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Deutsche Heldensage

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Deutsche Heldensage

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713409
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713409
Persistenter Identifier:
BV047325509
Titel:
Skandinavische Balladen des Mittelalters
Herausgeber:
Greverus, Ina-Maria
Erscheinungsort:
Reinbek bei Hamburg
Verlag:
Rowohlt
Erscheinungsjahr:
1963
Signatur:
2023 SA 5944
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Literatur und Sprachen > Verschiedene Sprachen
Sozial- und Kulturanthropologie > Kunst und Wissen

Vorderer Einband

Strukturtyp:
Vorderer Einband
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Deutsche Heldensage
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Vorblatt
  • Titelseite
  • Widmung: Meinem treuen Freunde, dem kerndeutschen Manne und begeisterten Verehrer der großen deutschen Sagendichtung: Fritz Giebelhausen in Rotenburg/Fulda zugeeignet. Der Verfasser
  • Vorwort: Vorwort
  • Kapitel: Walther und Hildegunde
  • Abbildung
  • Tafel: Walther und Hildegunde auf der Flucht
  • Abbildung
  • Kapitel: Die Nibelungen
  • Tafel: Die Nibelungen-Sage
  • Abbildung: Siegfried im Kampf mit Alberich
  • Tafel: Siegfried sich im Drachenblut badend
  • Abbildung: Siegfried mit dem gefangenen Bären
  • Tafel: Siegfrieds Leiche wird nach Worms gebracht
  • Abbildung: Hagen an der Leiche Siegfrieds
  • Abbildung: Die Boten König Etzels kommen nach Worms
  • Abbildung: Hagen und die Wasserjungfrauen
  • Tafel: Hagen wirft den Priester über Bord
  • Abbildung: Hagen und Volker die Wache haltend
  • Tafel: Hagen und Volker, die Treppe verteidigend
  • Abbildung: Hie hat daz maere ein ende, daz ist der nibelunge liet
  • Kapitel: König Rother
  • Abbildung: Der Riese und der Löwe
  • Tafel: König Rother zieht der schönen Oda die Schuhe an
  • Abbildung: Königin Odas Entführung
  • Abbildung: König Rothers Befreiung
  • Kapitel: Gudrun
  • Abbildung: Hagen
  • Tafel: Hagen findet die Königskinder
  • Abbildung: Schlacht auf dem Wülpensand
  • Abbildung: Gudrun von Gerlind bedroht
  • Tafel: Gudrun am Meer
  • Abbildung: Ende
  • Kapitel: König Ortnit
  • Abbildung: Ortnit findet den schlafenden Alberich
  • Tafel: Sidrat und ihre Mutter vor dem Bilde des Machmet
  • Kapitel: Hugdietrich
  • Abbildung: Hugdietrich
  • Tafel: Wolfdietrich wird bei den Wölfen gefunden
  • Kapitel: Wolfdietrich
  • Abbildung: Drasian raubt Siegeminne
  • Abbildung: Wolfdietrich entreitet der Zauberburg
  • Tafel: Wolfdietrich, der Drachentöter
  • Kapitel: Wieland der Schmied
  • Abbildung: Wielands Schmiede
  • Abbildung: Der junge Wieland erschlug die Zwerge
  • Tafel: Die Königsknaben vor der Schmiede
  • Abbildung: Wielands Flucht
  • Kapitel: Dietrich von Bern und seine Gesellen
  • Abbildung: Der Knabe Dietrich und Meister Hildebrand
  • Abbildung: Der Riese Grim
  • Tafel: Wittich von Hause fortreitend
  • Tafel: Dietrich begegnet Ecke
  • Abbildung: Dietleib bewirtet die Troßleute
  • Abbildung: Heime raubt den Mimung
  • Abbildung: König Laurin
  • Tafel: König Laurin
  • Abbildung: Svanhilt
  • Abbildung: Eckart mit dem gefangenen Ribstein dem Heere nachreitend
  • Abbildung: Königin Helche mit ihren beiden Knaben
  • Tafel: Die Rabenschlacht
  • Tafel: Wittichs Ende
  • Kapitel: Beowulf
  • Tafel: Beowulfs Sieg über Grendel
  • Abbildung: Beowulfs Tod
  • Kapitel: Roland
  • Abbildung: Roland
  • Tafel: Roland
  • Kapitel: Parzival
  • Tafel: Parzival begegnet den Rittern im Wald
  • Abbildung: Parzival reitet in Nantes ein
  • Tafel: Parzival in der Gralsburg
  • Abbildung: Parzival vor den Blutstropfen im Schnee
  • Abbildung: Parzival bei Trevrezent
  • Kapitel: Lohengrin
  • Abbildung: Lohengrin
  • Abbildung
  • Kapitel: Tannhäuser
  • Tafel: Tannhäuser vor dem Venusberg
  • Abbildung: Tannhäuser vor der Klosterpforte
  • Kapitel: Herzog Ernst
  • Tafel: Herzog Ernst und Wetzel im Greifenhorst
  • Abbildung: Herzog Ernst zieht in Jerusalem ein
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

— 240 — 
er durch das Burgthor in den Hof, und ward alsbald von Belian und seiner 
Tochter freundlich begrüßt. 
Die Jungfrau war sehr schön; sie lächelte den stattlichen Fremdling hold— 
selig an, und in ihrem Herzen erwachte der Wunsch, ihn zum Gemahl zu gewinnen. 
Ehe sie zu Tische gingen, fragte Belian den Gast, ob er den König Wolf— 
dietrich von Constenopel kenne; „von diesem,“ fügte er grimmig hinzu, „habe 
ich Schlimmes zu fürchten; vorausschauende Seher haben mir verkündigt, er 
werde mich im Messerwerfen besiegen und mir den Tod geben. Ha! wie ich 
den Abenteurer hasse!“. 
Und er ballte die Fäuste, knirschte mit den Zähnen und stampfte mit 
dem Fuße den Boden, daß die Halle ertoste. 
„Bist du am Ende gar selbst der verruchte Wolfdietrich?“ fuhr er den 
Gast an. 
„Ich kenne ihn nicht, bin ein Ritter aus dem fernen Morgenlande und 
heiße Pilgerin,“ antwortete der Held. 
„Glaubst du an Machmet?“ 
Wolfdietrich schüttelte das Haupt und wollte antworten, die schöne Jung— 
frau aber kam ihm zuvor und sprach schmeichelnd zu ihren grimmen Vater: 
„Nachher, lieb Väterchen! Unser Gast ist wegemüde und hungrig, drum laß 
—RO——— 
Belian nickte grinsend und fuhr mit der großen Hand seiner Tochter über 
das blonde Haupt. „Dein Wille geschehe, mein Kind,“ entgegnete er freundlich. 
„Nachher wird uns der Fremdling Rede und Antwort stehen.“ J 
Sie traten in einen Marmorsaal, in dessen Mitte eine weitverzweigte 
Linde stand, welche aus purem Golde gebildet war. Auf allen Zweigen des 
herrlich schimmernden Baumes 'saßen goldene Vögel, und wenn ein Windhauch 
durch den Wipfel fuhr, so öffneten die Vögel ihre Schnäbel und sangen zauber⸗ 
süße Weisen. 
Unter dem Baume stand der gedeckte Tisch, und sie ließen sich nieder und 
aßen und tranken. Mit freundlicher Aufmerksamkeit wartete die Jungfrau des 
Gastes, reichte ihm die Speisen und schenkte ihm den Wein in den goldenen 
Becher, und Wolfdietrich war guter Dinge und achtete wenig der sauern Miene 
Belians. Jedesmal, wenn die goldenen Vögel ihre Stimme erhoben, blickte 
er empor und lauschte begierig dem zauberischen Gesange. Dann lächelte die 
Jungfrau. 
Und nach dem Essen nahm sie ihren Vater beiseite und bat ihn, den 
Gast ihr zu überlassen. 00 
„Ich habe Wohlgefallen an ihm gefunden und wünschte wohl, daß er 
mmer hier bliebe,“ sagte sie. 
„Glaubt er an Machmet, so mag er dein Gemahl werden und dermal⸗ 
einst die Krone meines Reiches ererben,“ antwortete Belian.
	        

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