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Deutsche Redensarten

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

Bibliographische Daten: Deutsche Redensarten

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-719682
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-719682
Persistenter Identifier:
BV048491303
Titel:
Objekt, Bild und Performance
Untertitel:
Repräsentationen ethnographischen Wissens
Herausgeber:
Hoffmann, Beatrix
Mayer, Steffen
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Panama Verlag
Erscheinungsjahr:
2014
Titel der Serie:
Berliner Blätter ; Heft 67 (2014)
Größe der Vorlage:
145 Seiten
Zusätzliche Information:
Literaturverzeichnis Seite [143]-145
Signatur:
LB 14032 B515-67
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Bibliografien und Nachschlagewerke
Sozial- und Kulturanthropologie > Gesamtdarstellungen und Sammelwerke
Sozial- und Kulturanthropologie > Theorie und Methodologie
Sozial- und Kulturanthropologie > Soziale Organisation und Praxis
Sozial- und Kulturanthropologie > Kunst und Wissen

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Berliner Blätter, Heft 67, 2014
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Die Videoinstallation A Tale of Two Islands als ethnographische Praxis
Sonstige Person:
Köhn, Steffen
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Abbildung

Strukturtyp:
Abbildung
Titel:
Abb. 4: A Tale of Two Islands Ausstellungsansicht. Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest. Fotograf: Sven Heine, 2012.
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Deutsche Redensarten
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchschnitt
  • Titelseite
  • Vorwort: Vorwort zur 3. Auflage
  • Kapitel: 1. Das Abendmahl auf etwas nehmen
  • Kapitel: 2. Abgebrannt sein
  • Kapitel: 3. Zum Angebinde schenken
  • Kapitel: 4. Einem etwas anhängen
  • Kapitel: 5. Ankratz haben
  • Kapitel: 6. In den April schicken
  • Kapitel: 7. Die Tafel aufheben
  • Kapitel: 8. Einem etwas aufheften
  • Kapitel: 9. Einem etwas aufmutzen
  • Kapitel: 10. Ausbaden müssen
  • Kapitel: 11. Ein Ausbund von Gelehrsamkeit
  • Kapitel: 12. Auf die lange Bank schieben
  • Kapitel: 13. Zur Bank hauen
  • Kapitel: 14. Bankerott machen
  • Kapitel: 15. Um des Kaisers Bart streiten
  • Kapitel: 16. Wissen, wo Barthel Most holt
  • Kapitel: 17. In Bausch und Bogen
  • Kapitel: 18. Etwas ans Bein binden
  • Kapitel: 19. Zum besten haben
  • Kapitel: 20. Ausbieten wie saures Bier
  • Kapitel: 21. Blauen Montag machen
  • Kapitel: 22. Durch die Blume sagen
  • Kapitel: 23. Einen Bock schießen
  • Kapitel: 24. Ein alter Bocksbeutel
  • Kapitel: 25. Einen ins Bockshorn jagen (treiben)
  • Kapitel: 26. Einen brandmarken
  • Kapitel: 27. Am Brette sein
  • Kapitel: 28. Einem den Brotkorb höher hängen
  • Kapitel: 29. In die Brüche kommen (gehen)
  • Kapitel: 30. Die Brücke treten
  • Kapitel: 31. Trinken wie ein Bürstenbinder
  • Kapitel: 32. Aufs Dach steigen
  • Kapitel: 33. Auf dem Damme sein
  • Kapitel: 34. Einem Dampf antun
  • Kapitel: 35. Einem einen Dämpfer aufsetzen
  • Kapitel: 36. Den Daumen halten
  • Kapitel: 37. Einem den Daumen aufs Auge setzen (drücken, halten)
  • Kapitel: 38. Einem Daumschrauben setzen
  • Kapitel: 39. Unter einer Decke stecken
  • Kapitel: 40. Einem einen Denkzettel geben (anhängen)
  • Kapitel: 41. Seinen Dezem bekommen
  • Kapitel: 42. Es ist die höchste Eisenbahn
  • Kapitel: 43. Das dicke Ende kommt nach
  • Kapitel: 44. Den Esel zu Grabe läuten
  • Kapitel: 45. Eulen nach Athen tragen
  • Kapitel: 46. Sich wie ein roter Faden hindurchziehen
  • Kapitel: 47. Falsch wie Galgenholz
  • Kapitel: 48. Fechten gehen
  • Kapitel: 49. Nicht viel Federlesens machen
  • Kapitel: 50. Fersengeld geben
  • Kapitel: 51. Sein Fett kriegen (geben)
  • Kapitel: 52. Aus dem ff
  • Kapitel: 53. Sich nach den Fleischtöpfen Ägyptens sehnen
  • Kapitel: 54. In den Flitterwochen leben
  • Kapitel: 55. Flöten gehen
  • Kapitel: 56. Den Fuchsschwanz streichen
  • Kapitel: 57. Gäng und gäbe sein
  • Kapitel: 58. Weder gehauen noch gestochen fein
  • Kapitel: 59. Ins Gehege kommen
  • Kapitel: 60. Daß dich der Geier (hole)
  • Kapitel: 61. Viel Geschrei und wenig Wolle
  • Kapitel: 62. Nicht von gestern sein
  • Kapitel: 63. Gestiefelt und gespornt
  • Kapitel: 64. Sich ein Gewerbchen machen
  • Kapitel: 65. Etwas auf die Goldwage legen
  • Kapitel: 66. Leben wie Gott in Frankreich
  • Kapitel: 67. Ins Gras beißen
  • Kapitel: 68. Grillen fangen
  • Kapitel: 69. An dem ist kein gut Haar
  • Kapitel: 70. Haare spalten
  • Kapitel: 71. Haare auf den Zähnen haben
  • Kapitel: 72. Habchen und Babchen verlieren
  • Kapitel: 73. Ein Hahnrei sein
  • Kapitel: 74. Unter den Hammer kommen
  • Kapitel: 75. Es abwarten wie die Hanauer
  • Kapitel: 76. Hand und Fuß haben
  • Kapitel: 77. Den Handschuh hinwerfen
  • Kapitel: 78. Hand von der Butte(r)
  • Kapitel: 79. Das Handwerk legen
  • Kapitel: 80. Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts
  • Kapitel: 81. Da liegt der Hase im Pfeffer
  • Kapitel: 82. Es ist mir ein Hase über den Weg gelaufen
  • Kapitel: 83. Das Hasenpanier ergreifen
  • Kapitel: 84. Aus dem Häuschen sein
  • Kapitel: 85. Einem heimleuchten
  • Kapitel: 86. Der Himmel hängt voller Geigen
  • Kapitel: 87. Ins Hintertreffen kommen
  • Kapitel: 88. Einem die Hölle heiß machen
  • Kapitel: 89. Sich die Hörner abstoßen
  • Kapitel: 90. Ausgehen wie's Hornberger Schießen
  • Kapitel: 91. Mit jemand ein Hühnchen zu rupfen haben
  • Kapitel: 92. Hunde führen (bis Bautzen)
  • Kapitel: 93. Auf den Hund kommen
  • Kapitel: 94. Vom Hundertsten ins Tausendste kommen
  • Kapitel: 95. Hundshaare auflegen
  • Kapitel: 96. Hundsloden bekommen
  • Kapitel: 97. Nach Jahr und Tag
  • Kapitel: 98. Alle(r) Jubeljahre einmal
  • Kapitel: 99. Aussehen wie der dumme Junge von Meißen
  • Kapitel: 100. Das Kalb austreiben
  • Kapitel: 101. Unter aller Kanone
  • Kapitel: 102. Er ist ein unsicherer Kantonist
  • Kapitel: 103. Katz aushalten
  • Kapitel: 104. Für die Katze sein
  • Kapitel: 105. Die Katze im Sacke kaufen
  • Kapitel: 106. Auf dem Kerbholze haben
  • Kapitel: 107. Kind und Kegel
  • Kapitel: 108. Kinkerlitzchen machen
  • Kapitel: 109. Über den grünen Klee loben
  • Kapitel: 110. Über die Klinge springen lassen
  • Kapitel: 111. In die Kluppe kriegen
  • Kapitel: 112. Knall und Fall
  • Kapitel: 113. Mit Kolben lausen
  • Kapitel: 114. Einen Korb bekommen
  • Kapitel: 115. Beim Kragen nehmen
  • Kapitel: 116. Krokodilstränen weinen
  • Kapitel: 117. Den kürzeren ziehen
  • Kapitel: 118. Das geht auf keine Kuhhaut
  • Kapitel: 119. Nach allen Regeln der Kunst
  • Kapitel: 120. Den Kuppelpelz verdienen
  • Kapitel: 121. Dem Landfrieden nicht trauen
  • Kapitel: 122. Durch die Lappen gehen
  • Kapitel: 123. Läuten hören, aber nicht zusammenschlagen
  • Kapitel: 124. Das Lebenslicht ausblasen
  • Kapitel: 125. Zu guter Letzt
  • Kapitel: 126. Die Leviten lesen
  • Kapitel: 127. Über den Löffel barbieren
  • Kapitel: 128. Angeführt mit Löschpapier
  • Kapitel: 129. Den Löwenanteil davontragen
  • Kapitel: 130. Lunte riechen
  • Kapitel: 131. Manschetten haben
  • Kapitel: 132. Den Mantel nach dem Winde kehren (drehen, hängen)
  • Kapitel: 133. Matthäi am letzten
  • Kapitel: 134. Da will ich Matz heißen
  • Kapitel: 135. Maulaffen feil halten
  • Kapitel: 136. Der deutsche Michel
  • Kapitel: 137. Mutterseelenallein sein
  • Kapitel: 138. Es brennt auf die Nägel
  • Kapitel: 139. Am Narrenseile führen
  • Kapitel: 140. Nassauern
  • Kapitel: 141. Nach Noten
  • Kapitel: 142. Mit dem Nürnberger Trichter eingießen
  • Kapitel: 143. Dastehen wie ein Ölgötze
  • Kapitel: 144. Es hinter den Ohren haben
  • Kapitel: 145. Ein großes P vorschreiben
  • Kapitel: 146. Zu Paaren treiben
  • Kapitel: 147. Unter dem Pantoffel stehen
  • Kapitel: 148. Pech haben
  • Kapitel: 149. Die Pfeife einziehen
  • Kapitel: 150. Zu Pfingsten auf dem Eise
  • Kapitel: 151. Er ist geputzt wie ein Pfingstochse
  • Kapitel: 152. Einen Pflock zurückstecken
  • Kapitel: 153. Das ist mir pipe
  • Kapitel: 154. Von Pontius zu Pilatus laufen (schicken)
  • Kapitel: 155. Das Prä haben
  • Kapitel: 156. Ein Rabenvater sein
  • Kapitel: 157. Das Rädlein laufen lassen
  • Kapitel: 158. Den Rang ablaufen
  • Kapitel: 159. In die Rappuse kommen
  • Kapitel: 160. Nach Adam Riese
  • Kapitel: 161. Für den Riß stehen
  • Kapitel: 162. Etwas auf dem Rohre haben
  • Kapitel: 163. Den Rummel verstehen
  • Kapitel: 164. In den Sack stecken
  • Kapitel: 165. Sein Schäfchen ins Trockene bringen
  • Kapitel: 166. In die Schanze schlagen
  • Kapitel: 167. Auf den Schild heben
  • Kapitel: 168. Sich freuen wie ein Schneekönig
  • Kapitel: 169. Ein Schnippchen schlagen
  • Kapitel: 170. Über die Schnur hauen
  • Kapitel: 171. Von echtem Schrot und Korn
  • Kapitel: 172. Das hat seine (geweisten) Schubsäcke
  • Kapitel: 173. Einen Schur antun, zum Schure tun
  • Kapitel: 174. Es schwant mir
  • Kapitel: 175. Schwein haben
  • Kapitel: 176. Die Schweine noch nicht mit jemand gehütet haben
  • Kapitel: 177. Keine gute Seide bei etwas spinnen
  • Kapitel: 178. Seinen Senf zu etwas geben
  • Kapitel: 179. Eine böse Sieben
  • Kapitel: 180. Siebengescheit sein
  • Kapitel: 181. Seine Siebensachen zusammennehmen
  • Kapitel: 182. Meiner Six
  • Kapitel: 183. Über den Span
  • Kapitel: 184. Spanisch vorkommen
  • Kapitel: 185. Ein Spießbürger sein
  • Kapitel: 186. Den Stab über jemand brechen
  • Kapitel: 187. Die Stange halten
  • Kapitel: 188. Aus dem Stegreife
  • Kapitel: 189. Es einem stecken
  • Kapitel: 190. Einen Stein im Brette haben
  • Kapitel: 191. Stein und Bein schwören
  • Kapitel: 192. Zum Stichblatt dienen
  • Kapitel: 193. Im Stiche lassen
  • Kapitel: 194. Einen Stiefel vertragen
  • Kapitel: 195. Über Stock und Stein
  • Kapitel: 196. Strohwitwe(r) sein
  • Kapitel: 197. Den Stuhl vor die Türe setzen
  • Kapitel: 198. Der Sündenbock sein
  • Kapitel: 199. Aufs Tapet bringen
  • Kapitel: 200. Noch vor Torschluß kommen
  • Kapitel: 201. Die Uhr ist abgelaufen
  • Kapitel: 202. Umstände machen
  • Kapitel: 203. Einem nicht das Wasser reichen
  • Kapitel: 204. Wichse bekommen
  • Kapitel: 205. Unterm Wische (Wusche)
  • Kapitel: 206. In der Wolle sitzen
  • Kapitel: 207. Ein X für ein U machen
  • Kapitel: 208. Aussehen wie der Tod von Ypern
  • Kapitel: 209. Schreien wie ein Zahnbrecher
  • Kapitel: 210. Den Zapfenstreich schlagen
  • Kapitel: 211. In den letzten Zügen liegen
  • Kapitel: 212. Bis zum "tz"
  • Register: Register. (Die Zahlen bezeichnen die Nummern, unter denen die einzelnen Redensarten behandelt sind)
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  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

128 
125. Zu guter Letzt. 
^^as Zeitwort letzen hat in seinen ältesten Formen 
^^)nur die Bedeutung: zurückstehen machen, hindern. 
Später, vom Mittelhochdeutschen an, hat sich die Bedeu 
tung nach zwei Richtungen weiter entwickelt; e6 heißt 
zunächst: einen hintanbringen, schädigen, und diese Be 
deutung hat e6 in unserm „verletzen" behalten, sodann 
aber auch: zurückstehen machen, zum Ende, zum Abschied 
bringen. Da das Abschiednehmen oft in feierlicher Weise 
unter Verabreichung eines gemeinsamen Trunkes oder 
eines Mahles geschah, so nahm letzen die Bedeutung an: 
jemand zum Abschied mit Speise und Trank erquicken; 
später fiel auch die Beziehung auf den Abschied weg, man 
letzte sich zu jeder Zeit an einem Glase guten Weins. 
In Goethes „Hermann und Dorothea" VII, 142 f. heißt es: 
„Und die Wöchnerin trank mit den Töchtern, so trank auch der Richter, 
Alle waren geletzt und lobten das herrliche Wasser." 
Endlich schwand auch die Beziehung auf Speise und 
Trank; man letzte sich an einer schönen Gegend, an einem 
schönen Bilde. An Lavater schreibt Goethe: „Ich habe 
mich in Nachtdämmer geletzt und denke an dich." 
Nur die Bedeutung des Abschiednehmens hat letzen in 
folgender Stelle aus einem Protokoll vom Jahre 1722. 
Es wird berichtet, daß einem armen Sünder zu WickerS- 
heim a. d. Tauber, der zum Galgen geführt werden soll, 
gestattet wird, vorher von seinen Kindern Abschied zu 
nehmen, und es heißt da: „Der arme Sünder durfte sich 
letzen mit seinen Kindern, bis der Centgraf den Harnisch 
angeleget." 
Das von dem Zeitworte abgeleitete Hauptwort „die 
Letze" hat eine ähnliche Entwicklung seiner Bedeutungen
	        

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