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Band: Die heutigen und die vorgeschichtlichen Menschenrassen

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Band: Die heutigen und die vorgeschichtlichen Menschenrassen

Mehrbändiges Werk

Strukturtyp:
Mehrbändiges Werk
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-715474
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-715474
Persistenter Identifier:
BV048406544
Titel:
Völkerkunde
Autor:
Haberlandt, Michael
Erscheinungsort:
Berlin und Leipzig
Verlag:
G.J. Göschen'sche Verlagshandlung G.m.b.H
Zusätzliche Information:
Band 2 bei Vereinigung wissenschaftlicher Verleger Walter de Gruyter & Co. in Berlin und Leipzig erschienen
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Gesamtdarstellungen und Sammelwerke

Band

Strukturtyp:
Band
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-715475
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-715475
Persistenter Identifier:
BV048406579
Titel:
Völkerkunde, 2, Beschreibende Völkerkunde
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsjahr:
1920
Signatur:
Af 21777:802:'3':F8
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Die Völker der Erde
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Die Bevölkerung Asiens
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Mehrbändiges Werk: Der Mensch
  • Band: Die heutigen und die vorgeschichtlichen Menschenrassen
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Sonstiges: Allgemeine Naturkunde
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalts-Verzeichnis. Verzeichnis der Abbildungen
  • Vorblatt
  • Kapitel: I. Die körperlichen Verschiedenheiten des Menschengeschlechts
  • Kapitel: 1. Die äußere Gestalt des Menschen und der menschenähnlichen Affen
  • Kapitel: 2. Die Körperproportionen des nMenschen
  • Kapitel: 3. Die Körpergröße und das Körpergewicht
  • Kapitel: 4. Die Farbe der Haut und der Augen
  • Kapitel: 5. Die Haare des Menschen
  • Kapitel: 6. Schädellehre
  • Kapitel: 7. Die Gruppierung der heutigen Menschenrassen
  • Kapitel: 8. Anthropologische Rassenbilder
  • Kapitel: II. Die Ur-Rassen in Europa
  • Sachregister: Sachregister
  • Personenindex: Autorenregister
  • Leerseite
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Die Methoden der Schädellehre. 
183 
entsprechend, Formen, deren Wert in der Vereinigung einer gewissen Anzahl gemeinsamer 
Merkmale bestand, trat eine ziemlich gedankenlose Messung mehr und mehr in den Vorder⸗ 
grund. Da die Gesichtswinkelmessung größere Schwierigkeiten bot, beschränkte man sich 
bald häufig darauf, nur Länge und Breite der Hirnschädel zu bestimmen und nach dem 
Inder der Länge und Breite des Gehirnschädels die Völker zu rubrizieren. Immerhin 
müssen wir, da oft andere Anhaltspunkte der Beurteilung bis jetzt ganz fehlen, auch für der— 
artige Untersuchungen dankbar sein. 
Der Längen-Breiteninder des Schädels schwankt bei nicht künstlich oder krankhaft 
deformierten Schädeln individuell zwischen 62 (62, s2 bei einem Neukaledonier nach Topi— 
nard) und 94-95 (94,1 bei einem bayerisch- oberfränkischen Schädel nach J. Ranke) bzw. 
97,0 (bei mehreren Tiroler Schädeln nach Tappeiner). 
Um den Schädelindex von ganzen Stämmen, Völkern und Rassen zu bestimmen, 
suchte man bisher aus möglichst großen Untersuchungsreihen im Quételetschen Sinne (vgl. 
S. 101) Mittelzahlen zu gewinnen. Nach Messungen von Broca, Topinard und vielen 
anderen gehören nach dem Mittelwert unter die entschieden langköpfigen, dolicho— 
kephalen, einschließlich der Hyper- und Ultra⸗Dolichokephalen, Völker und Stämme mit 
Inder unter 75: Australier, grönländische Eskimos, Wedda von Ceylon, Neukaledonier, 
Hottentotten und Buschmänner, Kaffern, Neger von der Westküste Afrikas, Nubier von 
der Insel Elephantine, algerische Araber und Berber, Parias von Kalkutta und mehrere 
Stämme des zentralen Indien und der indischen Ostküste. Dagegen sind Stämme von 
Assam und dem südlichen Himalaja mesokephal, mittelköpfig. Auch bezüglich der Grön— 
länder ist zu beachten, daß nur die Eskimos des östlichen Grönland wirklich dolichokephal 
sind; die im Inneren und an der Westküste wohnenden sind nach Bernard Davis mittel⸗ 
köpfig, mesokephal, mit Index 75,1 und 75,8. 
Zu den mittelköpfigen, mesokephalen, Völkern und Stämmen mit Hinneigung 
zur Langköpfigkeit mit Index 75,0177, oo gehören außer den oben genannten: die Irländer, 
Schweden und Engländer, dann die Maori von Neuseeland, Tasmanier, Polynesier, mo— 
dernen Agypter und Kopten, die spanischen Basken, die Chinesen und Aino und die Bulgaren. 
Zu den Völkern mit Hinneigung zur Kurzköpfigkeit mit Index 77,01 -79, 00 zählen: die 
Zigeuner, Markesaner, Mexikaner, manche finnische Stämme, Holländer, Nord- und Mittel— 
deutsche, Nordfranzosen, Nordslawen, südliche und nördliche Indianer Amerikas. 
Zu den Kurzköpfen, Brachykephalen, und zwar zu der Gruppe mit dem Inder 
80,0 —85,0, gehören die französischen Basken, die französischen Bretonen, die Esten, Mon— 
golen, Türken, Kanaken, Andamanen, Javanen, Indochinesen, die süddeutschen Stämme, 
die österreichischen Slawen, die Rumänen, Magyaren, ein Teil der Finnen, die Norditaliener 
und Savoyarden. Zu den extremen Kurzköpfen, den Hyper-Brachykephalen und Ultra— 
Brachykephalen, mit einem Inder über 85, gehören die Lappen, Aléuten und Birmanen. 
Ebenso bestimmte man alle denkbaren Maße und Indizes am knöchernen Schädel: Gesicht, 
Nase, Augenhöhlen, Gaumen und andere. Großenteils sind die Angaben über den mittleren 
Schädelinder verschiedener, namentlich außereuropäischer, Völker immer noch gering fun— 
diert, die Zahl der gemessenen Schädel ist kaum genügend, um schon definitive Schlüsse auf 
eine wahre Mittelform zuzulassen; die Werte sind bis jetzt nur Annäherungswerte. 
Bei alleiniger Berücksichtigung des Längen-Breitenverhältnisses müssen Schädel von 
sehr verschiedenen Dimensionen, weil das relative Verhältnis der Länge und Breite
	        

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