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Eines Arbeiters Weltreise

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Eines Arbeiters Weltreise

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713911
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713911
Persistenter Identifier:
BV047607176
Titel:
Eines Arbeiters Weltreise
Autor:
Kummer, Fritz
Erscheinungsort:
Stuttgart
Verlag:
Druck und Verlag von Alexander Schlicke & Cie
Erscheinungsjahr:
1913
Signatur:
LB 18000 K96(.913)
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Gesamtdarstellungen und Sammelwerke
Geologie und Geographie

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Dritter Teil: Im Lande der aufgehenden Sonne
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Bei einer Arbeiterfamilie
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Eines Arbeiters Weltreise
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Vorwort: Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Kapitel: Erster Teil: Von Eisenach bis Neujork
  • Kapitel: Der Abschied von der Heimat
  • Kapitel: An Bord der Fidelia
  • Kapitel: Der Plan für die Weltreise
  • Kapitel: Die neue Welt zeigt sich
  • Kapitel: Zweiter Teil: Zwischen dem atlantischen und dem stillen Weltmeer
  • Kapitel: Neujork
  • Kapitel: Großjerusalem
  • Kapitel: Wohnung, Kost und Free-Lunch
  • Kapitel: Bei Onkel Sam in der Volksschule
  • Kapitel: Auf der Suche nach Arbeit
  • Kapitel: Am Schraubstock
  • Kapitel: Mit den sozialistischen Arbeitern
  • Kapitel: Bundeshauptstadt und Bundesregierung
  • Kapitel: In Pittsburg auf der Zimmersuche
  • Kapitel: Die Eisenstadt
  • Kapitel: Vom neuen Babel
  • Kapitel: Im Stahlwerk an der Arbeit
  • Kapitel: Arbeitslöhne in der Stahlinduftrie
  • Kapitel: Der Eintritt in die gewerkschaftliche Zunft
  • Kapitel: Die Neger fünfzig Jahre nach ihrer Befreiung
  • Kapitel: Über das Reisen in Amerika
  • Kapitel: Chikago
  • Kapitel: St. Louis
  • Kapitel: Das deutsche Elend in der neuen Welt
  • Kapitel: Amerikanisches
  • Kapitel: Westwärts
  • Kapitel: Kalifornien
  • Kapitel: Das "Wunder der Welt"
  • Kapitel: Gewerkschaften und Arbeitslöhne am Goldenen Tor
  • Kapitel: Verdienst, Kräfteanspannung und Lebensunterhalt
  • Kapitel: Dollarland, ade!
  • Kapitel: Japanwärts
  • Kapitel: Dritter Teil: Im Lande der aufgehenden Sonne
  • Kapitel: Japans Umwälzung
  • Kapitel: Die Ankunft in Jokohama
  • Kapitel: Im japanischen Gasthaus
  • Kapitel: Bei einer Arbeiterfamilie
  • Kapitel: Tokio
  • Kapitel: Die Besteigung des Fudschijama
  • Kapitel: Mordspatriotismus und Unehrlichkeit
  • Kapitel: Vom proletarischen Heim
  • Kapitel: Die japanische Frau in Ehe und Gesellschaft
  • Kapitel: Liebesgewerbe und Liebesstadt
  • Kapitel: In Fabriken und Bergwerken
  • Kapitel: Industrie, Arbeiterlöhne und Lebenshaltung
  • Kapitel: Von der japanischen Arbeiterbewegung
  • Kapitel: Zwischen Osaka und Nagasaki
  • Kapitel: Vierter Teil: Von China nach Palästina
  • Kapitel: Schanghai
  • Kapitel: Der chinesische Arbeiter
  • Kapitel: Hongkong
  • Kapitel: Von Singapore über Kolombo nach Port Said
  • Kapitel: Im gelobten Land
  • Kapitel: Fünfter Teil: Über Kairo zurück in die Heimat
  • Kapitel: Kairo und die Pyramiden
  • Kapitel: Wieder in Europa!
  • Kapitel: Die Kosten der Weltreise
  • Karte: Karte zur Reise des Verfassers
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Bei einer Arbeiterfamilie., 
a Nakafarugaku-Cho gehört zu den wichtigften Verkehrs- 
adern Tokios. Sie ift noch breiter als eine europäifche 
Großftadtftraße, mit elektrifcher Straßenbahn ausgeftattet 
und durch hohe, fchiefe Telegraphenmaften verunziert. 
Um die Nakafarugaku-Cho herum zieht fich das lateinifche Viertel, 
Die Häufer diefer Straße find zwar auch alle von Holz, haben aber 
durch die Bank zwei Stockwerke. In jedem Erdgefchoß ein 
Gefchäft, fehr oft ein Altbuchhandel. Der Bücherfammler kann 
hier für ein paar Jen einige Dutzend alte Schmöker kaufen. 
Der weniger aufmerkfame Befucher überfieht die Gäßchen rechts 
und links, weil fie kaum mehr als anderthalb Meter breit find. 
{n diefen Gängen, altjapanifche Straßen, fpielt fich den lieben 
langen Tag noch unverfälfchtes japanifches Leben ab. Auf dem 
Gaffenboden fpielen die Kinder, arbeiten die Väter, fitzt die Mutter 
mit der Nachbarin beim Plaufch. Bei warmem Wetter ift die 
Vorderfeite der Häuferfchiebewände fperrweit geöffnet. Nichts 
hindert, das Leben und die Ausftattung der Wohnungen zu betrachten. 
Der Japaner hat kein Geheimnis, und feine Frau auch nicht. 
Durch eines diefer Gäßchen traten wir auf die Nakafarugaku- 
Cho. Vor einem gut ausfehenden Gebäude hielten wir an. Der 
Hausherr ftand in der Schiebetür und verneigte fich freundlich. 
Das Zimmer auf ebener Erde war mit einem langen Tifch fowie 
Stühlen ausgeftattet. Im Hintergrund, auf dem erhöhten Fußboden, 
kniete eine junge Frau mit zwei alten. Sie begrüßten mich mit: 
[rasfchaimafchi! Irasfchaimafchi! (Willkommen!) Ich fetzte mich 
an den Rand der Empore nieder, um meine Schuhe auszuziehen. 
Eine der Frauen war dabei behilflich. Die junge Frau fächelte 
mir mit unfagbarer Anmut frifche Luft zu. 
Das Zimmer lag im erften Stock. Der Weg dahin ging über 
eine Hühnerftiege. Bei ‚einiger Vorficht konnte eine fchwere 
Befchädigung der dünnen Deckbalken durch Anfchlagen mit dem 
Kopfe vermieden werden. Der Raum mochte zehn Fuß im Geviert 
haben. Die europäifche Möblierung, Tifch und Stuhl, ließ des
	        

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