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Münchner Beiträge zur Völkerkunde, 11.2007

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Münchner Beiträge zur Völkerkunde, 11.2007

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-714040
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714040
Persistenter Identifier:
BV047806981
Titel:
Die "härteste Bühne der Welt... "
Untertitel:
Straßenmusik in Hamburg : ethnologische und musikwissenschaftliche Annäherungen
Autor:
Rösing, Helmut
Herausgeber:
Kokot, Waltraud
Reich, Simone
Sell, Simon
Erscheinungsort:
Hamburg
Verlag:
European Port Cities
Erscheinungsjahr:
2004
Titel der Serie:
Lines
Signatur:
LB 87030 hae
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Materielle Kultur

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Hamburg als Ort der Straßenmusik: Ansichten und Erfahrungen Interview mit Abi Wallenstein
Sonstige Person:
Wallenstein, Abi
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Abbildung

Strukturtyp:
Abbildung
Titel:
Freie und Hansestadt Hamburg, Bezirksamt Hamburg-Mitte Klosterwall 8, 20095 Hamburg, Telefon 42854-2777 Merkblatt für Straßenmusik und Straßentheater
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Münchner Beiträge zur Völkerkunde
  • Münchner Beiträge zur Völkerkunde, 11.2007
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Zeitschriftenheft: Bd. 11, 2007
  • Protokoll: Bericht des Direktors über das Staatliche Museum für Völkerkunde München im Jahre 2006
  • Leerseite
  • Golte, Jürgen: Zwei außergewöhnliche Stücke der Moche-Sammlung des Staatlichen Museums für Völkerkunde München: Ein Beitrag zur Methode bei der Interpretation der Moche-Vasenmalerei
  • Leerseite
  • Frembgen, Jürgen Wasim: Reinheit, Segen und Wohlgeruch Beiträge zur Ethnographie von Rosenwasser und Rosenöl im muslimischen Orient
  • Kennerknecht-Hirth, Maria-Magdalena: "Kranke & zwar auch recht ekelhafte" auf dem "Vorhang eines chinesischen Doktors"
  • Rossberg, Hans-Ulrich: Japanische Helme des 16. bis 19. Jahrhunderts in den Beständen des Staatlichen Museums für Völkerkunde München
  • Appel, Michaela: Die frühesten Südsee-Bestände des Staatlichen Museums für Völkerkunde München Teil 4
  • Klein, Dieter: Beamte, Kapitäne und Kaufleute - Sammeln zu Kaiser Wilhelms Zeiten für das Königlich Ethnographische Museum in München
  • Olig, Silke: Zeichen am Sepik. Die Neuguinea-Sammlung Joseph Hartl im Staatlichen Museum für Völkerkunde München. Teil 1
  • Leerseite
  • Timmermann, Otto Friedrich: Buran - der Wintersturm der Steppe
  • Leerseite
  • Protokoll: Festvortrag anlässlich des 25jährigen Bestehens des Freundes- und Förderkreises des Staatlichen Museums für Völkerkunde München
  • Protokoll: Fördertätigkeit und Entwicklung des Freundeskreises 1981-2006. Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen des Freundes- und Förderkreises
  • Protokoll: 25 Jahre Freundes- und Förderkreis
  • Leerseite
  • Nachruf: Hans-Joachim Paproth 4. März 1942-24. Januar 2007
  • Leerseite
  • Sonstiges: In der Reihe "Münchner Beiträge zur Völkerkunde" sind bisher erschienen [...]

Volltext

der Samurai-Kaste zugerechnet wurden. Anders als hochrangige Krieger erhielten sie ihre 
Ausrüstung, bestehend aus Helm und mehr oder weniger komplettem Körperschutz, meist 
direkt aus den Magazinen ihres Feudalherren. Daher hat sich für solche Stücke der Begriff 
okashi gusoku(geliehene Rüstung) eingebürgert, der auch als Synonym für qualitativ minder- 
wertige Rüstungen verwendet wird (Schweizer 2002: 59). 
Vergleichsstücke: 
Bottomley & Hopson 1988: 139 
Sasama 1981: 314 
Kana sabi ji shimai bari nunome zogan momonari bachi 
Pfirsichförmiger Helmkopf aus vier gebeizten Platten mit Tauschierungen(Abb. 8, 8a, 
8b, 8c) 
Frühe Edo-Zeit (1603–1650) 
H: 23,7; L. 23,7 (inkl. mabezashi); B. 20,8; Materialstärke 0,09; Gewicht 1,5 kg 
Provenienz: Sammlung Schedelmann 
Inv. Nr. 24-2-1 
Neben den echten nanban bachi, also den importierten oder in japanischen Werkstätten nach- 
empfundenen europäischen 
Helmen,53geht 
auch der momonari bachi(pfirsichförmiger 
Helmkopf), einer der meistproduzierten Helmtypen des späten 16. und frühen 17. Jahr hun - 
derts, deutlich auf den Einfluss europäischer Stücke 
zurück.54 
Der simple Aufbau des Helmkopfes aus zwei oder, etwas häufiger, vier Platten ermöglich- 
te die Massenproduktion solcher Stücke. Dieser Umstand, sowie die als exotisch empfundene 
Form machten ihn zu einem der beliebtesten Helmtypen an der Wende vom 16. zum 17. Jahr - 
hundert. 
Als typisch gelten das weit nach oben gezogene, steil abfallende Rückteil, das in seinem 
oberen Drittel konkav eingezogene Vorderteil und der hochstehende Zentralkamm, der sich 
über die ganze Länge des Helmkopfes zieht. Die Form solcher Helme wurde in Europa übri- 
gens gern mit der einer phrygischen Mütze verglichen. 
Diesem Muster folgt auch der Münchener momonari bachi, wobei er noch einige zusätzli- 
che Besonderheiten aufweist. 
53Als nanban bachiwerden nicht nur die wenigen nach Japan gelangten Helme aus europäischer Produktion 
bezeichnet, sondern auch die nach dem Vorbild europäischer Helme oder ziviler Kopfbedeckungen in 
Japan selbst hergestellten Stücke. 
54Bottomley & Hopson 1988: 144. Im Gegensatz zu den klassischen Helmen wurden die momonari bachi, 
wie die meisten der massenproduzierten »modernen« Helme, nur äußerst selten datiert oder signiert. 
Exakte zeitliche Zuordnungen sind daher schwierig. Einer der wenigen datierten momonari bachifindet 
sich im Katalog der Sammlung Mène (Portier 1913: 20). Der dort abgebildete Helm ist signiert und datiert: 
»Myôchin, fünftes Jahr (des nengyo) keicho«, also 1601. Dies, wie auch zeitgenössisches Abbildungs - 
material, legt die Vermutung nahe, dass die Helme vom momonari-Typ in der späten Momoyama-Epoche 
– etwa um 1580 – entstanden. Sehr ähnliche Stücke sind mit den sogenannten Schützenhauben zur glei- 
chen Zeit auch für Europa belegt. 194
	        

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