrem Herrn auf dem Schlosse zu Mittag essen
  • Kapitel: Elftes Capitel. Wie der junge Herr von Mildheim auf Reisen gegangen, und was er für eine Verordnung hinterlassen
  • Kapitel: Noth- und Hülfs-Büchlein für Bauersleute, welches lehret, wie man vergnügt leben, mit Ehren reich werden, und sich und Andern in Allerhand Nothfällen helfen kann
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

21 
aber ankam, war ihm der Tod schon zuvorgekommen; 
alles war zum Begraͤbniß vorbereitet: nur sollte die Leiche, 
wie es oft bey vornehmen Leuten geschieht, von dem Doc⸗ 
tor erst geoͤffnet werden, um zu sehen, was dem Ver—⸗ 
storbenen eigentlich gefehlt habe. Indessen fingen zwey 
Geistliche, welche in der Kammer, wo die Leiche siand, 
wachten, um die gewoͤhnlichen Gebete dabey zu verrichten, 
einen lauten Wortwechsel mit einander an. Da ging 
der Doctor hinein und redete ihnen zu, daß sie ruhig 
seyn moͤchten. Bey dieser Gelegenheit sahe er auch nach 
dem Verstorbenen, und fand, daß er kein recht todten— 
maͤßiges Ansehen hatte. Sogleich ließ er ihn in ein war⸗ 
mes Bett legen, und setzte ihm Schroͤpfkoͤpfe auf die 
Brust, zwischen die Schultern und auf die Dickbeine, 
und schroͤpfte diese Theile. Den ganzen Leib ließ er mit 
gewaͤrmten und mit Wachholderbeeren durchraͤucherten 
Tuͤchern reiben, und beym Reiben den Bauch sanft nach 
der Brust zu druͤcken. Da es noch nicht helfen wollte, 
legte er Senfpflaster hinter die Ohren. An die Fuͤße 
ließ er gewaͤrmte Ziegelsteine legen; und die Fußsohlen 
mit Buͤrsten reiben. Nach und nach gab der Edelmann 
wirklich wieder Zeichen des Lebens von sich. Nun hielt 
man ihm heißes Brod unter die Nase, und goß ihm 
etliche Loͤffel warmen spanischen Wein ein. Da fing er 
an zu schlucken und that die Augen auf, die man, so 
wie die Schlaͤfe, mit Wein angestrichen hatte, Er er— 
zaͤhlte nun alles, was zwischen den beiden Priestern vor⸗ 
gefallen war, welches er in der Ohnmacht gehoͤrt hatte, 
ob er gleich weder reden, noch ein Glied regen konnte. 
Der Doctor stellte auch seine Gesundheit wieder her, so 
daß er noch ganzer zehn Jahre lebte. 
Eben so, wie der Doctor Bruhier, muß man es 
allezeit machen, wenn eine kranke Person zwar leblos 
daliegt, aber doch kein todtenmaͤßiges Ansehen hat. Oder 
man wasche auch das Gesicht, die Schlaͤfe, die Bust 
un
	        

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