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Curare, 17.1994

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Nutzungslizenz

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Bibliographische Daten

fullscreen: Curare, 17.1994

Mehrbändiges Werk

Strukturtyp:
Mehrbändiges Werk
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-715524
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-715524
Persistenter Identifier:
BV048503102
Titel:
Völkerkunde
Untertitel:
behandelnd Religion und Sprache, Sitten und Gebräuche, Charakter und Lebensweise, Kleidung und Nahrung, den physischen Typus und die geistigen Fähigkeiten der nichteuropäischen Völkerstämme
Autor:
Hellwald, Friedrich Anton Heller von
Illustrator:
Keller-Leuzinger, Franz
Erscheinungsort:
Nürnberg
Verlag:
Heerdegen-Barbeck, Antiquariat
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Gesamtdarstellungen und Sammelwerke

Band

Strukturtyp:
Band
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-715525
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-715525
Persistenter Identifier:
BV048503137
Titel:
Völkerkunde, 1. Band
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsjahr:
1882
Signatur:
2009 A 2213
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Die Völker Amerikas
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Die südamerikanischen Indianer
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Curare
  • Curare, 17.1994
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Zeitschriftenheft: Vol. 17 (1994) 1: Psychiatrie im Kulturvergleich
  • Titelseite
  • Sonstiges: Zum Titelbild
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt / Contents Vol. 17 (1994) 1
  • Autorenindex: Die Autoren / The Authors
  • Vorwort: Schwerpunktthema Psychiatrie im Kulturvergleich: Editorial
  • Sonstiges: Abstracts zum Schwerpunktthema
  • Dalgalarrondo, P.: Religious membership among acute psychiatric patients: A comparison between Pentecostal and Catholic patients in Brazil
  • Jong, Joop T.V.M. de: Ambulatory mental health care for migrants in the Netherlands
  • Osei, Yaw: Family support for psychiatric patients in Kumasi/Ghana
  • Osei, Yaw: Psychiatric services in a developing country - The case of Ghana
  • Werbung
  • Heise, Thomas: Psychiatrische Probleme aus dem Kontext der traditionellen chinesischen Medizin gesehen = Psychiatric problems as seen by Traditional Chinese Medicine
  • Machleidt, Wielant: Comparison of culturally different approaches towards the therapy of schizophrenia
  • Sonstiges: Vorschau Curare 17(1994)2
  • Sölle de Hilari, Caroline: Müttersterblichkeit im Hochland Boliviens: Body mapping, Fallanalysen und Fall-Kontroll-Studie: Werkzeuge der lokalen Epidemiologie in der primären Gesundheitsversorgung
  • Reinschmidt, Michael: The 1899 Smallpox Epidemic at Euchee Creek Village: A historic account highlighting some acculturation-consequences through disease pressures for the Oklahoma Sauk
  • Werbung
  • Protokoll: Sachbericht über das internationale Symposion "Psychiatrie im Kulturvergleich", das vom 23.-27. Februar 1994 im Psychiatrischen Landeskrankenhaus Reichenau stattfand
  • Protokoll: Transcultural Psychiatry at the German Psychiatric Society. Report on a Symposium held in Reichenau
  • Protokoll: Bericht zum Arbeitstreffen der Hebammen, Institut für Medizin- und Wissenschaftsgeschichte Lübeck, 12.-13. Mai 1994
  • Protokoll: Integration im Gesundheitswesen. Symposiumsbericht
  • Protokoll: Kongreßbericht zur "Evolution of Psychotherapy" oder die Erben Siegmund Freuds: Pioniere der Psychotherapie in Hamburg
  • Protokoll: Psychiatrie-Kongreß der DGPPN vom 3.-7. September 1994 an der Technischen Hochschule Darmstadt
  • Werbung
  • Zeitschriftenrezension: Buchbesprechungen / Book Reviews Lüking, Rolf-Michael. Vom Unwesen der Magie: Annäherung an die Fremde über den sogenannten Todeszauber im Südwestpazifik
  • Zeitschriftenrezension: Oezelsel, Michaela. 40 Tage. Erfahrungsbericht einer traditionellen Derwischklausur
  • Sonstiges: Bucheingänge
  • Sonstiges: Zeitschriftenschau
  • Impressum
  • Werbung
  • Zeitschriftenheft: Vol. 17 (1994) 2: Heiler und Heilen im kulturellen Kontext
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Abstracts zum Schwerpunktthema 
Abstracts zum Schwerpunktthema 
Thema 1: Traditionelle Heiler 
1.1 Traditionelle Heiler in Kashmir 
Die Erfahrungen, über die berichtet wird, 
wurden im Verlaufe einer 17-Jjährigen 
(1969-1986) psychiatrischen und allgemein- 
medizinischen Tätigkeit in Srinagar, der 
Hauptstadt der Provinz Kashmir im indi- 
schen Bundesstaat Jammu/Kashmir/Ladakh 
gesammelt. In der vorwiegend mohammeda- 
nischen und zu 70-80% noch analphabeti- 
schen Bergbevölkerung des Kashmir-Tales 
spielen vor allem die sogenannten „Pir“, 
weise Männer, deren Amt und Würde sich 
in bestimmten, sehr geachteten Muslim-F- 
amilien vererbt, eine Rolle als Berater für 
alle Lebensprobleme, als Heiler für somati- 
sche Erkrankungen, aber auch als Exorzi- 
sten für psychische Störungen. Ebenfalls als 
Heiler wirken sogenannte „Faqgir“, meist als 
Bettelmönche eher abenteuerlich umherzie- 
hende Heilkünstler, sowohl Mohammedaner 
als auch Hindus. In der buddhistischen 
Religion des Staates Ladakh, wendet man 
sich in erster Linie an die sogenannten 
„Amchi“, deren Praktiken großenteils auf 
den magischen Vorstellungen der vorbud- 
dhistischen Bön-Religion beruhen. 
Auch die offiziell anerkannten Heilsy- 
steme von Ayurveda und WUnani bieten 
Behandlungsmöglichkeiten für psychische 
Erkrankungen an, sowohl Naturheilmittel, 
als auch psychotherapeutische Methoden. 
Der Beschreibung der hauptsächlichsten 
Praktiken der „Pir“ folgt ein Versuch darzu- 
stellen, inwiefern diese dem Entwicklungs- 
stand der zu versorgenden Bevölkerung 
bestens entsprechen, gerade dadurch sich 
aber von unseren westlichen Vorstellungen 
von Psychotherapie unterscheiden. Immerhin 
lassen sich gewisse gemeinsame Modelle 
heilenden Einwirkens herausarbeiten, die auf 
allen Entwicklungsstufen Gültigkeit haben. 
in ihrer jeweiligen praktischen Ausgestal- 
ung sollten sie jedoch — wenn keine Ver- 
wirrung der Werte entstehen soll — einge- 
jettet bleiben in die harmonisch gefügte 
Einheit von Theorie über Krankheitsursa- 
»hen, tatsächlich vorkommenden Krankheits- 
arscheinungen und entsprechenden Heilme- 
'hoden, welche in jedem von außen noch 
ınberührten Kulturkreis zu erkennen ist. 
Professor Dr. med Erna Hoch, 
Casa Rotonda, CH-6945 Carmnago 
1.2 
Traditionelle Heiler in Anatolien. 
Traditionelle vorderasiatische Medi- 
zin mit besonderer Berücksichtigung 
der Amulettenanwendung 
Die Türkei, geographisch gesehen Anatolien 
ınd ein Teil Ostthraziens, ist seit Jahrtau- 
senden der Ansiedlungsort verschiedener 
Völker, Stämme und ethnischer Gruppen 
zewesen, deren Zivilisationen ihre Spuren 
lort hinterlassen haben. Türkische Stämme 
wanderten ab dem 8. Jahrhundert nach 
Christus nach Anatolien, bildeten allmählich 
1albsouveräne Staaten, bis die Ost-Seltsch- 
ıken nach der Schlacht im Jahre 1091 ihre 
Macht durchgesetzt hatten. Später stellte 
lieses Gebiet während des Osmanischen 
Reiches ein Einwanderungsland dar, und 
zwar hauptsächlich für semitische, aramäi- 
sche und kaukasische Völker. 
Wegen der Überlieferungen aller dieser 
Kulturen besteht heute dort ein .Kulturen- 
xonglomerat unter dem vorherrschenden 
slamischen, türkisch-mongolischen Deck- 
nantel. Die westwärts eingewanderten türki- 
schen Völker waren zum Teil bis in die 
Mitte des 14. Jahrhunderts schamanistisch 
curare 17(1994)1: 5-18
	        

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