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Zeitschrift für Ethnologie, 65/66.1933/34

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Inhalt / Download : Zeitschrift für Ethnologie, 65/66.1933/34

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713930
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713930
Persistenter Identifier:
BV047566377
Titel:
Offizieller Gesamt-Text des Oberammergauer Passions-Spieles
Autor:
Daisenberger, Joseph Alois
Erscheinungsort:
Oberammergau ; München
Verlag:
Heinrich Korff
Erscheinungsjahr:
1900
Signatur:
2023 SA 6490
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Kunst und Wissen
Religion

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Dritte Abteilung. Von der Verurteilung durch Pilatus bis zur glorreichen Auferstehung des Herrn
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
XVII. Vorstellung. Die Auferstehung
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
  • Globus, 64.1893
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis des LXIV. Bandes
  • Korrekturen: Druckfehler im LXIV. Bande
  • Zeitschriftenheft: Nr. 1. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 2. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 3. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 4. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 5. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 6. 1893
  • Hansen, R.: Die Alheide in Jütland und ihre Besiedlung durch Pfälzer. I. (Mit einer Karte)
  • Die Gletscher der Vereinigten Staaten. II. Die Gletscher Nordkaliforniens und der Cascade Mountains
  • Kaindl, Raimund Friedrich: Aus dem Volksglauben der Rutenen in Galizien
  • Sieger, Robert: Der Bodensee-Ausflug des 10. deutschen Geographentages in Stuttgart 1893
  • Abbildung: Schotter und Moräne der vorletzten Vergletscherung nördlich von Biberach. Nach einer Photographie
  • Abbildung: Delta bei Überlingen. Nach einer Photographie
  • Wilser, Ludwig: Neue Beiträge zur Kenntnis der nordischen Bronzezeit
  • H., H.: Der nördliche Seeweg nach Sibirien
  • Aus allen Erdtheilen
  • Zeitschriftenheft: Nr. 7. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 8. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 9. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 10. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 11. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 12. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 13. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 14. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 15. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 16. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 17. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 18. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 19. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 20. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 21. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 22. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 23. 1893
  • Zeitschriftenheft: Nr. 24. 1893
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Dr . R . Sieger : Der Bodeusee - Ausflug des 10 . deutschen Geographentages in Stuttgart 1893 . 97 
schotters in Moräne belegte . Durch diese Vorkommen namentlich hat Penck den Beweis erbracht , daß 1 . der Decken - schotter älter ist , als die größte Eiszeit , 2 . daß er in eine ihm eigene Moräne , jene der ältesten Eiszeit , übergeht . Der Nachweis dreier Eiszeiten ist somit erbracht . Die Jnterglacialzeit zwischen der ersten und zweiten derselben ist der Natur der Sache nach bisher noch durch keine so charakteristischen Ablagerungen beglaubigt , wie die folgende , welche den Teilnehmern des Ausfluges iu einem Kalktuffe mit reichen Pflanzenresten bei Schaffhausen ( Feuerthaleu ) lebendig vor Augen trat . Daß sie aber von erheblicher Dauer war , bezeugen die mächtigen Erosionswirkungen , welche vor Entstehung der Hochterrassen erfolgt sein mußten , und die starke Verwitterungsschicht . 
Weit besser erhalten , als die Reste der älteren Ver - gletschernngen sind jene Ablagerungen , die von der jüngsten Eiszeit und ihrem Rückzüge Zeugnis geben . Schon aus den Grenzen der inneren Mo - ränen , noch mehr aus jenen Moränenwällen , welche spätere Rückzugsstadien bezeichnen , er - hellt , daß diese letzte Eiszeit in immer sich steigerndem Grade von den vorhandenen Bodenformen abhing , die sich von den heutigen in großen Zügen kaum unterschieden . 
Von der Austrittsstelle des Gletschers aus dem heutigen Rheinthale strahlt fach er - förmig nach Nord bis Nord - west eine Reihe von breiten Thälern aus , deren niedriger gelegene heute Arme des Boden - sees darstellen . Auf dem Ausfluge wurden die meisten davon durchquert und man konnte deutlich gewahr werden , daß uian es mit alten Gletscherbetten zu thuu hat , welche von Endmoränen - wällen abgeschlossen oder von solchen in mehrfacher Reihe durchzogen werden . So sah man von der Beitsbnrg bei Ravensburg die breite Ver - ebuuug des Schusseuthales , welche im Norden und ebenso im Süden von Moränenwällen abgeschlossen ist , vor sich liegen . Auf der Fahrt zum Höchsten und nach Heiligen - berg querte man zwei ähnliche , weniger breite Einsenkungen zwischen den alten Erhebungskomplexen , welche durch Moränen in mehrere Abschnitte geteilt werden ; von Schloß Heiligenberg und später aus dem Thale selbst trat mit voller Deutlichkeit der Moränenbogen vor Augen , welcher bei Taisersdorf die Salemer Senke abschließt , und noch anschaulicher in herrlicher Abendbeleuchtnng lag desselben Tages der Moränenabschluß des Überlinger Seethales vor uns . Wir sehen also den Gletscher , fingerförmig ge - gliedert , den tiefsten Einsenkungen folgen . Indem er sich allmählich und nicht ohne kleinere Schwankungen zurückzieht , treten Schmelzwasser und Stauseen an seine Stelle , deren Spuren wir ebenfalls verfolgten . 
Bei Ravensburg und Weingarten zeigt die Ebene der Schüssen offenkundig den Charakter eines alten See - beckens . Bestätigt wird dies durch das Vorkommen von 
Seeuserbildungen , wie sie in großartigster Weise bei Ravens - bürg aufgeschlossen sind . Die dort besichtigten Kiesgruben gewähren das Bild eines gewaltigen Deltas , das über 50 rn mächtig bis auf feinen Sandfuß und die unterlagernde Schlamm - Moräne erschlossen ist . Da die südlich das Thal abschließende Moräne bei Meckenbeuern nicht hoch genug ist , um eine solche Seebildung zu erklären , müssen wir annehmen , daß das südliche Gegenufer vom Eise selbst gebildet wurde . Seeuferterrassen in geringerer Höhe bei Eschach und Tett - nang entsprechen dann dem weiteren Rückzüge des Gletschers in diesem Thale . Noch deutlicher lassen sich die Rückzugs - stadieu in der Salemer Senke und am Überliuger See verfolgen . Daß die erstere ebenfalls einst von einem Stausee eingenommen war , ist wahrscheinlich ; da sie in ihrem nördlichen Teile noch nicht genauer untersucht ist , liegt dafür kein geologischer Nachweis vor . Im Süden bei 
Salem habe ich sie durchquert und bloß Flußschotter ge - fuudeu . Jedenfalls aber haben die Wafsermassen des hier endenden Gletschers ihren Ab - flnß nach dem Thale des heutigen Überlinger Sees hin gehabt . Betrachtet man von Schloß Heiligenberg aus den jenseitigen ( westlichen ) Rand der Salemer Senke , so gewahrt man , daß derselbe in dem gerade gegenüberliegenden mittleren Teile weit niedriger ist , als die Erhebungen südlich und nördlich . Es ist dort eine unruhige Landschaft , lich von jungglacialen lagerungen bedeckt , welche von einer Reihe nicht unwichtiger Verkehrsstraßen durchzogen wird . Indem wir auf dem Ausfluge einer der nördlichsten davon folgten , fanden wir beim Hochbild oberhalb Über - lingen ein sehr schön aufge - schlosseues mächtiges Delta , dessen Oberfläche nach drei übereinstimmenden Anerrnd - Messungen 55 bis 56 in über dem See liegt . So hoch reichte also der Überlinger See , als er hier einen Zufluß aus der Salemer Senke erhielt . Der Eisrand in beiden Thälern kann damals nicht viel südlicher , als die betreffende Örtlichkeit gelegen haben ; sonst hätten sich bequemere Abflüsse dargeboten , ein solcher wurde auch von mir zwischen Mimmenhausen in der Salemer Senke und Uhldingen am Überliuger See verfolgt : die Wasserscheide liegt dort nur etwa 42 m über dem See . Wir sehen also , wie der Eiskörper im Überlinger Seethal allmählich zurückwich . Vor demselben lag ein Stausee , dessen Spuren an den ge - nannten und andern Stellen sichtbar sind nnd der an seinem Nordwestende durch das heutige Trockenthal „ Sauried " einen Abfluß in den Untersee hatte . Die Teilnehmer des Aus - fluges lernten dieses letztere in seiner ganzen Erstrecknng bis zn seiner einstigen Mündung westlich Radolfzell kennen und sahen bei dem genannten Orte auch Userbildungen , welche dem Untersee angehören . Da dieser letztere der tiefst - gelegene der Eisseen war und durch seine Abflüsse in be - stimmten Grenzen gehalten wurde , so war sein Niveau 
13 
Delta bei Überlingen . Nach einer Photographie .
	        

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