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Zeitschrift für Ethnologie der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde und der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte, 114.1989

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Zeitschrift für Ethnologie der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde und der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte, 114.1989

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713367
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713367
Persistenter Identifier:
BV047297541
Titel:
Die Nationalhymnen der europäischen Völker
Autor:
Bohn, Emil
Erscheinungsort:
Breslau
Verlag:
Verlag von M. & H. Marcus
Erscheinungsjahr:
1908
Signatur:
2023 SA 6406
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Kunst und Wissen
Musik

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Griechenland
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Zeitschrift für Ethnologie der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde und der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte
  • Zeitschrift für Ethnologie der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde und der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte, 114.1989
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
  • Müller, Ernst Wilhelm: Wilhelm Emil Mühlmann (gest.). 1. 10. 1904 Düsseldorf - 11. 5. 1988 Wiesbaden
  • Leerseite
  • Pfeffer, Georg: Sir Edmund Leach (gest.). 1910 - 1989
  • Antweiler, Christoph: Eibl-Eibesfeldts Thesen zu einer multiethnischen Gesellschaft: Ein Kommentar
  • Fischer, Hans: Ethnologie als Allerweltswissenschaft
  • Leerseite
  • Lang, Hartmut: Was ist der Gegenstand der Verwandtschaftsethnologie?
  • Schweizer, Thomas: Prozeßanalyse in der Ethnologie: Eine Exploration von Verfahren und Problemen
  • Wirsing, Rolf: Die Konzeptualisierung von Galtons Problem im interkulturellen Vergleich: Forschungsgeschichte und neuere Lösungsansätze
  • Leerseite
  • Krasberg, Ulrike: Autopsie des Integrationsprozesses einer Forscherin in einem griechischen Dorf
  • Leerseite
  • Jedrej, M. C.: A note on ash symbolism in Africa
  • Leerseite
  • Raum, Johannes W.: Historical concepts and the evolutionary interpretation of the emergence of states: The case of the Zulu reconsidered yet again
  • Ryffel-Gericke, Christiane: Vom Gewinn und Verlust von Freiheit : Aspekte der Arbeitsteilung bei den Tuareg
  • Durke, Laura Betzig; Alisa Harrigan; Paul: Childcare on Ifaluk
  • Leerseite
  • Hauser-Schäublin, Brigitta: The fallacy of "real" and "pseudo" procreation and the ways in which it has affected the understanding (or misunderstanding) of how other cultures conceive phenomena respecting life, life-giving, the creation of individuals, and their interrelatedness
  • Stagl, Justin: Nikolai Nikolajewitsch Miklouho-Maclay oder das Dilemma des Ethnographen in einer vorkolonialen Situation
  • Renner, Erich: Yequana oder das verlorene Glück : Untersuchungen zu einem pädagogisch-anthropologischen Bestseller und seiner aktuellen Diskussion
  • Laufende Forschungen
  • Leerseite
  • Zeitschriftenrezension: Anders, F.; Jansen, M.: Schrift und Buch im Alten Mexiko
  • Zeitschriftenrezension: Betzig, L.; Borgerhoff Mulder, M.; Turke, P. (eds.): Human reproductive behaviour
  • Zeitschriftenrezension: Bricker, V. R.: A grammar of Mayan Hieroglyphs
  • Zeitschriftenrezension: Codex Zouche-Nuttall
  • Zeitschriftenrezension: Dürr, M.: Morphologie, Syntax und Textstrukturen des (Maya-) Quiche des Popol Vuh
  • Zeitschriftenrezension: Feil, D. K.: The evolution of Highland Papua New Guinea societies
  • Zeitschriftenrezension: Fox, J. A.: Maya postclassic state formation
  • Zeitschriftenrezension: Fuchs, S.: The Korkus of the Vindhya Hills
  • Zeitschriftenrezension: Helbling, J.: Theorie der Wildbeutergesellschaft
  • Zeitschriftenrezension: Hellmuth, N. M.: Monster und Menschen in der Maya-Kunst
  • Zeitschriftenrezension: Herda, E. A.: A reconstruction of the evolutionary model in sociocultural anthropology
  • Zeitschriftenrezension: Junge, P. und Heidtmann, F.: Wie finde ich ethnologische Literatur
  • Zeitschriftenrezension: Klockmann, T.: Günther Tessmann: König im weißen Fleck. Das ethnologische Werk im Spiegel der Lebenserinnerungen
  • Zeitschriftenrezension: Kuntz, A.; Pfleiderer, B. (Hg.): Fremdheit und Migration
  • Zeitschriftenrezension: Lévi-Strauss, C.: Die eifersüchtige Töpferin
  • Zeitschriftenrezension: Moermann, M.: Talking culture
  • Zeitschriftenrezension: Püschel, E.: Die Menstruation und ihre Tabus
  • Zeitschriftenrezension: Reimann, H. (Hg.): Soziologe und Ethnologie
  • Zeitschriftenrezension: Rössler, M.: Die soziale Realität des Rituals
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

Hartmut Lang: Was ist der Gegenstand der Verwandtschaftsethnologie? 
49 
Mit diesem Begriff schien man bei der Beschreibung von Kulturen gut zu fahren, 
bis die Verwandtschaftsethnologen begannen, die tatsächliche Mitgliedschaft in Des¬ 
zendenzgruppen zu untersuchen. Dabei stellte sich heraus, daß ein größerer Teil der 
Mitglieder keine regelkonforme Abstammung vom Gründer der Gruppe aufwiesen 
(Langness 1964: 166, McArthur 1967: 284). 
Hinzu kamen Aussagen über das Rekrutierungsprinzip aus den Untersuchungs¬ 
kulturen selbst. So hat J. A. Barnes (1967: 40) die Aufmerksamkeit auf die Aussage der 
Mae-Enga über männliche Clanmitglieder, die nicht in väterlicher Linie vom Clan¬ 
gründer abstammten, gelenkt. Nach Meggitt (1965: 32) bestehen die Mae-Enga dar¬ 
auf, daß zumindest ein Teil dieser genealogischen „Irrläufer" reguläre Clanmitglieder 
seien. Sie argumentieren: Es seien Agnaten, weil sie ihr Land rechtmäßig von ihrem 
Vater ererbt hätten.3 
Eine gesicherte Basis für die Deutung der Textstelle (siehe Fußnote 3) gibt es nicht. 
Im Kontext der zitierten Stelle findet man nur vage und sehr allgemeine Auskünfte 
über den Gesprächszusammenhang, in dem die Aussage entstanden ist; nicht einmal 
wer die Aussage gemacht hat, wie oft Meggitt auf derartige Aussagen gestoßen ist, ist 
£u erfahren, noch wie die emische Konzeption von „Agnat" lautet. 
Eine Aussage, so schwach in einen Gesprächszusammenhang eingebunden wie 
diese, lädt zu unterschiedlichen Deutungen ein. Und die gibt es denn auch. Für Meg¬ 
gitt zeigt die Aussage, daß die Mae-Enga ihre "land rights in terms of agnation" formu¬ 
lieren (32). Barnes hingegen meint, die Stelle drücke genau das Gegenteil aus. Für ihn 
besagt die Aussage, daß nicht Deszendenz die Mitgliedschaft bestimmt, sondern das 
Recht auf Land (Barnes 1967: 40). 
Beide Autoren sind der Ansicht, die Aussage gebe die allgemeine Rekrutierungsre¬ 
gel der Mae-Enga wieder. Genauso gut könnte hier aber eine Ausnahmeregel formu¬ 
liert worden sein. Dann würde sie nur mitteilen, unter welchen Bedingungen ein 
^icht-Agnat in einen Agnaten umgewandelt werden kann. Es könnte sich hier damit 
erneut um ein Verfahren handeln, mit dem ein aufgetretener Gegensatz von Sollen und 
Sein wieder aus der Welt geschafft wird. 
Nach Barnes' Deutung hingegen müßte es entweder Deszendenzgruppen geben, 
°hne ein deszendenzgemäßes Rekrutierungsprinzip, oder aber man müßte den Mae- 
knga überhaupt Deszendenzgruppen absprechen (vgl. dazu auch Scheffler 1986a: 
^43). Ersteres ersetzt nur eine Schwierigkeit durch die andere. Gegen letzteres spricht 
eine ganze Reihe von Indizien, die durchaus ein genealogisch gefaßtes Deszendenz- 
Pnnzip bei den Mae-Enga nahelegen. So bezeichnen die Mae-Enga die Organisations- 
einheit ,Clan' mit dem Ausdruck ,Linie von Männern, die von einem Penis (dem des 
This conversion is rationalised in terms of the typical case of the quasi-agnate whose father's father joined 
c clan parish as an affine. He inherits clan land, or more accurately patrilineage land, from his father, the 
'lepliew of the patrilineage, who in turn inherited cultivation rights from a mother's brother or mother's 
Tl r. The quasi-agnate and true agnates of this patrilineage now share patrimonial land with equal validity. 
erefore, according to the Mae, the quasi-agnate must be an agnate. This reasoning indicates how expli- 
Clte'y they ph rase land rights in terms of agnation" (Meggitt 1965:32).
	        

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