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Führer durch das Museum für Völkerkunde zu Leipzig

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Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

Objekt: Führer durch das Museum für Völkerkunde zu Leipzig

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713409
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713409
Persistenter Identifier:
BV047325509
Titel:
Skandinavische Balladen des Mittelalters
Herausgeber:
Greverus, Ina-Maria
Erscheinungsort:
Reinbek bei Hamburg
Verlag:
Rowohlt
Erscheinungsjahr:
1963
Signatur:
2023 SA 5944
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Literatur und Sprachen > Verschiedene Sprachen
Sozial- und Kulturanthropologie > Kunst und Wissen

Inhaltsverzeichnis

Strukturtyp:
Inhaltsverzeichnis
Titel:
Inhaltsverzeichnis
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Führer durch das Museum für Völkerkunde zu Leipzig
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Sonstiges: Das Museum ist geöffnet [...]
  • Titelseite
  • Tafel: Grundriß des Grassimuseums. Erdgeschoß
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsübersicht
  • Vorwort: Zur Einführung
  • Kapitel: Die Sammlungen. 1. Vestibül
  • Kapitel: 2. Saal I: Australien, Südsee und Indonesien
  • Abbildung: Saal I Südsee und malaiischer Archipel [Plan]
  • Tafel: Tafel 1. Waffen der Australier
  • Tafel: Tafel 2. Musikinstrumente der Melanesier
  • Tafel: Tafel 3. Fischereigeräte der Polynesier und Mikronesier
  • Tafel: Tafel 4. Zaubereigeräte der Batak auf Sumatra
  • Kapitel: 3. Saal II: Asien
  • Abbildung: Saal II Ostasien, Hinter- und Vorderindien, Westasien z.T. [Plan]
  • Tafel: Tafel 5. Kriegsgott I Chamsrin
  • Tafel: Tafel 6. Die vier Tenno
  • Tafel: Tafel 7. Asiatische Bogen
  • Tafel: Tafel 8
  • Kapitel: 4. Saal III: Afrika
  • Abbildung: Saal III Afrika. Treppenhaus [Plan]
  • Tafel: Tafel 9. [...]
  • Tafel: Tafel 10. [...]
  • Tafel: Tafel 11. Ostafrikanische Musik- und Lärminstrumente
  • Tafel: Tafel 12. Buschmannwaffen und -geräte
  • Kapitel: 5. Saal IV: Die Arktiker und Amerikaner
  • Abbildung: Saal IV. Artiker und Amerikaner [Plan]
  • Kapitel: I. Die Polarvölker
  • Kapitel: II. Die Indianer
  • Werbung
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

1. Das tropische Waldgebiet. 171 
sen wird der Giftsaft entfernt. Das Mehl wird dann getrocknet 
und entweder als Suppe genossen oder auf heißen Steinen zu 
Fladen gebacken (beiju), wobei man zum Umdrehen der Fladen 
besondere flache Hölzer Beijuwender) verwendet. Dem Fisch— 
fang liegen die Indianer mit Bogen und Pfeil, Fischspeeren, 
Netzen, Reusen, Fangkörben und durch Vergiften des Wassers 
abgesperrter Flußseen mittels Giftlianen (timbo) ob. Die Jagd 
srist in den wildarmen Urwäldern stark zurück. Als Jagdwaffen 
dienen Bogen und Pfeile, Lanzen und Blasrohre. Die Blasrohre 
für Vogel- und Kleinjagd sind zweierlei Art: entweder sind zwei 
Halbrohre zusammengelegt und mit Rindenstreifen dicht um— 
wickelt, oder ein langes hohles Rohr ist in ein ausgehöhltes Palm⸗ 
stämmchen als Lauf gesteckt. Die Pfeilchen aus feinen Palmen⸗ 
splittern sind hinten mit Baumwolle verfehen, um ihr Ausblasen 
zu ermöglichen. Ihre Spitzen sind vergiftet, meist mit dem furcht⸗ 
baren Strychningift Curare, das nur von wenigen Stämmen 
(Makuschi, Umaua, Juri, Tikung) hergestellt und weithin ver⸗ 
handelt wird. Die Häuser liegen auf überschwemmungsfreien 
Hochufern oder weitab vom Fluß im Wald versteckt. Pfahlbauten 
in der Nordküste Venezuelas und Floßwohnungen am Purus 
sind Ausnahmeerscheinungen. Dörfer fehlen; nur bei den Karaja 
sind Straßendörfer bis zu 60 Häusern üblich (. Modell). Meist 
bilden zwei bis drei Häuser eine Siedelung, im Nordwesten hin⸗ 
gegen herrscht das Sippenhaus, die Maloka, die bis zu 100 Per⸗ 
sonen umfaßt (. die Modelie). Charakteristisch ist die Hängematte, 
das Bett der Waldindianer, die bei den Karaiben aus Baumwolle, 
bei den Arowaken aus Pflanzenfasern hergestellt wird. Die Klei— 
dung beschränkt sich meist auf den Schutz der Geschlechtsteile vor 
kleinen Tieren, besonders Insekten, durch Penisschnüre, Penis⸗ 
stulpe und Schambinden bei den Männern, Blattdreiecke (uluri), 
Bast⸗ und Fransenschurze bei den Frauen. Als Kleidungsschmuck 
werden stellenweise breite, prall anliegende Leibgürtel aus Rinde, 
Bast oder Baumwolle getragen, sowie einschneidende Baumwoll⸗ 
binden an Armen und Beinen (bei den Karaiben), an sonstigem 
Schmuck neben Ketten aus Zähnen von Jaguar, Schwein, Affe, 
qu⸗ Steinen und Früchten besonders Federschmuck, wie Kopf—⸗ 
aufsätze, Rücken⸗ und Oberarmgehänge, Federschurze, Beinbän—⸗ 
der u a. An Körperschmuck sind neben Bemalung mit Urukurol 
und Genipaposchwarz auch Tatauierung als Stammesabzeichen, 
Durchbohren von Ohrläppchen, Ober⸗ und Unterlippe, Nasen—
	        

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