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Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, N.F. 13=23.1893

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CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, N.F. 13=23.1893

Mehrbändiges Werk

Strukturtyp:
Mehrbändiges Werk
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-715339
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-715339
Persistenter Identifier:
BV047657679
Titel:
Das deutsche Dorf
Autor:
Rebensburg, Heinrich
Erscheinungsort:
München
Verlag:
R. Piper & Co., Verlag
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Raumforschung
Kunst
Geschichte
Geologie und Geographie

Band

Strukturtyp:
Band
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713989
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713989
Persistenter Identifier:
BV047657697
Titel:
Das deutsche Dorf, [Erster Band], Süddeutschland
Untertitel:
mit hundertvierundneunzig Abbildungen
Erscheinungsjahr:
1913
Größe der Vorlage:
VII, 203 Seiten
Signatur:
LB 71085 R291-1
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
VI. Technische und gewerbliche Bauten
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Abbildung

Strukturtyp:
Abbildung
Titel:
129. Schleifmühle bei Idar an der Nahe 130. Säge bei Altweier im Elsaß
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien
  • Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, N.F. 13=23.1893
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Autorenindex: Autoren-Register
  • Zeitschriftenheft: Bd. 23, 1893, Heft 1
  • Zeitschriftenheft: Bd. 23, 1893, Heft 2
  • Zeitschriftenheft: Bd. 23, 1893, Heft 3
  • Zeitschriftenheft: Bd. 23, 1893, Heft 4
  • Zeitschriftenheft: Sitzungsberichte, 1893, Nr. 1
  • Zeitschriftenheft: Sitzungsberichte, 1893, Nr. 2
  • Zeitschriftenheft: Sitzungsberichte, 1893, Nr. 3/4
  • Protokoll: Monats-Versammlung am 9. Mai 1893
  • Protokoll: Ausschuss-Sitzung am 20. Mai 1893
  • Protokoll: Ausschuss-Sitzung am 14. November 1893
  • Protokoll: Monats-Versammlung am 14. November 1893
  • Protokoll: Monats-Versammlung am 12. December 1893
  • Abbildung
  • Abbildung
  • Abbildung
  • Abbildung
  • Ortsindex: Verzeichniss der Institute, Vereine und Redactionen, mit welchen die Anthropologische Gesellschaft in Wien im Schriftentausch steht
  • Nachruf: Ingwald Undset
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

‚06 
Bronzereifen (Ohrring?) mit bommelartigem Anhängse} 
nebst einem kleinen Bronzenagel mit Kopf gefunden, 
Noch muss ich erwähnen, dass beim Beginne des 
Canalbaues (oberhalb der Ausmündung desselben) ein 
Skelet aufgedeckt wurde, wovon leider nichts erhalten 
Fig. 41. Nähnadel aus Eisen von Lobositz. ?/, nat. Gr. 
blieb und bei welchem ein kleines Eisenmesser*), ein 
flacher, kleiner, gekerbter Bronzering nebst einigen 
Feuersteinsplittern, welche deutliche Kisenrostspuren 
tragen, gefunden wurde, Diese Grabstätte konnte ich 
nicht mehr untersuchen, da dieselbe bei meiner Ankunft 
bereits übermauert war. 
5. Herr Ludwig Hans Fischer übersendet einen 
Bericht über 
Neolithische Funde in Schönbühl an der Donau 
(Niederösterreich, Gerichtsbezirk Melk). 
(Mit 11 Text-Illustrationen.) 
Die Donau in Niederösterreich scheint im frühesten 
Alterthume eine ganz besondere Bedeutung gehabt zu 
haben, nicht nur als sicherer Verkehrsweg, sondern 
auch als Grenzscheide von einzelnen Volksstämmen, 
Es macht den Eindruck, als ob vom Norden herab 
und vom Süden hinauf sich hier die Volksmassen 
gleichsam gestaut hätten, denn die Menge der Ansiede- 
lungen, welche an den beiden Steilufern des jetzigen 
und einstigen Flussbettes zu finden sind, ist eine auf- 
fallende, und stets mehrt sich die Zahl der aufgedeckten 
historischen und vorhistorischen Ansiedelungen, 
Am rechten Ufer, von Melk bis hinab nach Hain- 
burg, zeichnen sich die Ufer durch einzelne vor- 
1) Dieser Fund wird im Bürgermeisteramte aufbewahrt. 
zeschobene Anhöhen aus, die von der Natur schon zu 
oefestigten Anlagen geschaffen, oft nur geringer Nach- 
hilfe bedurften, um ihre Bestimmung zu erfüllen, Solche 
Punkte, die in prähistorischer Zeit schon bewohnt 
waren, weisen in der Regel eine spätere Besiedelung 
lurch die Römer auf, und heute krönen sie Klöster, 
Burgen oder Städte, wie: Melk, Göttweig, Mautern, 
Hollenburg u. 8. w. 
Bei allem guten Willen, etwas zu finden, ist es 
loch zumeist der Zufall, dem man eine neue Entdeckung 
zu danken hat, und so liess mich auch der Zufall nahe 
dem Kloster in Schönbühl bei Melk ein Steinbeil aus 
Serpentin auflesen, welches mich bald auf die Spur 
einer prähistorischen Ansiedelung brachte. Der Fahrweg, 
auf dem ich das Steinbeil fand, durchschneidet, einen 
kleinen Hohlweg bildend, den Boden einer alten An- 
siedelung, wahrscheinlich eines einzelnen Gehöftes, der 
sich durch die graue Erdfarbe bald verrieth, 
Die Terrainschwierigkeiten gestatteten mir vorläufig 
nicht mehr, als je 3m? an zwei neben einander liegenden 
Parcellen abzugraben. Grabungsversuche an mehreren 
anderen Stellen blieben ohne Resultat; ich musste es 
daher wieder dem Zufalle überlassen, eine günstige 
Stelle zu weiteren Grabungen zu finden, 
Im Nachfolgenden gebe ich den Bericht über das 
Resultat meiner Ausgrabungen. Bei dem verhältniss- 
mässig geringen Umfange der aufgedeckten Schichte 
war das Resultat ein ganz günstiges und gibt ein 
gutes Gesammtbild dieser neolithischen Ansiedlung. 
Die Aschenschichte, in der die meisten Artefacte 
lagen, war l10—15 cm dick; weiter davon entfernt war 
die Schichte gegen den darunter liegenden Löss dunkel, 
bräunlich gefärbt und speckig horizontal blätterig. 
\lle darin vorkommenden Gegenstände waren bunt 
Äiurcheinander gestreut, Topfscherben und Bruchstücke 
von den verschiedensten Artefacten und Knochen. 
Die Topfscherben sind !/,—1 cm dick, von grobem 
Materiale, an den Aussenflächen von feinerem, lichtbraunem 
Thon, im Kern aber schwarz, mit groben Sandkörnern 
gemischt. Die Ränder der Gefässe sind glatt, nicht 
umgestülpt, oft leicht nach innen oder aussen gebogen. 
Die Scherben lassen ihrer Krümmung nach auf Gefässe 
mit einem Durchmesser von 20—40 cm schliessen, 
Wenn Ornamente darauf vorkommen, so sind es zu- 
meist aufgelegte Wülste, die mit dem Finger oder einem 
[nstrumente in gewissen Abständen eingedrückt wurden 
Fig. 42—45). 
Bemerkenswerth ist, dass in Göttweig gefundene 
Gefässscherben denen in Schönbühl sehr gleichen, wie 
auch das von mir gefundene Steinbeil in Form und 
Gestein einem in Göttweig gefundenen gleicht, 
Aus Thon gebrannt war ferner ein Webstuhlgewicht 
Fig. 46) von ecylindrischer Form mit einem Loche in 
ler Achse des Cylinders. Der Thon war durch die 
Feuchtigkeit der Erde ganz mürbe, SO dass ich das 
Webgewicht nur in Stücken erhielt; ich habe dasselbe 
aber noch ganz gesehen, als es beim Graben zum Vor- 
schein kam, 
Zahlreiche unregelmässige Stücke gebrannten Thones, 
die vor dem Brennen mit Stroh gemenet waren, halte
	        

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