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Tribus, 33.1984,N.F.

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Objekt: Tribus, 33.1984,N.F.

Mehrbändiges Werk

Strukturtyp:
Mehrbändiges Werk
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-715227
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-715227
Persistenter Identifier:
BV047279274
Titel:
Im dunkelsten Afrika
Untertitel:
Aufsuchung, Rettung und Rückzug Emin Pascha's, Gouverneurs der Aequatorialprovinz : mit 150 Abbildungen und 3 Karten
Autor:
Stanley, Henry Morton
Übersetzer:
Wobeser, Hugo von
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
F.A. Brockhaus
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Gesamtdarstellungen und Sammelwerke
Geologie und Geographie
Geschichte

Band

Strukturtyp:
Band
Werks-URN (URL):
https://digi.evifa.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:kobv:11-713321
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713321
Persistenter Identifier:
BV047279498
Titel:
Im dunkelsten Afrika, 2. Band
Erscheinungsjahr:
1908
Signatur:
LB 18465 S787-2(6)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Farbkeil

Strukturtyp:
Farbkeil
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Anthropos
  • Anthropos, 52.1957
  • Vorderer Einband
  • Vorderer Buchspiegel
  • Vorsatzblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis: Index
  • Zeitschriftenheft: Bd. 52, 1957, Heft 1, 2
  • Stonor, C. R.: Notes on Religion and Ritual among the Dafla Tribes of the Assam Himalayas
  • Schebesta, Paul: Annotationes zur "Insektenkost beim Menschen" (Ein Beitrag zur Frühgeschichte der menschlichen Ernährung und der Bambutiden)
  • Piskaty, Kurt: Ist das Pygmäenwerk von Henri Trilles eine zuverlässige Quelle?
  • Nicolas, Francis: Vocabulaires ethnographiques de la Tamâjeq des Iullemmeden de l'est (Touâreg de la Colonie du Niger, Afrique Occidentale Francaise)
  • Bouda, Karl: Die Sprache der Jenissejer. Genealogische und morphologische Untersuchungen
  • Ittmann, Johannes: Der kultische Geheimbund djengú an der Kameruner Küste
  • Frick, Johann: Medicinal Uses of Substances Derived from the Animal Organism (in Tsinghai)
  • Sölken, Heinz: Seetzens Áffadéh: Einführung in die Bearbeitung eines älteren Kotokovokabulars
  • Evans-Pritchard, E. E.: Zande Warfare
  • Rahmann, Rudolf: Vier Pioniere der Völkerkunde: Den Patres Paul Arndt, Martin Gusinde, Wilhelm Koppers und Paul Schebesta zum siebzigsten Geburtstag
  • Maceda, Marcelino N.: Analecta et Additamenta
  • Miscellanea
  • Literaturverzeichnis: Bibliographia
  • Literaturverzeichnis: Publicationes recentes
  • Literaturverzeichnis: Periodica
  • Zeitschriftenheft: Bd. 52, 1957, Heft 3, 4
  • Zeitschriftenheft: Bd. 52, 1957, Heft 5, 6
  • Nachsatzblatt
  • Hinterer Buchspiegel
  • Hinterer Einband
  • Farbkeil

Volltext

316 
Bibliographia 
Anthropos 52. 1957 
die Ausrüstung bei den Prozessionen usw., die Tätigkeit der dang-kis (Ausbildungszere 
monien und -stufen, die Trance, die Kultorganisation (Arten, Träger, Verwalter, Gläu 
bige usw.), die Mediumsgeister. — Das 4. Kapitel (80-109) greift den Kult des „Großen 
Heiligen“ als einen besonders repräsentativen Modellfall heraus und behandelt die um 
ihn gruppierten routinemäßigen und besonderen öffentlichen wie privaten Zeremonien. 
— Das 5. Kapitel (110-133) vergleicht die verschiedenen Variationen des Mediumkultes, 
indem es sie in buddhistisch, sino-malaisch, städtisch und ländlich, ja sogar vorstädtisch 
geprägte Kulte zusammenfaßt. — Das 6. Kapitel (134-146) untersucht wieder einige 
dinglich spezialisierte Abzweigungen des Shenismus : das Zitieren von Totenseelen, das 
automatische Schreiben (fu-chi), das Korbschütteln und Scheibendrehen. —- Das 7. Ka 
pitel (147-158) bringt das öffentliche Auftreten der Medien bei bestimmten Festen und 
Anlässen und die Arten der Vorstellung, wie das Liegen auf dem Messerbett, das Besteigen 
der Schwertleiter, das Feuerschreiten usw. — Das 8. Kapitel (159-169) streift einige Fol 
gerungen und Randfragen, wie den Wirklichkeitscharakter des Mediumismus, die religiöse 
Überzeugung der Chinesen, einige historische, ökonomische und besonders soziale Fak 
toren, das langsame Absinken des Mediumismus. — Dem folgt ein Anhang mit einigen 
Einladungsgebeten an die Besessenheitsgeister, ein zweiter Anhang mit den Angaben 
eines Geistes, die von einem besessenen dang-ki niedergeschrieben wurden. Eine Wörter 
liste mit Umschrift, chinesischen Zeichen und Übersetzung und eine kurze Bibliographie 
beschließen das Buch. 
Auf eine kultur- und religionshistorische Auswertung des Materials hat der Autor 
bewußt verzichtet, ebenso auf die psychologisch-philosophische Erörterung des objek 
tiven Wirklichkeitscharakters des Mediumismus. In beiden Fällen wäre eine andere 
Methode anzuwenden gewesen, die den vorliegenden Rahmen gesprengt hätte. Was das 
Buch wertvoll macht, ist die genaue Beschreibung und Bestandsaufnahme, und zwar — 
hier dürfte sich der Autor R. Firth und R. Leach verpflichtet fühlen — im funktionellen 
Zusammenhang mit dem sozialen und wirtschaftlichen Leben des Volkes im allgemeinen, 
was sich schon in der Bestimmung des thematischen Terminus “cult” zeigt, worunter 
der Autor nicht nur den Typ eines religiösen Glaubens versteht, sondern das institu 
tionelle Gesamtverhalten, wodurch dieser Glaube seinen sozialen Ausdruck findet (65). —- 
Die Einzelheiten so mancher Kapitel seien hier übergangen, wie etwa der Ausdruck 
„Shenismus“ für eine mehr oder weniger bekannte Parallelerscheinung bei andern Völ 
kern, oder die Idol- und Sachmedien, oder die bemerkenswerten soziologischen Fest 
stellungen (z. B. die Rolle des profanen Managertums) usw. — Nur das Kernstück des 
ganzen sei hier kurz berührt : 
Der vom Autor geschilderte Mediumismus umfaßt viele Spielarten und Stufen ; 
sein Zentrum ist jedoch das personalgebundene Geistermedium : der (oder die) dang-ki. 
Nimmt man diesen Zentralbereich fort, so bleibt nicht mehr viel übrig. Nun fällt es aber 
auf, daß der Autor für diesen Bereich in der allgemeinen Terminologie des Mediumismus 
verbleibt und — abgesehen von einer flüchtigen Bemerkung (27) —- den speziellen für 
ihn passenden Komplex des Schamanismus gar nicht heranzieht; die reiche schamano- 
logische Literatur der letzten Jahre ist praktisch nicht berücksichtigt. Eine religions 
historische Orientierung an ihr hätte vielleicht das ganze organischer, einheitlicher charak 
terisiert — auch unter Wahrung der angewandten minutiös-deskriptiven Methode — 
als die betont soziologische Ausrichtung ; denn was beschrieben wurde, erweist sich als 
ein bisher wenig beachteter chinesischer Schamanismus. Der dang-ki ist ein echter 
Schamane, und zwar vom Besessenheitstyp, der übrigens eine große Ähnlichkeit mit dem 
lamaistischen Gurtum aufweist ; es wäre interessant festzustellen, ob über die phäno 
menologische Ähnlichkeit hinaus auch ein gemeinsames historisches Substrat vorhanden 
ist. Beim dang-ki finden sich alle schamanistischen Elemente in deutlicher Ausprägung : 
Die ekstatische Verbindung mit der Geisterwelt, hier basierend auf der ekstatischen Ver 
wandlung durch die Besessenheit; die unfreiwillige Berufung und Hinordnung auf den 
Geist ; die Vorbereitung und Schulung, die Prüfung und Initiation ; die — hier beson 
ders stark durchgebildete — Gebundenheit an feste Formen der religiösen und sozialen 
Institution, der Darstellung und Tracht und des Betätigungszeremonielles usw. ; die al
	        

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