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Anthropos, 55.1960

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Objekt: Anthropos, 55.1960

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-747466
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-747466
Persistenter Identifier:
BV048445833
Titel:
Psychiatrie im Kiez
Untertitel:
Alltagspraxis in den Institutionen der gemeindepsychiatrischen Versorgung
Herausgeber:
Klausner, Martina
Niewöhner, Jörg
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Panama Verlag
Erscheinungsjahr:
2012
Titel der Serie:
Berliner Blätter ; Sonderheft 58 (2012)
Größe der Vorlage:
135 Seiten
Zusätzliche Information:
Beiträge teilweise deutsch, teilweise englisch
Signatur:
LB 14032 B515-58
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Bibliografien und Nachschlagewerke
Sozial- und Kulturanthropologie > Kunst und Wissen

Hinterer Buchspiegel

Strukturtyp:
Hinterer Buchspiegel
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Anthropos
  • Anthropos, 55.1960
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Index
  • Zeitschriftenheft: Bd. 55, 1960, Heft 1, 2
  • Worms, E. A.: Tasmanian Mythological Terms
  • Jaritz, Kurt: Die Kulturreste der Kassiten
  • Narr, Karl J.: Hundert Jahre Neandertaler - Forschung. Ergebnisse und Probleme im Rückblick auf das Jubiläumsjahr 1956
  • Sarma, Jyotirmoyee: Puberty, Marriage, and Childbirth among the Panggi and the Minyong Abor Women
  • Ittmann, Johannes: Orakelwesen im Kameruner Waldland
  • Aufenanger, Heinrich: Jugendweihe und Weltbild am mittleren Sepik
  • Kamainda, Thomas: Le culte des morts chez les Balambo
  • Crazzolara, J. P.: Notes on the Lango-Omiru and on the Labwoor and Nyakwai
  • Schmitz, Carl A.: Die Problematik der Mythologeme "Hainuwele" und "Prometheus"
  • Closs, Al.: Analecta et Additamenta
  • Miscellanea
  • Literaturverzeichnis: Bibliographia
  • Literaturverzeichnis: Publicationes recentes
  • Literaturverzeichnis: Periodica
  • Zeitschriftenheft: Bd. 55, 1960, Heft 3, 4
  • Zeitschriftenheft: Bd. 55, 1960, Heft 5, 6
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

90 
Karl J. Narr 
Anthropos 55. 1960 
reicht und für das kleine Fragment des Stirnbeines eine Zugehörigkeit zum 
Gesamtfund bezweifelt wird. Wie immer sich diese Frage auch in Zukunft 
klären mag, es werden nicht wenige zunächst einer Hypothese nicht recht froh 
sein, solange sie nur auf einem so kleinen Bruchstück beruht. 
Nicht ohne Bedeutung ist aber auch die Frage des Verhältnisses später 
Neandertaler und der unbezweifeibaren Sapiens-Formen des Jungpaläolithi- 
kums, bei denen eine entsprechende zeitliche Nähe oder gar Überschneidung 
mit extremen Neandertalern die letzteren wohl endgültig aus der Ahnenreihe 
ausscheiden lassen dürfte. In diesem Sinne äußerte sich F. E. Zeuner in einem 
Beitrag über „The Replacement of Neanderthal Man by Homo Sapiens“ 20 . 
Damit wird nun freilich das methodisch heikle Problem angeschnitten, 
inwieweit aus der Stellung von artefaktmorphologischen Komplexen und ihren 
Beziehungen untereinander und ihrer fundmäßigen Verbindung mit verschie 
denen Menschenformen auch Hinweise auf deren Verhältnis zueinander ge 
wonnen werden können. Daß dabei größte Vorsicht angebracht ist, liegt auf 
der Hand ; doch sind gerade die Zusammenhänge von Neandertalern mit dem 
Mousterien (im weiteren Sinne) und der Sapiens-Formen mit miolithischen 
Industrien so eindeutig, daß man in diesem Falle legitime Hinweise gewinnen 
kann. Eine der ZEUNERschen scharf entgegengesetzte Auffassung vertritt dabei 
seit langem F. Bordes, der an der Düsseldorfer Tagung nicht teilnahm, von 
dem aber ein Beitrag über den Übergang vom Mittel- zum Jungpaläolithikum 
in den Tagungsbericht (als Gegengewicht ?) auf genommen wurde. Er resümiert 
darin seine schon mehrfach sehr dogmatisch und unduldsam vorgetragenen 
Ansichten, die ihn zu der Auffassung führten, daß kein Nebeneinander jung- 
paläolithischer und mittelpaläolithischer Industrien in Europa festzustellen 
sei, sondern die ersteren sich aus den letzteren ■— offenbar in mehreren euro 
päischen (und vorderasiatischen) Zentren — entwickelt hätten. Selbst wenn 
man die chronologischen Ansichten akzeptierte, zu deren Aufstellung Bordes 
ganz offensichtlich eine ausreichende Bekanntschaft mit den Funden und For 
schungen in Mittel- und Osteuropa fehlt 21 , müßte man sich aber doch fragen, 
ob die typologischen Gesichtspunkte ausreichen. Das kann hier nicht im ein 
zelnen diskutiert werden, doch müßte es Bordes eigentlich zu denken gegeben 
haben, daß bei der von ihm so favorisierten und fast zum Allheilmittel erho 
20 Vgl. auch Proceed. Prehist. Soc. 21. 1956, pp. 51 ff., und dazu Narr, op. cit. 
(cf. oben Anm. 16) p. 149 mit Anm. 9 u. 17. 
21 Für seine bisher vorgelegten und jeweils voneinander abweichenden Paralleli 
sierungsversuche begnügte er sich im wesentlichen zunächst mit den Angaben F. E. Zeu- 
ners (vgl. dazu Germania 33.1955, p. 93), verarbeitete sodann zusammen mit H. Müller- 
Beck die neueren (vornehmlich an K. Brunnackers Arbeiten orientierten) Ansichten 
über die süddeutsche Löß Stratigraphie (Germania 34. 1956, pp. 199 ff. u. Anthropologie 
62. 1958, pp. 364 ff.) und schließlich die knappen resümierenden Angaben von K. Valoch 
über die Tschechoslowakei (Anthropologie 61. 1957, pp. 281 ff., abgeändert ebenda 
p. 572 f.), was aufs ganze doch wohl eine reichlich schmale Basis für so prononcierte 
Feststellungen und ungewöhnlich scharfe Polemiken sein dürfte und um so merkwürdiger 
berührt, als Bordes nur zu bereit ist, z. B. einem verdienten und kenntnisreichen Quartär 
forscher den absurden Vorwurf zu machen, daß „ihm der Name D. Peyronys ebenso 
unbekannt geblieben sei wie der V. Commonts“ (Anthropologie 62. 1958, p. 166).
	        

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