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Alte Heimatklänge

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Alte Heimatklänge

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713909
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713909
Persistenter Identifier:
BV047606824
Titel:
Alte Heimatklänge
Untertitel:
dreissig ostfriesische Festlieder und dreihundert Reimsprüche : mit Erläuterungen
Autor:
Lüpkes, Wiard Habbo
Erscheinungsort:
Emden und Borkum
Verlag:
Verlag von W. Haynel
Erscheinungsjahr:
1888
Signatur:
2023 SA 5941
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Kunst und Wissen

Inhaltsverzeichnis

Strukturtyp:
Inhaltsverzeichnis
Titel:
Inhalt
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 59/60.1891
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis des LIX. Bandes
  • Zeitschriftenheft: Nr. 1. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 2. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 3. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 4. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 5. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 6. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 7. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 8. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 9. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 10. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 11. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 12. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 13. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 14. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 15. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 16. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 17. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 18. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 19. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 20. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 21. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 22. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 23. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 24. 1891
  • Sundermann, H.: Der Kultus der Niasser
  • Abbildung: Fig. 1. Häuptlingsthron (Osa'osa) von Nias. Originalphotographie von H. Sundermann
  • Abbildung: Fig. 2. Opfernder Priester von Nias. - Originalphotographie von H. Sundermann
  • Kloos, J. H.: Jadeitbeilchen aus dem Braunschweigischen
  • Lendenfeld, R. v.: Das Südneuseeländische Tafelland. II.
  • Stehle, Bruno: Volksglauben, Sitten und Gebräuche in Lothringen
  • -, - o: Neue Forschungen über die Dauerbarkeit der Menschenrassen
  • Die Wämeverhältnisse des Mittelländischen Meeres
  • Sauer: Das kalte Auftriebwasser an der Ostseite des Nordatlantischen und der Westseite des Nordindischen Ozeans
  • Aus allen Erdtheilen
  • Korrekturen: Druckfehler im LIX. Bande
  • Leerseite
  • Sonstiges: [Inhalt, Eingesendete Neuigkeiten, Werbung. Nr. 24]
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis des LX. Bandes
  • Korrekturen: Druckfehler im LX. Bande
  • Zeitschriftenheft: Nr. 1. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 2. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 3. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 4. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 5. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 6. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 7. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 8. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 9. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 10. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 11. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 12. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 13. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 14. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 15. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 16. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 17. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 18. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 19. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 20. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 21. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 22. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 23. 1891
  • Zeitschriftenheft: Nr. 24. 1891
  • Sonstiges: [Inhalt, Eingegangene Neuigkeiten, Werbung. Hefte #2-23 fehlen]
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

318 
Dr. Friedrich S. Krauß: Altslavische Feuergewinnung. 
Analog dem ersteren deutschen Sprichworts ist das serbische, 
gleichfalls ein llberlebsel: „Ko se diirta no nadimi, taj se 
vatre ne nagrije“ (Wer nicht genug Rauch hinunterwürgt, 
der hat auch keine Gelegenheit, am Feuer sich genug zu er 
wärmen). 
In Slavonien wurde das durch Reibung gewonnene 
Feuer samorodna, in Serbien ava (lebendiges Feuer) yatra 
genannt. 
In des Bulgaren P. Ljiebenov Büchlein Baba Ega 
(Mütterchen Ega oder Sammlung verschiedener Glaubens- 
sachcn, volksmedizinischer Vorschriften, Magien, Zaubersprüche 
und Gebräuche im Gebiete von Küstendil), Trnovo 1887, 
findet sich auf S. 44 die Bemerkung: In der Umgebung 
von Küstendil wird das Knltfeuer (Festfeuer), mit welchem 
die Feuerstöße in Brand gesteckt werden, zwischen denen man 
das Vieh durchtreibt, durch Reibung zweier Stücke Eschenholz 
erzeugt. In einigen Dörfern der Umgebung des Ortes 
Provadija pflegt man das Vieh auszuräuchern. Man treibt 
es zwischen Reihen von Feuerbränden durch, während Popen 
slavische und Hodzen türkische Gebete dabei hersagen. Am 
selben Tage machen die Bauern daheim kein Feuer an, 
sondern bereiten ihre Mahlzeiten bei den Festfeuern, und 
nehmen davon zuletzt Braudstücke mit, um daheim damit 
Feuer anzufachen. (Vergl. K. Jireczek: Die Straßen in 
Bulgarien, S. 634.) 
Auf diese Stellen weist schon Herr Stanislaus Cis- 
zewski, ein tüchtiger polnischer Folklorist hin, welcher in 
der polnischen ethnographischen Zeitschrift Wisla (Bd. HI 
u. Bd. IV, 1889 f. Redakteur Jan Karlowicz in War 
schau) eine Nachforschung über diesen Gegenstand mit viel 
Geschick eingeleitet hat. Im dritten Bande, S. 666 berichtet er 
wie folgt: „Die Feuererzeugung durch Reibung hat sich bei 
unserm Volke unmittelbar bis auf den heutigen Tag erhalten, 
und das Merkwürdige dabei ist, ausschließlich zu praktischen 
Zwecken". Wir sagen ausdrücklich „bis auf den heutigen Tag", 
denn sie ist noch gut in Erinnerung des älteren Geschlechtes, 
zum mindesten der Gegend von Slawkow, trotzdem sie nicht 
mehr gehandhabt wird, da Zündhölzchen allgemein im Ge 
brauche sind. Unsre Zeichnung zeigt einen solchen Apparat 
für Feuererzeugung, welchen Nikolaus Szlezak, ein 55 jähriger 
Bauer ans dem Dorfe Bukowna im Bezirke Olknsch, ange 
fertigt und mit dessen Hilfe er in unsrer Gegenwart Feuer 
gewonnen hat. Jin Prinzipe unterscheidet er sich nicht von 
jenem hübscheren Fenerbohrer, welchen Tylor in seiner 
„Anthropologie" abgebildet; nur ist er doch in einem Punkte 
vollkommener. Der Apparat besteht ans zwei ganz gewöhn 
lichen Kiefernholzstattgen, die in die Erde eingerammt werden, 
die mit zwei kleinen, aber doch so großen Lücken versehen 
sind, daß sich dazwischen eine gleichfalls aus Kiefernholz ange 
fertigte und an beiden Enden zugespitzte Walze bewegen kann. 
Die Walzenspitzen bedeckt man vor der Einsetzung in die 
Stützlücken mit kleinen Stücken zerfaserter Leinwand, die mit 
ein wenig Harz oder Pech bestrichen ist; das Pech muß rein, 
d. h. dick, ohne Ölzusatz sein. Sobald die Walze eingesetzt 
ist, dreht mau um sie einigemal eine Schnur (Hirten pflegten 
vor einigen Jahren bei solcher Feuergewinnnng eine Peitsche 
anzuwenden) und bringt sie durch Hin- und Herziehen der 
Schnur in Bewegung. Bei dieser Arbeit drückt einer von 
den Helfern leicht die Steckpfühle zusammen, damit die Walze 
bei der Drehung nicht heransspringe und um die Reibung 
zu vermehren, indes der zweite die Schnur anzieht. Nach 
Verlauf von höchstens einer Minute erzeugt sich infolge der 
Reibung innerhalb der Stützenlücken eine solche Wärme, daß 
Ranch hervorkommt und ein widriger Geruch von den glim 
menden Lappen zu verspüren ist. In: selben Augenblick läßt 
der eine die Stützen los, der andre aber reißt flugs die Lappen 
womöglich aus beiden Lücken heraus und legt sie ans trockene 
Kienspähne, die nun bald Flammen fangen. 
Wie bemerkt, ist gegenwärtig wegen der allgemeinen Ver 
breitung der Zündhölzchen dieser Apparat außer Gebrauch 
gekommen; wie mir aber der gedachte Bauer versicherte und 
es auch andre Bauern bestätigten, war er vor einigen vierzig 
Jahren allgemein bekannt. Der hier abgebildete Apparat 
beftndet sich gegenwärtig im ethnographischen Museum auf 
Bagatela. 
Der polnische Folklorist H. Rafael Lnbicz teilt im 
vierten Bande, S. 457 der Wisla folgende eigene Ermittelungen 
mit: 1. „In Frampol im Zamotzoer Bezirke stieß vor eini 
gen Jahren der Neuangekommene Probst auf den Brauch 
der Fenererzeugung durch Reibung am Osterheiligenabend. (In 
unsrer Kirche herrscht zu Osterheiligenabend der Brauch, Feuer 
mittels Feuerstein zu erzeugen. Dieses Feuer unterhält man 
das ganze Jahr.) Ein Mitglied der (kirchlichen) Bruder 
schaft (ein bracki) wollte durch Reibung zweier früher schon 
eigens dazu vorbereiteter Hölzer Feuer zur Einweihung an 
machen. Indessen ist diese lange Manipulation aufgegeben 
worden und man machte mit Zündhölzchen Feuer (statt 
mittels Feuerstein nach den liturgischen Vorschriften). 2. .In 
gleicher Weise wird im Kloster von Czeustochau am Oster 
heiligenabend durch Holzreibnng Feuer gewonnen. Ebenso 
teilt Lnbicz noch Fälle von Fenererzeugung durch Reiben ans 
dem Dorfe Biala in Podlachien, aus Liszno bei Chclm, von 
den Bauern am Flusse Wieprz mit. 
Lnbicz verweist ferner auf Töppen: Aberglauben der 
Masuren, Danzig 1867, S. 71 und auf Oskar Kolberg: 
Mazowsze, obraz etuografieny, Bd. 1, Krakau 1885, 
S. 206 f. Martin ans Urzedow, ein polnischer Geistlicher 
aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, ein Feind der Volks- 
bränche, erzählt (nach dem Citat bei Kolberg): Am heiligen 
Johannisabend haben die Frauenzimmer Feuer angemacht, 
sie tanzten, sangen dem Teufel zu Ehren und beteten ihn an; 
von diesem heidnischen Branche wollen sie bis ans den heu 
tigen Tag in Polen nicht lassen, indem sie Wermutkraut 
opfern; sie machen Sobotki (Johannisfeuer), das Feuer er 
zeugen sie durch Holzreibnng, damit es eine echte Teufelsfeier 
sei. Im vierten Bande der Mazowsze, S. 138 berichtet 
Kolberg: „Am St. Rochnstage zündet man Feuer ans der 
Straße des Dorfes an und treibt je dreimal das Vieh hin 
und zurück durch, um es vor der Seuche zu bewahren. 
Dieses Feuer wird durch Reibung von Pappclstangen an 
Pappelnholzbohlen oder an Kiefernbohlen gewonnen; sowie das 
Pappeluholz Funken sprüht, drückt man daran Hanfwerg, mit 
welchem man darauf Pappelnspüne entzündet. Die Kohlen 
trägt man hin auf die Straße, zündet damit Stroh an und 
streut es aus. Nachdem man das Vieh darüber hinweg- 
getrieben, liest man die Kohlcnstückchen ans und bewahrt sie 
daheim auf, bis sie verglimmen, um an ihnen ein Heilmittel 
in Krankheiten zu haben. (Kosino, Blichowo, Miszewo 
1864".)
	        

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