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Die deutschen Landschaften und Stämme

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

Volltext: Die deutschen Landschaften und Stämme

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713371
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713371
Persistenter Identifier:
BV047314037
Titel:
Seemannssprüche
Untertitel:
Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten über Seewesen, Schiffer- und Fischerleben in den germanischen und romanischen Sprachen
Herausgeber:
Lüpkes, Wiard Habbo
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Ernst Siegfried Mittler und Sohn
Erscheinungsjahr:
1900
Zusätzliche Information:
Sonderabdruck aus der "Marine-Rundschau"
Signatur:
2023 SA 5949
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Kunst und Wissen
Literatur und Sprachen > Deutsche Sprache und Literatur

Titelseite

Strukturtyp:
Titelseite
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Die deutschen Landschaften und Stämme
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Vorwort: Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Tafelverzeichnis: Verzeichnis der Tafeln
  • Einleitung: Die deutschen Landschaften und Stämme
  • Kapitel: I. Die Alpen
  • Kapitel: [Tafeln]
  • Tafel: [Tafel I.] Oberdeutsche Siedlung: Der Marktplatz von Mittenwald an der Isar. Nach einem Aquarell von Hans Kaufmann [Zu S. 6]
  • Tafel: Tafel II. [recto] 1. Passau. Nach Photographie der Photoglobgesellschaft in Zürich. (Zu S. 26.) 2. Deutsches Alpenhaus, Kutterling (Oberbayern). Nach Photographie des Leipziger Pressebureaus. (Zu S. 7 und 16)
  • Tafel: Tafel II. [verso] 3. Sulzfeld am Main. Nach Photographie von Konrad Gundermann in Würzburg (Zu S. 56.) 4. Ein alter Schwarzwaldhof. Nach Photographie von R. Schwarz in Eßlingen. (Zu S. 48.)
  • Tafel: Tafel III. [recto] 1. Haarhausen bei Arnstadt mit der Wachsenburg. Nach Photographie von A. Alkier in Leipzig. (Zu S. 78.) 2. Die Bauden von Groß-Aupa im Riesengebirge. Nach Photographie von Dr. M. Treblin in Breslau. (Zu S. 94)
  • Tafel: Tafel III. [verso] 3. Burg Cochem und das Moseltal. Nach Photographie von F. E. Laven in Trier. (Zu S. 67.) 4. Ein Eifelhaus im Schutze seiner Buchenhecke. Nach Photographie von E. Charlier in Aachen (Zu S. 68)
  • Tafel: Tafel IV. [recto] 1. Weserbergland: Das Wesertal bei Bursfelde. Nach Phot. der Hofkunstanstalt C. Thevericht in Hann.-Münden. (Zu S. 72.) 2. Jagdschloß Grunewald am Grunewaldsee. Nach Photographie von D. Köhler in Gr.-Lichterfelde. (Zu S. 102)
  • Tafel: Tafel IV. [verso] 3. Mündung der Netze in die Warthe bei Zantoch, Blick nach Osten auf den Netzebruch. Nach Photographie von Prof. Dr. Höhnemann in Landsberg a. W. (Zu S. 101.) 4. Ostpreußen: Nikolaiken in Masuren. Nach Photographie von Gottheil u. Sohn in Königsberg i. Pr. (Zu S. 102)
  • Tafel: Tafel V. [recto] 1. Eine Warft auf der Hallig Oland. Nach Photographie. (Zu S. 112.) 2. Danzig und die Mottlau. Nach Photographie von Gottheil u. Sohn in Danzig. (Zu S. 104)
  • Tafel: Tafel V. [verso] 3. Niederdeutsche Siedlung: Einzelhof bei Soltau in der Provinz Hannover. Nach einer Tuschezeichnung von Franz Schreyer. (Zu S. 107-108)
  • Kapitel: II. Das Alpenvorland
  • Kapitel: III. Altösterreich, Böhmen und Mähren
  • Kapitel: IV. Die Mittelgebirgslandschaften des deutschen Rheingebietes
  • Kapitel: V. Die außerrheinischen Mittelgebirgsländer Deutschlands
  • Kapitel: VI. Die nördliche Niederung
  • Register: Register
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

20 
Die deutschen Landschaften und Stämme. 
als ebenso gesundes wie billiges Labsal neben dem Landwein, so daß die 
Schweiz bis in die zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts Bier 
wenig kannte, während jetzt freilich auch dort längst Bierbrauerei trotz 
Most und Wein allerorten gepflegt wird. An der Süd-und Ostseite um 
gibt das Gehöft meistens ein Küchengarten, mit Staket oder hoher Buchs 
baumhecke eingefaßt, über die aus dem Schatten von Reblaub und Spa 
lierobst breite Fenster hervorlugen. Neben der Haustür darf die Ruhe 
bank nicht fehlen, und entweder über den Fenstern des Oberstockes oder 
frei im Garten in besonderem Häuschen stehen die Bienenstöcke. In sorg 
samer Zeidlerei, zu der wir in Deutschland erst ganz neuerdings allge 
meiner zurückkehren, stehen die Schweizer seit alten Zeiten obenan. Der 
Sinn für Blumenpflege istvolkstümlich in der Schweiz geworden; Sträuß 
chen an Hut oder Mieder gehören in den katholischen Kantonen zum Kirch 
gang. Ein rotes „Nägeli" steckt sich zum Sonntagsputz auch der Appen 
zeller Senn hinters Ohr. Aber neben Kartoffeln vermag sich der Alpen 
schweizer kein Gemüse zu ziehen: auch das muß er im Vorland kaufen. 
Hier treibt man den Gemüsebau um so emsiger, besonders in der Nähe 
der größeren Städte. In kleineren Städten baut sich der Bürger sein 
Gemüse für den Hausbedarf selbst, indem er sich von der noch wie bei 
uns im Mittelalter unaufgeteilten, d. h. im Gemeindeeigentum befind 
lichen Länderei, dem „Gemeinsboden", das nötige Stück Land gegen 
mäßigen Zins zur zeitweisen Benutzung erwirbt. 
Die großindustrielle Entwickelung, die seit dem vorigen Jahrhundert 
die Schweiz genommen hat, ist glücklicherweise frei geblieben vom Zu 
sammenpferchen der Menschen in enge, räucherige Großstadtgassen mit 
gleichförmigen Zeilen hochragender Mietskasernen. Soweit es irgend 
angeht, wird die Industrie in den eigenen Wohnhäusern der Arbeiter be 
trieben,' die liegen wo möglich frei draußen im Grünen und lassen das 
Gärtchen vor der Türe nicht vermissen. Die Gartenfreude ist auch hin 
eingetragen in die Großstädte, wie die prangenden Anlagen von Luzern 
und Zürich, die Luxusgärten von Basel beweisen. And selbst die Groß 
städte der Schweiz haben meist nur im älteren Kern, aus dem sie her 
ausgewachsen sind, enger zusammenhängende Straßen; die rings darum 
angelegten neueren Stadtteile dagegen verzetteln sich anmutig in die 
lachende Umgebung. 
Der Schweizer Deutsche ist eine gesunde, kräftige Spielart unseres 
Schwabenstammes geworden,' bei fleißigem Schaffen, tatkräftigem 
Anternehmungssinn, klugem Berechnen, Sparsamkeit und ehrenfestem
	        

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