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Grounding Logistics

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Grounding Logistics

Mehrbändiges Werk

Strukturtyp:
Mehrbändiges Werk
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-715524
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-715524
Persistenter Identifier:
BV048503102
Titel:
Völkerkunde
Untertitel:
behandelnd Religion und Sprache, Sitten und Gebräuche, Charakter und Lebensweise, Kleidung und Nahrung, den physischen Typus und die geistigen Fähigkeiten der nichteuropäischen Völkerstämme
Autor:
Hellwald, Friedrich Anton Heller von
Illustrator:
Keller-Leuzinger, Franz
Erscheinungsort:
Nürnberg
Verlag:
Heerdegen-Barbeck, Antiquariat
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Gesamtdarstellungen und Sammelwerke

Band

Strukturtyp:
Band
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-715525
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-715525
Persistenter Identifier:
BV048503137
Titel:
Völkerkunde, 1. Band
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsjahr:
1882
Signatur:
2009 A 2213
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Vorwort

Strukturtyp:
Vorwort
Titel:
Vorwort
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Grounding Logistics
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Abbildung: Reiseinformationen in einer Rostocker Sammelunterkunft für Geflüchtete (Foto: Franziska Rössel, 2015).
  • Kapitel: Berliner Blätter, Heft 78, 2018
  • Kapitel: Logistik und Migration. Eine integrierte Perspektive für die empirischen Kulturwissenschaften
  • Kapitel: Logistics under Construction. Mobility and Standstill in the Berlin-Brandenburg Airport Region
  • Kapitel: Essen in Boxen. Die Convenience Economy und das Food-Start-up Marley Spoon
  • Kapitel: Plattform-Okonomie auf Rädern. Lebens- und Arbeitswelten von Berliner Deliveroo-Kurier_innen
  • Kapitel: Becoming the Perfect Cleaner. Freelance Labor and Subjectification
  • Kapitel: »You are welcome to the machine of work here in Germany«. Über die politische Logistik migrantisierter Menschen im Jobcenter
  • Kapitel: Gebündelte und abseitige Bewegungen. Beobachtungen internationaler Fußballmigrationen
  • Kapitel: Der Bahnhof - Ort gelebter Logistik. Auswanderung durch Hamburg im 19. Jahrhundert
  • Autorenindex: Autor_innenverzeichnis
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

die der reproduktiven Tätigkeiten. Plattformbasierte Anbieter_innen sind in- 
zwischen im Internet angetreten, unsere Reproduktionssphäre grundlegend 
logistisch zu durchdringen, indem sie Care-Arbeit und andere reproduktive 
Tätigkeiten wie Einkaufen, Kochen oder Putzen ökonomisch in Wert zu setzen 
suchen. Dabei übertragen sie das Organisationsprinzip der lean production auf 
unbezahlte reproduktive Tätigkeiten. Diese vorrangig durch Frauen besorgte 
Arbeit übersetzt sich in das Feld der Konsumtion: Consume on-demand um- 
fasst eine Vielzahl von vor allem urbanen Praktiken, etwa das sich verbreitende 
Essen fo go oder die Essenslieferung nach Hause, die express delivery des On- 
line-Einkaufs an die Haustür in definierten Zeitfenstern oder die Koordination 
von Haushaltshilfen durch Unternehmen wie Helpling. Die Subsumption der 
Reproduktion unter ökonomischen Bemessungen der sogenannten Industrie 
4.0 kann als Ausdehnung oder Landnahme des Sozialen (Dörre u.a. 2014), des 
Lebens jenseits der Lohnarbeit verstanden werden. Sie ermöglicht allerdings 
auch neue zeitliche Freiheiten, insbesondere für jene Frauen, die diese Dienst- 
leistungen in Anspruch nehmen können, Wie aber interpretieren wir die ver- 
Oreitete Bereitschaft, sich dieser Praktiken zu bedienen, wie knüpfen sie an un- 
seren Alltag an und verändern ihn? Wie verändern sie das Verhältnis von Arbeit 
und reproduktiver Tätigkeit? 
Die ausgedehnte Diskussion dazu, insbesondere in der feministischen Li- 
teratur (Federici 2012; Haraway 1984; Weeks 2011; Allison 2013) sowie in den 
kritischen Überlegungen zum Alltagsleben (vgl. Lefebvre 1972; Heller 1978) hat 
die klare Trennung von Produktions- und Reproduktionssphäre, etwa in der 
Trennung von Arbeit und Konsum/Freizeit, zugunsten der Unterscheidung von 
individueller und kollektiver Reproduktion aufgegeben und damit eine neue 
Perspektive eröffnet. Das verhindert zum einen, die Trennung dieser Sphä- 
ren mit der von öffentlich und privat zu verwechseln, und erlaubt zudem bei 
der individuellen Reproduktion, ein Ensemble von Praxisformen in den Ana- 
lysen des Alltags zu berücksichtigen, die die Sorge um Ein- und Auskommen 
verbinden und damit das Komplement zur kollektiven oder gesellschaftlichen 
Reproduktion bilden (vgl. Schubert 2004). Studien und Analysen weisen gera- 
de mit Blick auf sich weltweit verändernde ökonomische Bedingungen auf die 
daraus resultierenden Veränderungen von Geschlechterverhältnissen, Haus- 
haltsstrukturen und des Zusammenlebens hin. Durch die zunehmende Logisti- 
fizierung der individuellen Reproduktion zeichnet sich ihre Verbindung mit der 
kollektiven, d.h. gesellschaftlichen Reproduktion deutlich ab. Familien greifen 
auf Nannies zurück, weil es kaum noch einen Familienlohn gibt, der für bei- 
de Beziehungspartner_innen reicht; Beschäftigte verzichten auf Pausen, wenn 
der Kaffee auch unterwegs zum nächsten Termin getrunken werden kann, 
üder können noch intensiver der von allen Orten aus möglichen computer- 
gestützten Arbeit nachgehen, während andere für sie einkaufen, kochen oder 
aufräumen. Hier zeigen sich Analogien zur Prekarisierungsforschung, die eine 
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