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Globus, 36.1879

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

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Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 36.1879

Mehrbändiges Werk

Strukturtyp:
Mehrbändiges Werk
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-715339
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-715339
Persistenter Identifier:
BV047657679
Titel:
Das deutsche Dorf
Autor:
Rebensburg, Heinrich
Erscheinungsort:
München
Verlag:
R. Piper & Co., Verlag
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Raumforschung
Kunst
Geschichte
Geologie und Geographie

Band

Strukturtyp:
Band
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713989
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713989
Persistenter Identifier:
BV047657697
Titel:
Das deutsche Dorf, [Erster Band], Süddeutschland
Untertitel:
mit hundertvierundneunzig Abbildungen
Erscheinungsjahr:
1913
Größe der Vorlage:
VII, 203 Seiten
Signatur:
LB 71085 R291-1
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
VI. Technische und gewerbliche Bauten
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Abbildung

Strukturtyp:
Abbildung
Titel:
117. Prosselsheim bei Kitzingen
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 36.1879
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichniß
  • Zeitschriftenheft: No. 1. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 2. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 3. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 4. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 5. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 6. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 7. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 8. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 9. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 10. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 11. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 12.1879
  • Zeitschriftenheft: No. 13. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 14. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 15. 1879
  • Eine Reise in Griechenland. (Nach dem Französischen des Herrn Henri Belle.) II.
  • Besteigung des Maranai in den Albanischen Alpen
  • Gustav Nachtigal's Reisewerk. II.
  • Andree, Richard: Zur Volkskunde von Felix Liebrecht
  • Aus allen Erdtheilen
  • Zeitschriftenheft: No. 16. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 17. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 18. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 19. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 20. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 21. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 22. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 23. 1879
  • Zeitschriftenheft: No. 24. 1879
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

122 Prof . Georg Gerland : 
ganzen Völkern : ein Kind , welches man zwingt , früh reif zu fein , geht , wie die Erfahrung in vielen traurigen Fällen ge - lehrt hat , zu Grunde oder verkümmert ; das Bild von einer übertriebenen Pflanze , welches man so gewöhnlich hierbei an - wendet , ist mehr als Bild , es ist vollkommene Analogie . Ebenso ist es aus rein physiologischen Gründen so schwierig , so gefährlich für Wohlfahrt und Leben eines Volkes , wenn es durch historische Schicksale zu einem Sprung in seiner EntWickelung gezwungen ist . Je größer der Unterschied des frühern und des neuen Zustaudes ist , desto gefährlicher ist der Sprung . Einen solchen Sprung nun , und zwar einen außerordentlich großen , mnthet unsere heutige Zivilisation den Naturvölkern zu . 
Wollen wir nun die Einwirkung der Civilisation auf die Indianer schildern , so gerathen wir wieder in dieselbe Ver - legenheit wie bei Schilderung ihres Naturzustandes : wir müssen das , was in äußerster Vielartigkeit und Verwickelung zu gleicher Zeit auf die Indianer einwirkt , das müssen wir in seine einzelnen Momente zerlegen und diese nach einander eingehend besprechen . So aber wirken sie nicht : vielmehr wurzelt gerade in diesem gleichzeitigen Einwirken und in der Mannhaftigkeit der gleichzeitigen Einflüsse die furchtbare Kraft ihrer verderblichen Wirkungen . Es ist wichtig , daß wir uns diesen Umstand immer gegenwärtig halten . 
Diejenigen üblen Einflüsse der Civilisation , welche sie ans unentwickelte Völker nur durch sich selbst , durch die Eigen - artigkeit ihrer Entwickelung gleichsam unschuldig und ohne es zu wollen ausübt , werden für uns von befonderm Jnter - esse sein . Denn sie sind es besonders oder richtiger gesagt , sie sind es allein , auf welche sich die Theorie von dem tödt - lichen Hauche der Civilisation , von dem natürlichen , gesetz - mäßigen Hinschwinden nicht civilisirter Racen vor der Civi - lisation und also auch die Theorie von der größern oder geringer» Vitalität , von der höhern und Niedern Befähi - guug und Bestimmung oder Berufung der Raceu stützen kann . Diese Einflüsse der Civilisation sind es , welche wir zunächst besprechen wollen : nnd zwar wenden wir uns zuerst zum Leben des ganzen Körpers , zum vegetativen Leben , um zu sehen , wie nach dieser Seite hin die Kulturvölker so viel günstiger gestellt sind , warum sie das sind und inwiefern ihre bessere Gewöhnung bei plötzlicher Berührung den Natur - Völkern schaden kann . 
Da sind es vornehmlich die Krankheiten , welche dnrch die Civilisation den Indianern uud allen Naturvölkern ge - bracht sind . Diese Krankheiten sind sehr verschieden und namentlich die Art ihrer Mittheilnng , die auch wieder sehr verschieden ist , muß uns interessiren . Theils nämlich scheinen Krankheiten unter den Naturvölkern auch dann schon zu ent - stehen , wenn sie mit ganz gesunden civilisirten Menschen in Berührung kommen , so daß also eine direkte Ansteckung durchaus unmöglich erscheint , die Krankheiten auch nur unter dem betreffenden Naturvolk , keineswegs aber unter den ein - gewanderten Trägern der Civilisation ihre Wirkung zeigen . Sie entstehen also ohne irgend welchen anderen ersichtlichen Grund als durch die Berührung mit den Weißen , und wir wollen sie deshalb vorläufig spontane Berührungskrankheiten nennen . Die zweite Klasse ist wesentlich anderer Art : es sind dies Krankheiten , die auf unmittelbarer Ansteckung , auf Uebertragung der Krankheiten selbst erkrankter Einwanderer beruhen . Die dritte Klasse kann man geradezu Civilisirungs - krankheiten nennen : es sind mehr oder minder schwere Lei - den , welche durch die Annahme der Civilisation , durch die völlige Veränderung der Lebensweise des betreffenden Volkes entstehen , welche in Folge dieser Veränderung eintreten . 
lieber - die ersten Arten von Krankheiten läßt sich kaum etwas mehr sagen , als was ich schon in meiner frühern Ab - 
Die Zukunft der Indianer . 
Handlung über das Aussterben der Naturvölker gesagt habe . Die spontanen Berührnngskrankheiten sind namentlich für den Stillen Ocean , von der Osterinfel bis zu den Marianen vielfach beobachtet und behauptet , für Amerika weniger : doch erwähnt Drake^ ) , daß in Neuengland kurz nach dem Schei - tern eines französischen Schiffes an Kap Cod eine verhee - rende Krankheit unter den Indianern ausgebrochen sei . Das „ congestive fever " , welches zwischen 1820 und 1830 am Columbia viele Opfer dahinraffte , foll nach der Ansicht der Indianer nach der Ankunft eines amerikanischen Schiffes ausgebrochen sein 2 ) . Besser beobachtet und verläßlicher sind Hnmboldt's oft wiederholte Angaben , daß die Ankunft von Schiffen aus Chile in Panama nnd Calao den Anfang großer Epidemien des gelben Fiebers bezeichneten , obwohl doch Chile selbst eines der gesundesten Länder der Welt sei und das Fieber nicht kenne . Allein zu wissenschaftlicher Behandlung sind alle diese Beispiele nicht zu verwenden , weil sie zu all - gemein , zu wenig exakt sind ; wie denn auch George Gibbs sehr mit Recht an der Richtigkeit jener Ansicht zweifelt , welche die Colnmbier hegten . Auch die Angaben aber , welche wir ans dem Stillen Ocean besitzen und die ich ( Aussterben der Naturvölker S . 10 f . ) , zusammengestellt habe , sind sehr wenig exakt und zu wirklich eingehend naturwissen - schastlicher Behandlung absolut unverwendbar . Sollten sie wirklich exakte Einzelresultate ergeben können , so müßte man 1 ) den Gesundheitszustand der betreffenden Schiffe , nach deren Ankunft jene Krankheiten ausbrachen , genauer kennen , als ihn jene allgemeine Phrase schildert , die Mannschaft sei gesund und frei von jenen Krankheiten ge - wesen , welche in Folge des Besuches entstanden . Man müßte das Tagebuch des Schiffsarztes haben , oder vielmehr der Schiffsarzt müßte von Anfang der Fahrt an die Mann - schast behufs Aufklärung jener spontanen Berührungskrank - heiten beobachtet haben ; man müßte die Stationen der be - treffenden Schiffe , die Lebensweise der Mannschaft daselbst genau kennen n . f . w . —> Forderungen , welchen kaum je Genüge geleistet werden kann . Ebenso müßte man 2 ) den frühern Gesundheitszustand der später erkrankten Eingeborenen genau kennen , sowie ihre Lebensweise nach Abfahrt des Schiffes ; man müßte genau wissen , wann und wie die Erkrankung eingetreten sei , genau die Art der Krankheit selber kennen — anch hier also lauter Forderungen , welche so ausführlich sich gar nicht erfüllen lassen . Wir können also nur ganz int Allgemeinen die Thatsache als richtig gelten lassen , daß ge - snnde Menschen zu solchen Völkern , die ihnen fern oder über - Haupt fern vom Verkehr wohnen , Krankheiten bringen können , und zwar bei einem Besuch auch wohl ganz ver - schiedenartige Krankheiten . 
Die Erklärung , welche ich vor 10 Jahren für diese That - sachen gegeben habe^ ) , finde ich durch die neueren Unter - suchungen aus diesem schwierigen Gebiet nur bestätigt . Es sind folgende : alle diese spontanen Berührungskrankheiten sind kontagiöse Krankheiten , deren Kontaginm , wie die Kon - tagten meist , auf trockenem Wege , durch die Luft u . f . w . , übergeführt wird . Aber das Kontagium ( mag man in dem - selben nnn Spaltpilze oder irgend etwas anderes sehen ) wirkt nur , wenn es einen ihm günstigen Boden , die richtige Dis - Position , findet . Diese Disposition ( gleichviel , ob dieselbe auf einem bestimmten Stoff , der im Körper euthalteu und Nahrung des Kontagiums ist , oder , nachNägeli , in bestimm - ten chemischen Verhältnissen beruht , die zum Gedeihe» des Kontagiums gehören ) ist nun bei Einzelnen , aber auch bei 
Bei Maitz 2 , I , 164 . 
2 ) G . Gibbs in Contribntions of North Amer . Ethnol . I , 208 . 
3 ) Aussterben der Naturvölker S . 12 f .
	        

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