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Curare, 11.1988

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Nutzungslizenz

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Bibliographische Daten

fullscreen: Curare, 11.1988

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713366
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713366
Persistenter Identifier:
BV047297421
Titel:
Die allgemeine Mythologie und ihre ethnologischen Grundlagen
Autor:
Ehrenreich, Paul
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
J.C. Hinrichs'sche Buchhandlung
Erscheinungsjahr:
1910
Signatur:
2023 SA 5860
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Religionsethnologie
Religion

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Kapitel VIII. Mythische Formen
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Curare
  • Curare, 11.1988
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Zeitschriftenheft: Vol. 11 (1988) 1
  • Zeitschriftenheft: Vol. 11 (1988) 2
  • Titelseite
  • Sonstiges: Zum Titelbild: Geisterdarstellung der Kamayurá. Hinweis zur Frankfurter Ausstellung: Die Mythen sehen
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt Vol. 11, 2/88
  • Autorenindex: Die Autoren dieses Heftes
  • Sonstiges: Das Volk braucht Gesundheit, eine Widmung für curare 2/88
  • Sonstiges: Nachrichten, Kongreßkalender, Mitteilungen
  • Sonstiges: Tomate Tea in Punta Gorda. Eine bibliographische Notiz zur afrokaribischen Medizin im südlichen Belize
  • Marcos, Sylvia: Cognitive Structures and Medicine: The Challenge of Mexican Popular-Medicines
  • Andritzky, Walter: Wahrsagen und Lebensberatung: Ethnopsychologische Aspekte des Koka-Orakels in Peru
  • Meer, Kees de: Illness in Children among the Aymara Indians of Southern Peru
  • Protokoll: Hamburg 1987 und 1988: Kultur und psychosoziale Situation in Lateinamerika
  • Protokoll: Identidad y Etnosciencia Mexiko 1988
  • Protokoll: Bericht von der Planungstagung "Medical Anthropology" Bad Homburg, 14.-16.5.1987
  • Protokoll: Gesundheit - Schulmedizin - andere Heilmethoden Imago Mundi, Innsbruck 1987
  • Protokoll: Wiener Dialog über Ganzheitsmedizin, 1987
  • Protokoll: Social Sciences and Medicine Sitges 1987
  • Protokoll: 4. Würzburger Ethnomedizintage '87
  • Zeitschriftenrezension: Buchbesprechungen/Book Reviews Stubbe Hannes 1987. Von den indianischen und afrobrasilianischen Kulturen bis in die Gegenwart. Beiträge zur Kulturanthropologie
  • Zeitschriftenrezension: Laguerre Michel 1987. Afro-Caribbean Folk Medicine
  • Zeitschriftenrezension: Pollak-Eltz Angelina 1987. La Medicina popular en Venezuela
  • Zeitschriftenrezension: Tourinho Nazareno 1986. Dr. med. Edson Queiroz - Der Wunderchirurg aus Brasilien
  • Zeitschriftenrezension: Zier Ursula 1987. Die Gewalt der Magie. Krankheit und Heilung in der kolumbianischen Volksmedizin. (Diss. Univ. Frankfurt). Reihe Krankheit und Kultur 3
  • Zeitschriftenrezension: Greifeld Katrin. 1985. Die Heil-s-lehre der Mayo (Nordwest-Mexiko). Widerstand und Anpassung am Beispiel des medizinischen Systems. Reihe XIX Volksk./Ethnol., europ. Hochschulschriften, Bd. 13. Diss. Univ. Frankfurt
  • Zeitschriftenrezension: Mainzer-Heyers Barbara 1987. Krankheit und Gesundheit in Achoma. Eine ethnomedizinische Fallstudie zu Theorie und Praxis traditioneller Heilkunde und medizinischer Versorgung am Beispiel einer Dorfgemeinschaft im Departement Arequipa, Peru.Dissertation. Mundus Reihe Ethnologie, Nr. 13
  • Zeitschriftenrezension: Rösing-Diederich Ina 1987. Die Verbannung der Trauer. Nächtlıche Heilrituale in den Hochanden Boliviens
  • Püschel, Erich: Franz Boas (1858 - 1942), Amerikas großer Ethnologe als deutscher Privatdozent
  • Zeitschriftenheft: Vol. 11 (1998) 3
  • Zeitschriftenheft: Vol. 11 (1998) 4
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

ANDRITZKY 
die die Ökonomische Abhängigkeit der Familienmitglieder unterein- 
ander betonen. In der Karte sollte er ihnen auch mitteilen, daß 
man Heimweh nach den abwesenden Familienmitgliedern habe, sie bald 
sehen wolle. Er sollte um eine umaehende Antwort bitten " 
108 
Die von HINOSTROZO LAURO beschriebenen Blattkonstellationen und 
das Fallbeispiel können natürlich nicht als ethnographisch reprä- 
sentativ angesehen werden. Sie sollen nur einen Hinweis darauf ge- 
ben, daß dem katipero sowohl von Einzelfall zu Einzelfall als auch 
von Region zu Region variable Interpretationsmuster für die katipa 
zur Verfügung stehen, die ihm als eine Art Leitlinie der Interpre- 
tation dienen. Sie bilden im psychologischen Sinne seine Theorie, 
wie die Situation und Fragen der Klienten zu deuten sind. Sie las- 
sen ihm - wie etwa die Anleitung eines Tarot-Buches beim Ziehen 
der Karten - genügend Freiheit, die Regeln der Interpretation der 
Kokablatt-Konstellationen mit seinen persönlichen Assoziationen 
zur Situation des Klienten zu verbinden. 
Die regionalen und personengebundenen Unterschiede in der In- 
terpretationssystematik der katiperos und dem Ablauf der katipa 
spielen für unsere Fragestellung nach der Interaktionsstruktur je- 
doch keine weitere Rolle. Don Benito, ein watuqg in der Nähe von 
Cuzco, bei dem ich vier katipas verfolgte, verwendete im ersten 
Teil des Orakels ca. 100 Kokablätter, die er aus einem Tuch auf 
die Decke schleuderte (Abb. 4 und 5). Erst im zweiten Teil des 
Orakels nahm er zur Beantwortung spezieller Fragen jeweils aus- 
gesuchte, "gezeichnete" Blätter. Die Wahrsager wenden das Orakel 
zu verschiedenen Zwecken an: Sie können damit Krankheiten diagno- 
stizieren, konkrete Fragen eines Ratsuchenden beantworten, oder 
sie lesen wichtige Lebensumstände und künftige Ereignisse daraus 
ab. Das Orakel ist ein Dienst (servicio), der meist nicht bezahlt, 
sondern mit einem Essen oder einem Geschenk abgegolten wird. Der 
Ratsuchende muß vor der Konsultation eine Portion Kokablätter und 
ein Fläschchen Alkohol (dem die Wahrsager aern und reichlich zu- 
sprechen) auf dem Markt besoraen. 
Fallbeispiel: Eine junge Frau fragt nach Liebesschicksal, Arbeit 
und Gesundheit 
In Juliaca, in der Nähe des Titicacasees, habe ich bei einer 
Familie den Verlauf mehrerer Koka-Orakel für die einzelnen Fami- 
lienmitglieder miterlebt. Zuerst wurde die Wahrsagerin, eine etwa 
sechzigjährige Frau, von ihrer ärmlichen "Behausung" abgeholt. Die 
Wahrsagerin stammte aus Charazani und gehörte dort einer für ihre 
Kräuterkenntnisse berühmten Gruppe bolivianischer Heiler (ecalla- 
huaya) an (vgl. SAIGNES 1983). Die Frau hatte vor dieser Konsulta- 
tion, die im Haus der Familie stattfand, keinerlei Kontakt zur 
Klientin gehabt. Das Orakel beginnt, indem die Wahrsagerin die er- 
ste Klientin nach dem Namen fragt. Dies bewirkte wie ich bei einem 
Orakel für mich selbst feststellen konnte, eine Konzentration auf 
sich selbst und die Situation. Währenddessen raucht die Wahrsage- 
rin eine Zigarette und betrachtet den Rauch und die Asche. Das 
verbrannte Papier bleibt gerade und weiß stehen, das heißt: eir 
langes Leben. Dann legt sie ihr Tuch aus und bestimmt die Bedeu- 
tung der Kokablätter: "das sind Sie, das ist für die Arbeit, das 
ist für die Gesundheit, hier eine Freundin" usw. Für jede Frage 
sammelt die Wahrsagerin die Blätter, während sie noch spricht, zu 
einem kleinen Bündel zusammen und läßt sie dann auf das Tuch nie- 
derrieseln. Dann beginnt sie, aus dem entstandenen Muster die Ant- 
wort zu lesen. Der Öffentliche Ruf der Wahrsager drückt sich darin 
Friedr. Vieweq & Sohn Verlag, Braunschweia/Wieshaden
	        

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