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Sagenschatz aus dem mittleren Norddeutschland

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Sagenschatz aus dem mittleren Norddeutschland

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714271
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714271
Persistenter Identifier:
BV048195848
Titel:
Sagenschatz aus dem mittleren Norddeutschland
Untertitel:
eine Auswahl der schönsten Sagen aus der Provinz Hessen-Nassau, Thüringen, dem Harze und seiner Umgebung, Mecklenburg und den Hansestädten Lübeck und Hamburg
Herausgeber:
Richter, Julius Wilhelm Otto
Erscheinungsort:
Glogau
Verlag:
Carl Flemming, Verlag, Buch- und Kunstdruckerei
Erscheinungsjahr:
1900
Titel der Serie:
Deutscher Sagenschatz ; 2. Band
Signatur:
2023 SA 6045:2
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Kunst und Wissen

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Sagen aus dem Thüringer Lande
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Sagenschatz aus dem mittleren Norddeutschland
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Frontispiz: Lurlei-Felsen
  • Titelseite
  • Vorwort: Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalts-Verzeichnis
  • Kapitel: Sagen aus Frankfurt a. M.
  • Kapitel: Sagen aus dem Nassauer Lande
  • Kapitel: Sagen aus dem Hessenlande (Regierungsbezirk Cassel)
  • Kapitel: Sagen aus dem Thüringer Lande
  • Tafel: Dom zu Erfurt. Nach einer Photographie von Joh. Röhring, Kunstverlag, Lübeck
  • Tafel: Wartburg. Nach einer Photographie von Sophus Williams (F. Linde & Co.), Berlin sw 12
  • Tafel: Kyffhäuser-Denkmal. Nach einer Photographie von R. Schiewek, Kunstanstalt, Nordhausen
  • Kapitel: Harzsagen
  • Tafel: Brocken. Nach einer Photographie von Fr. Rose, Wernigerode
  • Tafel: Ilsenstein. Nach einer Photographie von Fr. Rose, Wernigerode
  • Kapitel: Sagen aus Mecklenburg
  • Tafel: Marienkirche zu Neu-Brandenburg. Nach einer Photographie der Graphischen Gesellschaft, Berlin sw, Lindenstraße 16/17
  • Kapitel: Sagen aus den Hansestädten Lübeck und Hamburg
  • Tafel: Marktplatz und Marienkirche zu Lübeck. Nach einer Photographie von Joh. Röhring, Kunstverlag, Lübeck
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

— 127 — 
daß sie doch dadurch die Kindlein nicht wieder ins Leben zurück⸗ 
rufen könne und ihnen nur die Ruhe im Grabe raube. 
Wieder saßen die beiden Eheleute eines Abends beisammen, 
und wieder bot der Mann alles auf, die laut weinende Frau 
zu trösten; da öffnete sich plötzlich die Stubenthür, und die beiden 
Kindlein traten still ein, jedes mit einem Krüglein in der Hand. 
Sie setzten sich auf die Ofenbank nieder und blickten die 
weinende Mutter gar traurig an. Erschrocken sahen die beiden 
Eltern auf die Erscheinung. 
Da hob das älteste der Kinder also an: 
„Mutter, liebe Mutter, was weinst Du noch immer? Du läßt 
uns nicht ruhig im Grabe schlummern; höre doch auf zu weinen! 
— Sieh', mit diesen Krügen müssen wir in unseren Gräbern 
all Deine Thränen auffangen! Bald sind die Krüge schon voll, 
und wenn sie überlaufen, so nimmt uns der liebe Herrgott wohl 
nicht bei sich in Gnaden auf, und wir möchten gern zu ihm in 
den Himmel kommen . . . Drum, liebe Mutter, weine nicht 
mehr!“ 
Nach diesen Worten hoben sie die Thränenkrüglein wieder 
auf und verschwanden durch die Thür. Da trocknete die Mutter 
mit dem Tuche ihre Augen ab, und man hat sie nicht mehr 
weinen sehen. 
—*8— 
15. Der Hautsee. 
g9 der Landstraße von Vacha nach Eisenach, unfern des Dorfes 
Dönges, liegt in einem Kessel, von waldigen Höhen und 
freundlichen Anlagen umgeben, der Hautsee („Huitsee“), welcher 
durch seine schwimmende Insel berühmt ist. Seine Fläche 
beträgt etwa vier Morgen, die Fläche jener Insel einen halben
	        

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