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Skandinavische Balladen des Mittelalters

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Nutzungslizenz

CC BY-NC-ND: Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Skandinavische Balladen des Mittelalters

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713409
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713409
Persistenter Identifier:
BV047325509
Titel:
Skandinavische Balladen des Mittelalters
Herausgeber:
Greverus, Ina-Maria
Erscheinungsort:
Reinbek bei Hamburg
Verlag:
Rowohlt
Erscheinungsjahr:
1963
Signatur:
2023 SA 5944
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Literatur und Sprachen > Verschiedene Sprachen
Sozial- und Kulturanthropologie > Kunst und Wissen

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Zum Verständnis der Werke
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Skandinavische Balladen des Mittelalters
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Impressum
  • Widmung: Wilhelm Grimm zum Gedenken
  • Einleitung: Im Brüder Grimm Jahr 1963
  • Kapitel: Heldenballaden
  • Kapitel: Naturmythische und Zauberballaden
  • Kapitel: Legendarische Balladen
  • Kapitel: Ritterballaden
  • Kapitel: Historische Balladen
  • Anhang: Anmerkungen
  • Kapitel: Zum Verständnis der Werke
  • Literaturverzeichnis: Bibliographie
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Werbung
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

ZUM VERSTÄNDNIS DER WERKE 
Balladen und nordisches Mittelalter 
Die nordischen Balladen sind Volkslieder: Lieder meist unbekannter 
Dichter, die in weite Kreise des Volkes dringen und von ihm aufgenom- 
men, umgeformt und weitergetragen werden. Sie sind ein Teil des gro- 
ßen, in langwährender Tradition erhaltenen Volksliedschatzes, seien es 
Iyrische Liebeslieder, Arbeitslieder, Trinklieder, Ständelieder, Rätsellie- 
der oder Kinderlieder, und schließlich: das erzählende Tanzlied mit lyri- 
schem Kehrreim, das im Mittelalter seine Blütezeit hatte — die Ballade. 
Die Ballade ist nicht alleiniger Besitz des Nordens. Sie war in ganz 
Europa verbreitet und ist aus der Fremde nach Skandinavien gekom- 
men. Doch während sich in Mitteleuropa die Volksballade neben dem 
Reichtum an epischer und lyrischer Dichtung der Ritterzeit nie voll ent- 
falten konnte, wurde sie bei den nordischen Völkern die poetische Form 
mittelalterlicher Dichtung. War das nordische Mittelalter sonst auch arm 
an originellen poetischen Schöpfungen, so hat es die Ballade zu einer 
Vollkommenheit und Eigenart entwickelt, die sich an Schönheit mit der 
mittelalterlichen Kunstpoesie des Südens messen kann. Sie ist kennzeich- 
nend für eine neue Zeit, die für die skandinavischen Länder mit ihrem 
Eintritt in die christlich-europäische Kulturgemeinschaft anbricht; und 
als das hervorragendste Zeugnis einer schöpferischen weltlichen Poesie 
des Nordens im Mittelalter verdient die Ballade einen Platz unter den 
klassischen Werken der Literatur, 
Schon einmal hatte uns der Norden, vor allem Island, in seinen Göt- 
ter- und Heldenliedern und seinen Sagas Werke überliefert, die zu den 
wertvollsten Schätzen der germanischen Literatur gehören. Obwohl auch 
sie erst im Mittelalter aufgezeichnet wurden, entstammen sie einer gei- 
stigen Welt, die von den beiden bestimmenden Faktoren des Mittelal- 
ters — der geistlichen Macht des Christentums und der weltlichen Macht 
des Rittertums — noch nicht geprägt ist. Sie sind Zeugnisse des germani- 
schen Altertums, das im Norden viel später als in Deutschland seinen 
Abschluß fand. So gelangte der Skandinavier auch zu einer von der 
unseren abweichenden Einteilung seiner Kulturepochen. Das nordische 
Altertum reicht bis etwa 800, und erst nach der Zwischenepoche der 
Wikingerzeit beginnt um die Mitte des 11. Jahrhunderts das nordische 
Mittelalter. 
Als Deutschland schon von Christentum und Mittelmeerkultur seine 
entscheidende Prägung erfahren hatte, glaubten die Nordgermanen noch 
an ihre heidnischen Götter und lebten als freie Bauern und Wikinger. 
Zwar waren durch die ausgedehnten Handelsverbindungen und die Wi- 
kingerfahrten die Berührungen mit dem christlichen Europa nicht gering, 
und in den führenden Kreisen machten sich: auch schon damals gewisse 
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