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Globus, 61/62.1892

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Nutzungslizenz

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Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 61/62.1892

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713907
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713907
Persistenter Identifier:
BV047607399
Titel:
Dalmatien und Montenegro
Untertitel:
Blicke ins "Kulissenland"
Autor:
Floericke, Kurt
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Vereinigung Heimat und Welt
Erscheinungsjahr:
1911
Signatur:
2019 A 48
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Soziale Organisation und Praxis

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Dalmatien
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
I. Historisches
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 61/62.1892
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis des LXI. Bandes
  • Korrekturen: Druckfehler im LXI. Bande
  • Zeitschriftenheft: Nr. 1. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 2. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 3. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 4. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 5. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 6. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 7. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 8. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 9. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 10. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 11. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 12. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 13. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 14. 1892
  • Sapper, K.: Reise durch die Lockscomb Mountains (Honduras)
  • Seler, Eduard: Die Lichtbringer bei den Indianerstämmen der Nordwestküste und ihre Darstellung im Bilde. II.
  • Goeze: Morris' Bericht über die Zustände der britischen Inseln Westindiens
  • Steffens, C.: Die Umgestaltung der Landschaft durch Biber
  • Le Marinels Reise nach Katanga
  • Kobelt, W.: Heilprins Erforschung von Yukatan
  • Sauer, A.: Ein neuer Tertiär-Vulkan nahe bei Stuttgart
  • Zeitschriftenrezension: H. Schaaffhausen, Die Kelten. "Aus der Festschrift zum fünfzigjährigen Jubiläum des Vereins von Altertumsfreunden im Rheinlande"
  • Zeitschriftenrezension: Richard Schütt, Meerferne und Küstenerreichbarkeit im mittleren Europa (mit 2 Karten)
  • Zeitschriftenrezension: Georg Hartmann, Der Einfluß des Treibeises auf die Bodengestalt der Polargebiete
  • Aus allen Erdteilen
  • Zeitschriftenheft: Nr. 15. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 16. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 17. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 18. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 19. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 20. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 21. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 22. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 23. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 24. 1892
  • Sonstiges: [Inhalt, Eingegangene Neuigkeiten, Werbung]
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis des LXII. Bandes
  • Korrekturen: Druckfehler im LXII. Bande
  • Leerseite
  • Zeitschriftenheft: Nr. 1. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 2. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 3. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 4. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 5. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 6. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 7. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 8. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 9. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 10. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 11. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 12. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 13. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 14. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 15. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 16. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 17. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 18. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 19. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 20. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 21. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 22. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 23. 1892
  • Zeitschriftenheft: Nr. 24. 1892
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Dr. Goeze: Morris' Bericht über die Zustände der britischen Inseln Westindiens. 
217 
Früchte dieser dünnschaligen, allein Anscheine nach nur West 
indien eigenen Spielart werden entweder so wie sie gepstückt 
sind oder auch in Salzwasser eingemacht, nach den Vereinigten 
Staaten verschifft, gleichfalls der durch Pressung gewonnene 
Saft, sei cs tu rohem oder konzentriertem Zustande. Auch 
die aus der Schale bereitete Essenz findet einen guten Ab 
satz. — Mehr im Inneren der Insel liefern Kakao und 
Kaffee reiche Ernten. Auch um Gewinnung eines ganz 
vorzüglichen Arrowroots, um Gründung einer neuen Textil 
industrie aus den Blättern des Mauritius-Hanfs (Foureraea 
gigantea, eine den Agaven ähnliche Pflanze) hat sich die 
Montserrat- Gesellschaft große Verdienste erworben. — Die 
zahlreichen Negerdörfer machen durch ihre Reinlichkeit und 
Ordnung auf den Fremden einen guten Eindruck; im ganzen 
sollen 1200 Negerfreisassen in Montserrat leben, jeder von 
ihnen einen bis fünf Morgen Land besitzen und dasselbe in 
trefflichem Kultnrzustande halten. 
^ St. Kitto - Nevis. Die drei Inseln St. Christopher, 
Nevis und Angnilla machen die Präsidentschaft von St. Chri 
stopher und Nevis aus. St. Christopher, gemeiniglich 
Kitto genannt, ist eine reizende Insel mit flaschenförmigen 
Umrissen, sie ist 176 qkm groß, mit etwa 30000 Ein 
wohnern. Der 20 km lange Hauptteil weist mehrere Piks 
und Bergrücken auf, die in dem Mount Misery (1237 m) 
ihren Gipfelpunkt erreichen. Ballen sich Sturmwolken über 
dem Gipfel zusammen, so bilden Berge und Wolken eine 
fantastische Gestalt, die der des heiligen Christoph nicht un 
ähnlich sein mag, wie Kolumbus dieses schon andeutete. In 
hohem Kultnrzustande befinden sich die von zahlreichen, bis 
an das Meer reichenden Schluchten unterbrochenen Abhänge 
zu den Seiten der mittleren Bergrücken, weite, mit Zucker 
rohr bepflanzte Flächen treten zunächst ans, während die höher 
gelegenen Strecken in das tiefe Grün üppiger Grasländereien 
eingehüllt, die Gipfel mit dichten Waldungen besetzt sind. 
Der Boden ist äußerst reich und ergiebig, ein leicht zu bearbeiten 
der Lehm mit einem porösen Substrat von Kies oder zer 
setztem vulkanischem Felsen waltet vor und nur in den hiige- 
ligen und bergigen Distrikten tritt hier und da roter, zäher 
Thon ans. Ab und zu machen sich bedenkliche Dürreperioden 
geltend, unter welchen der Pflanzenwuchs wegen der porösen 
Beschaffenheit des Bodens doppelt zu leiden hat, dessen 
ungeachtet verdient St. Kitto anch jetzt noch den alten Ka- 
raibeuuamen „Llaminga", d. h. die fruchtbare Insel. 
St. Eustatius und Saba sind zwei ganz kleine, nahe 
liegende Inseln, erstere wegen ihres Kraters berühmt, der '°/ 6 
der Insel ausmacht, die zweite, mit nur einem ganz kleinen 
Landungsplätze, bewohnt eine Gesellschaft von Holländern 
und Negern, die im Inneren eines ausgestorbenen Vulkans 
ihr Heim aufgeschlagen haben. 
Nevis liegt in südöstlicher Richtung von St. Kitto, 
wird durch einen 3 l / 2 km breiten Kanal von ihr getrennt. 
Dieselbe enthält samt Redonda 1189 qkm und gegen 
12 000 Einwohner. Fast in der Mitte der Insel erhebt 
sich ein majestätischer Pik (980 m) mit einem dicht bewal 
deten Krater; seine zuerst steilen Abhänge werden allmählich 
wellig und breiten sich in der Runde nach dem Meere ans. 
Der ans Zersetzung kristallinischer Trachpte herrührende 
Boden ist thonhaltig, daher ziemlich schwer zu bearbeiten, 
doch durchaus nicht unfruchtbar. Von den 32 000 Morgen 
Land ist oder war etwa die Hälfte bebaut und Zuckerrohr 
macht die Hanptkultur aus. 
Angnilla, in nordwestlicher Richtung von den beiden 
vorher genannten Inseln gelegen, ist lang, schmal und ziemlich 
flach und bietet ihr Anblick bei einer Ausdehnung von 
91 qkm nur wenig Interessantes. Die Erhebungen treten 
insbesondere längs der Küste ans und weicht das Innere von 
dieser zurück, indem es eine bodenartige Vertiefung bildet. 
Globus LXI. Nr. 14. 
Einen Salzsee, wie es in neueren Beschreibungen über West 
indien heißt, besitzt jedoch diese Vertiefung nicht. Die Dürre 
des Jahres 1890 machte sich hier in der bedenklichsten Weise 
fühlbar und Gärten wie Felder sahen traurig genug aus. 
Rief dies schon einen Notstand hervor, so wurde dieser durch 
das plötzliche Stocken der Phosphorgewinnung auf . der 
benachbarten Insel Sombrero, wo viele Bewohner Anguillas 
eine regelmäßige und lohnende Beschäftigung gefunden hatten, 
noch wesentlich gesteigert. Auf Angnilla selbst bot die Salz 
industrie der kleinen Bevölkerung (3000) einen guten Erwerb, 
doch auch diese befindet sich augenblicklich in einer recht pre 
kären Lage. Für die Erlaubnis, Salz zu gewinnen, muß 
der Pächter eine jährliche Abgabe von 4000 Mark an die 
Regierung zahlen. Der größere Theil der Insel ist felsig 
und arm. Brunnen sind in verschiedenen Gegenden vor 
handen, sind aber stark vernachlässigt; der große öffentliche, 
von der Regierung unterhaltene Brunnen liefert aber selbst 
in Zeiten der Dürre genügend Wasser. Aber die Zustände 
sind ungünstige und die Lage der Bevölkerung in Zeiten der 
Dürre keine beneidenswerte. Auf den Rat der Regierung, 
die arbeitsfähigen Männer nach St. Kitto oder Antigua zu 
bringen, ihnen dort mit ihren Familien Wohnung und sicheren 
Lohn zu verschaffen, gingen nur die wenigsten ein, trotzdem 
die zurückbleibenden Alten und Gebrechlichen mit Einschluß 
der kleinen Kinder auf Staatskosten verpflegt werden sollten. 
Unter diesen Umständen ist es vielleicht verzeihlich, wenn von 
hier mit der naheliegenden, von Franzosen und Holländern 
bewohnten Insel St. Martin ein ziemlich lebhafter Schleich 
handel unterhalten wird. Die Präsidentschaft der 
Virgin Islands, Jungferninseln, besteht aus 30 
bis 40 kleinen zerstreuten Inseln im Osten von Portorico. 
Vom geologischen Standpunkte bilden sie eine submarine 
Verlängerung des Gebirgssystems jener Insel. Ihr Gesamt- 
flächeninhalt wird auf 160 qkm geschätzt, welche von 
5000 Menschen bewohnt werden. Die wichtigsten dieser 
Inseln sind Tortola, Virgin, Gorda und Anegada; letztere, 
wie ihr dünne — die Überschwemmte — andeutet, ist ein nur 
einige Fuß über dem Meeresnivean hervortauchendes Riff. 
Tortola wird aus Hügeln zusammengesetzt, von welchen sich 
der höchste 480 m erhebt; hier war der bei weitem größere 
Teil der Oberfläche einst unter Kultur. Virgin Gorda ist 
ebenso hügelig, aber weniger fruchtbar als Tortola. Die 
früher ausgebeuteten Kupferminen liegen gegenwärtig verödet 
da. — Die Bewohner dieser Inseln sind als tüchtige See 
leute bekannt, was um so erklärlicher ist, da die Schiffahrt 
hier infolge der vielen Riffe und Strömungen eine sehr- 
schwierige ist. 
St. Lucia, mit einem Areal von 614 qkm und einer 
Bevölkerung von circa 45 000 Seelen, zeigt eine sehr hüge 
lige Oberfläche und zieht sich die Haupterhebungsachse mit 
zahlreichen Ketten und bis 1000 m hohen Piks, die durch 
tiefe Thäler getrennt werden, von Norden nach Süden. Durch 
kühnere, markiertere Züge kommt hier die Schönheit der 
1 Szenerie weit mehr zur Geltung als ans den andern Inseln. 
Während die Hügelseiten gemeiniglich steil und bewaldet 
sind, zeichnen sich die weiten Thäler durch außerordentliche 
Fruchtbarkeit aus. Feuchtigkeit ist reichlich vertreten und 
nur selten leidet der Pflanzeuwuchs durch Dürre; dessen 
ungeachtet befindet sich die Landwirtschaft in einem sehr un 
entwickelten Zustande, liegen weite Flächen noch unberührt 
da. Mit Unrecht wird das Klima von St. Lucia als sehr- 
ungesund geschildert und nur einige von Thälern eingeschlossene 
Moräste können als der Gesundheit schädliche hingestellt 
werden, auch die Gefahr vor giftigen Schlangen ist bedeutend 
übertrieben worden. Seitdem der dicht bei der Hauptstadt 
Castries gelegene große Sumpf ansgefüllt worden ist, haben 
sich die gesundheitlichen Verhältnisse beträchtlich gebessert. Zn 
28
	        

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