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Band: Völkerkunde, 2, Beschreibende Völkerkunde

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Band: Völkerkunde, 2, Beschreibende Völkerkunde

Mehrbändiges Werk

Strukturtyp:
Mehrbändiges Werk
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-715474
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-715474
Persistenter Identifier:
BV048406544
Titel:
Völkerkunde
Autor:
Haberlandt, Michael
Erscheinungsort:
Berlin und Leipzig
Verlag:
G.J. Göschen'sche Verlagshandlung G.m.b.H
Zusätzliche Information:
Band 2 bei Vereinigung wissenschaftlicher Verleger Walter de Gruyter & Co. in Berlin und Leipzig erschienen
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Gesamtdarstellungen und Sammelwerke

Band

Strukturtyp:
Band
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-715475
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-715475
Persistenter Identifier:
BV048406579
Titel:
Völkerkunde, 2, Beschreibende Völkerkunde
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsjahr:
1920
Signatur:
Af 21777:802:'3':F8
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Titelseite

Strukturtyp:
Titelseite
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Das Jülicher Land
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Anmerkungen: Seinem lieben Bruder Wilhelm Weihnachten 1944. Herm. Ritter
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Vorwort: Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Kapitel: Jülicher Bergland
  • Vorblatt
  • Kapitel: Montjoie
  • Kapitel: Das hohe Venn
  • Kapitel: Gemünd - Nideggen
  • Kapitel: Wildenburg - Reifferscheid
  • Kapitel: Im Schleidener Tale
  • Kapitel: Münstereifel
  • Kapitel: Am Fuße der Eifelberge
  • Vorblatt
  • Kapitel: Euskirchen
  • Kapitel: Zülpich
  • Kapitel: Düren
  • Kapitel: Eschweiler
  • Kapitel: Stolberg (Rheinland)
  • Kapitel: Inseln im Ährenmeer
  • Vorblatt
  • Kapitel: Jülich
  • Kapitel: Linnich
  • Kapitel: Heinsberg - Geilenkirchen
  • Kapitel: Bergheim - Bedburg
  • Kapitel: Grevenbroich
  • Kapitel: Odenkirchen
  • Kapitel: Erkelenz
  • Kapitel: Wassenberg
  • Kapitel: Rheydt - München-Gladbach
  • Kapitel: Dülken
  • Kapitel: Brüggen
  • Kapitel: Süchteln
  • Kapitel: Kaldenkirchen
  • Kapitel: Goldene Meile
  • Vorblatt
  • Kapitel: Remagen
  • Kapitel: Oberwinter
  • Kapitel: Sinzig
  • Kapitel: An der unteren Ahr
  • Kapitel: Neuenahr
  • Kapitel: Das Weinland der Ahr
  • Werbung
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Gemünd —Nideggen. 
29 
gehalten. Philipp Dietrich Schoeller war 1688, als die 
Horden Ludwigs XIV. das Land brandschatzten, ein Helfer 
für die ganze Umgegend. Er unterstützte mit den reichen 
Mitteln, die ihm aus Gewerbetätigkeit und dem Besitz 
umfangreicher Liegenschaften und Höfe flossen, zahlreiche 
Verarmte und blieb in selbstloser Weise bestrebt, überall 
das gewaltsam vernichtete gewerbliche Leben neu anzu— 
fachen. Der Enkel dieses Mannes, Philipp Rütger, wurde 
Tuch- und Papierfabrikant in Düren, Köln und Bendorf 
und Stammpvater der um die Entwicklung der österreichischen 
Industrie hochverdienten und 1863 geadelten Ritter 
von Schoeller, wie des in Ungarn ansässigen ebenfalls ge— 
adelten Zweiges der Familie. 
Gemünd hatte einst neben der katholischen eine refor⸗ 
mierte und eine lutherische Gemeinde. Letztere erbaute 
1752 die jetzige evangelische Kirche. Die katholische Kirche, 
ein weit imposanterer, dreischiffiger, gotischer Bau, das 
stattlichste Gotteshaus des Kreises Schleiden, um deren 
Erbauung sich der damalige Oberpfarrer D. Dapper sehr 
berdient machte, stammt aus der zweiten Hälfte des neun— 
zehnten Jahrhunderts. 
Der Ort erlebte in den fünfziger Jahren einen außer— 
ordentlichen Aufschwung seiner stets blühenden Gewerbe— 
tätigkeit. Der Reitmeister Reinhard Poensgen hatte nach 
englischem Muster hier ein Walzwerk mit Puddelöfen im 
Betrieb und Albert Poensgen ein Glasröhrenwalzwerk im 
benachbarten Mauel. Beide Werke entwickelten sich rasch 
und beschäftigten viele Arbeiter, mußten aber infolge des 
Rückganges der eifeler Eisenindustrie und des mangelnden 
Bahnanschlusses 1860 nach Düsseldorf-Oberbilk verlegt 
werden, wodurch das Städtchen eine empfindliche Ein— 
buße auch an Einwohnern erlitt. 
Gemünd hat einen Weltruf erhalten durch die in seiner 
Nähe und im unteren Urfttale erbaute Talsperre, ein gigan— 
tisches Werk, das ich mir an diesem schönen Septembertage
	        

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