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Die Wurzeln der kapholländischen Volksüberlieferungen

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Die Wurzeln der kapholländischen Volksüberlieferungen

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714205
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714205
Persistenter Identifier:
BV047912008
Titel:
Die Wurzeln der kapholländischen Volksüberlieferungen
Autor:
Schonken, Francis T.
Erscheinungsort:
Leiden
Verlag:
Buchhandel und Druckerei vormals E.J. Brill
Erscheinungsjahr:
1910
Titel der Serie:
Internationales Archiv für Ethnographie. Supplement
Signatur:
LA 3980
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Kunst und Wissen

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Kap. III. Der Boden
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Abbildung

Strukturtyp:
Abbildung
Titel:
Plan eines typischen "Voorhuis" im Onderveld
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Die Wurzeln der kapholländischen Volksüberlieferungen
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Nachruf: Nachruf [Theo Schonken]
  • Vorwort: Vorwort
  • Einleitung: Kap. I. Einleitung
  • Kapitel: Kap. II. Der alte Bestand
  • Abbildung
  • Kapitel: Kap. III. Der Boden
  • Abbildung: I. Niedersächsisches Haus. II A. Typus der Kaphalbinsel
  • Abbildung: II B. Landtypus ("H-Huis"). III. Onderveld
  • Abbildung: Küche
  • Abbildung: Plan eines typischen "Voorhuis" im Onderveld
  • Kapitel: Kap. IV. Die Eingeborenen
  • Kapitel: Kap. V. Der Orient
  • Kapitel: Kap. VI. Die nicht-holländischen Europäer
  • Kapitel: Kap. VII. Rückschau
  • Literaturverzeichnis: Verzeichnis der abgekürzt zitierten Literatur
  • Abkürzungsverzeichnis: Weitere Abkürzungen
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

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1. Tisch mit einigen Büchern. 
2. Sitz des Hausvaters. 
3. Sitz der Hausmutter. 
% Brett („hoekrak”), worauf die „Boeke” (d.h. 
Bibel und Andachtsbücher). 
Grosser Tisch, worauf Trinkwasser (kruik, 
jeker) und Gläser. . 
6. Sofa, 
/. Stühle. ; 
3. Tisch. 
J. Mauerschränke („muurkaste””),. worin oft wert- 
volles Porzellan, — wenn es noch vorhan- 
len ist. 
Das Tischgeschirr („skottelgoed”) ist einfach. Sehr beliebt sind von jeher im ganzen 
„ande die Teller und Schüsseln mit chinesischer Landschaft in blau; die „kommetjies” 
‚breite Trinknäpfe ohne Henkel) mit. hellem, buntem Schmuck sind nur noch’selten. Früher 
zab es im Onderveld meist blechernes Geschirr, bloss Hausherr und Hausfrau konnten sich 
‚rdene Teller erlauben. Zum Schneiden diente das Taschenmesser, nur die Mutter hatte 
jäin Tischmesser !), Oder’man schnitt sich Tassen und Schüssel aus den Kalebassen. 
Teppiche („tapijte”) sind selten, nicht nur weil sie, wie in allen warmen Ländern 
Brutstätten von Ungeziefer werden, sondern auch, weil sie im Mutterlande selbst erst im 
„ES Jhr. allgemeiner geworden sind (Sch. 10). Auf dem Boden. liegen hie und da Felle oder 
Matten aus Binsen oder Schilf („matjiesgoed”, scipus tegetalis), Der gestampfte Lehmboden 
‘vgl. die Diele in Europa) ist in den besseren Häusern mit Leinöl gestrichen und glänzt 
dann, oder er ist (seltener) rot gefärbt, oder auch mit Fett oder Blut. In den einfacheren Häusern 
st er mit Kuhdünger gestrichen. Wo Dielen (die vielfach aus Skandinavien eingeführt sind) 
vorkommen, werden sie mit Wachs glatt poliert; diese wird aus einem afr. Strauche her- 
zestellt. Stühle und Sofa sind im Onderveld noch viel aus einheimischem „stinkhout” (laurus 
yullata) mit Sitzen von geflochtenen Riemen. Das beste einheimische Bretterholz ist das 
„geelhout” (schon VAN RızsBEEK mahnte zur Ökonomie). In den ältesten kapländischen Häusern 
jestand alles Holzwerk aus ostindischer Eiche (Thekabaum). In holzarmen Gegenden brennt 
man Dünger aus dem Viehkraal („gesteekte mis”), der in viereckigen Stücken auf der 
Mauer gelagert wird. Der Holzmangel zeigte sich auch darin, dass überallhin ein Sarg mit- 
geführt wurde, damit man ihn hatte, falls man solchen brauche; vorläufig diente er als 
Sofa oder Kiste. Weiter gehört zum Hausrat eine Orgel — der alte Bur duldet kein leicht- 
sinniges Klavier; — auf diesem Instrument wird zur Begleitung des Gesanges nach dem 
Gehör gespielt, aber man verwendet nur drei Akkorde: Grundton, Dominante und Subdo- 
minante. Da Kamine fehlen, im Innern jedoch die Nächte des kurzen Winters empfindlich 
galt sein können, geht man bisweilen schon um acht zu Bett (was wiederum die 
Geselligkeit und die Lust zum Lesen beeinträchtigt). Ebenso hatte man früher auch Mangel 
ın Kunstlicht, da es kein Petroleum und nur wenige Fettkerzen gab. — Die Vordertür 
‚am Kap bloss die Küchentür) besteht gewöhnlich aus zwei Hälften: die „bödeur” steht 
offen, die „onnerdeur” schützt gegen das Eindringen von Federvieh und Schweinen. Auf 
die Spaltung der Tür bezieht sich das Rätsel: Wanner is ’n boer (in Holland heisst es: 
1) P. 308—9,
	        

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