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Deutsche Sitte

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Deutsche Sitte

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713727
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713727
Persistenter Identifier:
BV047420038
Titel:
Deutsche Sitte
Autor:
Lauffer, Otto
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Verlag von Quelle & Meyer
Erscheinungsjahr:
1920
Signatur:
LB 58015 L373
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Rituale und Bräuche
Geschichte

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Vierter Abschnitt. Die alte Zeit und die neue Zeit
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Deutsche Sitte
  • Vorderer Einband
  • Titelseite
  • Widmung: Dem Verein für österreichische Volkskunde zum Dank für fünfundzwanzigjährige erfolgreiche Arbeit gewidmet
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Kapitel: Erster Abschnitt. Vom Wesen der Sitte
  • Kapitel: Zweiter Abschnitt. Germanisches Erbe in Sitte und Brauch
  • Kapitel: Dritter Abschnitt. Fremde Einwirkungen auf die deutsche Sitte
  • Kapitel: Vierter Abschnitt. Die alte Zeit und die neue Zeit
  • Werbung
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

39 
Vierter Abschnitt. 
Die alte Zeit und die neue Zeit. 
Wenn man die Geschichte der deutschen Sitte von 
ihren germanischen Anfängen über alle äußeren Ein 
wirkungen hinweg bis zu unserer Zeit überblickt, so er 
kennt man dabei vor allem das eine, daß es sich auch 
hier wie bei allen Lebensformen um Werden, Wachsen 
und Vergehen handelt. Die Bewegung, die dabei ent 
steht, ist auf den einzelnen sittengeschichtlichen Gebieten 
verschieden. Die Mellen sind kürzer oder länger, je 
nachdem es sich um den geheimen Brauch des Einzelnen 
oder um die vor aller Öffentlichkeit gepflegte Sitte von 
größeren Verbänden oder Genossenschaften handelt, je 
nach dem besonderen geistigen oder sozialen Unter 
gründe, aus dem die Einzelsitte ihre Kraft zieht. 
Für die heutigen Verhältnisse ergibt sich daraus, daß 
die Lebensdauer von Sitten und Bräu 
chen, mit denen wir uns umgeben, im einzelnen sehr 
verschieden groß ist. Manches davon ist uralte Ueber 
lieferung, anderes ist erstaunlich jung. Wenn noch 
heute hier und da die Hausgeister, an die das Volk 
glaubt, mit Milch, Honig oder Obst ihre täglichen Ge 
bührnisse empfangen, so dürfen wir darin einen Nach 
klang aus germanischer Zeit sehen, in der der Haus 
vater den Elben seine häuslichen Opfer darbrachte. 
Oder wenn heute von Seeleuten, Handwerkern und 
allerlei fahrenden Leuten die Sitte der Tätowierung 
des eigenen Körpers noch vielfach geübt wird, so kön 
nen wir dabei nicht nur an das nordische Sigurdrifumal
	        

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