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Die Wurzeln der kapholländischen Volksüberlieferungen

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Die Wurzeln der kapholländischen Volksüberlieferungen

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714205
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714205
Persistenter Identifier:
BV047912008
Titel:
Die Wurzeln der kapholländischen Volksüberlieferungen
Autor:
Schonken, Francis T.
Erscheinungsort:
Leiden
Verlag:
Buchhandel und Druckerei vormals E.J. Brill
Erscheinungsjahr:
1910
Titel der Serie:
Internationales Archiv für Ethnographie. Supplement
Signatur:
LA 3980
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Kunst und Wissen

Nachruf

Strukturtyp:
Nachruf
Titel:
Nachruf [Theo Schonken]
Sonstige Person:
Mogk, Eugen
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Die Wurzeln der kapholländischen Volksüberlieferungen
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Nachruf: Nachruf [Theo Schonken]
  • Vorwort: Vorwort
  • Einleitung: Kap. I. Einleitung
  • Kapitel: Kap. II. Der alte Bestand
  • Abbildung
  • Kapitel: Kap. III. Der Boden
  • Abbildung: I. Niedersächsisches Haus. II A. Typus der Kaphalbinsel
  • Abbildung: II B. Landtypus ("H-Huis"). III. Onderveld
  • Abbildung: Küche
  • Abbildung: Plan eines typischen "Voorhuis" im Onderveld
  • Kapitel: Kap. IV. Die Eingeborenen
  • Kapitel: Kap. V. Der Orient
  • Kapitel: Kap. VI. Die nicht-holländischen Europäer
  • Kapitel: Kap. VII. Rückschau
  • Literaturverzeichnis: Verzeichnis der abgekürzt zitierten Literatur
  • Abkürzungsverzeichnis: Weitere Abkürzungen
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

NACHRUF. 
Es mag vier Jahre her sein, als THEO ScHONKEN mich zum ersten Mal besuchte 
und die Absicht aussprach, in einer Monographie das Volkstum seiner afrikanischen Heimat 
Jarzustellen. Seitdem hatte er sich ununterbrochen dieser Aufgabe gewidmet. Mit jugend: 
‚icher Begeisterung hatte er die nationale Bedeutung des Gegenstandes erfasst; alle Zeug- 
aisse des afrikanischen Holländertums, die bereits schriftlich aufgezeichnet waren, suchte 
ar auffindig zu machen. Fragebogen sandte. er an seine Landsleute oder erbat sich von 
‚hnen bald über dies, bald über jenes Auskunft, Frühzeitig schon war er zur Überzeugung 
gekommen, dass die Kapholländer nicht mehr das reine Volkstum vertraten, das sie einst 
aus der Heimat mitgebracht hatten. Der Sklavendienst der Malaien, die ihre Handels- 
genossen aus dem fernen Asien eingeführt, die vielfache Berührung mit den eingebornen 
Stämmen Afrikas, besonders mit den Hottentotten, die Einwanderung der Franzosen und 
später der Verkehr mit den Deutschen und Engländern waren nicht ohne Einfluss auf das 
Volksleben des niederdeutschen Stammes geblieben. Solche Beobachtungen zwangen SCHOoN- 
ZEN, seinen Gesichtskreis zu erweitern und dem Charakteristischen der Volksstämme 
nachzugehen, mit den die Kaäpholländer früher oder später, mehr oder weniger im Wech- 
selverkehr gestanden haben, Er begnügte sich nicht damit, die blossen Tatsachen festzu- 
stellen, sondern er verfolgte sie, so es ging, bis zu ihren Anfängen und konnte scharf 
nationales Volksgut von Importiertem trennen. So schuf er eine Geschichte des Volkstums 
seiner Landsleute. Mit welcher Liebe er an dieser Arbeit hing, mit welcher Energie er 
alle Schwierigkeiten, die ihn der Mangel an mündlichen Quellen und an literarischen Hülfs- 
mitteln bereiteten, Zu beseitigen suchte, konnte ich oft im Zwiegespräche an ihm bewundern. 
Auch die schwere Krankheit, die ihn widerholt ans Bett fesselte, liess ihn seinen Plan nicht 
zufgeben; in seiner wissenschaftlichen Tätigkeit fand er Trost in seinen Leiden. So hatte 
ar denn seine Arbeit zum Abschluss gebracht und sie zur Erlangung der philosophischen 
Doktorwürde an der Universität Leipzig eingereicht, als ihn sein Leiden auf das Kranken- 
‘ager warf, von dem er nicht wieder aufstehen sollte. Ihm war die Freude nicht gegönnt, 
lie letzte Feile an das Werk seiner Jugend zu legen und es gedruckt vor sich zu sehen. 
In: der Blüte seiner Jahre raffte ihn der Tod dahin. Freunde nahmen sich in treuer An- 
hänglichkeit des verwaisten Kindes an, sorgten für die Drucklegung der Arbeit und rich- 
;eten dadurch dem früh Verstorbenen das Denkmal, das er sich selbst gemeiselt hat 9. 
1) Die Redaktion des Internationalen Archivs für Ethnographie spricht den Herren Dr. M. RICHTER aus. 
Leipzig und Dr. G. J. BOEKENOOGEN aus Leiden ihren herzlichen Dank aus für die sorgfältige Durcharbeitung 
ınd Korrektur dieser Verhandlung, wodurch ihr die Herausgabe derselben ermöglicht wurde.
	        

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