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Zeitschrift für Ethnologie, 25.1893

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Volltext: Zeitschrift für Ethnologie, 25.1893

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-747526
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-747526
Persistenter Identifier:
BV048466694
Titel:
Verwandtschaft machen
Untertitel:
Reproduktionsmedizin und Adoption in Deutschland und der Türkei
Herausgeber:
Beck, Stefan
Çil, Nevim
Hess, Sabine
Klotz, Maren
Knecht, Michi
Erscheinungsort:
Münster ; Hamburg ; Berlin ; London
Verlag:
LIT Verlag
Erscheinungsjahr:
2007
Titel der Serie:
Berliner Blätter ; Heft 42 (2007)
Größe der Vorlage:
184 Seiten
Zusätzliche Information:
Beiträge teilweise deutsch, teilweise englisch
Signatur:
LB 14032 B515-42
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Bibliografien und Nachschlagewerke
Sozial- und Kulturanthropologie > Soziale Organisation und Praxis
Sozial- und Kulturanthropologie > Kunst und Wissen

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Berliner Blätter, Heft 42, 2007
Sonstige Person:
Beck, Stefan
Çil, Nevim
Hess, Sabine
Klotz, Maren
Knecht, Michi
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Verwandtschaft machen: Einleitung
Sonstige Person:
Knecht, Michi
Beck, Stefan
Hess, Sabine
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien
  • Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, 3.F. 1=31.1901
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Korrekturen: Druckfehler und Verbesserungen
  • Zeitschriftenheft: Bd. 31, 1901, Heft 1/2
  • Zeitschriftenheft: Bd. 31, 1901, Heft 3/4
  • Zeitschriftenheft: Bd. 31, 1901, Heft 5
  • Zeitschriftenheft: Bd. 31, 1901, Heft 6
  • Autorenindex: Autoren-Register
  • Sachregister: Sachregister
  • Zeitschriftenheft: Sitzungsberichte, 1901
  • Titelseite
  • Personenindex: Vorstand und Mitglieder der Anthropologischen Gesellschaft in Wien nach dem Stande vom 1. Jänner 1901
  • Ortsindex: Verzeichnis der Institute, Vereine und Redactionen, mit welchen die Anthropologische Gesellschaft in Wien im Schriftentausch steht
  • Protokoll: Monats-Versammlung am 8. Jänner 1901
  • Protokoll: Ausschuss-Sitzung am 9. Februar 1901
  • Protokoll: Monats-Versammlung am 12. Februar 1901
  • Protokoll: Ausschuss-Sitzung am 5. März 1901
  • Protokoll: Jahres-Versammlung am 12. März 1901
  • Protokoll: Außerordentliche Versammlung am 19. März 1901
  • Protokoll: Monats-Versammlung am 2. April 1901
  • Protokoll: Außerordentliche Versammlung am 16. April 1901
  • Protokoll: Außerordentliche Versammlung am 19. April 1901
  • Protokoll: Sitzung des Comités für praktische Arbeiten am 10. Mai 1901
  • Protokoll: Ausschuss-Sitzung am 10. Mai 1901
  • Protokoll: Excursion nach Mödling am 12. Mai 1901
  • Protokoll: Monatsversammlung am 14. Mai 1901
  • Protokoll: Excursion nach Linz und Hallstatt vom 25. bis 27. Mai 1901
  • Protokoll: Excursion nach Krems und Göttweig am 9. Juni 1901
  • Protokoll: Excursion nach Kreuzenstein und Ober-Gänserndorf am 16. Juni 1901
  • Protokoll: Ausschuss-Sitzung am 29. October 1901
  • Protokoll: Ausschuss-Sitzung am 11. November 1901
  • Protokoll: Monats-Versammlung am 12. November 1901
  • Protokoll: Ausschuss-Sitzung am 26. November 1901
  • Protokoll: Außerordentliche Versammlung am 29. November 1901
  • Protokoll: Monatsversammlung am 10. December 1901
  • Protokoll: Ausschuss-Sitzung am 20. December 1901
  • Spezialregister: Vorlesungen aus dem Gebiete der Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte an deutschen Universitäten im Sommersemester 1901
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalts-Verzeichnis
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

[69] 
anderes als der Zustand des Ledigseins. Mit Recht ist daher auch untersucht worden, wie es 
sich mit diesen nicht vollkomen legitimen Verbindungen verhält, die einen gewissen Zuschlag zu 
den Ehen geben. Da zeigt sich, dass er nicht ganz gering ist. Unter den Weißen finden sich in 
Cuba nicht ganz fünf Procent in illegitimer Ehe, unter den Farbigen mehr als dreimal soviel; 
auf 100 rechtmäßig Verheiratete kommen unter den Weißen nur 23, unter den Farbigen 257 in 
Nlegitimer Ehe. 
Eine Ergänzung dazu bilden die Verhältnisse der Witwen und die Witwer. Auf 100 Ehe- 
nänner entfallen bei den eingebornen Weißen etwa 20, d. h. ein Fünftel Witwer, bei den fremden 
Weißen 15, bei den Farbigen 17 Procent, dagegen haben die einheimischen weißen Frauen etwa 
2alb soviel Witwen als verheiratete Frauen aufzuweisen. Bei den Fremdgebornen kommen auf 
L00 Ehefrauen 54 Witwen, bei den F arbigen sogar 58 Procent. Dieser große Unterschied gibt 
nigermaßen zum Nachdenken Anlass. Es ist ja unleugbar, dass eine analoge Erscheinung überall 
vorkommt. Es gibt überall mehr Witwen als‘ Witwer. Es scheint aber doch, dass in Cuba die 
zweite Eheschließung für Frauen besonders erschwert ist, bei den fremden Weißen vielleicht des- 
halb, weil sie nicht wollen, bei den Farbigen, weil sie nicht können. 
Die Kehrseite sind die Ledigen. Sie repräsentieren begreiflicherweise einen sehr bedeutenden 
Procentsatz. Interessant ist aber speciell jenes Verhältnis, das uns die Quoten der Ledigen in 
den einzelnen Altersclassen zeigen. Dass in jungen Jahren die Ledigen in der Gesammtbevölkerung 
sehr stark überwiegen, ist ja erklärlich. Daher haben wir auch zwischen 15 und 19 Jahren bei 
den weißen und farbigen Männern noch immer 99 Procent Ledige, bei den Frauen aber ist es 
loch schon ganz anders, da machen die Ledigen etwa 88 und 89 Procent aus. Nun, vom 20.Jahre an, 
ändern sich die Verhältnisse sehr rasch. Bei den weißen Männern tritt die Quote der Ledigen 
erst zwischen 30 und 40 Jahren so weit zurück, dass sie etwas weniger als die Hälfte ausmacht, 
bei den Farbigen sogar noch in einer etwas späteren Periode zwischen 35 und 40 Jahren; bei 
den weißen Frauen dagegen sind die 50 Procent, die Hälfte, schon ungefähr im 25. Jahre er- 
reicht, und bei den farbigen Frauen nur etwas später, nämlich etwa im 27. bis 28. Jahre. 
Damit sind diese demographischen Verhältnisse, soweit sie diese Volkszählung klargelegt 
nat, in ihren markantesten Thatsachen erschöpft. Nun will ieh noch Einiges aus dem Gebiete 
des culturellen Lebens anfügen. 
Die Kinder, welche in die Schule gehen, machen bei der weißen Bevölkerung 16'/, bei 
der farbigen beinahe 14 Procent der im Schulalter (5 bis 17 Jahre) stehenden Bevölkerung aus. 
Es ist also auch mit der Schulbildung der Farbigen nicht viel schlimmer bestellt als mit den Weißen, 
wenn schon die Schulfrequenz absolut genommen, recht. gering ist. Daher ist denn auch im allgemeinen 
die Quote der Analphabeten doch sehr groß; bei den weißen Männern beinahe die Hälfte, bei 
den weißen Frauen schon mehr als die Hälfte, bei den farbigen Männern aber sehon nahezu 
drei Viertel, und bei den farbigen Frauen über drei Viertel der über 10 Jahre alten Bevölke- 
rung. Diejenigen, welche lesen und schreiben könnnen, sind bei der farbigen Bevölkerung am 
stärksten mit 40:6 Procent zwischen 20 und 24 Jahren vertreten und nehmen dann immer ab, 
bei den Weißen ist das Maximum mit 553 Procent doch erst zwischen 25 und 30 Jahren; 
treilich wird man vielleicht auch dem Umstande Rechnung tragen müssen, dass erst die letzte 
Generation mehr für die Schule der Farbigen gethan hat; aber zum mindesten wird auch die 
geringe Nachhaltigkeit des Schulunterrichts hier in Rechnung gezogen werden müssen; während 
bei den Weißen die »literates« aller Alterselassen vom 15. Lebensjahre an die Majorität haben, 
nehmen sie bei den Farbigen in den höheren Altersclassen sehr rasch ab, so dass schon im 
Alter zwischen 45 bis 54 Jahren nur mehr 15:6 Procent, von 55 bis 64 Jahren nur mehr 
10:7 Procent und in höherem Alter nur mehr 7:4 Procent der Farbigen lesen und schreiben 
Können. 
Sehr interessant sind die Verhältnisse, welche den Erwerbstand der Rassen betreffen. 
Wenn wir für Cuba die Verhältnisse derjenigen, die erwerbsthätig sind, untersuchen, so 
naben wir unter den Weißen 38 Procent, unter den Farbigen 42 Procent, also etwas mehr; 
dieses »Mehr« setzt sich so zusammen, dass die farbigen Frauen viel mehr erwerbsthätig sind, 
wie die weißen; bei den weißen Frauen machen die erwerbsthätigen noch nicht einmal vier Pro- 
sent, bei den farbigen dagegen schon über 18 Procent, während die weißen und farbigen Männer 
n Bezug auf die Erwerbsthätigkeit ziemlich gleich stehen. Und wenn man noch unter den Weißen 
zwischen einheimischen und fremden unterscheidet, so kommt man zu einem noch merkwürdi- 
zeren Resultate. Die weiße einheimische männliche Bevölkerung hat nur 61 Procent Erwerbs- 
;hätige, die weiße fremdgeborne, also die eingewanderte 96 Procent; da sind also sehr wenige
	        

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