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Ostpreußisches Sagenbuch

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Ostpreußisches Sagenbuch

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714158
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714158
Persistenter Identifier:
BV047874629
Titel:
Ostpreußisches Sagenbuch
Sonstige Person:
Krollmann, Christian
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Insel-Verlag
Erscheinungsjahr:
1915
Titel der Serie:
Insel-Bücherei
Signatur:
LC 82130 K93(2)
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Kunst und Wissen

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
III. Stück. Wie die Preußen sich zum christlichen Glauben bekehrten
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Ostpreußisches Sagenbuch
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Titelseite
  • Kapitel: I. Stück. Von den heiligen Eichen im Lande Preußen
  • Kapitel: II. Stück. Von den Aposteln der Preußen
  • Kapitel: III. Stück. Wie die Preußen sich zum christlichen Glauben bekehrten
  • Kapitel: IV. Stück. Von der Frömmigkeit der alten Ordensbrüder
  • Kapitel: V. Stück. Von den bußfertigen Rittern
  • Kapitel: VI. Stück. Von den Kriegen des Deutschen Ordens mit den alten Preußen
  • Kapitel: VII. Stück. Sagen von Herzog Swantepolk
  • Kapitel: VIII. Stück. Von heiligen Frauen in Preußen
  • Kapitel: IX. Stück. Von den Litauer-Kriegen
  • Kapitel: X. Stück. Von übermütigen Bauern in Preußen
  • Kapitel: XI. Stück. Vom großen Kriege und der Tannenberger Schlacht
  • Kapitel: XII. Stück. Allerlei wunderbare Geschichten aus alten Zeiten
  • Kapitel: XIII. Stück. Was sich in Königsberg Seltsames ereignet hat
  • Kapitel: XIV. Stück. Familiensagen
  • Kapitel: XV. Stück. Litauische Sagen
  • Kapitel: XVI. Stück. Masurische Sagen
  • Kapitel: XVII. Stück. Schildbürgersagen aus Preußen
  • Nachwort: Nachwort
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Literaturverzeichnis: Quellennachweis
  • Werbung
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Menschen nichts zu schaffen haben. Darauf ging Bruno in seine 
Herberge, zog seinen bischöflichen Ornat an und“trat also wieder 
vor den Fürsten; dieser ließ ihn jetzt vor sich kommen und sprach zu 
ihm: „Wenn du willst, daß wir dir glauben, so mußt du mitten durch 
das Feuer gehen und unversehrt bleiben.“ Das sagte ihm Bruno mit 
Freuden zu. Es ließ darauf der Fürst zwei große Haufen Holz neben⸗ 
einander setzen; die ließ er anzünden, und als beide lichterloh brannten, 
da war es, als wenn sie nus eine einzige große Flamme ausmachten. 
Durch dieses Feuer sollte der Heilige gehen; der war aber unerschrocken 
und freudig in Gott; er hob an zu beten, besprengte sich mit Weih⸗ 
wasser und beräucherte das Feuer mit Weihrauch, dann ging er durch 
dasselbe, mitten durch, getroft und unverletzt, daß auch nicht ein Här⸗ 
chen auf seinem Haupte war angesengt worden. Als dieses der Fürst ge⸗ 
sehen, ist er mit allen den Seinigen dem heiligen Manue zu Füßen ge⸗ 
fallen und hat ihn um Verzeihung gebeten, und alle ließen sich taufen. 
Der Fürst hatte noch zwei Brüder, welche bei ihrem heidnischen 
Götzendienste verblieben Brumo suchte derohalben auch sie ziu bekehren. 
Allein der eine von ihnen ließ ihn gefänglich einziehen und ihm in Gegen⸗ 
wart einer großen Menge Volks den Kopf abschlagen. Allein pon 
Stund an ward dieser Fürst blind, und alle, so dabeistanden, er— 
starrten also, daß sich niemand von der Stelle bewegen konnte. Sie 
wurden auch nicht eher wieder gesund, als bis der bekehrte Bruder 
kam und für sie betete und sie sich nun alle zum christlichen Glauben 
bekehrten. Dieses ist geschehen im Jahre Eintausend und in der 
Provinʒ Litauen. 
Wie andre erzählen, soll dieser fromme Mann nicht Bruno von 
Querfurt gewesen fein, sondern Bonifazius geheißen haben. 
uII. Wie die Preußen sich zum christlichen Glauben 
bekehrten 
8. Der getreue Matho 
Zur Zeit, als der Orden zuerst nach Preußen kam, wohnte im Lande 
Pomesanien ein vornehmer Häuptling namens Pipin, der den Bruͤ—
	        

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