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Zeitschrift für Ethnologie, 7.1875

Zugriffsbeschränkung

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Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Inhalt / Download : Zeitschrift für Ethnologie, 7.1875

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714156
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714156
Persistenter Identifier:
BV047874851
Titel:
Christgeburtsspiel aus Oberufer bei Preßburg
Herausgeber:
Schröer, Karl Julius
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Druck und Verlag von Breitkopf & Härtel
Erscheinungsjahr:
1918
Titel der Serie:
Deutsche Volksspiele des Mittelalters
Signatur:
LB 62000 S381
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Rituale und Bräuche

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
(Herodes.)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Zeitschrift für Ethnologie
  • Zeitschrift für Ethnologie, 7.1875
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Inhaltsverzeichnis: Verzeichniss der Tafeln
  • Korrekturen: Druckfehler-Berichtigung [zu S. 261 u. 269]
  • Hildebrandt, Johann Maria: Vorläufige Bermerkungen über die Sómal. Hierzu Tafel I und II [Teil 1/2]
  • Bastian, Adolf: Australien und Nachbarschaft. (Fortsetzung.) (Fortsetzung folgt.) [Teil 3/4]
  • Kuchenbuch, Franz: Funde und Fundorte von Resten aus vorhistorischer Zeit in der Umgegend von Müncheberg, Mark Brandenburg
  • Stein, F. von: Die Skopzensekte in Russland, in ihrer Entstehung, Organisation und Lehre. Nach den zuverlässigsten Quellen dargestellt
  • Bastian, Adolf: Miscellen und Bücherschau
  • Mannhardt, Wilhelm: Die lettischen Sonnenmythen. (Fortsetzung folgt.) [Teil 1/3]
  • Meyer, K. F.: Die Sieben vor Theben und die chaldäische Woche. Als Beitrag zur Begründung einer Wissenschaft der vergleichenden Mythologie und Religionsgeschichte. I. Allgemeine Einleitesätze [Teil 1/3]
  • Bastian, Adolf: Völkerkreise in Afrika
  • Bastian, Adolf: Australien und Nachbarschaft. (Fortsetzung.) (Fortsetzung folgt.) [Teil 4/4, keine Fortsetzung in Zeitschrift]
  • Literaturverzeichnis: Uebersicht der Literatur für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte im J. 1874. Zusammengestellt von W. Koner
  • Miscellen und Bücherschau
  • Mannhardt, Wilhelm: Die lettischen Sonnenmythen. (Fortsetzung.) (Schluss folgt.) [Teil 2/3]
  • Lorange, Anders: Ueber Spuren römischer Cultur in Norwegens älterem Eisenalter. (Schluss folgt.) [Teil 1/2]
  • Miscellen und Bücherschau
  • Mannhardt, Wilhelm: Die lettischen Sonnenmythen. (Schluss.) [Teil 3/3]
  • Lorange, Anders: Ueber Spuren römischer Cultur in Norwegens älterem Eisenalter. Schluss. [Teil 2/2]
  • Miscellen und Bücherschau
  • Korrekturen: Infolge nicht deutlichen Manuscripts und der Unmöglichkeit, dem Autor Correctur der Druckbogen zu senden, hat sich leider in die Dalton-Flex'sche Ethnologie Bengalens eine ungewöhnliche grosse Anzahl Druckfehler eingeschlichen, deren Verzeichniss wir nachstehend publiciren. [Artikel s. Bd. 5.1873 u. Bd. 6.1874]
  • Leerseite
  • Stein, F. von: Die Mongolen
  • Stein, F. von: Die Tanguten
  • Schwartz, Wilhelm: Die neuste, durch die deutsche anthropologische Gesellschaft veranlasste Sagenbildung. Eine anthropologisch-mythologische Studie
  • Lyttelton Annesley: Erzählungen im Astor-Thal, Kashmir
  • Schwartz, Wilhelm: Zum Ursprung der Gebräuche der Urzeit. Miscelle
  • Miscellen und Bücherschau
  • Zeitschriftenheft: Verhandlungen der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte. Jahrgang 1875
  • Vorsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Die Skopzensekte in Russland. 
keine andern Folgen gehabt, als dass sie dieselben zu dem Glauben veran- 
lasste, ihre Sekte werde besonders begünstigt und beschützt. 
Das wichtigste und folgenschwerste Merkmal, welches die Skopzen von 
allen anderen Sekten unterscheidet und sie gleichsam aus der Reihe der 
übrigen Menschheit heraushebt, ist unstreitig die-Kastration. 
In der ersten Zeit des Bestehens der Sekte wurde diese Operation durch 
Brennen der testiculi mit glühenden Eisen vollzogen, woher sie denn auch 
den Namen der ,Feuertaufe* erhielt. Später wurde sie vermittelst eines 
scharfen Instruments, eines Messers oder Meissels, durch einen besonders 
dazu berufenen Meister oder den vorzüglichsten Lehrer bewirkt, nachdem das 
scrotum mit einem Faden fest umbunden worden. Die Blutung wurde nur 
durch sehr unvollkommene Mittel, wie Brennen mit glühenden Eisen und 
einzelne Salben, nie durch Unterbinden der Adern gestillt. Soldaten und 
Matrosen vollziehen die Operation oft an sich selbst mit einem Messer oder 
auch mit einer Axt, Gefangene zuweilen sogar mit einem Stücke Glas oder 
Blech. Diese Art der Verstümmelung nennen die Skopzen ,erstes^ oder 
„kleines Siegel“, „erste Weisse“, „erste Reinheit“, „Besteigung des schecki- 
gen Pferdes“. 
Da aber diese Verstümmelung nach physiologischen Gesetzen den Ge- 
schlechtstrieb nicht ganz zerstört und, besonders wenn sie im reiferen Alter 
erfolgt, die Fähigkeit zum coitus erhalten bleibt, gingen die Fanatiker noch 
weiter und liessen sich in majorem gloriam auch den penis abschneiden. 
Dies ist die „volle Taufe“, das „zweite“ oder „kaiserliche Siegel“, die „zweite 
Weisse“ oder „Reinheit“, das „Besteigen des weissen Pferdes“. Diese Ope- 
ration wird derartig ausgeführt, dass entweder scrotum und penis zusammen 
unterbunden und dann mit einem Male abgeschnitten oder mit einer Axt 
abgehauen werden, oder dass zuerst die Entfernung der testiculi und dann 
die Abnahme des penis erfolgt. Die Skopzen halten diese letztere Methode 
für weniger gefährlich. Ausnahmsweise kommt auch die Abnahme des penis 
allein vor. 
Viele der ,zweiten Reinheit^ Beflissenen tragen zinnerne oder bleierne 
Pflóckchen mit einem Kopfe in der Harnróhre, theils um das freiwillige 
Fliessen des Urins, theils um die Verengerung oder das Zuwachsen des Harn- 
kanals nach der Abnahme des penis zu verhindern. 
Von den sonst noch entdeckten Variationen der Spezies „Skopze“ wer- 
den noch die Perewértyschi genannt, die dadurch verstümmelt worden 
sind, dass man ihnen in der Kindheit schon die Samenstránge abgedreht 
und somit den Zusammenhang der testiculi mit dem Kórper aufgehoben hat. 
J. P. Liprandi nennt auch noch die Prokolyschi, bei welchen der Ge- 
schlechtstrieb durch Abbinden des scrotum und Durchstechen der Samen- 
stränge mit Nadeln ertôdtet worden ist. 
Auch die zur Sekte gehôrigen Frauenzimmer werden verschnitten. 
Bei den verschiedenen Untersuchungen auf diesem Gebiete hat man stets 
17
	        

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