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Hamburgische Geschichten und Sagen

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Hamburgische Geschichten und Sagen

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713658
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713658
Persistenter Identifier:
BV047408722
Titel:
Kulturstudien aus drei Jahrhunderten
Autor:
Riehl, Wilhelm Heinrich
Erscheinungsort:
Stuttgart und Berlin
Verlag:
J.G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger
Erscheinungsjahr:
1903
Signatur:
LB 15000 R555 K9(6)
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Gesamtdarstellungen und Sammelwerke
Geschichte

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Erstes Buch Historisches Stillleben
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Vorblatt

Strukturtyp:
Vorblatt
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Hamburgische Geschichten und Sagen
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Vorwort: Vorwort zur ersten und zweiten Auflage
  • Vorwort: Zur dritten und vierten Auflage
  • Vorwort: Zur fünften Auflage
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis und Anmerkungen
  • Kapitel: 1. Sagen von Hamburgs Entstehung (Um 805)
  • Kapitel: 2. Der heilige Anscharius (831-865)
  • Kapitel: 3. Erzbischof Hoger (909-915)
  • Kapitel: 4. Poppo, der Heidenapostel (Um 962)
  • Kapitel: 5. Papst Benedikt V. in Hamburg (965)
  • Kapitel: 6. Glindes-Moor (Um 995)
  • Kapitel: 7. Der Fährkrug in Horn (Um 1000)
  • Kapitel: 8. Blutige Vorzeichen (1012)
  • Kapitel: 9. Mistewoi der Wende und Hamburgs Zerstörung (1012)
  • Kapitel: 10. Erzbischof Unwannus (1013-1029)
  • Kapitel: 11. Von Naturwundern, Wassersnot, Leichenknäueln und Grabhügeln (1020)
  • Kapitel: 12. Adalbert, Erzbischof von Hamburg (1043-1072)
  • Kapitel: 13. Drei Burgen in Hamburg (Um 1060)
  • Kapitel: 14. Das Kastell auf dem Süllenberge (1063)
  • Kapitel: 15. Das große Blutbad in Hamburg (1072)
  • Kapitel: 16. Graf Adolf I., Hamburgs zweiter Gründer (1111-1130)
  • Kapitel: 17. Die Rüstung des Fürsten Primislav (1138)
  • Kapitel: 18. Der Bardowiker Gerechtsame (1189)
  • Kapitel: 19. Des hamburgischen Welthandels Begründung: Graf Adolf III. und Kaiser Friedrich I. (1164-1203)
  • Kapitel: 20. Aus des Grafen Adolf IV. Jugendzeit und von Hamburgs Geschicken (1203-1225)
  • Kapitel: 21. Vom Spökelberg (1225)
  • Kapitel: 22. Graf Adolf IV. begründet Hamburgs Freiheit (1225)
  • Kapitel: 23. Der Tag von Bornhövede, Adolfs Gelöbnis und Sieg (1227)
  • Kapitel: 24. Vom Bau des St. Johannisklosters (1220-1235)
  • Kapitel: 25. Die blauen Süstern (1233)
  • Kapitel: 26. Graf Adolf IV. als Mönch (1239-1261)
  • Kapitel: 27. Das alte Harvestehude (1245-1295)
  • Kapitel: 28. Von Abschaffung der Feuerprobe (1257)
  • Kapitel: 29. Herrn Dirk Wraks Großmut (1270)
  • Kapitel: 30. Das helle Haus und das heiße Haus (1284)
  • Kapitel: 31. Vom Schuljungenkriege (Um 1290)
  • Kapitel: 32. Vom Schandsteintragen (Um 1292)
  • Kapitel: 33. Vom ältesten Rathause und vom Junker Blomendal (1292)
  • Kapitel: 34. Der Brauerknechte Heldentum (Etwa um 1300)
  • Kapitel: 35. Von der hamburgischen Schuljugend im Mittelalter (Um 1300)
  • Kapitel: 36. Vom Kinderbischof zu Hamburg (Nach 1305)
  • Kapitel: 37. Kindersegen
  • Kapitel: 38. Isern Hinrik (1317-1382)
  • Kapitel: 39. Till Eulenspiegel in Hamburg (Vor 1350)
  • Kapitel: 40. Die verwünschte Linde bei Harvestehude (Um 1350)
  • Kapitel: 41. Das Rolandsbild in Hamburg (1368?)
  • Kapitel: 42. St. Maria to'm Schare (1371)
  • Kapitel: 43. Die Köpfe an St. Jakobi-Küsterei (1390)
  • Kapitel: 44. Vom Klaus Störtebeker und Godeke Michels (1394-1402)
  • Kapitel: 45. Simon von Utrecht (1400-1437)
  • Kapitel: 46. Die Cäcilienabend-Flut (1412)
  • Kapitel: 47. Hamburger Treue (1417)
  • Kapitel: 48. Ein glückliches Kriegsjahr der Hamburger (1420)
  • Kapitel: 49. Johann Kletze (1427)
  • Kapitel: 50. St. Ilsabe'nhaus (1428)
  • Kapitel: 51. Dat lütte Rümeken (1429)
  • Kapitel: 52. Dithmarscher Fehden. Martin Swartekopp und Ralev Carsten (1430-1434)
  • Kapitel: 53. Von einem geschickten Hamburger Kröpel (1430)
  • Kapitel: 54. Palmsonntagsprozession (1445)
  • Kapitel: 55. Vom Lachsessen (Um 1450)
  • Kapitel: 56. König Christian I. in Hamburg (1461)
  • Kapitel: 57. Die Hamburger mögen nicht Kreuzfahrer werden (1464)
  • Kapitel: 58. Von einem seltenen Meisterstück (1464)
  • Kapitel: 59. Der Hansen Krieg und Frieden mit England (1468-1474)
  • Kapitel: 60. Des Teufels Stiefeln (Um 1470)
  • Kapitel: 61. Hamburger wollen keinen Schimpf leiden (1478)
  • Kapitel: 62. Ein vollkommener Bürgermeister (1466-1481)
  • Kapitel: 63. Die wunderbare Kohlwurzel (1482)
  • Kapitel: 64. Die Hand, die aus dem Grabe gewachsen (Um 1500)
  • Kapitel: 65. Vom Kardinal Raymundus. Auch vom Hamburger Biere (1503)
  • Kapitel: 66. Von Klaus Schwarte, dem klugen Hauptmann (1504)
  • Kapitel: 67. Wahrhaftige Historia, wie Klaus Kniphoff, der große Seeräuber, von den Hamburgern überwältigt und gerichtet worden ist (1525)
  • Kapitel: 68. Ditmar Kohl (1525-1563)
  • Kapitel: 69. Ein Turnier auf dem Pferdemarkt (1525)
  • Kapitel: 70. Marx Meyer, oder was aus einem Hamburger Grobschmied werden kann (1533)
  • Kapitel: 71. Die Synode zu Hamburg (1535)
  • Kapitel: 72. Der Fron mißhauet einen Übeltäter (1536)
  • Kapitel: 73. Wahrhaftige Historia von der Anwesenheit des Königs Christian III. von Dänemark in Hamburg (1538)
  • Kapitel: 74. Der Scharkapelle Säkularisierung (1538)
  • Kapitel: 75. Wibeke, die Putzenmakersche (1541)
  • Kapitel: 76. Der ewige Jude in Hamburg (1547)
  • Kapitel: 77. Die Schlacht bei Drakenburg (1547)
  • Kapitel: 78. Von einigen Ungeheuern in der Elbe (1549-1659)
  • Kapitel: 79. Was alles im Jahre 1557 passiert ist
  • Kapitel: 80. Pestgeschrei und Schloßbrand (1564-1659)
  • Kapitel: 81. Bestrafter Kornwucher (1571)
  • Kapitel: 82. Hermann Rodenborg (Um 1580)
  • Kapitel: 83. Vom Pastor Werner und allerlei Irrlehren (1589 und später)
  • Kapitel: 84. Der Hansen Spiele zu Bergen (Vor 1599)
  • Kapitel: 85. Von Würden und Bürden der Brauerknechte (Um 1600)
  • Kapitel: 86. König Christian IV. in Hamburg (1603)
  • Kapitel: 87. Der St. Katharinenturm und eine Prophezeiung (1603)
  • Kapitel: 88. Die Meerjungfer (1610)
  • Kapitel: 89. "Lewerenz sin Kind" (1611)
  • Kapitel: 90. Das englische Ruderboot (1615)
  • Kapitel: 91. Die hansischen Gesandten bei König Gustav Adolf von Schweden (1620)
  • Kapitel: 92. Der Winterkönig in Hamburg (1621)
  • Kapitel: 93. Schiffs-Auffliegung bei Neumühlen (1622)
  • Kapitel: 94. Die Fastelabendflut (1625)
  • Kapitel: 95. Markus Meyer und der St. Markusplatz (1625)
  • Kapitel: 96. Nach Spandau fahren! (1631)
  • Kapitel: 97. Von Werwölfen (1586, 1632, 1685)
  • Kapitel: 98. Vom Gesundbrunnen (1633)
  • Kapitel: 99. Von einer Entführung (Um 1635)
  • Kapitel: 100. Die Hamburgischen Frauen (Um 1637)
  • Kapitel: 101. Ein guter und ein schlechter Trinker (1637, 1646)
  • Kapitel: 102. Elefant, Neger, Mißgeburt (1638)
  • Kapitel: 103. Johann Körners Schuld und Sühne (1639)
  • Kapitel: 104. Die Unterirdischen zu Blankenese und Herr Rist (1650-1660)
  • Kapitel: 105. Wie ein Physikus an einer Ohrfeige starb (1653)
  • Kapitel: 106. Königin Christina von Schweden (1654)
  • Kapitel: 107. Von der Kleiderordnung (1652-1654)
  • Kapitel: 108. Vom Schweinekrieg (1660 und 1671)
  • Kapitel: 109. Des Gehenkten Besuch (1661)
  • Kapitel: 110. Von einem Selbstmörder (1662)
  • Kapitel: 111. Von einem Zankteufel (1662)
  • Kapitel: 112. Vom Christinenpförtchen (1667)
  • Kapitel: 113. Wie ein Trunkenbold kuriert wird (1682)
  • Kapitel: 114. Eine unglückliche Liebesgeschichte (1695)
  • Kapitel: 115. Mag. Langes Ärgernis (1699)
  • Kapitel: 116. Von einem Herzoge und einem Hamburger Bürger (Um 1700)
  • Kapitel: 117. Hans mit Gott (Um 1700)
  • Kapitel: 118. Des Kindes Gebet (1701)
  • Kapitel: 119. Eine wundersame Rettung (1710)
  • Kapitel: 120. Von einem feinen Diplomaten (Um 1720)
  • Kapitel: 121. Abermals vom hamburgischen Frauenzimmer (Um 1725)
  • Kapitel: 122. Von ochsigen Dingen (Um 1730)
  • Kapitel: 123. Von Herrn Stoltenbarg (Um 1740)
  • Kapitel: 124. Von einer alten Einhüterin (Um 1750)
  • Kapitel: 125. Wat man sick van Altona vertellt (Um 1750)
  • Werbung
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

830 Von einem Herzoge und einem Hamburger Bürger. Um 1700 
Bischöfen, Rittern, Bürgern und Volk im Vordergründe, und 
er noch darüber sinnt, ob dies den Empfang des Kardinals 
Raimund im Jahre 1503 vorstellen solle, oder ob es auf 
Heliodors Einzug in Jerusalem zu deuten sei, — da hat sich 
mittlerweile die Kirche gefüllt und der Gottesdienst beginnt. 
Darum tritt der Herzog vom Altar ins Mittelschiff zurück, 
um sich einen Platz zu suchen. Bei den prächtigen Gestühlen 
des Rats und der Beede, darin mit krausen Kragen, Sammet 
rock und Mantel schon viele Herren saßen, geht der Herzog 
bescheidentlich vorbei, dahin gehörte er nicht, das fühlte er; 
in einem entfernteren einfachen Gestühle nahm er darauf 
neben einem jungen stattlichen Bürger seinen Sitz. 
Dieser betrachtet den Herzog forschend von der Seite und 
gewahrt gleich an seinem reisemäßigen und unansehnlichen 
Anzuge, daß er ein „Butenminsch", ein Fremder, sein müsse, 
und zwar nichts Sonderliches; etwa, da er doch in Haltung 
und Gebärde nichts vom Handel und Gewerbe verrät, irgend 
ein vazierender Student oder ein armer Teufel vom Adel; 
er rückt dem Fremden deshalb etwas ferner, als dieser näher 
rückt, um in sein Gesangbuch mit einzugucken. Nun, das geht 
so hin; der Pastor betritt die Kanzel und beginnt einen sehr 
schönen Sermon; der Herzog hört aufmerksam zu. Der Vers 
zwischen der Predigt wird gesungen, der Herzog versucht, ob 
wohl wieder vergebens, bei seinem Nachbar einzugucken. Das 
stille Gebet kommt, der Herzog verrichtet es vorübergebeugt, wie 
er's seine Nachbarn verrichten sieht, nur ohne deren Husten, 
Räuspern und Schnauben hinterher, das ihn fast Wunder 
nimmt. Der Pastor verliest das Evangelium des Tages, 
wobei der Herzog, nach seines Landes Gewohnheit, sich er 
hebt, um es stehenden Fußes in Ehrfurcht zu vernehmen. Als 
er aber alle Nachbarn sitzen bleiben sieht, da setzt er sich ge 
schwind wieder nieder, um keinen Anstoß zu geben, obschon 
Mag. Langes Ärgernis ihm fremd war. Bald danach, als 
der Pastor eben im besten Auslegen der Schrift begriffen ist,
	        

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